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9.12.18
Backen - Lust und Frust
Ich koche und backe gern. Am Liebsten mit Zeit, ohne Zeitdruck. Ich liebe es mit den Händen zu arbeiten und schneide, schnipsle, reibe und knete deshalb sehr viel per Hand und ohne Maschine. Kochen und Backen ist ein sensorisches Vergnügen - Geruch, Geschmack, Haptik.
Weihnachtsbäckerei gehört für mich zur Adventszeit, nicht weil wir unbedingt viele Plätzchen brauchen würden. Ich will einfach nicht auf den Genuss des Herstellens verzichten, den Duft nach Gewürzen, Buttergebäck, Schokolade, das Kneten des Teigs, das Ausstechen, Formen, die Wärme der Backstube. Auch nicht auf Speckbrot und saure Gurke, müde Beine und das Gefühl von Zufriedenheit am Abend vor vollen Plätzchendosen zu stehen. Und noch am nächsten Morgen zu riechen, dass gestern Backtag war.
Also backe ich auch dieses Jahr, obwohl wir selbst nur wenige Plätzchen essen, die Söhne alle woanders wohnen und nur ein Bruchteil des Backwerks an den wenigen Weihnachtstagen benötigt wird. Aber Plätzchen sind ja immer ein nettes Mitbringsel und Geschenk.
Stollen sind schon fertig, zwei in diesem Jahr - wer soll sie bloß essen? Einer nach dem alten Familienrezept. Er gelang meiner Oma und meiner Mutter - mir will er trotz reichlich Backerfahrung nicht so recht gelingen. Ich experimentiere noch. Dieses Jahr habe ich ihn mal rechtzeitig aus dem Ofen geholt, so dass er nicht so dunkel wurde - ist ja eigentlich gar nicht so schwer. Wieder hatte ich zunächst den Eindruck er sei noch viel zu weich und vielleicht nicht durch - einfach mal abkühlen lassen und siehe da, dann wird er auch fest. Trotzdem - er ist ein wenig flach.
Merken für nächstes Jahr: den Quark länger abtropfen lassen.
Der zweite Stollen musste sein, weil ich einfach mal noch was anderes ausprobieren wollte. Er ist noch nicht angeschnitten, ich bin gespannt...
Stellenkonfekt habe ich gleich noch mitgebackten zum Verschenken. Naja, ich bin nicht begeistert - das Rezept arbeitet mit Backpulver, Cranberries und Pistazien. Ich bin in diesem Fall wohl zu sehr von meinen Stollenerwartungen geprägt - schmeckt nicht schlecht, aber für mich nicht nach Stollen.
Heute gibt es Vanillekipferl. Das Rezept habe ich mir letztes Jahr als gelungen abgelegt. Dieses Jahr schmecken sie - irgendwie sandig, muffig. Ich glaube, letztes Jahr habe ich nur "glattes Mehl" - also unser in Deutschland übliches Mehl - verwendet, dieses Jahr wie im Rezept angegeben zum größten Teil Griffiges. Ob es daran liegt? Kann Mehl alt schmecken - es lag schon ein Jahr in der Schublade? Wie auch immer - kleiner Frust. Die Kipferl werden nächste Woche mit in die Arbeit wandern, dort kommt dann doch alles irgendwie weg.
Bewährt und wieder gut gelungen: Schoko-Schnee-Kugeln, Mandel-Zimt-Kekse und das Spritzgebäck nach Omas Rezept. Wir mögen dieses besonders gern, weil die Haselnüsse so einen guten Geschmack geben.
250g Butter
250g Zucker
2 Eier
schaumig schlagen.
etwas Vanille (oder auch Vanillezucker / Vanilleextrakt)
375g Mehl (hier 550er)
125 g geriebene Haselnüsse
darunter rühren.
Etwa 1 Stunden kalt stellen.
