20.1.17

Natur-Bunt

Bevor ich gleich in eine arbeitsreiches Wochenende starte zeige ich euch noch ein Garn, das ich diese Woche gesponnen habe. Nach den Ministrängen habe ich mir zwei Batts geschnappt, die ich aus dem Adventskalender von 2015 kardiert habe. Es waren naturfarbene Kammzüge verschiedenster Art und ich habe etwas Sariseide darunter gemischt. Mir gefällt das fertige Garn sehr gut, es ist wunderbar flauschig geworden und auch einigermaßen weich - schade, dass ich nicht mehr davon habe.


Kalenderbild

Zu Weihnachten und den Jahresanfangs-Geburtstagen habe ich einen Kalender mit eigenen Bildern verschenkt. Bei photobox gibt es einen Wochenkalender, so dass ich mich nicht auf 12 Bilder beschränken musste, was ich immer schwierig finde.

Ich bekam und bekomme so schöne und positive Rückmeldungen zu diesem Kalender, dass ich mir überlegt habe die Kalenderbilder auch mit euch zu teilen. Die ersten zwei Wochen sind schon rum, aber für Woche 3 reicht es grade noch...

Am Chiemsee

10.1.17

Ein guter Beginn

Das Jahr startete wie es aufhörte - ruhig und ziemlich gelassen.

Der Beste Ehemann und ich feierten allein. Dieses Jahr nicht mit großem Menu und festlicher Kleidung sondern mit einem Auflauf aus dem Ofen, gemütlichem Sofa-Kuschel-Gewand und ab 22.00 Uhr mit James Bond aus der Konserve. Dabei bin ich dann eingeschlafen und pünktlich um 23.40 Uhr wieder aufgewacht um draußen in bitterer Kälte das Feuerwerk zu sehen und mit den Nachbarn anzustoßen. Diese Jahr wurde unglaublich viel geschossen und geknallt zwischen unseren Häusern, so viele Gruppen kleinerer und mittlerer Kinder, die gar nicht fertig wurden.

Der erste Tag im neuen Jahr gehört ja dann immer meiner Mutter, die da Geburtstag hat. Dieses Mal ein gemütlicher Nachmittag nur mit meiner Schwester und ihr - ich glaube sie hat es sehr genossen.

Und dann war schon wieder Arbeit und ein wenig reduzierter Alltag - so ein bisschen in Watte gepackte Arbeit. Zwar immer noch mit einem Minimum an Personal, aber überwiegend gut gelaunten Kundinnen und in entspannter Stimmung. Bayern schenkte uns einen Feiertag am Freitag, so dass die Übergangszeit zwischen den Jahren mit einem langen Wochenende endete. Es schenkte uns Winter-Wunder-Welt. Und mir reichlich Zeit zum Spinnen, Stricken und Lesen.

Der Adventskalender ist fertig versponnen. Viele kleine Ministrängelchen bilden einen Farbverlauf. Das Spinnen war eine solche Freude! Jedes Batt, jeder Rolag war anders in der Zusammensetzung, entwickelte sein Eigenleben zwischen den Fingern und auf der Spule - einfach wunderbar.



Dazu verspinne ich jetzt noch die Fasern aus der Wichtelei in unserem Spinntreff. Was daraus dann werden wird? Vielleicht wandern alle zusammen in ein Tuch oder es wird ein gewebter Schal daraus. 

Der zweite freie Tag war hauptsächlich dem Stricken gewidmet. Quick Sand von Heidi Kirrmaier wartete schon seit dem Sommer auf die Ärmel. Das war dann an einem Nachmittag und Abend geschehen - wie immer ein Rätsel, warum Teile erst so lange herum liegen, bevor sie fertig werden dürfen. Es gibt noch kein Foto - weil entweder das Licht oder die Frisur nicht vorteilhaft waren. 

Am Sonntag schneite es dann richtig - wie gemütlich ist es da zu Hause auf dem Sofa mit einem Buch. 

Das so verbrachte Wochenende war ein kleiner Urlaub, aus dem ich jetzt gestärkt in den wieder ganz normalen Alltag mit den vielen Terminen und Vorhaben starte.
Meine Kurse finden wieder statt, eine Weiterbildungswochenende und ein Samstag mit Kurs liegen im Januar. Der Englischkurs läuft noch bis Anfang Februar, Chor beginnt wieder und auch unser kleines Ensemble trifft sich zum Singen. In der Bibliothek die Lesestart-Wochen mit vorbereiten, Vorarbeiten für das Kindergartenprojekt angehen und Partner dafür suchen. Dazu ein paar Einladungen - schon ist der Terminkalender voll.

Ich übe mich weiter im Strukturieren und verbessern meiner Organisation - das habe ich in den letzten Monaten ein bisschen aus dem Blick verloren. Und dabei gemerkt, wie mir sofort überall Zeit fehlte, ich Termine vergaß und in Stress geriet. Ja, es nützt mir unglaublich, wenn ich meinen Kalender ordentlich führe und dort auch wirklich viele Notizen mache. 

