10.8.16

Nostalgie

Frau Strickwerk geht heute auf eine Tu**er-Party. Das habe ich gefühlt schon Jahrzehnte nicht mehr gemacht. Die Freundin des Ältesten Sohns lädt ein - die nächste Generation also. Ich werde mir vermutlich uralt vorkommen zwischen den ganzen sehr jungen Hausfrauen unter 30.

Ich brauch ja keine weiteren Dosen und will nur ein paar der verbogenen und verlorenen Deckel ersetzen und etwas Umtauschen - mal sehen wie wahrhaftig das mit der lebenslangen Garantie ist.

Zum Mitbringen habe ich heute schnell noch  oh-Cynthia-Cookies gebacken - ich liebe das Barcomi-Backbuch einfach über alles und freue mich immer, wenn ich wieder mal Gelegenheit habe etwas daraus zu backen.


3.8.16

Bloggt sie noch?

Berechtigte Frage - Frau Strickwerk schreibt ja eh schon unregelmäßig und jetzt zwei Monate gar nichts...

Also quasi ein Neustart und ich werde auch nicht alles "nachschreiben" was in der Zwischenzeit hier so war, gekocht und gebacken, gestrickt und gesponnen wurde.

Das Haus ist zur Zeit wieder belebter als im letzten Jahr. Mein Patenkind für ein paar Wochen bei uns (schon fast vorbei), ihr Freund auch hin und wieder und plötzlich ist der Kühlschrank wieder immer voll und am Tisch sitzen wir wieder zu fünft oder gar zu sechst. Anders schön.

Die Esche aus dem letzten Post hat sich gut eingelebt und wird viel und mit Freude besponnen. Geplant hatte ich auch wieder an der Tour de fleece teilzunehmen. Und dann hab ichs doch gelassen und einfach so gesponnen wie immer, ohne challenge oder besondere Pläne. Das hellblaue Targhee wurde ganz fein und dünn, aber leider ist es etwas hart und spröde. Ich werde ihm ein Lanolin-Bad gönnen - dann könnt ein zartes Tuch daraus werden oder auch gewebter Schal.


Irgendwann habe ich mal ein paar Rolags auf der Kardiermaschine gerollt. Sie waren nicht perfekt, aber doch locker genug um sie auf der Esche im langen Auszug zu spinnen. Eine weicher fluffiger Single ist entstanden - geplant für eine Weberei mit verschiedenen Garnen.


Und noch ein Blau, aber mit ein bisschen Brian. Ein altes Schätzchen von Melinoliesl: "De witte Hof op de Warft". Material ist BFL mit Bambus. Wie immer bei ihren Kammzügen wunderbar zu verspinnen und eine wahre Farbfreude. Ihre Kammzüge sind wirklich etwas ganz besonderes. Es war mein erstes Zwirnen auf dem Eichenrad und ich habe es zu gut gemeint mit dem Drall - der erste Strang ist einfach zu fest geworden. Er darf im Rückwärtsgang noch einmal durchs Rad laufen, denn der zweite zeigt sich - etwas weniger fest gezwirnt - in seiner ganzen Schönheit. 


Spinnen ist einfach immer wieder die Entspannung in meinem Alltag. In der Bibliothek arbeiten wir personell zur Zeit wieder mal am unteren Limit. Das bedeutet für mich lange Zeiten an der Auskunft (mag ich ja sehr gern) und wenig Zeit am Schreibtisch. Fazit: die Arbeit macht sehr Spaß, aber vieles meiner zusätzlichen Aufgaben bliebe liegen würde ich nicht länger arbeiten. Die Überstunden wachsen, ich muss einen Tag frei nehmen - und schon habe ich den nächsten Stau auf dem Schreibtisch produziert. Nichtsdestotrotz - ich arbeite einfach wirklich gern dort, ich mag meine Kolleginnen und Kollegen, meine Aufgaben und die Räumlichkeiten. Kleine Aufreger gehören dazu und nehme ich als Belebung. 
Eine kleine Spinnentspannung am Morgen und/oder am Abend trägt auf jeden Fall zu meiner Ausgeglichenheit bei und ich freue mich immer wieder darüber, dass ich dieses produktive Hobby auch dafür nutzen kann.

