30.5.10

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Hier tut sich grad viel

Das Zimmer des Ältesten Sohns ist leer. Fast leer - denn der Schreibtisch bleibt jetzt doch hier. Vor einigen Jahren speziell für ihn und sein Zimmer gebaut und irgendwie so für die Ewigkeit gemacht, dass wir ihn nicht zerlegen konnten. Zusammengebaut passt er aber nicht durch die Tür. So freut sich jetzt der Jüngste Sohn über einen richtig großen Schreibtisch.

Der hat auch grade - widerwillig - begonnen, mit dem Besten Ehemann die lästigen Vorbereitungen fürs Streichen zu erledigen. Wände abkehren, Löcher und Risse verspachteln, Kanten abkleben. Vielleicht wird sogar heute noch gestrichen.

Der Mittlere Sohne war gestern Farben kaufen. Ein Zimmer bekommt eine sehr gelb-orange Wand (Physalis), das andere eine sehr apfelgrüne.

Wie oft kann man eigentlich Rauhfasertapete überstreichen? Wir sind gespannt.

Rot

Das Bild habe ich schon vor einer Woche aufgenommen und immer gedacht ich finde noch etwas, das besser zu mir passt. Ich bin nämlich gar kein Fußballfan. Fand es aber faszinierend, dass andere so sehr Fan sind, dass sie bereits um 10.00 Uhr vormittags den Marienplatz besetzen, obwohl die Mannschaft erst am späten Nachmittag auf dem Rathausbalkon erwartet wird.

25.5.10

Veränderungen

Es ist so weit. Der Älteste Sohn zieht aus.

Einundzwanzig. Fertig mit der Ausbildung, ein guter Job und sowieso kaum mehr daheim. Ganz normal.
Und - heimatverbunden und verwurzelt wie er ist - das neue Domizil ist kaum mehr als einen Kilometer entfernt.

Ab dem Wochenende wollen er und seine Freundin dort wohnen, seit heute dürfen sie aber bereits Möbel aufbauen. Großer Ikea-Ausflug (eine Schranktür fehlt - nur eine Schranktür!), nachmittags fleissiges gemeinsames Schrauben - Esstisch und Stühle stehen, die Hälfte der Badmöbel ebenfalls und der Sessel wird wieder zerlegt, weil etwas kaputt ist.

Morgen Sachen einpacken, Möbel hier abbauen. Donnerstag die gebrauchte Küche aufbauen, anpassen und putzen. Freitag noch einmal Ikea - Umtausch, fehlendes holen usw. Aufbauarbeiten. Samstag und Sonntag die restlichen Möbel von hier und der Freundin transportieren, alles an seinen Platz bringen.

Und dann - das erste eigene Heim.

Wie spannend!

(Ich lasse ihn tatsächlich leicht ziehen. Trotzdem - er wird fehlen und natürlich eine Lücke hinterlassen im Familienleben. Er selbst sucht übrigens auch grade wieder mehr Nähe, ist präsenter in der Familie als die letzten Monate und kostet die Gemeinschaft noch einmal so richtig aus.)

Immerhin

ein Anfang. Ein guter Vorsatz für dieses Jahr: mehr Wandern und Bergsteigen.

Gestern dann die Einsteigertour für Konditionslose. Wobei Tour schon stark übertrieben ist - mehr ein ausführlicher Spaziergang - nur 250 Höhenmeter sind zu überwinden und eine Streckenlänge von ca. 5 km. Damit es nicht gar zu einfach ist, wars immerhin ein wenig steil zwischendurch. Ein schmaler Steig durch den Wald und in einer halben Stunde ist man auf dem Gipfel - dort eine Almhütte (nicht bewirtschaftet) und eine Kapelle, unterwegs zahlreiche Kreuzwegtafeln, oben der Ausblick in den Wilden Kaiser. Und wir waren ganz allein. Für den Rückweg wählten wir eine andere Route - nicht so gut. Der Weg war ausgewaschen und schlammig, ganz unerfreulich zu gehen. Dafür endet er untern im Tal direkt beim Cafe Dörfl - gerade recht für eine Einkehr. Für mich mit Rhabarberkuchen und Kaffee, für den Besten Ehemann mit Weißbier und Leberkäs. Dann noch eine knappe halbe Stunde - und schon waren wir wieder am Ausgangspunkt, einem kleinen Stausee.

Und wo? Der Nusslberg bei Oberaudorf.