Dann Gebäck aufs Blech spritzen (hier: mit dem Fleischwolf und Spritzgebäckvorsatz), evtl. noch einmal kühl stellen.
Backen bei 165 Grad Ober/Unterhitze, ca. 10 Min. bis die Spitzen sich leicht verfärben.
Anschließend in Zucker wälzen oder zur Hälfte mit Schokolade glasieren
(ergibt ca. 4 Bleche dicht belegt)
Schokoladenbrot, Linzer Sterne und Spitzbuben müssen auf jeden Fall noch gebacken werden. Der Advent ist mal wieder zu kurz für alle Pläne und in diesem Jahr auch recht voll gepackt mit Chor, Arbeit, Verabredungen. Eigentlich alles wie immer...
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Advent,
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Rezept,
Weihnachtsrezept
22.12.16
Adventskalender
Die ersten beiden Stränge sind überwiegend aus den Fasern des letzten Jahres gesponnen. Die habe ich ja nach Farben sortiert zusammenkardiert und einen Teil der Batts in willkürlichem Farbverlauf zu einem lockeren Single versponnen. Im zweiten Strang sind auch schon zwei kleine Batts aus diesem Jahr mit verarbeitet. Ich bin sehr verliebt in diese Farben. Noch unentschlossen, ob sie in einen Webschal wandern oder - dann etwas angefilzt - in ein Strickstück. Und ich glaube ich brauche noch mehr davon...
Ein paar Kalender-Barts aus diesem Jahr sind zu zweifägigen Ministrängen gesponnen. Damit beschäftige ich mich gerade jeden Morgen - ein Batt spinnen, abwickeln und wenn noch Zeit ist auch gleich aus dem Knäuel zwirnen. Manchmal der letzte Schritt auch erst am Abend.
Und ein Blick auf die gesammelten Fasern: bunte Pracht.
Heute und morgen habe ich frei, muss nicht arbeiten. Vormittags habe ich gleich mal weitgehend alle noch notwendigen Einkäufe erledigt. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs - es war frostig kalt, aber nach etlichen komplett grauen Tagen zeigte sich blauer Himmel und die Sonne. Was für ein Genuss! Am Nachmittag die letzte Backaktion in diesem Jahr - Spritzgebäck die zweite und Kokos-Marzipan-Makronen.
Und dann endlich mal wieder ein mit Genuss gekochtes Gemüse-Abendessen: Blumenkohlgratin.
18.12.16
Schon vier Kerzen...
brennen auf dem Adventsteller.
Der Jüngste Sohn sitzt mir gegenüber am Tisch und spielt "greenrock village Tatort Theater"; der Beste Ehemann döst auf dem Sofa oder spielt Schafkopf auf dem wischphone. Der Mittlere Sohn und Hund Fili sind schon wieder im Zug auf dem Heimweg. Ich habe gerade Lebkuchen aus dem Ofen geholt, das Küchen-Wohnzimmer duftet nach Nüssen und Gewürzen.
Ich freu mich über den ruhigen Sonntag. Die letzten Wochen waren voller Arbeit und Geschäftigkeit, wenige Momente für Ruhe und Muße.
So schön, dass zwei Adventskalender mir jeden Tag kleine Momente schenken. Der eine ist der Kalender von "andere Zeiten" - ich kaufe ihn jedes Jahr für mich und möchte ihn nicht missen. Texte und Bilder schenken mir täglich eine kurze Besinnung.
Der zweite ist ein Faserkalender aus der ravelry-Spinnernetz-Gruppe. Jeden Tag finde ich ein schönes Faserpäckchen - alles Batts oder Rolags. Viele neue Fasern und Farben. Ein paar habe ich schon zu Ministrängen versponnen, die klaren Farben sind in die Singles aus den Adventskalenderfasern des dem letzten Jahres gewandert. So sitze ich jetzt wieder (fast) jeden Tag am Spinnrad - meine zweite kurze Besinnung.
