30.4.11

Auch gut

Auf dem Markt wurden es dann doch nur die Kräuter. Die Blumen habe ich grad im recht neu eröffneten Gartenmarkt ums Eck gekauft. Kaum daheim - es regnet.
Also Umtopfen dann doch erst morgen. Einmal lila/weiß - Vanilleblume und Weihrauchpflanze mit dabei, einmal Geranien mit dem restlichen Weiß. Ein Husarenknöpfchen musste auch noch mit, die liebe ich so. Und dann sprang noch ein reduzierter Mohn mit in den Wagen, der schon etwas schläfrig aussah, aber den päppel ich schon wieder auf (Optimistin mit dem nur schwach grünen Daumen...)

Mit im Sortiment eine Tomatenpflanze - Sorte Ochsenherz. Bin gespannt, ob die in unseren Breitengraden auch so aromatisch werden wie in Italien.

Und ob man die schönen Hortensien auch im Kübel vors Haus stellen kann? Da knallt bis zum frühen Nachmittag die Sonne hin. Was sagen die Garten-Erfahrenen?



27.4.11

Nachösterlich

war der Kollege krank. Also noch einmal eingesprungen im Laden, ungeplant. Das sollte eigentliche in freier Tag sein, noch einmal herrlich blauer Himmel und der Beste Ehemann auf Tour mit dem Segway - ideal um ihn endlich einmal zu begleiten.
Statt dessen eben dann doch im Laden. Davon einige Stunden mit dem Jüngsten Sohn, der dort grade für eine Woche Betriebspraktikum absolviert und dessen blaue Haare für viele Kunden ein echter Blickfang waren. Er hat fleissig Frischkäse und Couscous-Salat gemacht, ganz schnell das Käse einpacken gelernt und war sehr aufmerksam. Ab heute arbeitet er dann wie geplant mit der Chefin.

Gestern habe ich dann einen Stunde früher Ladenschluss gemacht, damit die lang geplante und mehrfach verschobene Verabredung stattfinden konnte. Der Mittlere Sohn wünschte sich schon lange mit uns Münchens besten Burger zu essen in einem irischen Lokal/Pub direkt am Dom. Zum draußen Sitzen wars schon zu kalt, also ab ins recht dustere Innere. Ich war noch nie in Irland und kann nicht sagen, ob die Atmosphäre irisch war oder einfach nur irgendwie - jedenfalls war es ziemlich schummrig. So sehr, dass ich zum ersten Mal tatsächlich Schwierigkeiten hatte, die Karte zu lesen (und die Brille natürlich nicht dabei). War aber auch nicht weiter schlimm, denn ich wusste auch so, dass ich irisches Bier probieren will - ich entschied mich für Kilkennys (schmeckt mir) - und einen Burger ohne Schnickschnack essen will. Der war reichlich groß, sehr puristisch, aber so lecker, dass Ketchup oder Barbecue den guten Geschmack verdorben hätte. Dazu herrliche Kartoffeln und ein wenig schmückender Salat. Ich konnte vom Burger noch etwas abgeben um die wunderbaren Kartoffeln aufzuessen. Ob das jetzt wirklich der beste Burger der Stadt ist, kann ich nicht beurteilen, aber mir hat es ausgezeichnet geschmeckt.

Mehr aus Spaß schlug der Beste Ehemann vor, noch die Segways auszuprobieren. Das löste eine Bettelorgie beim Mittleren Sohn und der Freundin aus, der er sich nicht mehr entziehen konnte. Das haben wir dann also noch dran gehängt. Naja - ich fühle mich da drauf nicht so ganz wohl, aber komme doch so einigermaßen zurecht. Einzig absteigen kann ich nicht, ohne dass das Ding eigenwillige Wege fährt. Der Mittlere Sohn war schwer begeistert, darf aber ja eigentlich noch gar nicht fahren, zumindest keine Tour mitmachen - denn dafür braucht man einfach irgendeinen Führerschein. (Hier kann man übrigens eine Tour buchen.)

