31.12.08

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Nachdem ich schon die Weihnachtswünsche verpasst habe:


Allen, die hier lesen ein gesegnetes neues Jahr. Mögen eure Hoffnungen sich erfüllen und eure Pläne gelingen, Herausforderungen zu meistern und Überraschungen erfreulich sein.
Ein frohes Silvesterfest!

Impressionen







30.12.08

Schöne Tage

haben wir am Chiemsee verbracht.
Ein bisschen Nebel, ein bisschen Sonne. 
Ein bisschen spielen, ein bisschen lesen.
Ein bisschen stricken.
Ein bisschen viel gutes essen.
Ein bisschen krank (der Mittlere Sohn und die dazugehörige Freundin).
Ein bisschen shoppen in Rosenheim (mit dem Ältesten Sohn und der dazugehörigen Freundin)

Ziemlich kalt.
Ziemlich schön.

Sehr harmonisch, sehr erholsam.

Und trotzdem fehlen mir die Tage irgendwie.
Ich bin einfach gern zu Hause zwischen den Jahren. Vielleicht sogar am liebsten zu Hause.

Letzte Socken

Nr. 21
gestrickt aus Schoppel Admiral Aquarell auf Nadeln 2,5 in Größe 41.
Ihr erinnert euch an den mysteriös verschwundenen Socken? Irgendwann tauchte er dann doch wieder auf- war gut versteckt in einer Tüte an einem ganz falschen Ort. Jedenfalls habe ich den zweiten jetzt fertig gestrickt und die Freundin des Sohnes hat sich sehr gefreut. Bild gibts keines - weder vom Socken noch von der Freundin.

NR. 22
Opal Regenwald Flamingo
gestrickt auf Knitpicks Nr. 2,5
60 Maschen, Bündchen 2r 2li; Herzchenferse, Bandspitze
Größe 38. Für Charlotte.

Flamingo für Charlotte

Und das waren wohl die Letzten für dieses Jahr.

27.12.08

Nach-Weihnachts-Posting

Traditionell schreiben wir unsere Weihnachtskarten erst nach Weihnachten und verschicken sie dann zu Silvester. Jetzt dieses Jahr also auch ein Nach-Weihnachts-Posting im Block. 

Unsere Weihnachtstage waren recht gemütlich. Irgendwie waren wir die Tage vorher mehr beschäftigt als sonst - oder vielleicht trügt uns ja auch nur unsere Erinnerung. Wie auch immer - wir schlitterten jedenfalls recht entspannt in den Heiligen Abend. Der Beste Ehemann besuchte mit mir die Gräber in der Dämmerung, während ein Teil der Söhne die Verwandschaft abklapperte und der Jüngste zu Hause die Geschenke hütete. Zum Kirchgang trafen wir uns wieder. Die Vorabend-Mette wird allmählich zur Tradition und stimmt uns ganz wunderbar auf den Abend ein. Die Söhne sind glücklich - weil die Weihnachtsgeschichte ist dann schon vorgelesen und muss nicht noch einmal gelesen werden. Lieder sind auch schon gesungen und Frau Strickwerk bekommt dann gnadenhalber noch ein, wenigstens ein Lied unterm Baum. 


Wegen mangelhafter Fähigkeiten einiger Online-Versandhäuser lagen in diesem Jahr einige Gutscheine unter dem Baum. Der Mittlere Sohn wartet nun sehnsüchtig auf das neue Handy, das aber voraussichtlich sogar erst Montag verschickt wird. Der Jüngste Sohn auf Noten fürs Schlagzeug, ein neues Becken und den dazugehörigen Ständer. (Er hätte aber an den Feiertagen eh nicht Schlagzeug spielen können.) Wenigstens das BMX-Fahrrad ist vollständig renoviert und fahrbereit - die Feiertage waren gerettet.

Daneben gab es wie immer stapelweise Bücher und DVDs. Der große Run auf den dritten Band "Eragon" fand merkwürdigerweise nicht statt. Der Jüngste Sohn vergnügt sich mit BMX und beim Nachbarskind mit Guitar Hero auf der Spielkonsole. Der Mittlere Sohn "kann sich an nichts mehr erinnern" und muss erst mal die vorherigen Bände nachlesen - und sich im Übrigen ausgiebig der Freundin widmen. Der Älteste Sohn ist sowieso mit der Freundin - seiner - beschäftigt. Und ich lese noch lieber im neuen Buch von Ruiz Zafon - Spiel des Engels. Aber auch nur wenig, denn das "Kapital" von Reinhard Marx reizt mich erstaunlicherweise auch sehr.
Und dann gab es ja auch noch Besuch - von den beiderseitigen Großeltern, Stief-Urgroßmutter, bei der Nachbarin-Tochter wegen Geburtstag, von der großen Tochter (ehemals Babysitterin) der guten  Freunde.

