24.1.15

Tandaradi und Tandarada

Puh - was für ein Woche!

Letzten Sonntag Augen-Notfall bei meiner Mutter, deren Sehvermögen ja eh ziemlich zu wünschen übrig lässt. Also haben wir den Nachmittag in der Ambulanz der Augenklinik zugebracht. Das sind so Momente, in denen ich ausgesprochen glücklich bin über die Nähe zur Großstadt und die gute Versorgung mit Ärzten, Krankenhäusern und Notdiensten. Die Geschichte endete mit der stationären Aufnahme für mehrere Tage. Heute durfte sie wieder nach Hause - zum Glück ist das Restsehvermögen fast genauso gut/schlecht wie vor der Krise. Tanderadi!

So verging der Sonntagnachmittag also mit Klinikaufenthalt. Und der Ordner zur Vorbereitung der Weiterbildung lag bei meiner Rückkehr unberührt auf dem Tisch und wanderte von dort wieder in den Schrank - denn die restliche Woche war mit Arbeit und Terminen dicht.

Morgen feiert die Schwägerin Geburtstag. Ein bisschen was hatten wir ja schon vorbereitet - Bilder eingescannt und eine Diashow draus gemacht. Die Musik dazu fehlte noch - aber das funktionierte nicht ganz so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte. Denn iPhoto importierte die Titel leider nicht auf die gewünschte Art und Weise aus iTunes. Alles was ich dort gekürzt hatte erschien in der Diashow wieder in voller Länge. Bevor ich mal wieder  am dem laptop und meiner Unbeholfenheit am Computer verzweifelte sprang der mittlerweile angereiste Mittlere Sohn ein und montiert jetzt die ausgewählte Musik über einen Umweg passend zu den Bildern. Und zudem unterstützte er den Besten Ehemann und mich beim Dichten - Tanderada! So ist fast alles fertig für morgen.

Zum Stricken und Spinnen blieb wenig Zeit und Energie. Nur ein Paar Babysöckchen sind fertig geworden - und haben ohne Foto das Haus verlassen.

18.1.15

Liebe zu Büchern

"Merkst du das? Der Duft von neuen Büchern. Ungelesenen Abenteuern. Freunden, die man noch nicht kennengelernt hat, Stunden magischer Wirklichkeitsflucht, die auf uns warten"

Katharina Bivald - Ein Buchladen zum Verlieben.
Debütroman einer schwedischen Autorin, Buchhändlerin. Sie sagt: "Ich war nie in den USA, aber ich bin dort aufgewachsen. Mit Fannie Flagg, Annie Proulx, Louisa May Alcott und Marshall Grover. Das Ländliche Amerika war mir so nah wie die kleine schwedische Vorstadt, in der ich zufällig geboren wurde. Und ich wusste, dass ich eines Tages schreiben würde. Schon als Kind erzählte ich ständig Geschichten."

Diese Geschichte beginnt damit, dass Sara, arbeitslos gewordene schwedische Buchhändlerin, nach Broken Wheel in Iowa reist und Amy besuchen will, mit der sie eine Brieffreundschaft verbindet, die über einen Büchertausch entstanden ist. Als sie ankommt ist Amy gerade verstorben, aber die Menschen in dem kleinen und irgendwie aussterbenden Ort nehmen sie herzlich auf. Und Sara blüht auf dort - und macht mit Amys hinterlassenen Büchern einen Buchladen auf. Ihr Ziel ist es, für jeden und jede das passende Buch zu finden. Sie verändert nicht nur sich selbst sondern auch die Menschen im Ort. Als sie dort ankommt liebt Sara Bücher mehr als Menschen - am Ende ist sie verliebt und findet die Wirklichkeit doch schöner als alles, was sie in Büchern findet.
Eine Geschichte von der Liebe zu Büchern. Wurde mir sehr empfohlen als besonderes Buch, aber ich habe ein wenig gebraucht um damit warm zu werden. Jetzt, gerade fertig mit Lesen, finde ich es doch auch besonders - und irgendwie herzerwärmend.