Heute dann der tatsächlich freie Tag. Heute Nacht hat es geregnet - und die Natur freut sich. Alles sieht ganz frisch aus und es hat auch ordentlich abgekühlt. Wie gut. Denn mich erwartet ein richtig voller Bügelkorb. Dann ein Besuch in der Bibliothek und auf dem Markt. Heute wegen Blümchen - der traurige Kasten auf dem Mülltonnenhäusel braucht dringend eine Bepflanzung und ich sehen mich nach Kräutern. Weil immer noch keine Entscheidung getroffen ist, wo und wie der Garten umgegraben und bepflanzt wird, auch dieses Jahr zumindest erst mal in Töpfen.

Dann beschließen wir den Tag tanzend - ein letzte Mal üben für den Auftritt auf dem Ball, denn der Beste Ehemann ist ab Sonntag mal wieder die ganze Woche verreist und kommt quasi erst kurz vor dem Ball wieder.

23.4.11

Werkzeug und Material

Zwei neue Spindeln sind eingezogen - über ravelry gebraucht erworben.

Eine Spindolyn - aus eher nostalgischen Gründen, schließlich habe ich meine ersten Spinnversuche auf  eben so einer Spindolyn gemacht. Mal sehen, wo und wie sie zum Einsatz kommen wird.



Und eine Schönheit von Butterfly Girl . Der Wirtel ist aus (Kunst)Harz und ich finde dieses durchbrochene filigrane Muster wunderschön. Sie ist nur knapp über 20 g schwer und läuft ganz leicht, lang und gleichmäßig. Angesponnen habe ich damit die Merino-Batts.






Ich kaufe ja keine Wolle. Eigentlich. Aber Material zum Spinnen habe ich kaum und da gibt es auch keine Vorratshaltung. Soll auch so bleiben. Aber das Merino ist schon in Arbeit und bei Melanie habe ich mich so sehr in diese Farben verliebt und deshalb den Kammzug bestellt - ein grauer Tag am Meer.

Puuhh

Fertig. Raus aus dem Laden, alles geputzt und alles verräumt und die letzten Reste verschenkt und mit nach Hause genommen. Füße und Kreuz ein bisschen lahm, aber weniger als gedacht.

Ostern kann kommen. Der Beste Ehemann hat den Einkauf erledigt, während ich Käse verkauft habe. Der Kuchen ist schon gebacken, fehlt nur noch das Topping. Ich brauche noch unbedingt einen Hefezopf - ohne geht einfach nicht für mich. Aber das geht ja schnell. Und die Eier habe ich auch diese Jahr wieder fertig aus dem Laden mitgebracht - die sind so lecker, von glücklichen Hühnern, schön, wirklich schön, bunt und  das Eigelb wachsweich - da lohnt selber färben einfach nicht.

Ich genieße jetzt ein bisschen Liegestuhl und versuche endlich mein Buch fertig zu lesen - oder doch spinnen mit der neuen Spindel, vielleicht auch den neuen Kammzug anspinnen? Fotos liegen schon auf der Kamera und sind demnächst hier, aber jetzt lockt erst mal die Sonne...

21.4.11

.

Genau - ihr habt es richtig zugeordnet.
Wasserburg - dort haben wir den Dienstag verbracht und ich habe mich spontan ein bisschen verliebt in diese Stadt. Kein Wunder - diese herrlich bonbonfarbenen Fassaden, der blaue Himmel, sonnige Plätze, zahlreiche Cafés, blühende Magnolienbäume, Spazierweg am Inn - es war einfach wunderbar.

Ein sehr südländisches Flair vermittelt mit die Stadt - fast wie in Italien. Schön, dass es so nah ist, ich werde gerne wiederkommen (und vielleicht finden wir dann ja auch die ideale Fahrstrecke, das war nämlich ein bisschen lästig - total viel Verkehr und immer wieder mal ziemlich zäh...).