Ich starte also recht entspannt in das Jahr 2017, mit dem Gefühl wichtige Dinge ganz gut im Blick zu haben und für ausreichend Entspannung sorgen zu können. 
Gespannt bin ich auf schöne angekündigte Ereignisse:
der Mittlere Sohn wird sein Studium beenden. 
Und er wird aufs Land ziehen, ins Allgäu.
Der Älteste Sohn wird heiraten. 😍


22.12.16

Adventskalender

Die ersten beiden Stränge sind überwiegend aus den Fasern des letzten Jahres gesponnen. Die habe ich ja nach Farben sortiert zusammenkardiert und einen Teil der Batts in willkürlichem Farbverlauf zu einem lockeren Single versponnen. Im zweiten Strang sind auch schon zwei kleine Batts aus diesem Jahr mit verarbeitet. Ich bin sehr verliebt in diese Farben. Noch unentschlossen, ob sie in einen Webschal wandern oder - dann etwas angefilzt - in ein Strickstück. Und ich glaube ich brauche noch mehr davon...



Ein paar Kalender-Barts aus diesem Jahr sind zu zweifägigen Ministrängen gesponnen. Damit beschäftige ich mich gerade jeden Morgen - ein Batt spinnen, abwickeln und wenn noch Zeit ist auch gleich aus dem Knäuel zwirnen. Manchmal der letzte Schritt auch erst am Abend. 


Und ein Blick auf die gesammelten Fasern: bunte Pracht.




Heute und morgen habe ich frei, muss nicht arbeiten. Vormittags habe ich gleich mal weitgehend alle noch notwendigen Einkäufe erledigt. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs - es war frostig kalt, aber nach etlichen komplett grauen Tagen zeigte sich blauer Himmel und die Sonne. Was für ein Genuss! Am Nachmittag die letzte Backaktion in diesem Jahr - Spritzgebäck die zweite und Kokos-Marzipan-Makronen. 

Und dann endlich mal wieder ein mit Genuss gekochtes Gemüse-Abendessen: Blumenkohlgratin.




18.12.16

Schon vier Kerzen...

brennen auf dem Adventsteller.
Der Jüngste Sohn sitzt mir gegenüber am Tisch und spielt "greenrock village Tatort Theater";  der Beste Ehemann döst auf dem Sofa oder spielt Schafkopf auf dem wischphone.  Der Mittlere Sohn und Hund Fili sind schon wieder im Zug auf dem Heimweg. Ich habe gerade Lebkuchen aus dem Ofen geholt, das Küchen-Wohnzimmer duftet nach Nüssen und Gewürzen.

Ich freu mich über den ruhigen Sonntag. Die letzten Wochen waren voller Arbeit und Geschäftigkeit, wenige Momente für Ruhe und Muße.
So schön, dass zwei Adventskalender mir jeden Tag kleine Momente schenken. Der eine ist der Kalender von "andere Zeiten" - ich kaufe ihn jedes Jahr für mich und möchte ihn nicht missen. Texte und Bilder schenken mir täglich eine kurze Besinnung.
Der zweite ist ein Faserkalender aus der ravelry-Spinnernetz-Gruppe. Jeden Tag finde ich ein schönes Faserpäckchen - alles Batts oder Rolags. Viele neue Fasern und Farben. Ein paar habe ich schon zu Ministrängen versponnen, die klaren Farben sind in die Singles aus den Adventskalenderfasern des dem letzten Jahres gewandert. So sitze ich jetzt wieder (fast) jeden Tag am Spinnrad - meine zweite kurze Besinnung.

Spinnend habe ich mir auch an den letzten beiden Samstagen "Urlaubstage" geschenkt. Einmal habe ich zu einer "Spinnstube" zu mir nach Hause eingeladen - ein gemütlicher und sehr entspannter Nachmittag und Abend. Und gestern war das monatliche Spinntreffen. Hin bin ich mit einem Gefühl "dafür habe ich eigentlich grad keine Zeit" - und nach 10 Minuten in netter Gesellschaft spinnender und strickender Frauen war ich schon tief entspannt. Auch hier haben wir gewichtelt und ich habe so wunderschöne Päckchen mit ganz verschiedenen Fasern und schönen kleinen Beigaben mit nach Hause genommen.



Ach ja - und dann habe noch diese Mütze für die Freundin des Mittleren Sohns gestrickt. Sie hat Dreads und ich dachte die Capucine könnte passen - sie wird zu Beginn offen gestrickt und erst weiter oben am Kopf zur Runde geschlossen. Hat also auf dem Hinterkopf Platz für viele Haare. Und tatsächlich - sie passt. Nur die Quasten an den Ohren wollte sie lieber nicht -  die waren schnell wieder entfernt.


Schatzkästchen vom Adventswichteln


Versponnenes aus dem Adventskalender (und fast überall ist Glitzer mit drin - das ist sicher der
Sternenglanz vor Weihnachten)


So verzieren die zauberhaften Batts das Fensterbrett in meinem Zimmer. Den Süßkram sammle ich in einem Glas und vin den Fasern lass ich mich verführen...

27.11.16

Backstube

Und schwupp - schon ist erster Advent.

