30.7.10

Strickwerke

Oder in diesem Fall besser Spinnwerk. Erstes großes Spinnprojekt: 120 g Wensleydale-Wolle von der Zauberwiese, gesponnen auf meiner ersten Handspindel von der fliegenden Spindel ich finde, die Wolle ist ziemliche gleichmäßig geworden. Leider habe ich vergessen, beim Haspeln eine Lauflänge zu bestimmen. Ich hoffe es reicht für ein kleines Schalprojekt.

Bei Dibadu habe ich Nachschub bestellt. Diesmal gleich 200g BFL in ganz wunderbaren Farben. Und auch schon angefangen zu spinnen -

auf der neuen und leichteren Spindel von Schacht. Das ist allerdings ein Spinnversuch mit Merino - und siehe da, auf dieser Spindel geht auch mit Merino ein dünnes Fädchen.


Gestrickt wird auch zwischendurch. So ist beim Featherweight endlich mal der Körper fertig geworden. Jetzt suche ich nach der Motivation die unendlich vielen Maschen für die Blende aufzunehmen...


Strickwerk 25/10; Socken 13/10
Reste-Basic.
Herzchenferse, Sternspitze
64 Maschen auf Knitpicks 2,25; Gr. 39. für mich
Wolle: diverse Reste mit Baumwolle

Neu auf den Nadeln: Dibadu-Funnies. Einfach Stinos, aber die machen so Spaß! Tolle Wolle.

Ferien!

So die Luft raus in diesem Jahr. Und bei Licht betrachtet für die Schüler eigentlich schon seit zwei Wochen nur noch Scheinbeschäftigung in der Schule. Aber jetzt eben offiziell.

Die Zeugnisse liegen auf dem Tisch und wie so oft ist die Befriedigung vor allem, dass es jetzt erst mal rum ist, diese Schuljahr. Die Noten könnten besser sein, aber auch schlechter. Und damit ist auch schon alles dazu gesagt - es gibt schließlich so unendlich viel wichtigeres als Schulnoten und Zeugnisse.

Der Jüngste Sohn geht morgen Früh mal wieder zum Zirkus - als Betreuer. Wie lange - ist noch offen. Mindestens 10 Tage.

Der Mittlere Sohn fängst heute Abend mit Intensiv-Führerschein-Kurs an. Nur Theorie im Crash-Kurs. Ansonsten will er arbeiten (wenn zufällig ein freier Ferienjob an der Haustür vorbei kommt, anklopft und fragt ob er ihn nicht haben will...). Wir werden sehen, was passiert. Auf jeden Fall braucht das erwachsene Kind etwas Struktur für diesen Sommer.

Der Älteste Sohn wohnt ja nicht mehr hier und hat auch keine Ferien. Im Gegenteil, dort brummt die Arbeit - viele Aufträge, wenige Leute zur Haupturlaubszeit. Und gleich danach steht jetzt doch eine komplizierte Schulter-OP ins Haus. Nix mit Urlaub, aber nach der OP eine recht lange Kranken und Reha-Zeit.

Ich arbeite noch ein bisschen länger in diesem Jahr. Ist ein bisschen komisch, weil die Kolleginnen fast alle in der Sommerpause sind und das Haus ziemlich leer und still ist. Vielleicht klappt es ja dann auch mit einem Praktikum im Kreissaal - Urlaub entfällt diesen Sommer weitgehend.


27.7.10

zwölf2010 - Juli

Kurz vor knapp und längst nach dem eigentlichen Termin doch noch ein Foto von der Baustelle. Anderer Bildausschnitt - größer - weil sonst einfach nur Feld und kein Hausdach zu sehen wäre. Beide Dächer gedeckt und das dritte ebenfalls bereits gedeckt.

18.7.10

Wetterfest


Wegefest - gestern später Nachmittag. Und passend entlädt sich der Regen, der schon seit letzter Nacht immer rund um uns herum zieht.

Aber den kleinen Kreis der Nachbarschaft kann nichts erschüttern. Zusammengerückt unter den Sonnenschirmen, der Grill unter den Vordach der Haustür - für eine ganze Weile haben wir ausgehalten.

Letztendlich wurde dann doch draußen gegrillt und drinnen gegessen.

Wie schön

Bügeln auf der Terrasse ohne zu schwitzen.

So ein Tag zwischendurch ist irgendwie auch ein Geschenk.

Und sonst so...

hält das Leben für uns grad ein paar Unebenheiten bereit, die mich Kraft kosten. Erziehen und Loslassen - Schwerstarbeit im Moment.