14.1.15

Lieblinge

Seit der Tour de Fleece im letzten Sommer (und seitdem ich mich immer wieder mal mit anderen Spinnerinnen in München oder Rosenheim treffe) benutze ich meine Handspindeln wieder viel häufiger. Es ist einfach praktisch mehrere davon zu haben, so dass ich nicht immer gleich abwickeln muss, um wieder eine Spindel frei zu haben. Und dann diese schönen Hölzer!

Irgendwie hat jede Spindel ihren eigenen Charakter - geprägt vom Spindelbauer, vom Holz, der Form, dem Gewicht, Schaftlänge, Wirbeldurchmesser, Spindelart.
Ihr merkt schon - es ist eine neue Leidenschaft, sie sind einfach mehr als nur ein Werkzeug.

Zwei neue Lieblingsstücke haben zu mir gefunden, gekauft bei Herrn Locke, den ich auf dem Wollmarkt in Vaterstetten kennen gelernt habe. Dort hat es ein bisschen gedauert, bis mich eine seiner Spindeln überzeugt hat - jetzt ist sie eine meiner Liebsten. Und ich habe damit meine Freude an den Tiefwirtelspindeln entdeckt. Er verwendet nur einheimische Hölzer für seine Spindeln, was mir auch sehr sympathisch ist.


Beide Schönheiten auf einem Bild. Im Vordergrund die Tiefwirtelspindel aus Pflaumenholz, der Schaft ist aus Ahorn und mit 28cm ziemlich lang. Ich mag das - da passt viel Garn drauf und die Spindel lässt sich trotzdem noch gut anschnipsen oder andrehen. 
Was für eine wunderschöne zarte Maserung...



und von der anderen Seite, immer noch die Pflaume.


Das ist die Hochwirtelspindel aus Apfelholz, der Schaft ebenfalls aus Ahorn. Ein großer, sehr flacher Wirbel, sie ist 26g schwer.

Heute Nacht noch habe ich beide ausprobiert und angesponnen. Sie drehen schnell und leicht und ausdauernd. Ich spinne gern im Stehen - dafür sind sie wirklich super, sie drehen immer noch ganz flink, wenn sie den Boden schon erreicht haben. Dünne Fädchen wurden das, ganz von allein.

7.1.15

Reading Challenge

In irgendeinem Blog bin ich über diese Reading Challenge gestolpert. Letztes Jahr habe ich ja tatsächlich 50 Bücher gelesen. Das soll für mich zumindest aber kein Wettbewerb werden - Lesen ist ja teilweise quasi meine Arbeit, aber in erster Linie soll es mir Freude machen, dient mir zur Entspannung, zum Lernen, zum Lachen, um mich in andere Welten zu träumen.

Das erste Buch: female author (9), nonfiction (14), author I've never read before (43)

1. A book with more than 500 pages
2. A classic romance
3. A book that became a movie
4. A book published this year
5. A book with a number in the title
6. A book written by someone under 30
7. A book with nonhuman characters
8. A funny book
9. A book by a female author
10. A mystery or thriller
11. A book with a one-word title
12. A book of short stories
13. A book set in a different country
14. A nonfiction book
15. A popular author’s first book
16. A book from an author you love that you haven’t read yet
17. A book a friend recommended
18. A Pulitzer-prize winning book
19. A book based on a true story
20. A book at the bottom of your to read list
21. A book your mom loves
22. A book that scares you
23. A book more than 100 years old
24. A book based entirely on its cover
25. A book you were supposed to read in school but didn’t
26. A memoir
27. A book you can finish in a day
28. A book with antonyms in the title
29. A book set somewhere you’ve always wanted to visit
30. A book that came out the year you were born
31. A book with bad reviews
32. A trilogy (the first)
33. A trilogy (the second)
34. A trilogy (the third)
35. A book from your childhood
36. A book with a love triangle
37. A book set in the future
38. A book set in high school
39. A book with a color in the title
40. A book that made you cry
41. A book with magic
42. A graphic novel
43. A book by an author you’ve never read before
44. A book you own but have never read
45. A book that takes place in your hometown
46. A book that was originally written in another language
47. A book set during Christmas
48. A book written by an author with your same initials
49. A play
50. A banned book
51. A book based on or turned into a tv show
52. A book you started but never finished



Warme Hände

für die Schwägerin beim Orgelspielen. In Schwarz, damit die Pulswärmer auch Konzert-tauglich sind. Und aus schmuseweicher Merino-Wolle, Arroyo von malabrigo. Immerhin sind sie ja ein Geschenk zum runden Geburtstag, da darf es auch für eine simple Strickerei ein edles Garn sein.