Auch heuer gibt es keinen Kranz (der Beste Ehemann und der Jüngste Sohn sind dankbar), sondern einfach einen Kerzenteller mit vier Kerzen. Und auch dieses Jahr darf dieser nach und nach geschmückt werden mit Fundstücken aus Kisten und von Spaziergängen.



Ich hatte ein bisschen Zeit die letzten Tage und so ist schon ein wenig Backwerk fertig.

Vorweihnachtszeit ohne Backen - für mich gar nicht vorstellbar. Zu sehr liebe ich den Duft nach Gewürzen, Schokolade, Zucker und Honig; die Wärme in der Küche; das Teig machen, ausrollen, ausstechen; und nicht zuletzt das Bier dazu und das deftige Sandwich danach.

Neben den Standards der Familie probiere ich gern auch was Neues aus - jedenfalls wenn ich gefühlt genug Zeit dazu habe.
Und Stollen und Früchtebrot werden immer gebacken, möglichst natürlich vor dem Advent, damit sie noch ein wenig durchziehen können. Die beiden letzteren werden kaum gegessen bei uns, trotzdem für ein Muss - einzig zur Erinnerung an die Bäckereien meiner Oma und das Stollenbacken meiner Kindheit. Dieser Kindheitserinnerung kann ich jetzt eine ganz frische hinzufügen: das Jahr in dem der fertige Stollen abstürzt und zu Bruch-Stollen wurde. Essbar, aber nicht vorzeigbar. Was die Familie vor nicht geringe Probleme stellt - denn jetzt kann er nicht scheibenweise verschenkt oder angeboten werden (und wir werden ihn wohl selbst verspeisen müssen...)

Alles andere gelang aber wunderbar - ein Blick in die Backstube:

Honigkuchen - so eine Art Basler Leckerli Wurden schon lange nicht mehr gebacken, sind fertig mit einer dünnen Zuckerguss-Glasur, steinhart und sehr lecker. 

Alle Jahre wieder - die Chocolate-Chip-Cookies.

Schoko-Crossies mit weißer Schokolade und Himbeerstückchen. (Die gefriergetrockneten Himbeeren zerfielen zu Pulver beim zerkleinern, die Crossies sind zartrosa...)

Und dunkle Schoko-Crossies mit Mandelsplittern.

Mohnkipferl - gibt es alle paar Jahre. Richtige Vanillekipferl sind aber besser und kommen dann auch noch.

Schoko-Schnee-Kugeln. Sehen aus wie Mini-Brote, sind aber ganz luftig und schokoladig. Rezept vom kleinen Kuriositätenladen

Außerdem wie gesagt Früchtebrot und (zerbrochener) Stollen und schon mal eine erste Fuhre Spritzgebäck (das muss häufig nachgebacken werden, Lieblingsplätzchen des Schwiegervaters, der nächste Woche eine kleine Büchse davon bekommt - aber das wird nicht lange reichen.)

Was machen wir mit den vielen Plätzchen? Der größte Teil wird verteilt (Mutter, Schwiegervater, Kinder) und verschenkt. Dann bekommen wir auch immer welche - vom ältesten Sohn, von der Schwiegermutter, von der Freundin. Es ist fast ein Plätzchen-Tauschring. 
Bis Dreikönig sollten sie möglichst alle weg sein. Dann noch verbliebene Reste gehen mit ins Büro und dort wird irgendwie alles gegessen...



6.11.16

Sonntag

Zwischen den Regen mischen sich immer mehr dicke Schneeflocken. Es ist kalt und wird gar nicht richtig hell. Der Beste Ehemann sitzt im Zug und bleibt ein paar Tage weg. Der Jüngste Sohn ist bei der Freundin.

Ich finde beim stöbern im Knusperstübchen einen Post über Tee und Mandelkekse. Ja - das ist genau das Richtige für diesen Tag.

Ein bisschen Musik - Corelli Concerti grossi. Der Teig ist schnell zusammengerührt, die Kekse im Ofen - und schon duftet es im Haus nach Zimt. Jetzt noch ein warmer Tee, Kerzenlicht, die Spindel in der Hand am Fenster stehend - der Tag ist doch wunderschön!




5.11.16

a capella

"vokal total" heißt die  Konzertreihe, die jedes Jahr von Oktober bis Ende Dezember a-capella-Gruppen auf die Bühne bittet. Seit 20 Jahren gibt es die Reihe schon und jedes Jahr wieder will ich ganz viele Konzert besuchen - und dann ist es Ende Dezember und ich war vielleicht auf einem Konzert.  Im Jubiläumsjahr ist alles besser - der Beste Ehemann und ich haben uns eine Festivalkarte gegönnt und Termine geplant - insgesamt werden es 7 Konzertabende.



Das zweite Konzert gestern Abend hat uns begeistert. "cadence" kommen aus Kanada, sie singen mit einer mitreißenden Begeisterung, humorvoll, witzig, gekonnt. Tolle Arrangements, sauber gesungen, beatboxing vom Feinsten, große Vielfalt unterschiedlichster Songs und Musikstile, enormer Stimmumfang - das war ein toller Abend!
(Umbedingt auch anhören: "True colors" )