Spinnend habe ich mir auch an den letzten beiden Samstagen "Urlaubstage" geschenkt. Einmal habe ich zu einer "Spinnstube" zu mir nach Hause eingeladen - ein gemütlicher und sehr entspannter Nachmittag und Abend. Und gestern war das monatliche Spinntreffen. Hin bin ich mit einem Gefühl "dafür habe ich eigentlich grad keine Zeit" - und nach 10 Minuten in netter Gesellschaft spinnender und strickender Frauen war ich schon tief entspannt. Auch hier haben wir gewichtelt und ich habe so wunderschöne Päckchen mit ganz verschiedenen Fasern und schönen kleinen Beigaben mit nach Hause genommen.
Ach ja - und dann habe noch diese Mütze für die Freundin des Mittleren Sohns gestrickt. Sie hat Dreads und ich dachte die Capucine könnte passen - sie wird zu Beginn offen gestrickt und erst weiter oben am Kopf zur Runde geschlossen. Hat also auf dem Hinterkopf Platz für viele Haare. Und tatsächlich - sie passt. Nur die Quasten an den Ohren wollte sie lieber nicht - die waren schnell wieder entfernt.
Der Jüngste Sohn sitzt mir gegenüber am Tisch und spielt "greenrock village Tatort Theater"; der Beste Ehemann döst auf dem Sofa oder spielt Schafkopf auf dem wischphone. Der Mittlere Sohn und Hund Fili sind schon wieder im Zug auf dem Heimweg. Ich habe gerade Lebkuchen aus dem Ofen geholt, das Küchen-Wohnzimmer duftet nach Nüssen und Gewürzen.
Ich freu mich über den ruhigen Sonntag. Die letzten Wochen waren voller Arbeit und Geschäftigkeit, wenige Momente für Ruhe und Muße.
So schön, dass zwei Adventskalender mir jeden Tag kleine Momente schenken. Der eine ist der Kalender von "andere Zeiten" - ich kaufe ihn jedes Jahr für mich und möchte ihn nicht missen. Texte und Bilder schenken mir täglich eine kurze Besinnung.
Der zweite ist ein Faserkalender aus der ravelry-Spinnernetz-Gruppe. Jeden Tag finde ich ein schönes Faserpäckchen - alles Batts oder Rolags. Viele neue Fasern und Farben. Ein paar habe ich schon zu Ministrängen versponnen, die klaren Farben sind in die Singles aus den Adventskalenderfasern des dem letzten Jahres gewandert. So sitze ich jetzt wieder (fast) jeden Tag am Spinnrad - meine zweite kurze Besinnung.
Spinnend habe ich mir auch an den letzten beiden Samstagen "Urlaubstage" geschenkt. Einmal habe ich zu einer "Spinnstube" zu mir nach Hause eingeladen - ein gemütlicher und sehr entspannter Nachmittag und Abend. Und gestern war das monatliche Spinntreffen. Hin bin ich mit einem Gefühl "dafür habe ich eigentlich grad keine Zeit" - und nach 10 Minuten in netter Gesellschaft spinnender und strickender Frauen war ich schon tief entspannt. Auch hier haben wir gewichtelt und ich habe so wunderschöne Päckchen mit ganz verschiedenen Fasern und schönen kleinen Beigaben mit nach Hause genommen.
Ach ja - und dann habe noch diese Mütze für die Freundin des Mittleren Sohns gestrickt. Sie hat Dreads und ich dachte die Capucine könnte passen - sie wird zu Beginn offen gestrickt und erst weiter oben am Kopf zur Runde geschlossen. Hat also auf dem Hinterkopf Platz für viele Haare. Und tatsächlich - sie passt. Nur die Quasten an den Ohren wollte sie lieber nicht - die waren schnell wieder entfernt.