Und dann musste dringend eine Mütze gegen den eisig kalten Wind gestrickt werden. 
Die Anleitung für Gretel von Ysolda Teague liegt schon seit einem Jahr bei mir herum. Im Oktober schon habe ich endlich Wolle dafür gekauft (die passende lag nicht im Keller, wie immer...). Und scheiterte dann an meiner Unkenntnis des "tubular cast-on". Dazu gibt es ein Tutorial auf der Seite der Designerin. Erstens bin ich aber immer irgendwie zu blond für solche tutorials - sprich ich verstehe sie in der Regel erst nach dem dritten oder vierten Anschauen und mitsprechen und gleichzeitig mitstricken. Zweitens fehlt mir dazu zwar vielleicht nicht die Zeit aber jedenfalls die Muße. So dass Wolle und Anleitung wiederum im Korb landeten.
Aber jetzt - unter heftigem Geschimpfe und Gemecker wurde der tubular bewältigt - und sieht wirklich fein aus. Extrem dehnbar und gar nicht so schwierig, wenn frau es denn dann endlich verstanden hat. Der Rest war flux gestrickt, so dass gestern Abend begonnen die Mütze jetzt bereits meine Ohren wärmt. 
Die Wolle reichte nur für die "regular" -Form. Aber das Stricken hat so Spaß gemacht, dass sicher noch eine "slouchy"-Version folgen wird. Da lerne ich dann auch das Zopfen ohne Nadel - bei den vielen Zöpfen war das Gefummel mit der Hilfsnadel doch irgendwie lästig. Und ich kaufe ein Nadelspiel in der passenden Größe -  der magic loop ist einfach nicht meins. Ich habe das schon in meiner  jugendlichen Strickkarriere nur ungern und in der Not verwendet (damals hatte das Ding keinen Namen und meine Schwester und ich dachten, wir hätten was ganz Neues erfunden....)
Die Anleitung ist gut und logisch. Ich hatte keinerlei Probleme, einzig über dem Begriff  "pfb" musste ich grübeln - ist wohl so Standard, dass es nicht weiter erklärt werden muss. Aber dafür gibt es ja genügend Glossaries.

Hier also jetzt Innen-  und Außenansicht:




  • Gretel von Ysolda Teague; Kaufanleitung
  • Gestrickt aus Wolle Rödel Merino Soft, 90g
  • Auf Knitpicks Nadelspiel 4,0 und Rundstricknadeln 4,5
Morgen fahren wir für ein paar Tage an den Chiemsee, im Gepäck neben Büchern, Filmen Strickzeug all unsere Kinder und - die Freundinnen (der Jüngste Sohn meckert natürlich, weil er hat ja keine Freundin. Aber wir waren zu spät dran um noch ein Zimmer zu buchen, damit er dann einen Freund mitnehmen kann...).
Ich bin gespannt und freu mich über mehr weibliche Energie am Tisch.

22.12.08

Und jetzt noch schnell....

Weil der Beste Ehemann und ich in diesem Jahr vorher irgendwie keine Zeit gefunden haben waren wir heute noch in der großen Stadt. Was sonst ein eher gemütlicher Bummel durch Buchladen und DVD-Abteilungen gespickt mit ein paar Spielebesichtigungen ist wurde dieses Jahr zu einer Art Hindernislauf mit langen Wartezeiten. Denn wir waren nur zwei unter ganz vielen. In gut zwei Stunden hatten wir den üblichen Stapel Bücher und DVDs angehäuft (unter teilweise nervenzerfetzender Musikbeschallung - wollen die eigentlich das Aggressionspotential der nervösen Menschenmenge noch mehr aufheizen?), das gesuchte Spiel war ausverkauft, die Verkäuferinnen teilweise super genervt, aber teilweise auch von erstaunlicher Geduld, das Zweitgeschenk für den Ältesten Sohn viel zu teuer (aber sein Geburtstag ist ja schon bald), das Geschenk für das Patenkind des Besten Ehemanns wurde irgendwie vergessen und Tollwood hatte noch zu.

Wunderbarerweise gab es einen Parkplatz vorm Copyshop - sowohl beim Bestellen als auch beim Abholen. Und zu Hause haben wir dann bemerkt, dass die Karten leider verdruckt sind. Das Innenleben steht auf dem Kopf - so ein Mist. Also morgen noch einmal. 

Und morgen dann auch ganz früh aufstehen, in den ganz großen Supermarkt fahren und möglichst alles dort einkaufen, vielleicht noch ein Schlenker über den Markt und dann aber hoffentlich alles daheim und nichts vergessen. Ich schreibe gleich noch ganz gründlich Einkaufsliste - schließlich muss dieses Jahr am zweiten Feiertag richtig gekocht werden. 

Noch einmal backen - denn das heiss geliebte Schokoladenbrot hat angefangen zu schimmeln - das kommt davon, wenn man das recht feuchte Gebäck nicht schnell genug verteilt und isst. Aber ohne Schokoladenbrot kein Weihnachten moniert der Mittlere Sohn. Und bäckt morgen noch eine Ladung. 

Ganz schlecht auch: die online bestellten Sachen sind alle rechtzeitig bestellt worden, waren alle lagernd, sind alle bezahlt - die Bestätigungen sind auch da. Aber nichts wurde verschickt! Nein, wir lassen uns trotzdem nicht stressen und ärgern uns nicht. Vielleicht passiert ja noch die große Überraschung und es steht doch alles rechtzeitig da. 

Auf jeden Fall übt die Familie mal wieder sich auch durch kleinere Ausfälle nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Klappt ganz gut bisher.

20.12.08

Zweimal fertig

Der Lace Ribbon Scarf. Gestrickt aus Wolle/Bambus/Seide gefärbt vom Schneeschaf. Es brauchte mehrere Versuche das richtige Muster für die Wolle zu finden. Aber jetzt bin ich wirklich sehr zufrieden.
Das Muster ist einfach zu stricken und schnell zu merken. Beim Spannen habe ich einen winzigen Fehler entdeckt - ist aber wirklich kaum zu sehen, ein Glück.
Schnelles Projekt, schöner Schal.

Lace Ribbon Scarf

Auch fertig wurden Socken Nr. 20:

Wolle: Lana Grossa Meilenweit Magico Farbe 2527
Gestrickt auf Knitpicks Nr. 2,5
Glatt rechts mit 60 Maschen, Herzchenferse und Bandspitze
Größe 38: Spätes (sehr spätes) Geburtstagsgeschenk für eine Freundin
Für Evi

Ein spätes Geschenk wurde es, weil die Freundin sich so lange Zeit gelassen hat den Gutschein in Wolle umzusetzen. Und dann ganz überraschend von Farbwunsch Rosa auf diese Farben umgeschwenkt ist.
Und diesmal sind die beiden Socken sowas von gleich geworden - aber wirklich aufs i-Tüpfelchen. Das ist mir so noch nie gelungen, trotz Reihen zählen und allem.