29.5.16

Eine Esche

Tja, warum fährt Frau Strickwerk für einen Tag auf die Alb - nur um die Ruine Hohenneuffen zu besuchen?
Nein - natürlich nicht. Es ging um die Erfüllung eines Spinn-Traums. Ich konnte gestern mein Spinnrad bei Herrn Leichten abholen. Unter SpinnerInnen ein Begriff - alle anderen müssen einfach glauben, dass dieses Spinnrad eine kleine Reise wert ist.

Mein erster Kontakt mit einem Leichtlen-Rad vor ein paar Jahren entlockte mir eher den Kommentar: "ja, ganz nett, aber so ein bisschen altmodisch das Rad. Ich mag ja lieber die Modernen, so wie meine Anna."
Ein paar Monate später saß ich dann an so einem "altmodischen" Rad von Herrn Leichtlen - und schon war ich begeistert und gefangen. Ja, die Optik ist die eines alten Rades - aber so ausgefeilt gebaut und technisch auf neuem Stand (Kugellager) - es ist das reine Vergnügen dieses Rad zu spinnen. Dann erfuhr ich nach und nach, mit welcher Liebe und besonderen Sorgfalt diese Räder gebaut sind.
Langer Rede gar kein Sinn - ich wünschte mir auch ein Leichtlen-Rad. Klar kann ich immer nur an einem Rad spinnen und ich bin immer noch hochzufrieden mit meiner Anna von Tom Walther. Doch das Leichtlen-Rad spinnt sich anders - andere Technik, andere Möglichkeiten.

Es ist gar nicht so einfach ein Leichtlen-Rad zu erwerben. Herr Leichtlen ist keine Firma, er nimmt keine Bestellungen an, er ist schon alt und baut Räder aus Begeisterung und so viel oder so wenig wie er kann und mag. Letztes Jahr in Backnang habe ich ihn kennen gelernt und ihm meinen Wunsch angetragen. Ohne etwas zu versprechen hat er den Wunsch und meine Adresse notiert.

Er war sehr krank, die Nachricht, dass er gar keine Räder mehr baue geistert durch das Netz. So ist es auch. Und doch hat sich für mich ein sehnlicher und großer Wunsch erfüllt. Und ich kann euch glücklich, stolz und verliebt meine Oliven-Esche präsentieren:



Die hübschen kleinen Kreisel gab es als Dreingabe.


Und natürlich habe ich schon gestern angesponnen - ein gut gehütetes Schätzchen von Melinoliesl erschien mir als besonders geeignet dafür - de witte hof op de warft.



Kindheitserinnerungen - auf die Alb

Gestern haben wir einen Ausflug gemacht und Hohenneuffen besucht.

Als Kind und Jugendliche war ich viele Jahre in Folge mit meinen Eltern auf der Schwäbischen Alb. Damals fand ichs oft langweilig, vor allem als ich älter war. Aber die Landschaft hat Spuren in meiner Seele hinterlassen - wenn ich heute dorthin fahre habe ich sofort ein vertrautes Gefühl. Es ist ein bisschen wie heimkommen.

So auch gestern - bei Merklingen kaum herunten von der Autobahn musste der Beste Ehemann an jeder zweiten Kurve die "ach-wie schön"-Seufzer ertragen. Auf dem Neffen sah es dann ein wenig unfreundlich aus - rundherum regnete es schon an vielen Stellen und die Wolken sahen recht unfreundlich aus. Trotzdem - ein bisschen Panorama gibts ja immer. Eines sogar mit Schafen!