Schatzkästchen vom Adventswichteln
Versponnenes aus dem Adventskalender (und fast überall ist Glitzer mit drin - das ist sicher der
Sternenglanz vor Weihnachten)
So verzieren die zauberhaften Batts das Fensterbrett in meinem Zimmer. Den Süßkram sammle ich in einem Glas und vin den Fasern lass ich mich verführen...
27.11.16
Backstube
Und schwupp - schon ist erster Advent.
Auch heuer gibt es keinen Kranz (der Beste Ehemann und der Jüngste Sohn sind dankbar), sondern einfach einen Kerzenteller mit vier Kerzen. Und auch dieses Jahr darf dieser nach und nach geschmückt werden mit Fundstücken aus Kisten und von Spaziergängen.
Ich hatte ein bisschen Zeit die letzten Tage und so ist schon ein wenig Backwerk fertig.
Vorweihnachtszeit ohne Backen - für mich gar nicht vorstellbar. Zu sehr liebe ich den Duft nach Gewürzen, Schokolade, Zucker und Honig; die Wärme in der Küche; das Teig machen, ausrollen, ausstechen; und nicht zuletzt das Bier dazu und das deftige Sandwich danach.
Neben den Standards der Familie probiere ich gern auch was Neues aus - jedenfalls wenn ich gefühlt genug Zeit dazu habe.
Und Stollen und Früchtebrot werden immer gebacken, möglichst natürlich vor dem Advent, damit sie noch ein wenig durchziehen können. Die beiden letzteren werden kaum gegessen bei uns, trotzdem für ein Muss - einzig zur Erinnerung an die Bäckereien meiner Oma und das Stollenbacken meiner Kindheit. Dieser Kindheitserinnerung kann ich jetzt eine ganz frische hinzufügen: das Jahr in dem der fertige Stollen abstürzt und zu Bruch-Stollen wurde. Essbar, aber nicht vorzeigbar. Was die Familie vor nicht geringe Probleme stellt - denn jetzt kann er nicht scheibenweise verschenkt oder angeboten werden (und wir werden ihn wohl selbst verspeisen müssen...)
Alles andere gelang aber wunderbar - ein Blick in die Backstube:
Auch heuer gibt es keinen Kranz (der Beste Ehemann und der Jüngste Sohn sind dankbar), sondern einfach einen Kerzenteller mit vier Kerzen. Und auch dieses Jahr darf dieser nach und nach geschmückt werden mit Fundstücken aus Kisten und von Spaziergängen.
Ich hatte ein bisschen Zeit die letzten Tage und so ist schon ein wenig Backwerk fertig.
Vorweihnachtszeit ohne Backen - für mich gar nicht vorstellbar. Zu sehr liebe ich den Duft nach Gewürzen, Schokolade, Zucker und Honig; die Wärme in der Küche; das Teig machen, ausrollen, ausstechen; und nicht zuletzt das Bier dazu und das deftige Sandwich danach.
Neben den Standards der Familie probiere ich gern auch was Neues aus - jedenfalls wenn ich gefühlt genug Zeit dazu habe.
Und Stollen und Früchtebrot werden immer gebacken, möglichst natürlich vor dem Advent, damit sie noch ein wenig durchziehen können. Die beiden letzteren werden kaum gegessen bei uns, trotzdem für ein Muss - einzig zur Erinnerung an die Bäckereien meiner Oma und das Stollenbacken meiner Kindheit. Dieser Kindheitserinnerung kann ich jetzt eine ganz frische hinzufügen: das Jahr in dem der fertige Stollen abstürzt und zu Bruch-Stollen wurde. Essbar, aber nicht vorzeigbar. Was die Familie vor nicht geringe Probleme stellt - denn jetzt kann er nicht scheibenweise verschenkt oder angeboten werden (und wir werden ihn wohl selbst verspeisen müssen...)
Alles andere gelang aber wunderbar - ein Blick in die Backstube:
Honigkuchen - so eine Art Basler Leckerli Wurden schon lange nicht mehr gebacken, sind fertig mit einer dünnen Zuckerguss-Glasur, steinhart und sehr lecker.