Ich übe.
Balance zu halten.
Mir meine schwachen Momente zuzugestehen.
Meine Kraft für das einzusetzen, was mir gerade am Wichtigsten ist.
Freundlich abzuwehren, was andere für wichtig halten.

Zu arbeiten, aber auch dabei die Kräfte gut zu dosieren und den Mut zu haben, Dinge sein zu lassen, auch wenn da viele Bedürfnisse Anderer dran hängen.

Zu sehen, was für ein Glück in allem steckt. Und welche Not uns gerade so nicht begegnet ist.
Mut und Vertrauen nicht zu verlieren.
Da sein.

Sandbraun

Dieses Sandbraun gibt es jeden Mittag - wie sonst den Tag überstehen.

Und: Sandbraune Sandbewohner.



Übers Helfen

Mein ganz persönliches Statement zur viel diskutierten Hilfsaktion.

Ganz nah konnte ich miterleben, was es heißt über Nacht ohne Dach über dem Kopf da zu stehen, alles (materielle) verloren zu haben. Erinnerungen, geliebte Gegenstände, die Schmusepuppe des Kindes, die Fotos von Familienereignisse und geliebten Menschen - wie viel hängt doch an materiellen Dingen, das nicht mit Geld zu bezahlen ist. Unersetzlich.
Daneben Schock, Angst, Momente totaler Handlungsunfähigkeit und vieles mehr. Sicher auch für jede betroffene Familie anders.

Was mir in Erinnerung blieb: eine Welle von Hilfsbereitschaft im Ort. Freunde und ganz Fremde halfen spontan mit Geld und starken Händen. Und klar - auch hier zahlten die Versicherungen. Aber die spontane und unbürokratische Hilfe war einfach viel mehr als nur materielle Unterstützung. Sie vermittelte ein Gefühl von Solidarität, in der Not nicht allein gelassen zu werden, eingebunden zu sein in eine Gemeinschaft, die einfach da ist, wenn sie gebraucht wird.

Daneben habe ich auch so ein ganz kleines Karma-Gefühl - wenn ich gerne helfe, wird auch mir geholfen werden und im allerbesten Fall verschont mich das Schicksal vor einem solchen Schlag.

17.7.10

Helfen

Zutiefst erschrocken las ich vor einer Woche im gern gelesenen Blog, wie schnell sich das Leben drastisch ändert und irgendwie alles auf den Kopf gestellt wird.

Kollegen haben jetzt zu einer Spendenaktion aufgerufen und jeder kann der Familie helfen. Viele kleine Beträge machen auch einen großen Berg...


15.7.10

Strickwerke

Ähhm - echt seit Mai keine Strickwerke mehr?
Nicht viel, aber ein paar Socken sind doch immerhin fertig geworden.

Die Lacy Cables beispielsweise. In echt "Alpaca Sox Cabled Socks" von classiceliteyarns.com. Die Anleitung ist sehr gut beschrieben, das Stricken ging leicht von der Hand, vor allem da verzopfen ohne Zopfnadel inzwischen ganz selbstverständlich geht. Kleine Fehler sind unterwegs passiert - so habe ich zum Beispiel nach der Ferse an der falschen Stelle im Mustersatz fortgesetzt - so wiederholt sich jetzt der Eyelet anstelle der Abwechslung Zopf/Eyelet. Gut funktioniert hat es, die Nadelstärke zu wechseln - Der Fuß wird mit kleineren Nadeln gestrickt, so passt er trotzdem genau in der Weite trotz gleicher Maschenzahl und weniger Zöpfen.
Alles in allem ein mit Genuss gestricktes Projekt, inklusive der schönen Wolle von Lorna Laces, mit der Petra mich bei einem Knit-n-sip bewichtelte.



Strickwerk 21/10, Socken 9/10
Alpaca Sox Cabled Socks von Ann Bud
Herzchenferse und Sternspitze
Gr. 39, für mich
Wolle: Lorna Laces Sheperd Sock Solid, Fb. Sage

Dann werden natürlich immer Socken fertig, weil die mein ständiges Unterwegs-Projekt sind. Klein, handlich, passen in jede Tasche und stricken sich absolut mindless.

Strickwerk 22/10, Socken 10/10
Basic
Herzchenferse und Sternspitze
64 Maschen, Gr. 42/43
Wolle: Zwerger Opal Traumfänger
Verschenk/Verkaufskiste

Strickwerk 23/10, Socken 11/10
Basic
Herzchenferse, Sternspitze
64 Maschen, Gr. 40/41
Wolle: Lana Grossa Meilenweit Cotton Spirit Fb. 3007
Verschenk/Verkaufskiste

Der Strang.