Weben - nachgetragen: Tag 2 bis 4

Oje, der Mai ist schon fast um und ich schulde euch noch die weiteren Tage des Webkurses. Ich war an den übrigen Tagen wirklich rechtschaffen müde und konnte mich nicht mehr aufraffen Blogartikel zu schreiben.

Also hier Fotos und Kurzbericht über die übrigen drei Tage.

Tag 2
Bevor wir ans Werk gingen musste ein bisschen Theorie sein: Wie zeichne ich eine Webpatrone und was bedeuten die mir bisher unverständlichen Zeichen und Kürzel. Davor hatte ich im Vorfeld am meisten Respekt - aber siehe da, es ist gar nicht so schwer. Ich lerne sowas einfach besser über geduldig aufgedröselte Erklärung als aus einem Buch. Erfolg: abends konnte ich ohne Probleme die Patronen in meinem Webbuch entschlüsseln - Hurra!

Mit fertig gezeichneter Patrone für einen 4er-Köper an den Webstuhl.


Schneiden - die Kettenden sind gut abgebunden, so kann nichts davonhuschen. Jetzt kann ich die Schlinge aufschneiden.

Davor stand das Litzen zählen - denn einfädeln beginnt links und die Mitte sollte dann auch wirklich bei der Hälfte der Fäden sein. Bei 150 Fäden recht überschaubar - bei voller Webbreite ganz schön viel Zählerei. Die erste Litze ist hier schon belegt.



Und wieder ist Aufmerksamkeit gefragt - beim Köper ists ja recht leicht - 4 Schäfte und die Litzen der Reihe nach in Schaft 1 bis 4 verteilen. Trotzdem habe ich jedes Mal kontrolliert ob ich im richtigen Auge eingefädelt und keine Litze ausgelassen habe.

Alle Fäden verteilt


und hier auch bereits durch den Kamm gefädelt. Fehlt nur noch das Anbinden am Warenbaum. 


Das Einfädeln an sich ging mir recht flott von der Hand - ist ja im Prinzip nicht anders als am Rahmen und die Handhabung (wie geht der Faden am einfachsten durchs Loch) ist mir schon vertraut. Ebenso das Anbinden undKontrollieren der Kettfadenspannung.

Blieb noch das Anbinden der Tritte. Da habe ich mich dann  noch mal so richtig verhaspelt und musste noch einmal neu binden. 

Schaut im Rückblick gar nicht so aufwändig aus - aber wir haben den ganzen Tag gebraucht. So um 17.30 Uhr habe ich die Webschule verlassen und am nahen Klostersee entspannt unter blühenden Bäumen gesessen.



Tag 3
wir weben!

Spulen füllen - das macht richtig Spaß, so ein Spulenwickler ist ein schönes Spielzeug. Die gefüllte Spule wird dann in ein Schiffchen geklemmt - fertig und webbereit.

angewebt - Köper 


und Kreuzköper - das sieht im einfarbigen Teil schöner aus als mit viel Kontrast

Mein Favorit: Fischgrät. Nach den ersten Versuchen mit verschiedenen Möglichkeiten und Farben war die Aufgabe einfach Stoff zu weben und vielleicht eine erste Erfahrung mit dem "webflow" zu machen

Tag 4: Einfach weben, wenn möglich bis ans Ende der Kette. Dann Webstück abnehmen, Fransen knoten - und genießen!




Das Endprodukt ist ein ca. 25-30 cm breiter Musterschal, der im Moment dekorativ in meinem Arbeitszimmer hängt. Letztendlich werde ich wohl kleine Täschchen draus nähen.

Das Wochenende war zwar recht anstrengend - viel Input und Neues - aber auch sehr befriedigend. Wir haben wirklich ein langes Stück gewebt und jede konnte dabei ihre persönlichen Farbvorlieben ausprobieren. Die Stimmung im Kurs war sehr gut, die Kursleiterin sehr erfahren, geduldig und hat alle Fragen beantwortet, war stets hilfsbereit und ermutigend zur Stelle. Ihre Freude am Tun und am Weben war spürbar. 
Ich habe viel gelernt und vieles verstanden. Und natürlich wünsche ich mit jetzt einen kleinen Webstuhl. Wird noch ein bisschen dauern - das Sparschwein ist grad geleert worden - warum erfahrt ihr gleich.




5.5.16

Weben Tag 1 - kurzer Bericht

Wir sind schon ganz früh aufgestanden und losgefahren - und hatten eine fast leere Autobahn und eine wunderbare Fahrt nach Sindelfingen. Die kleine Stadt wie ausgestorben und wir fanden erst mal gar keine Café um noch zu Frühstücken. Also doch gleich ins Hotel und dort schnell gefrühstückt.
Und dann wars auch schon Zeit für die Webschule, die nur 7 Min. entfernt vom Hotel ist.

Wir sind zu sechst im Kurs - fünf Frauen und ein Mann. Wir sind alle echte Anfänger, auch wenn einige bereits einen Webstuhl zu Hause stehen haben.
Zuerst bekamen wir einen Rundgang durch das kleine Museum. Dabei wurden auch gleich viele Fragen zur Technik der Webstühle beantwortet.

Und dann durften wir gleich selbst tätig werden. Farben aussuchen für das Webstück. Wir weben nur einen schmalen Streifen - schließlich sollen wir nicht alle Tage mit Kette schären und bäumen verbringen. Also drei Farben für eine Kette mit ca. 150 Fäden und 3,5 Metern Länge.


Dann ging ans Schären - auf einem Schärbaum. Meiner war ein wenig widerspenstig und wollte sich nicht so recht drehen, ich musste also ziemlich viel schubsen. Ich will nicht wissen wie lange es dauert eine 10-Meter-Kette mit 800 Fäden zu schären - das dürfte selbst mit so einem Komfort-Werkzeug reichlich Geduld brauchen. Auch so verging schon Zeit bis wir alle fehlerfreie Fadenkreuze alle Fäden auf dem Schärbaum hatten.




Nächster Schritt: Fadenkreuze fixieren, Kette an den Schlaufen und im Verlauf abbinden. Anschließend abhäkeln. Das ging recht fix. 

Und jetzt erst an den Webstuhl. Ich webe auf einem Modell von Traub. (Im Werkraum habe ich einen richtig kleinen Webstuhl entdeckt, der würde glatt in mein Zimmer passen...).
Das Aufbäumen muss ich mir später selber noch mal in die einzelnen Schritte zerlegen. Jedenfalls ist es tatsächlich äußerst hilfreich das zu zweit zu machen, damit die Kette gleichmäßig gespannt ist. 
Was mir auf die Schnelle zum Aufbäumen einfällt: sorgfältig arbeiten und lieber alle Handgriffe zweimal kontrollieren. 

Die Kettenden sind auf dem Reedekamm verteilt - und seht ihr den Fehler? Da hab ich doch glatt ein Fach ausgelassen... War zum Glück leicht und schnell zu korrigieren.

Fadenkreuz fixiert

Morgen geht es weiter - Litzen fädeln, Tritte anbinden. Wir werden alle Köperbindung weben. Zuerst war ich enttäuscht, ich wollte doch so gern schön "richtige" Muster weben. Mittlerweile denke ich Köper ist vermutlich Herausforderung genug.

Ich werd jetzt die einzelnen Schritte noch mal nachlesen und mich ein wenig sortieren.


4.5.16

Dazwischen

"Wir brauchen einen Tag mehr" war das Fazit letztes Jahr nach unserem Freundinnen-Handarbeits-Wochenende. Also fuhren wir schon am Donnerstag in ein langes Wochenende nach Kochel. Vertrauter Ort, die immer gleiche Unterkunft im Stubencafe Giggerer. Auch dieses Jahr verwöhnte uns die Sonne auf dem Balkon, auch wenn wir auf verschneite Berge schauten - der Kälteeinbruch hat dort den Winter noch einmal zurückkehren lassen.
Wir waren einen Tag länger - und alle gefühlt weniger produktiv als die Jahre vorher. Dafür haben wir viel gesungen. Es ist ja schließlich kein Leistungscamp sondern ein Wollness-Wochenende.

Blick von Balkon auf den Jochberg - es war offenbar tolle Thermik, denn die dort startenden Gleitschirmflieger schwebten wie im Aufzug nach oben.



Apfelblüte

und ein ganzes Feld voller "Blutströpferl" 





Die Anna blickt zum Herzogstand

Tortenparadies!

Der Babypullover wurde fertig - gerade rechtzeitig, denn das erwartete Mädchen kam ein paar Tage vor Termin am Sonntag zur Welt. Ich habe endlich mal ernsthaft mit dem Mustersticken begonnen und eine erste Kachel "blackstitch" gestickt. Ein bisschen gesponnen und kaum mehr als vier Reihen am Heaven gestrickt...

Der Streifenpulli - hier in Kombination mit der Windelpopohose.

Nach drei Jahren bekam auch die Knubbeline endlich ihren Rock - dass dieser Kleinkram immer nicht auf die Nadel mag und dann geht es letztendlich ganz schnell...

Dazwischen liegt heute der Geburtstag des Jüngsten Sohns. 21 Jahre und damit "echt" volljährig! Es ist einfach unglaublich - es war doch gerade erst, dass wir mit dem kleinen Bündel aus dem Geburtshaus nach Hause gefahren sind, der Blondschopf die Familie durcheinander gewirbelt hat, im Spiel vertieft alles vergaß, so ungern zur Schule ging, so viel draußen unterwegs war, nicht still sitzen konnte... Jetzt ein junger Mann, ziemlich geduldig und ausgleichend, gewissenhaft und zuverlässig.

Also ist heute Tortentag und abends gibt es vor der Torte Suppe für alle Gäste - denn am Nachmittag hat quasi niemand Zeit... 




Warum dazwischen? Weil ich morgen ganz ganz früh nach Sindelfingen aufbreche und ein zweites langes Wochenende handwerkend verbringe. Ich mache einen Webkurs im Haus der Handweberei - 4 Tage auf dem Webstuhl mit Entwerfen, Schären, Bäumen, Verschnüren und allem was dazu gehört. Ich bin ganz aufgeregt und gespannt. Und freu mich sehr, dass der Beste Ehemann mich begleitet. Er geht derweilen ein wenig wandern, Segway fahren in Stuttgart und wird die freien Tage bei schönem Wetter genießen.





25.4.16

Mehr Planung - erstes Fazit

Ein Versuch Gewohnheiten zu verändern - das war eine der Ideen zu Beginn des Jahres.
Nahziel: Tage planvoller zu verbringen. Ich bin bei der Suche nach einem geeigneten Kalender (ja, ich bin wieder auf Papier umgestiegen) stolperte ich über Bullet-journaling. Die Idee gefiel mir, ich habe mich allerdings nur sehr oberflächlich damit auseinander gesetzt und sicherlich nicht alle Geheimnisse entdeckt. Entsprechend führe ich auch nur eine light-Version. Und das dann doch eher unregelmäßig - gar nicht so einfach neue Gewohnheiten zu etablieren.

Was habe ich bisher erfahren und erlebt?