Für Evi

19.12.08

Frei!

Letzter Arbeitstag. Wie schön. Auch der Beste Ehemann kommt bald und hat dann frei bis 6. Januar. Der Mittlere und Jüngste Sohn auch frei. Nur der Älteste muss noch bis zum 23.12. arbeiten und schon ab 2.1. wieder. 

Noch ein bisschen Einkaufen (aber dieses Jahr muss ja eh alles mager, mager sein). Ein kleiner Stadtbummel mit dem Besten Ehemann steht noch aus. Christbaum kaufen auch noch. 

Geschenke einpacken, Weihnachtspost verschicken (wir sind immer so spät), ein bisschen rumräumen. Alles "schee staad" und gemütlich. 

Ich freu mich!

 

18.12.08

*

Übles nasskaltes Wetter und so ein scheußlicher Niesel-Schneeregen draußen. Beim Einkaufen war es so voll, als wäre morgen schon Weihnachten. Lauter hochnervöse Menschen unterwegs. Wo sich in mir doch wirklich so etwas wie stille Freude bemerkbar macht. Ich lasse mich auch gar nicht anstecken.  
Von meiner Liste erledigt lediglich zwei Punkte und ein halber: 
Einkauf gemacht (hat länger gedauert als gedacht wegen siehe oben). 
Protokoll geschrieben (hat länger gedauert, weil ich das immer unterschätze). 
Und der halbe ist die gewaschen und aufgehängte Wäsche, aber der Bügelkorb steht noch unberührt.  
Der geplante Stern ist auch nicht geschnitten und gefaltet. Bekommt die Tante eben keinen Stern sondern eine Tüte Plätzchen. Wird auch okay sein. Und dahin breche ich jetzt auf: meine Mutter abholen und die demente Tante zur Weihnachtsfeier begleiten.

17.12.08

Gefaltet



Mit viel Spaß habe ich Sterne aus Transparentpapier und Seidenpapier gefaltet. Und ich finde sie sehen einfach immer wieder toll aus.


Warme Ohren

für eine Kollegin: Calorimetry aus der Knitty. Schnell gestrickt und ganz einfach. Wirklich ein tolles Projekt. Verwendet habe ich ein einzelnes übriges Knäul von Lana Grossa Mega Stoppino - Banderole war keine mehr dran. Aber tolle Türkis-Töne. Genau richtig für die Kollegin.



Irgendwie weihnachtlich

wird mir allmählich. 
Ausblick auf morgen und einen ersten freien Vormittag seit Wochen. 
Ausblick auf Freitag und damit letzten Arbeitstag. 
Ausblick aus dem Fenster in einen nebeltrüben Tag.

Jetzt ein paar Kerzen anzünden. Gewürzten Tee und Orangenschalen durchs Haus duften lassen. 
Noch einen Stern falten - die sehen so wunderschön aus.

In Wirklichkeit: Wäsche aufhängen, einkaufen gehen. Und heute Abend noch einmal zum Tanzen.

Aber trotzdem: mir ist grad schon so vorfreudig und heimlichtuerisch.

16.12.08

Diät

für den Ältesten Sohn. Wo es doch die Mutter viel nötiger hätte. Aber vielleicht verhilft mir eine Solidaritäts-Diät auch zum Verlust des einen oder anderen Kilos.

Immer wieder kehrende Bauchschmerzen sind bei meinen Kindern (Jugendlichen) eigentlich nichts besonderes. Tee, Wärmflasche oder auch nur ein bisschen Verwöhnen helfen meist schnell. Aber der Älteste Sohn kombinierte das in letzter Zeit mit höchst blassem Gesicht, kaltem Schweiss und üblem Erbrechen - immer wieder. Er hat sich tatsächlich eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse zugezogen. 
Was ihn zu strenger Diät zwingt: kein Fett, nur helles Fleisch und magerer Fisch, Geflügelwurst, magerer Käse, gedünstetes Gemüse - also eigentlich alles mager. Und kein - also wirklich gar kein - Alkohol. Klar, wer jetzt immer von den Partys heimfährt!
Nicht so lustig und schon gar nicht zur Zeit von Plätzchen, Raclette und Silvester feiern. Also werden wir das Raclette-Set wieder in den Keller räumen, unser Kühlschrankprogramm kurzfristig etwas umstellen,  und den Speiseplan für Weihnachten auch. Das kann ich nicht aushalten, wenn der (fast) beste Esser am Tisch mit Schonkost da sitzt und die anderen schlemmen....

Spät

Also spät im Sinne kurz vor knapp, aber auch spät am Abend haben der Beste Ehemann und ich die wichtigsten Weihnachtsgeschenke unter Dach und Fach gebracht. Endlich! Kleinigkeiten fehlen noch. 
Der Beste Ehemann schickt sich dafür emails in die Arbeit. Ich sollte mir Listen schreiben. Damit ich nicht morgen wieder anfange von Neuem zu überlegen was ich doch eigentlich für den XY noch für eine tolle Idee hatte...


14.12.08

Tollwood


Sandbilder - so faszinierend! Das Patenkind und ich könnten stundenlang davor stehen.



So viele Filzblüten



Die Ventilatoren unterm Zeltdach




10.12.08

Herzig

Kartoffeln an Karotte:






Am Schreibtisch

eigentlich um das längst überfällig Protokoll der letzten Elternbeiratssitzung zu schreiben. Und die Entstapelung weiter voran zu treiben.

Musste aber dann dringen Bilder einspielen. Bücher in librarything erfassen. Mails abrufen und beantworten. Tee kochen weils unterm Dach so kühl ist. Und euch ein paar Bilder zeigen.

Zweiter Versuch mit dem schönen Garn vom Schneeschaf: der Lace Ribbon Schal. Und so gefällt es mir ganz gut. Das Muster ist einfach und leicht zu merken. Trotzdem musste ich schon die eine oder andere Reihe zurück stricken. Ribbeln ist irgendwie ganz schlecht wegen der doppelten Umschläge.


Weihnachtskram. Der Beste Ehemann hat letztes Jahr das Haus in ein Meer von Lichtern getaucht: Lichtschläuche, Sternenvorhänge und große und kleine Lichterketten. Der Mittlere Sohn und ich fanden das zu hell, zu übertrieben und gar nicht schön. Also habe ich schon letztes Jahr verkündet, dass in diesem Jahr ich mit Deko dran bin. Naja, viel ist noch nicht passiert. Die alten Sterne sind den Weg alles Irdischen gegangen. Neue sind noch nicht gebastelt - was Wunder. Ich stricke zwar leidenschaftlich gern, aber Basteln ist nicht so unbedingt mein Ding. Auf das Herrichten des Krippengärtchens habe ich diese Jahr verzichtet, da es letztes Jahr sträflich vernachlässigt wurde und dann macht es irgendwie keinen Sinn. 
Immerhin gibt es seit letztem Freitag einen geschmückten Adventskranz. Und die bei den Männern der Familie verhasste Lichterwippe und ein paar unerlässliche Dekostücke haben den Weg ins Wohnzimmer gefunden.


Ansonsten: Plätzchenduft, viel Kerzenlicht und für mich der Versuch täglich eine kleine Besinnungszeit einzurichten.

9.12.08

Abendgestaltung

Gestern Abend: Weihnachtslieder singen im Chor. von Alpenländisch "Es werd scho glei dumpa" bis Kodaly "Adventi venek" - einfach schön. Entspanntes Singen, quasi sinnfrei und nur für uns.

Heute Abend: Tanzen! Nach langer Pause Versuch eines Neustarts. Wir probieren eine neue Tanzschule - bin schon gespannt.

Morgen Abend: von langer Hand geplant und fast die ganze Familie geht mit




7.12.08

Gesungen

so, gerade das dritte Konzert des Chors hinter mich gebracht. Und den zweiten Adventssonntag-Nachmittag nicht am häuslichen Adventskranz sondern in kalter Kirche zugebracht. 
Es hat Spaß gemacht - Bach Magnificat und Vivaldi Gloria. Sehr schöne Musik mit recht gutem Orchester und richtig guten Solisten. Vor allem die erste Sopranistin machte Gänsehaut auf meinen Armen.

Jetzt freue ich mich trotzdem auf ein bisschen a capella Singen und die aufgewärmten Weihnachtslieder aus dem letzten Jahr in der nächsten Probe. 

6.12.08

Backtag

im Hause Strickwerk. Das Patenkind hatte die Einladung zum Plätzchen backen im heutigen Adventskalender-Socken. Mit von der Partie auch der Jüngste Sohn, der Mittlere Sohn und dessen Freundin. Die Küche (noch die alte mit wenig Platz, wenig Arbeitsfläche und schlecht funktionierendem Herd) war voll. Und Frau Strickwerks ganze Fähigkeit zu Strukturierung und Organisation gefordert. 
Backergebnis: 
Früchtebrot. Elisenlebkuchen, Haselnussplätzchen, Haferflockenplätzchen, Spritzgebäck, Marzipanspringerle. 
Teig für Heidesand im Kühlschrank.
Reichlich Mehl auf dem Küchenboden, Schokolade vom Glasieren auf dem Esstisch und darunter. Aber sonst schon alles gespült und verräumt.
Ein Blech Ausschuss weil verbrannt.
Eine angeschmolzene Küchenwaage weil die falsche Herdplatte eingeschaltet.
Glückliches Patenkind mit großer Keksdose.
Rückenweh, eine gewisse Erschöpfung und Lust auf ein Bier.



3.12.08

Sozialstudie

Eine Vernissage. Die geladenen Gäste gehören überwiegend zu den Wohlhabenden. 
Während der Eröffnungsrede wird das Buffet aufgebaut: reichlich Antipasti, große Schüsseln mit Krabbensalat, Geflügelsalat und vieles mehr. Der Tisch ist wirklich reichlich und lecker gedeckt. 

Der letzte Satz ist gesprochen. Im gleichen Moment ist das Buffet belagert, lange Schlangen bilden sich an beiden Enden. "Na gut", denkt Frau Strickwerk, "es ist ja reichlich da, gehe ich wenn der Ansturm nachlässt." An ihrem Tisch erscheinen zwei Damen - teuer gekleidet und schmuckbehängt - die sich ihre Teller üppig mit Krabben vollgehäuft haben. Sonst nichts. Also zu zweit die halbe Schüssel geleert.
Nach einiger Zeit lässt das Gedrängel nach und der Blick wird frei auf ein fast völlig abgeräumtes Buffet. "Na gut", denkt Frau Strickwerk, "dann eben nur ein Mozzarellaspießchen und ein Stück Brot." 
Während sie das auf ihren Teller lädt wird der zweite Gang herbeigetragen. Sofort steht Frau Strickwerk im Gedränge. Menschen greifen einfach von hinten nach vorn, drängen sich zwischen anderen durch und laden sich ihre Teller übervoll. Völlig perplex steht Frau Strickwerk binnen kurzem vor bereits wieder geleerten Platten. 
Und verzichtet auf weitere Versuche am Buffet.

Wie gesagt - keinesfalls ein Publikum, dass zum ersten Mal in den Genuss von Krabben kommt oder von harz 4 leben muss. Ich war ein bisschen sehr fassungslos.