Gelesen - über zufriedene Babys

Ich werde dieses Jahr versuchen die gelesenen Bücher nicht nur in der Liste zu notieren, sondern auch hin und wieder zu besprechen.

Das erste (fertig gelesene) Buch war eins, das mich für meine Arbeit mit Eltern interessierte. Ich bin immer auf der Suche nach Titeln, die ich guten Gewissens empfehlen kann - "Das Geheimnis zufriedener Babys" gehört ganz sicher dazu.
Nora Imlau (auch Redakteurin bei "Eltern") schreibt aus ihren eigenen Erfahrungen heraus, in einem sehr angenehmen Ton, liebevoll, ohne "Rezepte". Sie bestärkt Eltern in der liebevollen Zuwendung zu ihren Kindern, nimmt die Angst vorm Verwöhnen und regt dazu an, eigene Wege zu finden, die sich an den Bedürfnissen der Kinder und der Familien orientieren. Dabei geht es keineswegs um Selbstaufgabe zugunsten der Bedürfnisse der Babys - im Gegenteil. Sie macht Eltern Mut auch für sich selbst zu sorgen, ihre Grenzen zu spüren und anzunehmen und sie gegenüber ihren Kindern zu vertreten. Wer sich erschöpft, kann nichts mehr geben.

Mehr Rezensionen gibt es z.B. hier, hier und hier zu lesen.

5.1.15

Was wir so spielen

Wir sind eine Spielerfamilie und eine Zeit lang haben wir auch viele Spiele gekauft - also verfügen wir über eine ganz ansehnliche Spielsammlung. Heute kaufen wir nur noch vereinzelt neue Spiele. Die Söhne spielen auch ausgesprochen gern und nutzten unsere Spielsammlung mit. Außerdem sind der Mittlere und der Jüngste Sohn "Magic"-Spieler.

Gestern haben wir mit "Ausgerechnet Uppsala" begonnen. Der Beste Ehemann liebt es (und wie bei fast allen Spielen gewinnt er eigentlich immer). Da geht es darum mehr oder weniger bekannte Städte   nach den Himmelsrichtungen zu ordnen. Naja - ist nicht gerade eines meiner liebsten Spiele, zumal der Beste Ehemann sehr ernst nach den Regeln spielt. Gestern haben wir die ein wenig aufgeweicht und so ein bisschen mehr Spaß ins Spiel gebracht.

Den restlichen Abend haben wir mit "Times up" verbracht. In dieser Runde eines unserer liebsten Spiele - eine Art Personenraten in drei Runden. In der ersten Runde werden die Personen wortreich erklärt, dafür muss aber auch jede Karte erraten werden, bevor die nächste gezogen werden kann. In der zweiten Runde wird die Person nur noch mit einem Wort erklärt, in der dritten ganz ohne Worte pantomimisch. Dafür kann dann weitergeblättert werden, wenn einem die Worte oder Gesten fehlen. All das auf Zeit und wir spielen immer in zwei Teams.

Zu Weihnachten gab es außerdem in diesem Jahr das Tatort-Spiel - ein Quiz, mit wirklich speziellen Fragen, aber durch den Spielmodus auch den Chancen einräumt, die keine Tatort-Kenner sind.
Und Istanbul - ziemlich komplex und viel Material. Die erste Spielrunde hat ziemlich Zeit gebraucht, aber als wir es alle verstanden hatten spielte es sich recht flott. Ähnlich wie bei Siedler hat man viele Entscheidungsmöglichkeiten, wie der nächste Spielzug aussieht. Ich finds gut ausgewogen zwischen Glück und Strategie.

Häufig gespielt auch gifttrap (für größere Runden und nicht mit allen Menschen gleich lustig), Bluff, Ligretto - und wir treffen uns auch immer wieder zum Schafkopf.