Alle Jahre wieder - die Chocolate-Chip-Cookies.
Schoko-Crossies mit weißer Schokolade und Himbeerstückchen. (Die gefriergetrockneten Himbeeren zerfielen zu Pulver beim zerkleinern, die Crossies sind zartrosa...)
Und dunkle Schoko-Crossies mit Mandelsplittern.
Mohnkipferl - gibt es alle paar Jahre. Richtige Vanillekipferl sind aber besser und kommen dann auch noch.
Schoko-Schnee-Kugeln. Sehen aus wie Mini-Brote, sind aber ganz luftig und schokoladig. Rezept vom kleinen Kuriositätenladen
Außerdem wie gesagt Früchtebrot und (zerbrochener) Stollen und schon mal eine erste Fuhre Spritzgebäck (das muss häufig nachgebacken werden, Lieblingsplätzchen des Schwiegervaters, der nächste Woche eine kleine Büchse davon bekommt - aber das wird nicht lange reichen.)
Was machen wir mit den vielen Plätzchen? Der größte Teil wird verteilt (Mutter, Schwiegervater, Kinder) und verschenkt. Dann bekommen wir auch immer welche - vom ältesten Sohn, von der Schwiegermutter, von der Freundin. Es ist fast ein Plätzchen-Tauschring.
Bis Dreikönig sollten sie möglichst alle weg sein. Dann noch verbliebene Reste gehen mit ins Büro und dort wird irgendwie alles gegessen...
15.12.15
Weihnachtsgebäck
Wir essen gar nicht so viele Plätzchen. Genau genommen sind von den bisher gebackenen kaum welche in Mund und Magen gewandert. Trotzdem - Advent ohne Backen geht gar nicht. Und wenns nur ein paar wenige sind - Teig machen, Nüsse mahlen, hantieren mit Nudelholz und Ausstechformen, die Wärme vom Ofen und der unvergleichliche Duft nach gerösteten Nüssen und Gewürzen - für mich ein unverzichtbarer Bestandteil der Vorbereitung auf Weihnachten.
Diese Jahr habe ich mit altbewährtem begonnen und teile mal zwei Lieblingsrezept mit euch:
Haselnussringe aus dem Backschatz meiner Oma - ich backe sie als Sterne und Herzen und sie sind für uns das, was in anderen Familien die Butterlätzchen sind, verziert mit Zucker und bunten Streuseln.
Rezept:
250g Butter
250g Zucker + Vanillezucker
1 Ei
125 geriebene Haselnüsse
Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen. Einige Stunden kalt stellen.
Teig (messerrückendick) auswellen und Ringe (oder Stern) ausstecken. Mit grob gehackten Haselnüssen und/oder Hagelzucker bestreuen (oder bunten Zuckerstreuseln)
Bei Mittelhitze goldgelb backen.
Schokoladenbrot gehört seit meiner Schulzeit zum Repertoire - das sind jetzt schon fast vierzig Jahre! Das Rezept kommt von der Frau meines Musiklehrers, bei dem wir nach intensiven Chorproben hin und wieder privat in der Küche saßen und verköstigt wurden. Die intensiv schokoladigen und saftigen Würfel waren bei uns allen damals ausgesprochen beliebt und fehlen seither in keinem Jahr auf dem Plätzchenteller. Weil sie so feucht sind brauchen sie ein wenig Aufmerksamkeit bei der Aufbewahrung - es ist tatsächlich schon passiert, dass sie in der Blechdose geschimmelt sind! Devise also: schnell genug aufessen - was wahrlich kein Problem ist.
Rezept:
6 Eier
250g Zucker
250g Butter
250g geriebene Mandeln
250g geriebene Schokolade
100g Mehl
Kuvertüre zum Glasieren
Eier, Zucker, Butter schaumig rühren. Schokolade, Mandeln und Mehl unterrühren (bei mir auch ein paar Weihnachtsgewürze nach Lust und Laune, evtl. auch einen Schuss Rum).