Aber die Bilder waren/sind sehr schön - und das Wiedersehen mit einer Freundin bei dieser Gelegenheit auch.


1.12.08

Entspannung

zeigt mein Kalender. Die letzten Wochen waren so voll gepackt mit Terminen - einschließlich der Wochenenden - dass nicht nur der Blog zu kurz kam. Aber jetzt wird es stetig ruhiger. So dass auch unser Haus in dieser Woche etwas vor-weihnachtlich geschmückt werden kann. Bisher gibt es noch nicht mal einen Adventskranz, geschweige denn sonstige Deko.

Strickiges gibt es entsprechend wenig Fortschritte - auf zahlreichen S-Bahn-Fahrten wachsen langweilige Socken, die Strickjacke zeigt sich widerspenstiger als erwartet - dicke Nadeln und Bändchengarn flutschen nicht so richtig durch die Finger. 

Das Wochenende habe ich komplett musikalisch verbracht - Information und Selbsterfahrung über und in Musiktherapie und abschließend dann einer von drei Auftritten mit unserem Chor. Es war richtig anstrengend aber auch sehr belebend. 
Und jetzt umkreisen meine Gedanken die Möglichkeiten und Perspektiven, die Haken und Ösen, die Bezahlbarkeit und den Nutzen einer Ausbildung zur Musiktherapeutin.
Ich weiß, ich habe gerade erst eine Weiterbildung gemacht. Aber Musiktherapie geistert mir eigentlich seit meinem Abitur immer wieder im Kopf herum. Und wäre vielleicht tatsächlich eine so schöne Möglichkeit meine Liebe zur Musik, meine Begeisterung für deren "heilende" Möglichkeiten und auch meine neu/wiederentdeckte Kreativität mit meiner jetzigen Arbeit zu verbinden. Vielleicht bin ich ja auch erst jetzt mutig genug für diese Arbeit. 
Und vielleicht wird es doch auch ganz etwas anderes. 
Auf jeden Fall arbeitet es in mir. Mal sehen was dabei heraus kommt.

Daneben gibt es noch andere Verwerfungen und Veränderungen, so dass das Leben grade nicht so ganz leicht daher kommt, wie ich mir das wünsche. War vielleicht ganz gut eine Zeit lang so eingespannt und abgelenkt zu sein. Aber jetzt tut es auch gut den Ausblick auf ein wenig mehr Möglichkeiten zur Besinnung zu haben.



25.11.08

Angeschlagen

Maschenproben sind lästig. Ich habe auch diesmal eine eher lässige Probe gestrickt. Die ergab, dass ich viel weniger Maschen brauche und einfach  nach den Angaben der kleineren Größe stricken kann.
Angeschlagen sind 95 Maschen - und es erscheint mir ziemlich weit. Aber die Jacke soll ja auch lässig fallen und ich habe auch erst 3 cm in der Höhe gestrickt - das wird dann eh noch ein bisschen fester und enger.

Ich stricke aus einem Woll/Poly-Bändchen-Garn von online (Cascade, Linie 96). Stammt aus dem Vorrat meiner SchwieMu, die es wegen der Nadelstärke 6 doch nicht verstricken konnte. 

Selber machen

Nach der Teamsitzung in die große Stadt. 
Der Jüngste Sohn braucht Handschuhe - war nicht einfach passende Größe und passenden Preis zueinander zu bringen. 
Der Adventskalender des Patenkindes braucht noch mehr Schnickeldi (Wort entliehen bei Frau..äh..Mutti
Frau Strickwerk braucht dringend eine neue Strickjacke. Was da hing hatte immer entweder die falsche Farbe oder den falschen Preis oder das falsche Material oder die falsche Form. Mit ersten Anzeichen von Kopfweh - weil zu heiß, zu voll, zu laut - kurzerhand beschlossen, statt mich zwei weitere Stunden erfolglos durch die Stadt zu quälen fahre ich ganz schnell nach Hause und stricke diese Stunden an einer Jacke.

Also jetzt und sofort: eine Maschenprobe für diese schon lang geplante Jacke.

22.11.08

Gesund, gesund

war heute das Motto an den bayrischen Schulen. Bei uns fand der Extra-Schultag statt - von Schneechaos weit und breit keine Spur. 
Die Aktivistinnen unter den Lehrerinnen und ein paar Unterstützerinnen aus dem Elternbeirat haben ein wahrhaft einmaliges Programm organisiert und auf die Beine gestellt. Jede Klassenstufe hatte ein Oberthema (z. B. Gesunde Ernährung, Drogenprävention, Alltagsmedizin und erste Hilfe) zu dem überwiegend externe Referenten/Fachleute einen Workshop, ein Seminar oder einen Vortrag angeboten haben. Zusätzlich gab es ein Angebot mit 25 Bewegungs- bzw. Entspannungskursen. 
Die Schüler mussten ein theoretisches und ein praktisches Angebot belegen.

Im Vorfeld eine echte Herausforderung an die Organisation: Zeitpläne, Raumbelegung, Kursbelegung, technische Ausstattung, Ablauf, Aufsicht, wer ist wann wo und mit wem.
Aber Dank wirklich vieler Stunden öder Listenschreiberei und Verteilerei - alles hat geklappt wie am Schnürchen. Die Stimmung war gut, die Schüler haben super mitgemacht und die meisten Rückmeldungen waren positiv.

Schule kann auch toll sein. Und das war eine echt positive Erfahrung in Sachen Zusammenarbeit des Elternbeirats mit Schulleitung und Lehrerkollegium (zumindest Teilen davon). 

Daheim wartete dann schon der Älteste Sohn, der sich gewünscht hat, mit mir Plätzchen zu backen. Bisher hat er sich eigentlich vor allem durch das Essen derselben ausgezeichnet. Aber gerade will er gerne Kochen und Backen lernen. Auch das Rüstzeug für mehr Selbständigkeit.
So duftet es hier weihnachtlich und seine Leiblingssorten - Mohnkipferl, Wespennnester und Schokoladenbrot ruhen zum Abkühlen auf großen Tellern.
Auf dem Herd köchelt jetzt noch eine Rote-Beete-Suppe, die wir heute zu unserem Gemeinschaftsmenü mit Freunden beisteuern. 
Der Bügelkorb ruft laut nach mir, noch mehr lockt das Sofa - ich bin noch unsicher wer gewinnen wird.

19.11.08

So müde

Ich bin ein ziemliches Nachtlicht und gehe selten vor Mitternacht ins Bett. 

Seit einer Woche komme ich aber nicht mal vor 1.00 Uhr ins Bett, manchmal sogar danach. Dafür wache ich aber dann gern eine Stunde vor dem Wecker wieder auf.

Und heute im Laden spürte ich so eine lähmende Schwere. Ich erinnere mich noch - dieses Gefühl kenne ich aus den Nächten kranker oder zahnender oder träumender Kinder. Durch den Tag wie ferngesteuert. Unkonzentriert. Alles braucht doppelt so lange. Ich gehe fünf Schritte und weiß nicht mehr was ich tun wollte. Ich glotze auf einen Punkt und habe keine Ahnung worüber ich gerade nachgedacht habe. 

Müde schleppe ich mich heim, wohl wissend, dass heute keine Putzfrau da war und mich das allgemeine Chaos erwartet.

Daneben aber auch diese Schönheiten:


Ich bin begeistert und beglückt - bestellt bei Wolle und Design mit sagenhaften Prozenten. Viele Modelle sind sehr schön, aber durchweg alle sind so wunderbar präsentiert - eine Augenweide.
Ich geh sie jetzt gleich noch mal anschauen, dafür bin ich immer noch wach genug...

Kratzbürstige Schönheit

Auch das Waschen hat den Kimono-Shawl nicht wirklich weich werden lassen. Aber er gefällt mir wirklich sehr gut. Und er wärmt ganz herrlich - reine Wolle eben. Also werde ich meinem Hals verordnen sich nicht so zu zieren und hoffe es gibt so etwas wie einen Gewöhnungs- oder Abhärtungsprozeß. Im Sommer auf blanken Schultern geht dieser Shawl aber sicher nicht...




Gestrickt aus Evilla Artyarn. Es waren zwei Stränge und ca. 270 g. Ich habe den Shawl nicht gespannt sondern mit dem Bügeleisen gedämpft.

Weniger Glück hatte ich mit dem Commelina: Zunächst habe ich mich mehrfach verzählt und verstrickt. Das Muster erfordert doch etwas mehr an Konzentration. Das mag ich total gern und das Muster gefällt mir gut. Auch die Wolle verstrickt sich super und die Farben harminierne sehr schön. Nur Muster und Wolle gingen irgendwie gar nicht zusammen - das Ergebnis war mir einfach zu unruhig. Jetzt ist alles wieder zurück auf Anfang. Commelina wandert zurück in den Ordner und wird mit einem einfarbigen oder nur leicht meliertem Garn gestrickt. Und das Schneeschaf-Garn bekommt die zweite Chance mit dem Lace Ribbon Scarf.


14.11.08

IWK

Die Vorschau auf die Winter-IWK ist online.
Auch diesmal gefällt mir kaum etwas so auf den ersten Blick. Ein paar nette Mützen. Eine Jacke, ein Herrenpullover, ein Paar Socken. 

Warum habe ich das Abo verlängert?

Altes und Neues

Fertig geworden ist nach langer Strick- und Lagerungszeit der Kimono-Shawl aus dem Buch von Cheryl Oberle - Folk Shawls.
Bilder gibt es noch keine - zu dunkel hier. Und außerdem ist auch dieser Shawl zwar fertig gestrickt, aber weder gewaschen noch gespannt. Er sieht schön aus - Evilla Artyarn in ganz dunkelrot bis kräftig warmes kirschrot. Er ist lang und breit genug. Er ist wunderbar warm.
Und er kratzt höllisch!
Ich möchte ihn so gern tragen, aber da muss er wohl noch einige Bäder am Wochenende über sich ergehen lassen und ich hoffe sehr, dass er sich dann weniger widerspenstig sondern weich und wenigstens ein bisschen anschmiegsam um meine Schultern legt.

Das Muster war recht einfach zu merken und zu stricken ohne dabei so richtig langweilig zu werden. Aber doch fast mindless.

Kontrastprogramm dazu ist der Commelina-Scarf. Ich verwende dafür Wolle vom Schneeschaf gefärbt und zwar die Wolle/Bambus/Seide-Mischung. Wunderbar weich.
Der Mustersatz geht über 16 Reihen und ich habe nicht das Gefühl ich könnte es mir merken. Ich klebe mit den Augen auf dem Blatt, zumal auch 2 Rückreihen im Mustersatz gestrickt werden. Selbst das Muster der Randbordüre, das nur über 8 Reihen ging konnte ich mir nicht merken...
Ein bisschen unschlüssig bin ich noch, ob Muster und Färbung sich vertragen, aber dazu muss der Schal noch ein bisschen wachsen.
Bei schlechtem Licht und völlig entspannt liegend ein erster Eindruck:


Wunderbare Haare

hat der Jüngste Sohn. 

Das konnte ich gestern so richtig voll genießen bei der Bekämpfung seiner Läuse. Bisher hatten die Söhne Läuse immer nur in Kurzhaarfrisuren. Jetzt hatte ich erstmals das Vergnügen von Läusen in langen und extrem krausen Haaren - welche Wonne.