4.1.15

Alles wieder auf Normal

Heute geht mein langer Weihnachtsurlaub zu Ende.
Der wunderschöne Schnee ist fast vollständig getaut und fort geregnet. Die Wege also wieder frei fürs Fahrrad, das morgen aus der Garage geholt wird.

Das Urlaubsende versüße ich mir noch mit schönen Dingen.
Gestern war ich zum Brunch mit ganz vielen Strickerinnen. Das war so schön, so viele wieder zu treffen - ich komme ja leider nur noch sehr unregelmäßig zu den wöchentlichen Stricktreffen. Ein genussvoller langer Vormittag in jeder Hinsicht. Die Pulswärmer für die Schwägerin wurden dort fast (und daheim dann ganz) vollendet. Und die beiden geheimnisvollen Päckchen verschenkt. Das war der Inhalt:



Auch der Bruder und die Schwägerin müssen wieder in den spanischen Alltag zurück und so waren wir alle noch einmal gemeinsam Essen. 

Und heute Abend wird gespielt. Schon seit vielen Jahren Tradition, dass wir uns mit zwei anderen Paaren in den Weihnachtsferien zum Spielen treffen. Die Kinder waren in der Grundschule in einer Klasse. Inzwischen treffen wir uns nur noch selten, die Spieltradition wird aber gepflegt. Und weil wir uns so selten sehen, brauchen wir erst mal Zeit zum Reden. Dazu kochen der Beste Ehemann und ich heute - Lachsfilet aus dem Ofen, dazu Wintersalat und wer mag Baguette.
Anschließend wird ausdauernd gespielt - und erfahrungsgemäß auch viel gelacht. Wunderbarer Ferien-Abschluss und Start in die erste Arbeitswoche des Jahres.




2.1.15

Suppen!

Ich esse für mein Leben gern Suppen. Cremige, dicke, gemüsige Suppen.

Heute diese hier - Selleriesuppe mit karamellisierten Äpfeln



Das Rezept stammt aus einem alten (2011) "Vegetarisch Fit"-Magazin.
Für 4 Personen brauchst du:
400g Sellerie
200g Staudensellerie
1 Zwiebel
2 (süße) Äpfel (bei mir säuerliche, andere habe ich nie daheim)
2 EL Butter
100 ml Sherry
500 ml Gemüsebrühe (ich habe etwas mehr genommen, aber vielleicht auch ein wenig mehr Gemüse)
200 ml Sahne
2 EL Zucker

Selleries, 1 Apfel und Zwiebel schälen bzw. putzen und kleinschneiden. Vom Staudensellerie die Hälfte zur Seite legen. Das Gemüse in 1 EL Butter andünsten (ca. 5 Min.) Mit Sherry ablöschen, Gemüsebrühe angießen und köcheln lassen, bis der Sellerie sehr weich ist (ca. 25 Min). Sahne dazu geben und alles pürieren.

Den zweiten Apfel schälen (meiner war ungeschält) und klein würfeln. Mit dem zur Seite gelegten Stundensellerie in dem zweiten EL Butter auf niedriger Stufe anbräunen. Zucker darüber streuen und karamellisieren lassen. Die Suppe damit anrichten.

Lasst es euch schmecken!


Qual der Muster-Wahl

Die Schwägerin braucht warme Finger. Sie ist Kirchenmusikerin, Orgelspielerin, Dirigentin - und wird diese Jahr fünfzig. Und weil die Konzertkleidung meist schwarz ist, kann sie die geliebten bunten Pulswärmer aus meiner Werkstatt dazu nicht tragen. Also stricke ich ihr schwarze Pulswärmer. Aus edler Wolle - malabrigo Arroyo, ganz weiches Merino-Garn. Das war einfach. Die Musterwahl eher schwierig. Ich suchte das Besondere - und stellte fest: aus schwarzem Garn irgendwie vergeblich, denn so unsichtbar. Und die Pulswärmer verdrehen sich so  am Arm- da sehen viele Muster auch nicht domschön aus (in meinen Augen). Und so landete ich bei etwas ganz Einfachem: