4.9.17

Eingekocht

Dieses Jahr habe ich kaum Marmelade eingekocht. Es wird einfach kaum mehr Marmelade gegessen bei uns und so stapeln sich mittlerweile die Gläser aus den letzten beiden Jahren im Keller. Schlecht wird sie ja nicht, aber der Geschmack wird nicht besser wenn sie so lange lagert. Die alten Gläser will ich auch nicht mehr verschenken und da die meisten Bekannten eher pikant lieben habe ich eben dieses Jahr bisher nur Apfelgelee aus Nachbarins Fallobst gekocht. Wie jedes Jahr habe ich ihren Garten gehütet und die Äpfel eingesammelt während sie im Urlaub war.

Die anderen Nachbarn, deren Garten ich seit letztem Jahr hüten und gießen darf, bauen reichlich Gemüse an - mein Lohn ist immer das Ernten. Und ich liebe es morgens durch den Garten zu streifen, erst alles zu gießen und dann das eine oder andere fürs Abendesse mitzunehmen. Im Gewächshaus explodierten die Tomaten. An einem Tage konnte ich 2 Kilo ernten. Vom Kartoffelkombinat kamen nochmal reichlich Tomaten dazu. Was lag also näher als meiner Einkochlust zu frönen und ein neues Rezept vom liebsten Kochblog nachzukochen - die ofengerösteten Tomaten. Und weil da was von durchpassieren stand und ich nicht schon wieder mühsam durch mein Sieb streichen wollte habe ich mir endlich eine "Flotte Lotte" gegönnt.

Was soll ich sagen - ganz großes Einkochvergnügen. Ich habe einen großen Teil der Tomaten verwendet, in Ermangelung von Basilikum (starb den Schneckentod) diverse Kräuter aus dem Garten kleingehackt und eine Aubergine musste auch unbedingt verarbeitet werden. Meine Zutaten:

2 Kilo Tomaten
1 Aubergine
verschieden Kräuter aus dem Garten
mehrere Knoblauchzehen
Olivenöl
Pfeffer, Salz, Zucker, Vanille

Die Tomaten habe ich nicht geschält - ich habe ja jetzt die Lotte -  sondern nur halbiert und in meine größte Reine gesetzt. Die Aubergine in Würfel geschnitten und dazwischen verstreut. Die Kräuter wurden mit dem Knoblauch fein gehackt und anschließend mit etwa 6 EL Olivenöl verrührt und über dem Gemüse verteilt. Salzen, Pfeffern, mit etwas Zucker und gemahlener Vanille bestreuen - fertig für den Ofen. Da schmurgeln sie dann bei 220° C eine gute Stunde vor sich hin. Die Tomaten sollen beginnend braune Ränder haben. Ich habe zwischendurch mal die Kräuter und den Knoblauch nach unten gestrichen, damit sie nicht verbrennen und bitter werden.
Nach der guten Stunde habe ich alles durch die Lotte passiert (5mm-Scheibe, die Kerne machen mir nix aus), nochmal aufgekocht und abgeschmeckt und dann in Weckgläser gefüllt. Die wurden noch 30 Minuten im Ofen eingekocht - fertig.
Ein Rest wurde gleich verkostet - ich habe eine neue Lieblingstomatensauce. Das wird bestimmt gleich wiederholt, damit ich im Winter genug Tomatenvorrat habe.






27.8.17

Am Attersee

 Dieser Sommer hat uns ja wirklich verwöhnt mit vielen vielen Sonnentagen, reichlich Hitze und lauen Abenden. Wir waren also voller Zuversicht, dass auch das lang geplante Wochenende am Attersee uns mit Sonne verwöhnen würde. Schließlich war das unser Geschenk für Sohn und Schwiegertochter zur standesamtlichen Trauung - ein gemeinsames Wochenende, das Ziel wählten die Beiden aus.
Der Wetterbericht drohte mit Regen, wir fuhren trotzdem hoffnungsvoll und bei glühender Hitze los. Doch wie schon die letzten Male am Attersee hatte die Wettervorhersage recht - in der Nacht kam wie angekündigt das Gewitter und der Samstag war komplett verregnet.

Wir haben uns entschieden, das als Geschenk zu betrachten und uns einen gemütlichen Tag zu machen mit einem Spaziergang in einer recht kurzen Regenpause, einem Mittagsschläfchen, Lesen und Spielen. Der Sonntag zeigte sich zunächst freundlicher um dann beim Frühstück wieder auf heftigen Regen umzuschwenken. Die Schwiegertochter wünschte sich dann Gmundner Keramik. Eine gute Idee - wir machten eine Werkführung und kauften natürlich auch ein wenig ein. Mittags präsentierte sich der Traunstein noch umwölkt, aber auf dem See glänzte dann schon wieder die Sonne. Die haben wir auf der Uferpromenade noch genossen bevor es wieder nach Hause ging.


Bei der Ankunft brauchten wir erst mal Kaffee und Kuchen - die Autofahrt war zäh und lang. Das vertraute Kaffee bietet nicht nur eine Aussicht wie in den 50er Jahren sondern auch die beste Topfentorte.


Verregnet kann auch eindrucksvoll sein.


Der Abend versprach dann schon wieder besseres Wetter - und der Regen hat endlich aufgehört.


Gmundner Keramik - Trockenregale. Die Führung war interessant und gab einen Einblick in die vielen Handgriffe, die es braucht um ein Geschirrteil herzustellen. ("Wir nehmen die Stücke bis zu 60 mal in die Hand"). Alles wird dort vor Ort fabriziert. Die Preise sind dann doch ganz einleuchtend - Handarbeit will eben bezahlt sein.


Traumsee mit Schloss Ort und Gebirge.


Platte, Schälchen und ein Haferl aus Gmundner Keramik.

MerkenMerken

Kalenderbild #34



Ein Kapernblüte. Von deren Schönheit war ich sehr fasziniert bei unserem Besuch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Auch von den Gartenanlagen insgesamt. Wir haben viele Stunden dort verbracht und bei weitem nicht alles gesehen. 

12.8.17

Kalenderbild #32


Wenn es schon sonst nichts zu sehen gibt auf demBlog zeig ich euch wenigstens mal wieder ein Kalenderbild. Zur Erinnerung, dass wir auch mal bei herrlichem Wetter am Attersee waren - der im Hintergrund liegt mit seinem Bergpanorama.

Die Wetteraussichten für das nahende Wochenende dort sind kläglich. Wir hoffen noch...