23.5.10

Stadtspaziergang

Endlich habe ich es auch einmal geschafft den Besten Ehemann bei einer seiner Stadtführungen zu begleiten. War ich vor einem Jahr noch die einzige in der Familie, die wenigsten marginal etwas über Stadtgeschichte oder zu einzelnen Gebäuden erzählen konnte, so hat er mich jetzt weit überholt. Es war ausgesprochen interessant und unterhaltsam - viele kleine Anekdoten und Geschichten hielten uns bei Laune und sorgten für gute Stimmung und Konzentration. Es hat viel Spaß gemacht.
(und wer von euch mal einen Stadtführer braucht - ich verleihe ihn gern zu diesem Zweck...)

Nebenher konnten wir über die Stimmgewalt der Bayern-Fans staunen - schon um 10.00 Uhr warteten die ersten auf dem Marienplatz und sicherten sich ihre Plätze, um beim Empfang der Mannschaft dabei zu sein.

Nebenher entstanden noch mehr blaue Fotos:


Auf dem Portal der Heilig-Geist-Kirche

Rikscha, Gäste erwartend

Das Münchner Kindl vor dem endlich blauen Himmel

Nicht blau, aber eindrucksvoll: Löwe vor der Residenz

Blaue Stunde

Neben der Aktion Farben sehen beginnt diese Woche auch wieder Farbe bekennen - eine Woche für eine Farbe, initiiert und organisiert von Laura.

Ich finde es ganz spannend nicht nur einen Tag sondern eine ganze Woche mit "blauer Brille" unterwegs zu sein. Aber so richtig blaue Bilder habe ich dann erst heute gemacht. Und dieses ausgewählt:

Blaue Stunde mit blauem Buch und blauem Glas und einem Gedicht, in dem immerhin auch blau vorkommt.


20.5.10

Nicht gestrickt

sondern gehäkelt. Angeregt von knit-n-sip, das dieses Jahr im Zeichen des Häkelns steht, habe ich mal einen Versuch gestartet.
Uraltes superfeines Garn von Junghans, aus dem mal Häkelgardinen entstanden sind, eine passende Häkelnadel, eine Anleitung in englischer Sprache, eine Übersetzungshilfe - und eine Stunde später sieht es so aus.
Klappt.

Für meine wieder aufflammende Lust am Spinnen habe ich mir Futter besorgt - Zöpfe von der Zauberwiese.

Hellbraun



Oje, dachte ich gestern. was habe ich denn Alltägliches in Hellbraun....
Dabei - so einfach.

16.5.10

Strickwerke

Eigentlich wird recht viel gestrickt - aber nicht so viel fertig.

Der Schal "Not a drop" ist fertig, aber noch nicht gespannt. So sieht er jetzt aus:


Zwei Paar nebenher gestrickte Stinos wurden fertig.

Strickwerk 18/10, Socken 7/10
Basics
Herzchenferse und Sternspitze
64 Maschen; Gr. 43/43
Wolle: Schoppel Admiral Tweed bunt Fb. 880, schwarz; 80g
Verschenk-/Verkaufskiste


Strickwerk 20/10, Socken 8/10
Basics
Herzchenferse, Sternspitze
64 Maschen; Gr. 42/43
Wolle: Lana Grossa Meilenweit Cotton Fondo, Fb. 6505; 75g
Verschenk-/Verkaufskiste

Dunkelgrün

15.5.10

Hellgrün




Schon wieder Gießkanne. Und zur Zeit auch nicht täglich in der Hand - wetterbedingt.

Gestartet



Es ist wieder Knit-n-sip-Zeit. Diesmal ganz im Zeichen der Häkelnadel. Unvertraut für mich. Ich kann eigentlich ganz gut häkeln. In den letzten Jahren ist auch immerhin ein Häkelbeutel entstanden. Aber beim Häkeln kann ich nicht blind, deshalb bevorzuge ich stricken. Manches kann ich auch nicht blind stricken, trotzdem - das ist dann meist auch abwechslungsreicher oder anspruchsvoller.

Jedenfalls ist das jetzt ein Anlass, die Häkelnadeln zu suchen und mich mit englischen Häkelbegriffen auseinander zu setzen. Dank Angelika habe ich auch schon eine Liste (pdf) ausgedruckt.

13.5.10

Danke

für die vielen Kommentare zu meinen Fotos - und natürlich auch für die Kommentare zu den übrigen postings.

Ich philosophiere jetzt nicht darüber, wie wichtig die Kommentare für mich als Schreibende und für das Bloggerleben überhaupt sind - das können andere immer viel besser.

Ich freu mich einfach, wenn ich sehe, dass ihr gern bei mir lest und schaut.

Als Fotografin kann ich mich keineswegs mit besonderen Kenntnissen brüsten. Ich fotografiere fast ausschließlich mit der Automatik-Funktion und auch in der Bildbearbeitung greife ich auf die simpelsten Hilfsmittel bei iPhoto zurück. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass die Ergebnisse nicht nur mir gefallen.

Also einfach: Danke an euch alle.