  • es fällt mir ganz schön schwer sowohl den Kalender richtig zu führen als auch mein bulletjournal
  • weil mir planen schwer fällt, vor allem langfristiger zu planen
  • weil ich möglicherweise nicht sehr zielorientiert bin?
  • ich neige trotzdem dazu mir zu viele Aufgaben in den Tag zu packen
  • Prioritäten zu setzen, Aufgaben zu gewichten ist noch verbesserungswürdig 
  • wenn meine Tage besser strukturiert sind kann ich vertändelte Tage deutlich mehr genießen
  • Erfolgserlebnisse, die Befriedigung viel geschafft oder erledigt zu haben, sind ablesbar
  • Planung erstickt keineswegs meine Kreativität und ermöglich mir  mehr Konzentration und mehr Pausen!
Im Moment führe ich zwei Kalender - den elektronischen, der ein reiner Terminkalender geworden ist und in dem der Beste Ehemann auch seine Termine notiert - so sehen wir immer wo wir freie Zeit für gemeinsame Unternehmungen haben und Zeit für einander frei halten. Zusätzlich übertrage ich die Termine in den Papierkalender - ist zwar lästig aber notwendig, denn den benutze ich unterwegs häufig zum Nachschlagen. Ich genieße es, mit direkt zu den Terminen Notizen zu machen, die ich ohne einen Klick sehen kann. (Ich weiß, Notizen gehen auch im elektronischen Kalender, aber da muss ich den Termin immer erst anklicken und öffnen um die Notiz zu sehen - wie oft habe ich das schon übersehen/vergessen und stand ohne die nötige Vorbereitung, Unterlagen im Team/der Sitzung etc.) Und Papier ist einfach so viel schöner als Glasoberfläche, wie befriedigend ist es einen Stift zu führen, mit der Hand zu schreiben!

Mein Kalender bietet mir die Möglichkeit für eine Quartalsplanung - und das ist wirklich meine Schwäche. Da saß ich dann auch Ende März da und zermarterte mir das Hirn, was ich denn dort eintragen könnte. Was sind meine Ziele fürs nächste Quartal, was will ich erreichen, woran arbeiten?
Muss ich ja nicht machen - klar. Ich würde gern. Ist ja nicht so, dass ich keine Ideen habe, was ich so alles tun möchte. Nur diese zu ordnen, zu gewichten, ihnen einen Platz zu geben und sie stringent zu verfolgen ist für mich dermaßen ungeübt. 
Das ist jetzt auch ein Quartalsziel - über die Monate bis Juli mir ein wenig klarer werden, wo es im zweiten Halbjahr hingehen soll. Mal schauen, was entsteht.

Ich sehe das ganze als Übung, ohne Erfolgszwang. Ich bin erstaunt, wie vielfältig die Erfahrungen sind. Und nebenbei übe ich, mich nicht gedanklich zu bestrafen, wenn ich mal wieder tagelang vergessen habe das Journal zu benutzen oder im Kalender zu blättern.
Ich bin auf dem Weg, mal schauen wo es mich hinführt.


12.4.16

12 von 12 im April

Das ist doch ein guter Grund nach einigen Wochen Pause wieder mal zu bloggen.

Heute habe ich mit dem Handy fotografiert - es ist schon alt und die Qualität nicht so bestechend.


Leuchtend rote Tulpen begrüßen mich am Morgen. 


Sachen packen für die Arbeit - Bücher zurück geben, Frühstück und frischen Tee fürs Büro. 
Die Fotos aus der Arbeit fehlen - wie immer habe ich das fotografieren dort vergessen.


Also kommen wir gleich zum Salat am späten Mittag.


Dazu ein bisschen fachliche Lektüre - die neue Ausgabe kam heute mit der Post.


Kaffe mit einer winzigen Süßigkeit.


Und Strickwerk auf der Terrasse. Grüne und bunte Wollmeise für einen Babypullover.


Terrassenfugen auskratzen - kein Spaß. Jeden Tag ein paar Ritzen, so gehts ohne Kreuzschmerzen.


Endlich wieder Terrassenspinnen. Ihr seht, ich habe heute einen Sommernachmittag genossen.


Geerntet. Bärlauchblüten. Die Blätter stecken im Abendessen.


Spaghetti mit Rucola und Bärlauch


Der zuletzt gesponnene Strang ist trocken - ein Vorgeschmack auf Flieder, die Farbe passt perfekt.


Und dann zeige ich euch noch ein Schätzchen - Wasserwesen, vom wollkäferchen gefärbt. Ein Kuscheltraum in Lieblingsfarben.

Mehr 12von12 wie immer hier.