Ich bin schon wieder heftig erkältet - und bin völlig angenervt davon, dass ich schon wieder krank bin. Dazu muss ich wegen Ostergeschäft und weil der Kollege eine Sehnenscheiden-Entzündung hat heute Nachmittag und am Samstag zusätzlich im Laden arbeiten. Das war gestern schon echt anstrengend - richtig viel Kundschaft, nebenher die Lieferungen bearbeiten, Platten vorbereiten, Antipasti machen, abspülen, aufräumen - wir hatten auch zu dritt genug zu tun. Und irgendwie ist es immer so ein Chaos, wenn wir zu dritt arbeiten. Offener Käse muss eingepackt werden - nirgends ist Platz. Wir stehen uns immer wieder gegenseitig im Weg. Überall liegen Messer. Ständig aufpassen, dass ja die Ware der Kunden nicht vermischt und verwechselt wird, alles eingepackt wird. Zu zweit gleichzeitig Antipasti aus der Theke holen geht auch irgendwie gar nicht ohne kleckern, leere Schalen und Schüsseln stapeln sich in der Küche, aber niemand hat Zeit (und Lust) abzuspülen. Und das Kühlhaus ist ein Chaos aus hin- und hergeräumtem Nachschub.
Das Paradies wäre, wenn dann abends zum Ladenschluss ein Aufräum- und Putztrupp vorbei käme und wir einfach gehen könnten. Das ist nämlich richtig ätzend, dass, wenn wir schon so richtig müde und fuß- und kreuzlahm sind, natürlich alles wieder "schön" gemacht werden muss.

18.4.11

Kochen

für mich allein ist die Wieder-Entdeckung einer alten Liebe.

Vor vielen vielen Jahren, als ich während des Studiums - zum ersten mal - allein wohnte entdeckte ich das Kochen. Zu Hause habe ich nur hin- und wieder mal gekocht oder meiner Mutter geholfen. Das machte nur bedingt Spaß. Aber jetzt so allein für mich war es ein Abenteuer. Mit wenig Geld und ohne irgendeine Ahnung über "gesundes Essen" habe ich mit teilweise billigsten Zutaten experimentiert. Meine Küche bestand aus einer einzelnen Kochplatte, einer Pfanne und einem Topf. Die Möglichkeiten waren also beschränkt. Und wieder Erwarten machte es Spaß, die Ergebnisse ungewöhnlich, aber meist schmackhaft - auch wenn das Essen so ganz allein sehr ungewohnt war.

Nach dem ersten Semester bezog ich ein anderes Zimmer und teilte die Küche - jetzt eine richtige Küche mit Herd und Backofen - mit der Vermieterin und einem weiteren Studenten. Mein Einzelkochen wurde hier häufig zum Gemeinschaftskochen. Viele Inspirationen aus den Erfahrungsschätzen der Mitkochenden. So allmählich hatte ich meine eigene Koch-Handschrift entwickelt - wenig Fleisch, viel Gemüse, Getreide.

Nach dem Studium Wohngemeinschaft mit dem heute Besten Ehemann. Der viel Fleisch isst, aber zum Glück diese Bedürfnis in der Kantine stillen konnte. Das mit dem Getreide wurde aber schwierig. Gekocht habe ausschließlich ich. Außer Vanillepudding. Mein Repertoire erweiterte sich um Braten, klassische gutbürgerliche Gerichte wie Gulasch, Königsberger Klopse und so. Und Kuchenbacken. Die Schwiegermutter in spe stiftete alte Familienrezepte mit einem hohen Anteil an zu verwendenden Fertigprodukten. Ich verschriftlichte die Rezepte meiner Oma, soweit sie meine Mutter noch erinnerte.