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Es regnet heute nur einmal - feiner Schnürlregen. Draußen alles in sattem Grün. Die Pfingstrosen lassen ihre prallen Knospen hängen - hoffentlich warten sie mit dem Aufplatzen auf die Sonne.

Die Wise Guys warten nicht. Sie singen heute Abend auf dem Kirchentag. Der Mittlere Sohn ist schon aufgebrochen. Der Jüngste Sohn fährt ein bisschen später (wer will schon das Vorprogramm sehen...).
Ich fahre nicht. Weil ich habe Hals und Rachen und irgendwie dicken Kopf. Und soll aber morgen mit der Arbeitsstelle wegfahren, Klausur-Wochenende, für Stimmung, Organisation, Teamgeist. Nasskalt herumstehen und lauthals mitsingen hilft sicher nicht, morgen wieder fit zu sein.

Der Älteste Sohn pflegt noch ein bisschen Familienleben, kurz vor seinem Auszug. Irgendwie ist es auch ihm vielleicht doch ein bisschen komisch (und wehmütig?), bei aller Vorfreude und Spannung.

So werden wir drei heute Abend lecker gemeinsam essen - Spargel, eingerollt in Schinken und dünne Pfannkuchen, mit Eiersahne und wenig mildem Käse im Ofen gebacken. Dazu ein feiner Weißwein aus Portugal - ich liebe den leichten fruchtigen Vino Verde.

Die Socken (Bild gestern) wurden heute wieder aufgetrennt. Der Schaft war doch irgendwie zu kurz - und vor allem gingen sie beim Anprobieren kaum über die Ferse. Ich probiere ja sonst nie, aber weil mir der Schaft eben so kurz vorkam.... Also wieder auf Anfang und doch mit den üblichen 2,5 Nadeln. Ich hatte wegen der großen Maschenzahl kleinere Nadeln gewählt und die Zugkraft des Zopfmusters unterschätzt.

Fertig gelesen: ein Buch über Geburtsvorbereitung und für meine Doula-Tätigkeit wichtiges raus gepickt. War nicht so arg viel drin.
Nicht fertig gelesen, sondern weggelegt: Geheimnis des 13. Apostels. Irgendwie langweilig. Und verwirrend.


Rosa

12.5.10

12 von 12

Der Tag beginnt mit Schlagzeilen

Unterwegs zur Arbeit. Mittwochs immer im Ort und mit dem Fahrrad unterwegs. Vorbei am kleinen Wehr mit dem "Industriedenkmal"

Im Laden. Erste Arbeit erledigt und alles kundenfreundlich vorbereitet.

Auch ein dunkelrot.

Heute zusätzlich zu erledigen: Canapées


Auf dem Heimweg - kurze Pause, wieder am Wehr.

Angekommen. Erst mal Sofa. Und D.o.p.e gegen Kopfweh.

Immer mit Strickwerk.

Und gern mit Buch.

Heut leider nicht hier - es regnet mal wieder. Kalt auch.

Jetzt gleich Aufbruch zum Tanzen.

Danach noch: Singen


Aktion von Frau Kännchen.
Wer noch mitmacht ist hier zu finden

Dunkelrot



11.5.10

Rot



(etwas Rotes, nicht Dunkelrotes zu finden, etwas Alltägliches, das ich häufig in die Hand nehme - gar nicht einfach. Dies gehört dem Besten Ehemann und es steht meist im Schrank. Aber es ist hellrot.)

10.5.10

zwölf2010 - Mai



Hmm - irgendwie finde ich nie den ganz genau gleichen Standort. Aber annähernd immerhin.

Jetzt mit Dach, das Richtfest-Bäumchen steht noch drauf. Ging echt schnell voran.


Die Hütte vor dem Feld konnte nicht mehr fotografiert werden, weil der Akku leer war. Das passiert bei uns immer ohne Vorwarnung - plötzlich blinkt es und nichts geht mehr. Doof! Also mach ich mich morgen, wenn es hoffentlich nicht regnet, noch mal auf den Weg.


Orange





5.5.10

Petition

Ab heute kann man hier die online-Petition der Hebammen unterzeichnen.

Oder wer lieber nicht online zeichnet: hier gibt es ein pdf zum ausdrucken und verschicken.

4.5.10

Heute

vor 15 Jahren.

War es ganz warm, schon seit Tagen und wunderbare Sonne.
Waren wir nach einer unkomplizierten Geburt schon seit morgens um 6.00 Uhr wieder zu Hause.
War ich sehr glücklich und noch voller Endorphine - an Schlaf nicht zu denken.

Lag der Jüngste Sohn sowas von friedlich mit mir im eigenen Bett, immer wieder kurz besucht von seinen Brüdern, umsorgt und niedergeschmust.

Heute - 15 Jahre. Wilde Lockenmähne, sehr teilweise zu Dreads verfilzt. Mir über den Kopf gewachsen. Sehnig und muskulös, sehr männlich (dabei vermutete ich ganz sicher, mit einem Mädchen schwanger zu sein), so gut wie raus aus dem Stimmbruch und jetzt mit einer richtig tiefen Stimme. Bummelt sich eher unlustig durch die Schule. Lieber mit Gitarre, Schlagzeug oder Skateboard unterwegs. Probiert manchmal Dinge, die Eltern, speziell Mütter, nicht unbedingt wissen wollen, die er aber nach wie vor stolz und treu erzählt. (Woraufhin Frau Strickwerk beim nächsten Skateboard-Ausflug wilde Fantasien pflegt und sehr glücklich den unverletzten Sohn empfängt, sich die nächsten unglaublichen Abenteuer erzählen lässt und hoffentlich erfolgreich ihre Ängstlichkeit hinter liebendem Interesse verbirgt.) Wird groß, groß, groß - das letzte Kind ist endgültig dem Jugendlichen gewichen.

Und darf morgen mit dem Nachbarsfreund zum ersten Mal aufs Rockkonzert. Ohne Eltern natürlich. Aufregendstes Geburtstagsgeschenk.

Herzlichen Glückwunsch, mein Jüngster.

3.5.10

Stash

Bei ravelry kann man sich die katalogisierten Wollvorräte auch in einer Excel-Tabelle anzeigen lassen.
Ob man sich dann auch die Summe der eingelagerten Meter Wolle ausrechnen lässt, will vorher gut überlegt sein.

Frau Strickwerks Ergebnis ist umwerfend: 169 508,9 Meter.

Da muss irgendwo ein Rechenfehler sein...

Es gibt auch ein kleines Programm, das ausrechnet, was man so verstrickt hat, in Metern. 2010 bisher: 5524 Meter. Wenn ich das jetzt hochrechne aufs Jahr sind das zwischen 16 000 und 17 000 Metern.

Das wiederum in Relation zum Wollbestand sagt mir, dass ich gut noch 10 Jahre ausschließlich aus dem Vorrat stricken kann.

2.5.10

Mittagessen

aus gegebenem Anlass (weil es allen drei Söhnen geschmeckt hat!) notiere ich mir hier und jetzt die Rezeptur des heutigen Mittagsmahls.

Basmati-Reis kochen.

Große Gemüse-Pfanne:
Einige Stangen Sellerie
4 gelbe Rüben
2 junge rote Zwiebeln mit Kraut
Brokkolistiel
grob schneiden und in Erdnussöl zart anbraten.
250 g Egerlinge schneiden, mitbraten.
1 Stange Lauch in Ringe schneiden, mitbraten.
Salzen, 1 TL Curry unterrühren.
Nach ein paar Minuten
200g Zuckerschoten
die Röschen des Brokkoli
1 gewürfelte rote Paprika mitbraten.
1 Schuss Sojasauce dazu.
Zudecken, schmurgeln lassen.

Fleisch:
knapp 1kg Hähnchenbrustfilet in dünne Scheiben schneiden.
In Erdnussöl portionsweise anbraten.
Alles Fleisch wieder in die Pfanne, etwas kleinere Flamme.
Salzen, 1 TL Curry, 1 gehackte Knoblauchzehe dazu, unterrühren.
Mit einem Schuss Sherry und einem Schuss Sojasauce ablöschen.
Ein wenig nachköcheln lassen. Deckel drauf und warm stellen.

In die Gemüsepfanne jetzt noch einrühren:
1 TL Thaicurry grün, mit wenig Wasser verrührt.
2 EL Erdnusscreme, ebenfalls mit etwas Flüssigkeit verrührt.
Abschmecken, evtl noch etwas Sojasauce dazu.

Fertig.
Auf dem Teller nach Belieben mischen.
Für Frau Strickwerk beispielsweise wenig Reis, sehr wenig Fleisch, viel Gemüse.
Für den Jüngsten Sohn mittelviel Reis, viel Fleisch, wenig Gemüse (immerhin aber doch Gemüse).

Wie schön, dass es manchmal gelingt, allen Geschmäckern gerecht zu werden...
(Der Beste Ehemann war nicht da zum Essen, aber ich denke er wird sich hier nahtlos einfügen)

1.5.10

Farben sehen


Letztes Jahr habe ich an der Aktion Farbe bekennen teilgenommen - und es hat mir riesigen Spaß gemacht. Jeden Tag durch eine andere Farbbrille zu schauen war wirklich eine Bereicherun. Lacaosa starte diese Jahr eine Aktion Farben sehen. Wer noch mitmachen will - hier kann man sich anmelden (bis 7.5.)