Strickwerk 24/10, Socken 12/10
Basic
Herzchenferse, Sternspitze
64 Maschen, Gr. 40/41
Wolle: Schoppel Admiral , mit Ashford gefärbt, Fb. Zuorange

14.7.10

Farbenpracht

Janas Blog ist für mich immer ganz besonders - ich liebe ihre Kreationen und Farben. Ein paar ihrer Werke verlost sie - schaut einfach mal vorbei. Es lohnt sich.


12.7.10

12 von 12

Heute mit dem Fahrrad in die große Stadt zur Arbeit.

Aber- Fremdnutzung durch den Jüngsten Sohn macht vor dem Start ein paar frühmorgendliche Eingriffe notwendig.

Am Arbeitsplatz - Spielplatz für die Kinder einrichten.

Alles noch ganz ordentlich gestapelt - so aufgeräumt sieht es nach dem Wochenende aus.

Gut aufgehoben.

Leckeres Mittagessen aus unserem Cafe-Projekt für wenig Geld.

Heute wegen zu großer Hitze aber nicht am schönen Draußen-Platz. Lieber ins Haus, ins Kühle.

Auf dem Heimweg dem Regenguss knapp hinterher gefahren. Auf den Wegen dampft es. Ich nehme den Weg durch den Park, auch wenns ein bisschen länger dauert. Dort ist es kühler als zwischen den Häusern, mehr Schatten.
Rast am See mit dem Tempel.


Daheim. Kalter Tee. Den hochroten Kopf runterkühlen. Dann Duschen. Und erst danach ein bisschen Häkeln am Deckenprojekt, bis die Kusine zu Besuch kommt.
(Nicht im Foto festgehalten: der platte Hinterreifen,zum Glück erst auf den letzten Metern; die schwarzen Finger des Besten Ehemanns, der das Fahrrad gleich wieder in fahrfähigen Zustand versetzt hat.)

Der Blutweiderich blüht.

Die geplanten Dämmerungsfotos auf dem Heimweg vom Chor entfallen. Gewitterwolken mit Blitzfeuerwerk zur Linken und zur Rechten und ein heftiger Wind machten mir Beine und lassen mir keine Ruhe für Fotopausen.

Deshalb schließe ich mit dem Abend-Espresso, begleitet von herber Süße.

Aktion von Frau Kännchen. Mehr? Hier.

5.7.10

Schmelz

Nein, ich jammere nicht über die Hitze. Obwohl meine Lieblingstemperatur eindeutig ein paar Grad tiefer liegt. Das nächtliche Gewitter brachte ein wenig Abkühlung, die durch Windstille und hohe Luftfeuchtigkeit direkt wieder aufgefangen wurde.
Kein Tag um in der großen Stadt Schuhe zu kaufen. Schon gar nicht erst am Nachmittag nach der Arbeit mit mittelschwer angeschwollenen Füßen.

Und welche Schuhe trage ich jetzt heute Abend beim Chor-Konzert?


(Woher haben das meine Kinder nur, dass sie alles immer erst im letzten Moment besorgen....)

3.7.10

Wöchentlich

einmal: eine Nacht ohne Schlaf.

Weil der Mittlere Sohn nicht heimkommt.
Weil der Beste Ehemann so sehr schnarcht, das Sofa aber dann unbequem und die Straßenlaterne zu hell und die Vögel zu laut sind.
Weil - eigentlich gar nichts und trotzdem kein Schlaf.

Oder - sehr prickelnd - wie heute Nacht: weil der Mittlere Sohn so hyperventiliert, dass er krampft. Prima. Vor allem weil Frau Strickwerk das ja eigentlich hätte erkennen und gleich mal die Tütenatmung initiieren können. So haben wir erstmal alles mögliche probiert - mit ihm atmen, ein bisschen massieren, anders lagern etc. Kaum Besserung, also doch Arzt rufen. Der - auch ein bisschen irritiert ob der Dauer und Heftigkeit - gibt erstmal Diazepam und beschließt Einweisung in die Klinik zur Beobachtung. Die Klinik hat dann nach kurzem Check entschieden, er darf wieder heim, aber gleich noch eine Dosis Tavor auf das Dia gesetzt.

Das Kind (nein - seit Mittwoch der junge Erwachsene) schläft jetzt schon viele Stunden - kein Wunder, so vollgepumpt mit Beruhigung wie er jetzt ist. Der Beste Ehemann schleppt sich auf Stadtführungen durch den heißen Tag und ich mich durch den Haushalt.

Wie habe ich das eigentlich damals geschafft - drei kleine Kinder und viele Nächte mit einem Minimum an Schlaf. Heute unvorstellbar.