Der Älteste Sohn wurde geboren. Es gab viel Gemüse für uns beide. Zunächst. Dann wollte er Nudeln und Nudeln und Nudeln. Und mit dem ersten und den weiteren Kindern verlor ich nach und nach meine eigenen Kochvorlieben und wurde zur Ausführenden für die Essvorlieben des Besten Ehemanns und der Söhne. Eine beispielhafte Woche mit Klein- und Schulkindern: Hirsebrei-Tag, Pfannkuchen-Tag, Nudeln-mit-Tomatensauce-Tag, Fischstäbchen-Tag, völlig ungeliebter Suppentag, Reiseintopf-Tag, Sonntags-Braten-Tag. Und dieses Kochen und das Einkaufen dafür machte immer weniger Spaß und war oft einfach lustlos.

Sozusagen spätemanzipiert habe ich erst im letzten Jahr allmählich wieder zu meiner eigenen Küche gefunden und nehme mir immer öfter die Freiheit, einfach nur für mich zu kochen. Denn wir essen schon seit einigen Jahren immer seltener regelmäßig alle gemeinsam. Die Söhne können (ein wenig) kochen, der Beste Ehemann inzwischen auch. Tiefkühlpizza und Nudeln sind immer im Haus. Wie heute Abend bin ich auch immer wieder mal quasi allein zu Hause oder nur überraschend dann doch nicht allein.
Für mein Essen kaufe ich mit Lust und Liebe frische Gemüse und Gewürze ein. Lasse mir Zeit für die Zubereitung, genieße die Gerüche und hänge meine Nase über Topf und Pfanne. Und ich genieße auch, mein Essen - schön angerichtet - allein zu verzehren.
(Und wenn sich doch jemand locken lässt vom Duft und probieren will - natürlich immer gern)
(Und es gibt schon auch leckeres Essen für alle Familienmitglieder von mir gekocht)

Kleine Genuss-Nischen im Alltag.

Gekocht

nur für mich, während der Mittlere Sohn und die Freundin sich schnöde Tiefkühl-Pizza in den Ofen schoben.

Denn ich hatte Lust auf ein Curry mit Kartoffeln und Auberginen -Rezept entdeckt in einer aktuellen Kochzeitschrift. Auberginen mag hier niemand, ebensowenig Ingwer und Koriander.


Schon der Beginn - Zwiebel, Ingwer, Chili und Knoblauch hacken - ist der Eintritt ins Kochparadies. Meine sensible Nase berauscht sich schon am frischen Geruch - und dann noch mehr beim andünsten in Butter, weitere Steigerung als der Curry dazukommt. Dann Kartoffelwürfel. Ablöschen mit Tomaten und Gemüsebrühe. Parallel dazu Auberginenwürfel in Olivenöl anbraten, würzen mit Salz, Pfeffer, Curry, Sesam drüberstreuen und kurz mitrösten. Weiche Kartoffeln mit Auberginenwürfeln und frischen Korianderblättchen bestreuen. Dazu ein wenig Naturjoghurt - bei mir vom Schaf. Sooo lecker.

Dauert ein wenig länger als TK-Pizza. Macht mehr Arbeit mit Vorbereiten und Abwaschen. Riecht und schmeckt aber um Klassen besser. (Und weil ja niemand mitisst, habe ich für morgen noch eine Portion)

16.4.11

Früh am Morgen

ist es noch reichlich kalt und raureifig, aber schon ganz blau am Himmel

Der Jüngste Sohn muss so früh raus, weil er zum Jugend-musiziert-Wettbewerb nach Garmisch fährt (den genialen Schlagzeuger begleiten). Höllenfrüh für seinen Geschmack - Aufbruch um 7.15 Uhr. Und erstaunlicherweise ist er schon um 6.30 Uhr auf den Beinen und frühstückt. Als "gute Mutter" leiste ich dem pubertierenden Sohn Gesellschaft, schweigend natürlich, denn wir sind beide Morgenmuffel. Ich bin nicht ganz sicher, ob er nicht vielleicht doch lieber allein gewesen wäre.
Als er geht radelt auch der Nachbar vorbei, morgensportlich. Und ganz entgegen meiner sonstigen "Ich häng noch ein bisschen im Schlafanzug rum"-Gewohnheit packe ich meine aufkeimende Motivation und mache ein richtig frischen und kühlen und ausgiebigen und flotten Frühmorgen-Spaziergang. Jetzt bin ich so richtig wach und warm und gehe unter die Dusche und dann zum Singen.

