29.12.17

Zum Jahresende

Nach so langer Pause gibt es doch mal wieder was zu lesen von Frau Strickwerk.

Als erstes schiebe ich gleich mal ein Kalenderbild hier rein, ist zwar nicht das aktuelle, aber passt grad so zum Wetter vor dem Fenster. Was für ein herrlicher Wintertag!


Es gibt mal wieder keinen wirklichen Grund, warum hier auf dem Blog so wenig zu sehen ist. Ich habe wenig gestrickt, gewebt, gesponnen, aber ein bisschen was gibt es doch zu zeigen. Ende Oktober ereilten mich nach langer Pause ein paar Sockenaufträge und so gab es dieses Jahr doch noch mehrere Paare ganz einfache Socken. Eines zeige ich euch, denn die gefallen mir so gut, sind richtige flowerpower-Farben... (Esslinger Sockenwolle, die wieder neu aufgelegt wurde; kuschelweich)



Spannender und schon im Oktober fertig, das Tuch Danzig. Für die vielen kleinen bunten Stränge  aus dem Adventskalender vom letzten Jahr suchte ich ein Projekt und ein Teil wanderte in dieses Tuch. Das graue Garn dafür ist auch selbst gesponnen. Das Spinnen des Graus war zwischendurch ein bisschen zäh - immer nur grau halt. Das Stricken ging dann zügig und hat richtig Spaß gemacht. Von den bunten Strängen blieb allerdings noch reichlich übrig, vielleicht für was gewebtes.
Die Anleitung ist im übrigen sehr detailliert und leicht verständlich. 





Ich trage das Tuch unheimlich gern, es ist groß genug um meine Schultern richtig zu wärmen.

Versponnen habe ich einen Kammzug Merino/Seide und Rosa - dieses Jahr begegnet mir diese Farbe immer wieder und ich freunde mich so richtig mit ihr an. Ich kann mir zwar nicht so recht vorstellen sie zu tragen, aber ich verarbeite es gern. Der Kammzug war wunderbar flauschig (ich weiß leider nicht woher er kommt, könnte aber wollkäferchen sein) das Verspinnen einen Freude. Herausgekommen ist ein sehr dünnes zweifädiges Garn. 


Gewebt - das letzte Stück auf meinem knittersloom, der inzwischen woanders wohnt. Nicht dass ich das Weben aufgeben möchte - im Gegenteil. Aber ich habe mir einen größeren Webrahmen gekauft, Webbreite 80 cm mit Standfuß und allem möglichen Zubehör. Der ruht jetzt allerdings schon seit Mitte Oktober in meinem Zimmer - mir fehlt die Muße mich damit zu beschäftigen.

Das letzte Webstück zeigte sich widerspenstig. Ich hatte Probleme beim Aufziehen der Kette und erreichte keine gleichmäßige Spannung - die Ränder sind wohl deshalb trotz großer Mühe und Aufmerksamkeit unregelmäßig geworden und genügen nicht meinen Ansprüchen. Außerdem sind Kettfäden gerissen und einen habe ich nicht gut geflickt, der ist beim Waschen rausgerutscht, der Schal hat jetzt eine "Laufmasche". Könnte ich flicken. Aber wegen des unschönen Randes wird der Schal jetzt eh kein Geschenk sondern bleibt bei mir und für mich ist das jetzt seine Besonderheit.



Material ist ein Rest Wollmeise Lace für die Kette und Seide für den Schuss. Er fällt schön und hat eine sehr angenehme Haptik. Diesen Materialmix werde ich sicher wieder verarbeiten.

Trotz aller Unruhe, vieler Arbeit und wenig Zeit habe ich gebacken -und auch wenn die Plätzchenbüchsen schon wieder leer sind hier noch ein Foto von den Backergebnissen.



Im Haus ist grad Unruhe und Wandel - der Jüngste Sohn zieht morgen aus. Er und seine Freundin haben tatsächlich eine irgendwie bezahlbare Wohnung gefunden und wagen den Schritt. Die Finanzierung ist schon ein bisschen ein Abenteuer, aber die beiden wollen einfach unabhängig sein. Tja, der Beste Ehemann und ich sind dann also wieder zu zweit - nach immerhin fast dreißig Jahren Familie mit mehreren Personen. Sicher wieder eine Umstellung - wir freuen uns auf die Veränderung. (Und nicht weil wir den Sohn loswerden wollen - es lebte sich gut mit ihm im Haus. Aber wie bei den beiden anderen auch - irgendwann ist es Zeit flügge zu werden).
So starten wir ins neue Jahr in neuer alter Zweisamkeit. Mal sehen was es uns so bringt. 

Allen die hier noch mitlesen wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr, mögen eure Pläne auf- und eure Wünsche in Erfüllung gehen. 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen