19.12.14

Dritte Adventswoche

Ich habe frei - so mehr oder weniger. Es war noch so viel Resturlaub übrig und der sollte nicht mit ins neue Jahr - also habe ich mir eine freie Vorweihnachtswoche gegönnt. Die Tage gemütlich gestartet - Adventskerzen angezündet, eine Stunde ans Spinnrad gesetzt.



Sterne gefaltet. Für die Schwiegereltern. Unsere eigenen Fenster sind dieses Jahr noch gänzlich unverziert.



Die restlichen unbedingt notwendigen Plätzchen gebacken. Und die unbedingt notwendigen sind so viele, dass es in diesem Jahr keine neuen Experimente gibt. Den Stollen habe ich in Stellenkonfekt verwandelt - sehr feine Möglichkeit für immer mal ein ganz kleines Stückchen Stollen. Aufs Früchtebrot habe ich ganz verzichtet - ich bin die einzige, die davon isst und wenn ich so spät erst backe wie in diesem Jahr esse ich bis Ostern Früchtebrot - wer mag das schon. Aufs produktbegleitende Fotografieren habe ich dauernd vergessen - minimale Dokumentation leider.




Geschenke bestellt bei Karin, die so schöne Glassachen macht. So schön kam meine Bestellung hier an, mit kleinen Maschenmarkierer-Herzen als Dreingabe. Was drin ist in den Beutelchen enthülle ich erst, wenn wie verschenkt sind. Und auch andere größere und kleinere Geschenke wurden bestellt und besorgt. Nur die Buchbestellung steht noch aus, wird aber morgen erledigt. Beim örtlichen Buchhandel natürlich. 


Und dann wurden viele kleine Gläser gefüllt mit Chutney und Marmelade. Auch vor allem zum Verschenken. Schön, dass ich dieses Jahr so viel Zeit hatte, in aller Ruhe in der Küche zu stehen.


Die Woche klingt aus mit Geburtstagsfeiern. Und mit schon mal ein wenig Einkaufen. 

Und um die Frage aus dem letzten Kommentar zu beantworten: wir fahren nicht den Schnee suchen - den vermisst hier niemand. Ich vielleicht ein ganz kleines bisschen, denn ich mag die klare Luft und das weiße Leuchten - für ein paar Tage. Wir bleiben daheim - der Bruder und Frau sind aus Spanien zu Besuch, der Mittlere Sohn kommt Weihnachten und bleibt bis Silvester - wir werden also viel Familienzeit haben.

16.12.14

Noch nicht gespendet

in diesem Jahr? Vielleicht verirrt im Dschungel der Spendenbriefe und -aufrufe?
Hier ist euer Geld gut angelegt.
Der Jüngste Sohn und der Freund haben mit ihrer Band BullsI ein kleines Weihnachtslied aufgenommen und werben damit um Spenden für die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz in München. Ich freue mich über ihr Engagement, denn die Stiftung hat den Beiden immer mal wieder die Möglichkeit gegeben bei Festen aufzutreten. So wollen sie wieder etwas zurück geben. Schöne Idee.

Hört mal rein, genießt den Weihnachtskitsch (und der Spendenaufruf kommt dann am Ende...)




Verein und Spendenadresse

30.11.14

Alltag

im November.
Es ist tatsächlich etwas ruhiger. Die Wochenenden sind zwar mit Ausflügen, aber kaum mit Arbeit belegt.
Ein paar Arztbesuche habe ich zum Jahresende endlich in Angriff genommen, auch den längst überfälligen Zahnarztbesuch. Leider muss ich wie befürchtet tatsächlich einen meiner Backenzähne opfern. Er wächst mangels Gegenbiss immer weiter nach unten und muss über kurz oder lang entfernt werden. Er ist schon lange nicht mehr heil und hat eine große Füllung - wenigstens ist es kein gesunder Zahn, der dran glauben muss.

Wir haben ein neues Auto gekauft. Also ein neues gebrauchtes, aber weniger gebraucht als unser Altes. Der Beste Ehemann wollte nur einen Termin zum Reifenwechsel ausmachen und dort sein Traumauto auf dem Hof entdeckt. Nur dass es Silber ist! Aber eine recht gute Gelegenheit und der Alte sollte eh über kurz oder lang ausgetauscht werden. Also die Ersparnisse gezählt, gut verhandelt, sich mit Silber angefreundet (der Mann) und dann den Kaufvertrag unterschreiben. So fahren wir jetzt einen silbernen Renault, mit Dieselmotor (erhöhte Aufmerksamkeit beim Tanken wegen der Umstellung vom Benzin-Zapfhahn auf den Diesel-Zapfhahn...) und - das macht ihn so besonders - einer Bose-Stereo-Anlage.

Trotzdem der November nicht so vollgestopft ist stolpere ich auch dieses Jahr wieder in den Advent. Es gibt keinen Adventskranz - die beiden verbliebenen Männer sind daran gänzlich uninteressiert, die Gärtnerei, bei der ich sonst immer eingekauft habe ist nicht mehr da und irgendwie war dann plötzlich Donnerstag und ich hatte immer noch nichts - also heuer so:



Inzwischen ein bisschen geschmückt mit gefundenen Zapfen und Beeren. Und das Tablett wird sich mit jedem Spaziergang mehr füllen - das gefällt mir gut.
Der "andere Adventskalender" wird mir helfen, mich täglich ein bisschen mehr auf Advent einzustimmen.

Einige Zeit habe ich mit der Vorbereitung des zweiten Moduls Weiterbildung verbracht. Die intensive Auseinandersetzung - diesmal mit frühkindlicher Bewegungsentwicklung und Spielentwicklung - ist immer wieder spannend. Jedes Mal entdecke ich etwas Neues und es ist eine Bereicherung für meine Arbeit in den Eltern-Kind-Gruppen.


Und was mache ich jetzt so, wenn es grad etwas entspannter zugeht? 
Ich habe mehr Zeit zum Lesen. Und zum Kochen - vor allem mal wieder Lust, neue Rezept auszuprobieren.


Asiatische Kürbissuppe mit frittiertem Gemüse und Besam

Dann eine neue Spindeln bei mir eingezogen, ein tibetische und eine russische - beide supported zu Spinnen. Damit beschäftige ich mich gerade - es klappt schon, kann aber noch verfeinert werden. Sollte auch hier mal wieder ein wenig Sonne sein - oder zumindest ein helleres Tageslicht werde ich die beiden Schönheiten auch fotografieren.
Stricken muss ich ein paar schon lange herumliegende angefangene oder fast fertige Stücke  vollenden wollen. Ich muss mich tatsächlich ein wenig zwingen zum Wollen, aber andererseits empfinde ich es grad als Last, dass hier Manches so lange herumliegt - und das ist nicht Wolliges.

Ein innenhäusliches Umzugsprojekt mag mit Schuld sein an diesem Empfinden - der Beste Ehemann und ich räumen das ausgebaute Dachgeschoss und der Jüngste Sohn wird dort hinauf ziehen. In diesem Zuge muss dort aber auch ein wenig renoviert werden - natürlich gestrichen, aber auch der uralte Teppichboden mit einem Holzboden getauscht werden. Es ist ein bisschen logistische Herausforderung bezüglich zwischenzeitlicher Einlagerung der Dinge, solange dort Boden verlegt wird. Wirklich in Angriff nehmen werden wir das erst nach Weihnachten, aber es ist hilfreich, wenn wir uns schon mal von Einigem trennen. Ach, was wir (vor allem ich) doch so alles ansammeln über die Jahre...
Wir werden dann den ersten Stock bewohnen - mein Zimmer, ein sehr kleines Schlafzimmer und der Beste Ehemann bekommt das große Zimmer, das gleichzeitig Arbeits- und Gästezimmer sein wird.



Ausflug

Der Spinntreff hat einen Ausflug gemacht, nach Litzldorf zu Schafwolle-Höfer. Wir haben nicht nur den Laden besucht, sondern wurden auch durch den Wollverarbeitungsbetrieb geführt - ein tolle Idee von Barbara.

Mein Interesse an technischen Geräten hält sich in Grenzen. Doch diese Maschinen haben mich fasziniert - sie sind schon alt und mechanisch - die Zahnräder, Spulen, Umlenkrollen, alles ist sichtbar. Der Junior-Chef zeigte uns die Verschiedenen Maschinen und Abläufe von der Ankunft der gewaschenen Wolle bis zum fertigen Garn. Es war ein schöner Austausch und er freute sich sichtlich über unsere Begeisterung und unser reges Interesse. Immerhin 30 Tonnen Wolle werden dort jährlich verarbeitet, nur von einheimischen Schafen aus der Region. Und die gibt es dann in zwei Garnstärken und zahlreichen Farben im Laden zu kaufen - regional und garantiert mulesingfrei - und erstaunlich weniger rau und kratzig als ich dachte.

Nach den großen Wollverarbeitungsgeräten schauten wir noch in die Handweberei, die Handspinnerei (dort wird die Wolle für die Teppiche gesponnen) und die Betten-Näherei. 
Das Paradies war aber das Wolllager mit den Kammzügen - Säcke voller Wolle in allen Farben. Und dort durften wir stöbern und aussuchen. Alle gingen mit einem großen mehr oder weniger bunten Sack Wolle nach Haus.

Der Laden ist zauberhaft und neben den schon erwähnten Garnen könnt ihr auch Stoffe, die gewebten Teppiche und Betten dort kaufen. Auch fertig Gestricktes gibt es - und Seifenstückchen. Das Personal ist freundlich, hilfsbereit und kompetent. 

Auf jeden Fall einen Ausflug wert und lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang oder einer kleinen Wanderung kombinieren.

In dieser Maschine wird die gewaschene Wolle zerrupft und zum Karrieren vorbereitet

Die große Kardiermaschine muss einmal in der Woche komplett gereinigt werden.

Hier wird Streichgarn gemacht


Spulen mit Streichgarn


Das fertige Garn wird gehaspelt

Webstuhl

Inspira

Das so schnell gesponnene Garn aus dem Swap lockte mich. Ich wollte es unbedingt auch gleich verstricken und der Inspira-Cowl (ravelry) schien genau das richtige Modell dafür zu sein.
Die Anleitung gibt es für drei Garnstärken, meine lag irgendwie ein bisschen dazwischen, aber die Maschenprobe war ganz nah dran - ein bisschen umgerechnet und losgestrickt.

Es strickte sich einfach wunderbar, ich konnte gar nicht mehr aufhören - immer wartend auf die neuen und nächsten Farben, die aus den Knäueln kamen. Schnell war sichtbar, dass trotz Rechnen der Cool nicht wie vorgesehen über die Schultern passen würde. Kurz überlegt und dann beschlossen, dass ich das sowieso nicht oft machen würde und ihn meistens im Mantel quasi als Schal tragen werde. Also passt das so genau. Nach einem Abend und ein wenig Strickzeit am Vormittag war er fertig - und vom Garn noch genug übrig, dass ich ein Paar Pulswärmer dazu stricken konnte.

Das Fotografieren hat dann Wochen gedauert - und auch jetzt gibt es ein Foto bei schlechtem Licht. Der Hochnebel will hier kaum mal weichen, es ist so richtig novembrig die meiste Zeit. Um so schöner, dass ich mir gegen Kälte und Feuchte und das Grau jetzt was Buntes anziehen kann!




7.11.14

Swaps for Scraps

Ich habe mal wieder bei einem Swap mitgemacht.
Diesmal haben 20 Teilnehmerinnen jeweils 2 Kammzüge in jeweils 20 Portionen geteilt, an die Organisatorin geschickt und die hat dann gemischt und jeder von uns 40 verschiedene kleine Faserstücke zurück geschickt. Ein wahrhaft bunter Strauß ist so bei mir angekommen und viele Farben, die ich sonst eher nicht im Vorrat habe.

Letztes Wochenende hatte ich endlich Zeit und Muße, habe alles auf dem Gartentisch bei gutem Licht ausgebreitet und hin und her geschoben. Am Ende wurden es dann ganz einfach zwei Farbreihen:


Ich wollte zweifädig zwirnen und einen nicht allzu dünnen Faden erhalten - also erst mal alle Stücke noch einmal etwa halbieren. Und dann habe ich Freitag spät Abends begonnen zu spinnen - und konnte gar nicht mehr aufhören. Samstag war Blaugrün fertig , aber die Neugier treib mich gleich wieder ans Rad und Sonntag badete dann bereits Gelb-Rot. Das Garn ist etwas dicker geworden als geplant - und deshalb wird es vielleicht doch nicht der ursprünglich angedachte Cowl. 

Und so sehen sie aus - Warm und Kalt



Und auch das Handspindelprojekt ist endlich endlich fertig geworden. Die Waldhexe liegt fertig gehaspelt und gebadet vor mir, ich muss noch die Lauflänge ermitteln und ein schönes Foto machen.

Die neu gekauften Spindeln haben mich sehr motiviert und so habe ich abends oft die Spindel in die Hand genommen anstelle der Stricknadeln - und irgendwie waren dann die letzten 70g schnell gesponnen. 

Aber dies hier – diese Spule voll mit dreifädig gezwirnter Wassernixe – ist doch wirklich eine Augenweide. Mich erinnert es an ein Bild von Seurat oder vielleicht auch Monet - diese Farben sind doch einfach eine impressionistische Mischung, oder?