Besser kann ein Tag doch eigentlich nicht anfangen...

14.4.11

Spinn-und Strickwerk

Die Weste aus der gesponnen Wolle ist fast fertig. Es fehlt nur noch die Blende - wie so häufig drücke ich mich mal wieder vor den Schlussarbeiten. Insgesamt betrachtet ist sie ein wenig knapp und auch die Länge ist gerade so noch möglich. Ich werde sie ein wenig spannen (und noch ein paar Kilo abnehmen...).
Und so sieht sie aus, wenn sie über einem Stuhl hängt:

Donnerstag

Heute mal nicht nur früh aufgestanden, sondern auch sofort durchs Bad gehuscht und mich fertig gemacht. (Eigentlich ist dieses ständige bummeln in der Früh ein echter Zeitfresser. Die Variante mit gleich ins Bad wäre keine schlechte Angewohnheit). Heute wegen Fahrdienst für meinen Vater, der nicht so gern selbst fährt, wenn er nüchtern zur Blutabnahme muss.

Dann habe ich mich auch mal selber zum Arztbesuch genötigt. Wer mich kennt, weiß, dass das eigentlich nur passiert, wenn ich mit dem Kopf unter dem Arm dastehe. Diesmal gehts mir eigentlich ganz gut, abgesehen von ständig wiederkehrenden Oberbauchschmerzen. Das kann nicht jedes MAl ein Infekt sein. Selbstdiagnose: bestimmt was mit der Galle.

Nein. Der Arzt widerspricht. Nach ausführlichem Schallen des "Bäuchleins" (echt, die Wortwahl der Ärzte ist manchmal zum Erbrechen) sagt der Befund: alles Bestens. Schön. Also nix sichtbares an der Galle. Selbstdiagnose vielleicht doch falsch.
Großes Blutbild - welch ein Spaß. Mal wieder mehrere Stechversuche, bis eine brauchbare Vene ihr Blut hergab. Mal sehen, was dabei rumkommt. Und natürlich - ein Rezept. Für Magensäure-Hemmer. Ähhm - ich nehme so extrem ungern Tabletten und wenn dann eigentlich gar kein Befund da ist und ich die mal so zum Ausprobieren nehmen soll - skeptisches Nachfragen. Die Erklärungen haben mich nur halb überzeugt, aber ich werde mir die Dinger mal holen. Der nächste Schritt wäre dann eine Magenspiegelung. Öhh, eigentlich auch eher nein. Ich hätte bitte gern so ein kleines  harmloses Ergebnis bei der Blutuntersuchung, das weitere invasive Maßnahmen unnötig macht.

Nebeneffekt - ich esse grade sehr umsichtig. Sehr sehr umsichtig. Wegen Fastenzeit ja eh keinen Süßkram. Jetzt außerdem mit einen genauen Blick auf Fette. Kein Fleisch, kaum Wurst. Und häufige kleine Mahlzeiten - auch wenn das dem derzeitigen Trend widerspricht. Ergebnis: drei Kilo weniger. Freu!