Unter besseren und weniger tierischen Bedingungen würde ich die Haarpflege trotzdem hin und wieder übernehmen - diese Lockenpracht macht mich schwach...
und ehrlich - so mehrfach gewaschen und mit Spülungen versehen kommen die Locken noch viel besser zur Geltung)

10.11.08

Nur kurz

mal melden.
Wieder zurück vom letzten Block der Fortbildung. Mit lachendem (fertig!) und weinendem (Abschied) Auge und wieder einem Koffer voll Arbeit und Motivation. 
Ich werde es vermissen. Weil:
Ich lerne gern immer wieder etwas Neues
vor allem auf so vielfältige, erlebnisorientierte und erfahrungsreiche Art wie dort
im Kreise gleich gesinnter, ebenso interessierter und spannender Frauen
hervorragend angeleitet, begleitet und motiviert von den Ausbilderinnen
und dazu noch noch quasi weggebeamt von häuslichen Pflichten, befreit von Einkaufen, Kochen Aufräumen.
(Findet ihr hier: GfG - Gesellschaft für Geburtsvorbereitung, Familienbildung und Frauengesundheit)

Die Ausbildung hat mir ganz viel Lust gemacht Kurse und Beratung zum Thema Wechseljahre zu geben. Ich brüte über griffigem Titel und lockender Beschreibung - bis Freitag soll die Kursausschreibung bei der VHS sein.

2.11.08

Was lange währt...

Vermelde die erfolgreiche Fertigstellung der Norwegian Stockings als Socken (Nancy Bush - Folk Socks):



  • Socken Nr. 19
  • Norwegian Stockings aus Folk Socks von Nancy Bush; als Socken gestrickt mit kürzerem Schaft, da ich keine Kniestrümpfe trage
  • Wolle von Zitron, Trekking XXL - Verbrauch 50 g und Regia uni - Verbrauch 30 g
  • gestrickt auf Rosen- und Ebenholznadeln Nr. 2,5
  • Für mich in Größe 39
Das Stricken hat mir total Spaß gemacht. Warum die Wiederaufnahme des Projekts nach einer Sommerpause im letzten Jahr dann bis jetzt gedauert hat - keine Ahnung. Komlexere Strickwerke brauchen halt dann mehr Aufmerksamkeit, die kann man abends nicht so einfach rausnehmen und weiter stricken, einfach so aus dem Gedächtnis. Es braucht dann Nachlesen in der Anleitung, grübeln über dem fertigen Socken (wie viel Maschen, wie viel Reihen...) - wie auch immer. Jetzt sind sie jedenfalls gerade richtig für die kalte Jahreszeit fertig geworden.

Nicht zufrieden bin ich mit den Fersen: das Aufnehmen der Maschen aus der Fersenrückwand ist nicht gut gelungen. Das nächste Mal würde ich hier einen einfarbigen Rand stricken, damit wird der Rand gleichmäßiger und die Maschenaufnahme einfacher. Die Fersenwand mit den Karos zieht sich auch mehr zusammen und ist enger - bei den Farbflächen habe ich die Fäden offenbar nicht locker genug gelassen.

Fair-Isle-Stricken hieß in meiner Jugendzeit einfach Norwegermuster - und die habe ich immer schon gern gestrickt. Meist als Rundpassen-Pullover - heut Lopi. Das Entstehen des Musters so Reihe für Reihe finde ich einfach faszinierend. Und ich mag - neben für viele Gelegenheiten nützlichen - mindless-Projekten auch gerne Strickereien die meine ganze Geschicklichkeit und geistige Aufmerksamkeit fordern.
Damals habe ich mir meine eigene Methode der Fadenführung entwickelt - beide Fäden laufen gekreuzt über den Zeigefinger - ach ich kanns schlecht erklären. Aber in etwa so wie bei den damals üblichen Fadenführ-Ringen. Der Körper merkt sich ja alles, so dass auch nach jahrelanger Pause das Gefühl für Fadenspannung und -führung schnell wieder da war. Auch das Einweben der langen Spannfäden geht unproblematisch.
Ganz gleichmäßig ist allerdings die Spannung der beiden Fäden dann doch nicht - je nachdem welcher Faden oben oder unten läuft kommt mal die eine, mal die andere Farbe etwas stärker heraus. Das und die Erfahrungen von Jinx motivieren mich vor dem nächsten Fair-Isle-Projekt auch mal das beidhändige Stricken zu probieren.
Es werden übrigens bestimmt wieder Socken oder bestenfalls Handschuhe. So gern ich diese Muster stricke und auch anschaue - eine Jacke oder einen Pullover würde ich wahrscheinlich nicht tragen.

Auf der Rückseite sieht es übrigens so aus:

1.11.08

Neues

Als erstes Mal eine ganze Reihe Strickhefte:
Annika Best Ages - mittel überzeugend, aber ein paar Modelle sind ganz schön.
Rebecca - ich schwanke ja immer bei der Rebecca und kauf sie dann doch. Und wenn ich sie nur oft genug anschaue finde ich auch immer ein paar Sachen die mir gut gefallen. 
Ein spontaner Kauf kurz vor Ladenschluss war auch Stricktrends. Das Sommerheft hat mir richtig gut gefallen - da kann nichts schief gehen dachte ich. Das Winterheft finde ich aber enttäuschend und wenig inspirierend.
Das Highlight zuletzt: das neue Strickheft von Debbie Bliss. Es sind zwar glaube ich alles Modelle die bereits woanders veröffentlicht waren. Aber außer einem Buch mit Kindermodellen besitze ich nichts von Debbie Bliss und da ist die Zeitschrift ein wirklich kostengünstiger Einstieg mit vielen schönen Modellen.