Teig auf ein gut gefettetes Blech streichen. Bei 150° ca. 20 Min. backen. Noch warm glasieren und anschließend in Streifen schneiden.
Heute war noch mal große Backorgie. Mit Unterstützung von meiner Mutter - die sonst gar nie mehr bäckt, aber Lust hatte es mal wieder zu tun - entstanden Spritzgebäck, Florentiner, eine Art Zimtsterne in Streifenform und (mein absolutes must have) Linzer Sternchen. Lecker!
21.12.13
Nicht still
der Advent in diesem Jahr.
Das Haus Strickwerk ist mehr oder weniger ungeschmückt bis zum vierten Adventswochenende gekommen, nur ein magerer Adventskranz und zwei kümmerliche Fenstersterne versuchen Stimmung zu verbreiten. Der Beste Ehemann hatte auch keine Lust auf Illumination.
Geht auch, ist nur nicht so schön.
Gebacken wurde kaum, nur ein paar Basics, und das allerbeste Schokoladenbrot ist auch noch zu trocken geworden.
Wenig Zeit für Rückzug, für Basteln, Vorbereiten, Geheimnissen. Zu viel Arbeit, zu müde und erschöpft. zu viele Pläne, zu volle Tage. Und nächstes Jahr nehme ich mir die Tage vor Weihnachten einfach frei und arbeite nicht wieder bis zum letzten Drücker.
Aber heute, nach viel zu wenig Schlaf (weil gestern lange gefeiert),
Das Haus Strickwerk ist mehr oder weniger ungeschmückt bis zum vierten Adventswochenende gekommen, nur ein magerer Adventskranz und zwei kümmerliche Fenstersterne versuchen Stimmung zu verbreiten. Der Beste Ehemann hatte auch keine Lust auf Illumination.
Geht auch, ist nur nicht so schön.
Gebacken wurde kaum, nur ein paar Basics, und das allerbeste Schokoladenbrot ist auch noch zu trocken geworden.
Wenig Zeit für Rückzug, für Basteln, Vorbereiten, Geheimnissen. Zu viel Arbeit, zu müde und erschöpft. zu viele Pläne, zu volle Tage. Und nächstes Jahr nehme ich mir die Tage vor Weihnachten einfach frei und arbeite nicht wieder bis zum letzten Drücker.
Aber heute, nach viel zu wenig Schlaf (weil gestern lange gefeiert),
- schon vor der Sonne aufgestanden,
- quasi alles eingekauft bis nächsten Samstag,
- die Buchgeschenke in der Buchhandlung abgeholt,
- vorgekocht und eingefroren,
- letzte Geschenke produziert
- und jetzt noch Zeit für ein paar Faltarbeiten
Von fertig gestrickten Mützen, Stulpen und anderen Dingen gibt es erst mal keine Fotos - die gute alte Nikon löst nicht mehr aus. Ich suche noch nach der Ersatzlösung und muss wohl die kaum genutzte Schnellschuss-Kamera aktivieren...
So stolpern wir also in die letzten Tage vor Weihnachten. Ich nehme es wie es kommt und merke mal wieder, dass es immer auch anders geht, als ich es mir vorgestellt habe.
19.12.12
Vorweihnachtliches
Wie jedes Jahr ein paar Sterne gefaltet. Wie jedes Jahr wollte ich schon im November damit beginnen - Papier und Anleitung lag schon lange bereit, gefaltet wurde in den letzten Tagen. Ich mag diese Sterne sehr und sie sind auch nicht schwer herzustellen, aber es braucht einfach seine Zeit, bis die einzelnen Teile gefaltet sind...
Als vorweihnachtliche Deko habe ich mal was anderes probiert und einen kahlen Zweig (nein, nicht am Barbara-Tag geschnitten) mit meinen geliebten Eiszapfen und der Weihnachtsfee geschmückt. Lang geplant, am Samstag endlich vollbracht.