Der weitere Donnerstag:
Wäscheberg dezimieren - lästig
Der Rest mit Freude:
Cellostunde
Arbeiten gehen
Chor

4.4.11

Auch

wenn es heute schon wieder regnet und kalt geworden ist - in mir klingt noch der Samstag nach - Frühlingskräfte und Frühlingszauber, herbeigesungen und -getanzt, angeleitet und durch den Tag geführt von Arunga Heiden. Es war einfach wunderbar.
Ich fühlt mich ja noch ein wenig angeschlagen, wollte den Workshop aber keinesfalls verpassen. Mit den ersten Klängen und den ersten Schritten im Kreis erfüllte mich dann auch gleich eine solche Freude und ein Wohlgefühl - das ist einfach meins. Mich tragen lassen von der Musik, gemeinsam in einem großen Kreis (ca. 45 Frauen) im selben Rhythmus schwingen, dazu singen, Töne klingen lassen, die Stimme frei lassen - innerlich und äußerlich aufs schönste durch und durch bewegt sein. Der Tag verging wie im Flug und ich war danach ganz gestärkt, bis oben hin voll guter Laune und Zuversicht.

Am Sonnen-Sonntag dann Auftakt der Grillsaison. Der Mittlere Sohn organisierte ein erstes Beschnuppern zwischen unserer und der Freundin-Familie. Unkompliziert und nett wars. Außer, dass unser Haushalt für den 5jährigen Bruder der Freundin inzwischen fast nichts mehr zu bieten hat. Bilderbücher jede Menge - wurden abgelehnt. Dann erinnerten wir uns an die Kisten unter dem Bett des Jüngsten Sohns, die noch all seine Pl*ymobil-Schätze beherbergen. Alles gut.

Gegrilltes Fleisch, Salat, Knoblauchbrot, Kaffee - das war dann doch noch zu viel für den gestressten Bauch. Obwohl er sich vorher schon wieder ganz gesund angefühlt hatte, rebellierte er nach dem abendlichen Tee und bescherte mir noch einmal eine sehr unruhige Nacht. Also doch wieder zurück auf schonendere Kost.

1.4.11

Schlapp

Anders als geplant war die Woche schon ab Dienstag. Endlich mal wieder ein freier Dienstag, noch dazu herrliches Wetter, und den wollten der Beste Ehemann und ich in Wasserburg verbringen. Morgens der Anruf des Mittleren Sohns, der schwächelnd und von Übelkeit geplagt bei der Freundin weilte, seinen Klausurtermin in Musik nicht wahrnehmen konnte und deshalb zwecks Attest einen Arztbesuch brauchte samt Krankentransport. Arzttermin um 14.00 Uhr - kein Ausflug nach Wasserburg.

Umdisponiert, Dachau besucht. Schon unterwegs Anflüge von Bauchschmerzen - ich bin ja vor allem bezüglich Magen-Darm extrem hypochondrisch veranlagt. Sobald jemand darüber spricht verspüre ich leichte Übelkeit und Bauchschmerzen. Doch diesmal gesellte sich ein ausgeprägtes Schwächegefühl dazu - und so wars mir grade recht, dass wir mittags schon wieder daheim waren. 

Nachmittag und Abend und die Nacht verbrachte ich dann mit Gliederschmerzen, Schüttelfrost und kleinen Schlafhäppchen, begleitet von scheusslichen Bauchschmerzen. Wie ich es hasse!

Allmählich geht es wieder. Und so verbringe ich die Tage auf dem Sofa, mit Hörbuch und Strickzeug und Spindel. Es juckte mich in den Fingern, das frisch gesponnene Garn zu verstricken und ich habe einen ganzen Abend damit verbracht mich durch Anleitungen und Strickhefte zu wühlen. Entschieden habe ich mich für Daffodil - eine kurzärmelige Weste mit Rundpasse. Es ist ein bisschen experimentell, denn die Wolle ist etwas knapp dafür. Zur Not wird es eine kurze Weste (oder wieder auftrennen und doch ein Tuch stricken). Inzwischen verstricke ich den dritten Strang - und das war sohl der erste, den ich gesponnen habe. Er ist nicht so dünn gesponnen und nicht so fest gezwirnt wie die beiden bereits verstrickten. Mal sehen, wie das dann aussieht - wie gesagt, ein Experiment.