Dann habe ich Drachenwolle bestellt. Kurz darauf kam die mail, dass die eine Farbe leider aus ist, aber gern nachgefärbt würde. Ebenso das Alpaka-Garn, bei dem Christiane nur noch Stränge aus verschiedenen Chargen hatte und ich aber zwei gleiche erhalten sollte.Ich fühle mich so verwöhnt. Die Sockenwolle wurde sogar nach meinen Farbwünschen gefärbt.
Sockenwolle Merino/Ramie

Wie angenehm statt dem Hype und schnellen Ausverkauf hier in Ruhe wählen zu können und sogar noch so zuvorkommend versorgt zu werden. 
Die Krönung war dann der zusätzlich Strang den Christiane mir ins Päckchen gelegt hat. 
Sockenwolle Merino/Leinen

Ich bin mehr als zufrieden. Die Wolle ist von wunderbarer Qualität, die Färbungen sehr schön und gleichmäßig, der Service unübertroffen - wärmste Empfehlung.

Erledigt

Ich bin erledigt von dieser Woche. Viel Arbeit, viele Termine - ich war einfach dauernd unterwegs. So lange ich mich dann beim heimkommen nicht hinsetze sondern einfach weitermache mit Einkäufe verräumen, Wäsche, Kochen, aufräumen, Büro... ist alles wunderbar. Ich fühl mich voll aktiv, klopf mir selber auf die Schulter was ich alles schaffe. Aber wehe ich lasse mich erst mal gemütlich auf dem Sofa nieder - dann verpufft die Energie schlagartig, läuft einfach so aus mir heraus und ich stehe nicht mehr auf. Und so habe ich den heutigen Tag so richtig verbummelt und eigentlich nichts nennenswertes zustande gebracht.

Erledigt sind aber auch ein paar Strickwerke. 
Die Baby-Aufträge sind jetzt nicht nur fertig gestrickt sondern nach einer Woche gut ablagern haben sie auch den letzten Schliff in Form geschlossener Nähte, vernähter Fäden und Knöpfe erhalten.


Den Pullover habe ich mehr oder weniger nach der Anleitung für den Seamless Sweater von Elizabeth Zimmermann gestrickt. Für die Ärmel habe ich ein paar Maschen mehr genommen - trotzdem erscheinen sie mir fast ein bisschen eng. Den Ausschnitt habe ich zuerst genau nach ihren Vorschlägen gestrickt, nur eine Raglanschräge offen - trotzdem, das hat mir gar nicht gefallen, der Halsausschnitt erschien mir viel zu eng für ein Baby. Im zweiten VErsuch bin ich dann einfach nach der Optik gegangen und habe ein bisschen geschätzt. Sieht aber jetzt ganz gut aus.
Insgesamt fand ich die Anleitung und Berechnung einfach und einleuchtend. Könnte ein gutes mindless Projekt für eins der vielen Garne im Keller werden.

Der Vision of Delight Schal ist endlich fertig geworden. Also fertig gestrickt. Fürs Spannen wollte ich mir Stäbe besorgen. Ich habe einfach keine Lust wieder mit tausend Nadeln und ewigem Nachmessen auf dem Teppich zu knien um ein möglichst gerades Spannergebnis zu bekommen.
Also liegt er hier einfach mal ganz entspannt rum, bis die Stäbe irgendwie in meinen Haushalt wandern.
So sehr ich das Stricken mochte - jede Reihe anders und ein bisschen Herausforderung an Zählen und Merkfähigkeit - so wenig mag ich das Ergebnis. Der Beste Ehemann bezeichnete es kurzerhand als "Oma-Schal". Und auch ich finde diese ornamentalen Muster irgendwie ein bisschen hausbacken und altmodisch. Trifft einfach nicht meinen Geschmack - oder nur wenige Ausnahmen. Also wird auch dieser Schal in die Geschenkekiste wandern. Die Anleitung war übrigens perfekt, stammt aus der knitting of delight-Gruppe und kann bei der Wolllust bestellt werden.
Fortschritte macht auch der Adventskalender für mein Patenkind. Ich habe schon das ganze Jahr über immer wieder mal ein Söckchen gestrickt und jetzt fehlen nur noch 6 Stück. Das wird zu schaffen sein bis Ende November.

26.10.08

Spaziergang

Wenn ich unsere Reihenhaus-Zeilen verlasse komme ich aufs Feld und sehe ziemlich bald das:

Scheune 1

Sieht wunderbar ländlich aus - weiter Himmel, weites Land-

Etwas weiter und aus anderer Perspektive:

Scheune 2

ist dann doch die Nähe zur großen Stadt deutlich sichtbar. 

Auf der kleinen Spazierrunde hinterm Haus komme ich auch immer an einem kleinen Teich vorbei. Früher mal als Biotop angelegt und geplant wurde das Gelände bald wieder aufgegeben - die vielen Hunde die hier ohne Leine Gassi geführt werden haben die erwünschte Ansiedlung von Pflanzen und Tieren torpediert. Allein der Teich blieb übrig und eine Schotterfläche, die allmählich ziemlich eintönig zuwächst. 
Jetzt im Herbst ist oft nur eine Wasserpfütze übrig, die von weiten sehr unbelebt aussieht. Aber aus der Nähe gibt es dann doch wenigsten ein bisschen Leben zu entdecken:

Wasserschnecke

Wasserschnecken in Hülle und Fülle, die massenhaft abgestorbene Pflanzenteile finden. Ich finde die ja ziemlich faszinierend, wie sie kopfunter an der Wasseroberfläche hängend vorwärts kommen. Und um ein vielfaches sympathischer als ihre nackten Artgenossen.


Libelle

Und Libellen. Die große blaue wollte sich nicht fotografieren lassen. Und auch nicht die Ente, die hier immer mal wider landet.