Von den vielen neuen Plätzchenrezepten, die ich ausprobieren wollte wurde genau eines gebacken. Aber weil ich ja erst so spät gebacken habe sind die Schachteln trotzdem noch voll genug, dass ich wie geplant kleine Geschenktüten füllen kann und trotzdem noch reichlich für die Feiertage übrig bleibt.
Geschenke habe ich so gut wie keine besorgt oder gebastelt oder gestrickt. Und was jetzt nicht ist wird auch nicht mehr. Ein geschenkarmes Jahr. Ich hatte wenig Ideen und Inspirationen und irgendwie auch wenig Lust.
Nach kurzer Überlegung, ob der Christbaum verzichtbar wäre, befand erstaunlicherweise ausgerechnet der weihnachtsmufflige Beste Ehemann, dass er das dann doch nicht möchte. Also haben wir heute einen ausgesucht - und es war wirklich schwierig. Keiner wollte so richtig zu uns passen. Der erwählte ist ein bisschen kleiner als sonst, aber er wird ausreichend Schmuck tragen können.
Was und warum heuer die Zeit zu schrumpfen scheint, meine Lust am Geheimnissen ausbleibt - ach ich weiß es vielleicht ein bisschen oder doch auch nicht. Ich kann es mittlerweile ganz gut hinnehmen, einiges ein bisschen anders eben, vielleicht auch mehr gefühlt anders als sichtbar anders. Wichtigstes Motto bleibt für uns vor allem "kein Vorweihnachtsstreß" - und es sieht so aus, als gelänge das auch in diesem Jahr.
Weihnachten kommt, egal wie aufgeräumt und sauber das Haus ist, wie toll gekocht oder gebacken wurde, egal wie wir uns kleiden oder wie viel wir uns schenken. Da ist sich die Kleinfamilie einig - was für ein Glück.
6.12.11
Der Nikolaus
war nicht in unserm Haus. Keine gefüllten Stiefel, kein persönlicher Besuch. Hohlfiguren sind unbeliebt und werden nach geraumer Zeit verbacken, Mandarinen und Nüsse wandern sofort in den allgemeinen Obst- und Nussteller - also hat er abgewunken und uns in diesem Jahr nicht beehrt.
Statt dessen gehe ich heute Abend mit den Söhnen und dazugehörigen Freundinnen zum örtlichen Mongolen zum Nikolaus-Essen - denn der Beste Ehemann, der den Mongolen nicht mag, ist diese Woche nicht da.
Eine Kollegin hat unser Team heute mit kleinen Nikolausgaben verwöhnt und dieses schöne Gedicht dagelassen, das ich gern mit euch teile:
"Nicht müde
werden
sondern
dem Wunder
leise wie einem Vogel
die Hand hinhalten"
Hilde Domin
(Ansonsten:
Statt dessen gehe ich heute Abend mit den Söhnen und dazugehörigen Freundinnen zum örtlichen Mongolen zum Nikolaus-Essen - denn der Beste Ehemann, der den Mongolen nicht mag, ist diese Woche nicht da.
Eine Kollegin hat unser Team heute mit kleinen Nikolausgaben verwöhnt und dieses schöne Gedicht dagelassen, das ich gern mit euch teile:
"Nicht müde
werden
sondern
dem Wunder
leise wie einem Vogel
die Hand hinhalten"
Hilde Domin
(Ansonsten:
- ein Sohn mit Kehlkopfentzündung, eigentlich zum Schweigen verurteilt, klappt aber nicht so ganz. Und Inhalieren und Gurgeln dreimal täglich ist eine Zumutung.
- der andere Sohn mit Hexenschuss! Viel zu jung dafür. Aber praktischerweise kann er sich nicht bücken, was selbst so geringe haushaltliche Tätigkeiten wie Spülmaschine befüllen verhindert.
- eine SchwiMu, die mittlerweile völlig elend aussieht und sich ebenso fühlt. Die Kisten sind aber fast vollständig gepackt, morgen kommt der Umzugswagen und am Nachmittag beginnt das Auspacken. Ich kann erst am Donnerstag helfen, bringe aber Suppe vorbei und etwas Adventliches fürs Wohngefühl. Was es emotional bedeutet, nach über 30 Jahren im Haus einen großen Teil für den Entrümpler zurück zu lassen kann ich, glaube ich, nicht wirklich nachempfinden. Ich hoffe, sie kommt in der neuen Wohnung etwas zur Ruhe und lebt sich dort gut ein.
- das Spinnrad steht mitnichten zwischen Sofa und Regal, sondern vor der Terrassentür, jederzeit einsatzbereit und wird täglich besponnen. Kleine meditative Einheiten in Stille und Rhythmus.
- immerhin eine Ladung Elisenlebkuchen gebacken, die ich gar nicht wegräumen will, weil sie so gut durchs Zimmer duften.)
21.12.09
Ergebnisse
2.12.09
Adventskalender
Der eine - ein Engel, mit leckeren Pralinen gefüllt. Vom Besten Ehemann. Immer eine mittags (oder abends) zum Espresso - sehr fein.
Der andere - zum Innehalten und für ein wenig Stille. Ebenfalls gern beim mittäglichen Espresso. Mir selbst geschenkt.
(Und ganz verpasst, dass der ja bereits am Adventswochenende begonnen hat. Da durfte ich gestern gleich ein paar mehr Einheiten Stille nehmen.)
7.12.07
Adventskalender und zu viel Licht
Das ist mein Adventskalender. Ich habe ihn verschenkt und einfach auch einen für mich gekauft. Jeden Tag ein Bild und ein oder zwei Texte. Und so schenke ich mir damit jeden Tag ein bisschen Zeit mich Weihnachten anzunähern. Wie im ersten Text steht: "... vorweihnachtliche Besinnung erst einzuüben.... Darum will ich mich langsam nähern. Schritt für Schritt: öfter eine Pause, ein Fußweg, mal Stille...Mich den Botschaften dieser besonderen Zeit aussetzen und darauf warten, dass sie mich verändert."
So versuche und übe ich mich in diesem Jahr darin, dass nicht nur nicht alle Plätzchen gebacken und alle Sterne gefaltet werden müssen, sondern dass auch nicht jeden Tag wunderbar friedliche Adventsstimmung gezaubert werden muss. Weihnachten kommt trotzdem...
Und dann gab es gestern zum Nikolaus noch einen leckeren Pralinen-Adventskalender nachgereicht vom Besten Ehemann. Der verliert zwar nicht seine Pralinen, aber hat sonst die gleichen Auswirkungen wie sie bei Edda nachzulesen sind.
Meine Kinder haben übrigens dieses Jahr von mir keinen Adventskalender bekommen - Rabenmutter, ich. Der Jüngste Sohn hat sich bitterlich beklagt, auch bei der Patentante, die dann für Abhilfe gesorgt hat.
In meinem Adventskalender war dies hier drin am Nikolaustag:
Und vor einigen Tagen dieser Spruch - den trag ich jetzt so mit mir rum:
Und warum zu viel Licht? Die männlichen Hausbewohner haben einen Beleuchtungsfimmel. Kleine Lichtlein werden um die Wohnzimmerlampe über dem Esstisch gewickelt, Sternengirlanden schmücken das Gitter im Treppenhaus, einer dieser unsäglichen Sternenvorhänge ziert das Küchenfenster und Lichterschläuche - die übrigens auch noch gräßlich stinken - Hausflur, Kinderzimmer, Balkon. Nächstes Jahr bin ich und nur ich für die Illumination zuständig. Und dann gibt es ganz wenig Elektrokram und dafür viele viele Kerzen....
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