12.10.14

Einladung


Singend

ins Wochenende um den Stücken fürs Konzert den letzten Schliff zu geben. Und wieder kollidierte der Wollmarkt in Vaterstetten mit einem anderen wichtigen Termin, seufz. Aber auf dem Heimweg von Miesbach fuhr der Beste Ehemann dann einen Schlenker über Vaterstetten und begleitete mich halbscharig interessiert über den Markt.

Ich wollte unbedingt zum Stand von DyeForYarn und endlich mal die Garne befühlen. Voll wars am Stand, aber ich habe alles mal beschmeichelt und mir einen Strang Merino/Silk in herrlichem Petrol gegönnt. Plan: ein Paar Handschuhe für mich.

Beim Schlendern dann zwei Mädchen gezeigt, was aus den schön geflochtenen bunten Kammzügen wird - die Spindel ist zur Zeit immer mit dabei. Eine der beiden war gleich ganz interessiert und ihr Vater muss wohl einen Kammzug kaufen und beim Spindelbasteln helfen.

Ich habe mir auch noch eine neue Spindel gegönnt - Herr Locke hat mich sein verbliebenes Spindelsortiment ausprobieren lassen. Es war ein sehr netter Austausch mit ihm und mir gefällt, dass seine Spindeln all aus einheimischen Hölzern sind. Mitgenommen habe ich dann eine Fußspindel aus Ahorn- und Robinienholz. Sie läuft wunderbar und ist mit 32g ein Mittelgewicht.



Motto-Backwerk

zum Star-Wars-Day in der Bibliothek.







23.9.14

Salzkammergut im Regen

Unser Urlaub endete im bekannten Quartier am Attersee. Wir freuten uns aufs Frühstück auf der sonnigen Terrasse mit Blick über den See - weit gefehlt. Terrasse und Balkon blieben uns verwehrt - es war kalt und hat ausdauernd geregnet. Erst am Abfahrtstag wurde das Wetter besser. Manchmal konnten wir nicht einmal das andere Seeufer sehen. Reichlich Zeit zum Lesen und Spinnen.

Schade für meine Mutter. Sie hat uns ein paar Tage begleitet und wir wollten so gern mit ihr die schönen Eindrücke teilen - so blieb vieles im Nebel. Aber wie wir hat sie die Gastfreundschaft des Hauses sehr genossen.

Einige Bilder habt ihr schon unter 12von12 gesehen, hier nur noch zwei Seebilder ganz unterschiedlicher Stimmung.

und dann gab es doch ein bisschen Abendsonne 

aber der nächste Morgen hüllte alles in Nebel

Die Gärten

Vor ein paar Tagen wollten die Bilder der Gärten von Trautmannsdorff sich einfach nicht hochladen lassen. Also neuer Versuch...

Wir haben Stunden dort verbracht - auch der Beste Ehemann, der eigentlich maximal eine Stunde bleiben wollte. Faszinierend schön!

Spinnennetz in Bambusrohr

Ist das einen Bananenblüte?




im Hexengarten

auch Hexengarten





Kapernblüte - bezaubernde Schönheit



Eva mit Paradiesapfel


Lotus - verblüht

19.9.14

Südtirol

Nach einer Woche Toskana verweilten wir auf dem Heimweg noch eine paar Tage in Südtirol. Die erste Nacht verbrachten wir in St. Pankratz im Ultental - ein wirklich wunderschönes Tal. Ganz im Talschluss bei St. Gertraud kann man ziemlich hoch hinauf fahren zum Weißenbrunner Stausee. Von dort aus nahmen wir einen Panorama-Weg - im Wanderführer als leichte Familientour beschreiben, was mich beinahe dazu verleitet hätte, mit den normalen Halbschuhen loszugehen. Was war ich froh, doch die Bergschuhe angezogen zu haben, sonst wäre es wirklich schwierig geworden. Ein schöner Weg, im Aufstieg und auf der Höhe ganz einsam, erst beim Abstieg trafen wir auf andere Wanderer. Herrlich Aussichten auf die umliegenden Berge und den See, der ganz blaugrün zu uns herauf leuchtete. Eine kleine feine Tour von der wir zeitig am Nachmittag wieder im Tal waren und uns in Dorf Tirol ein neues Quartier suchen konnten.





Die Nähe zu Meran war den Gärten von Trautmannsdorff geschuldet - ich wollte die schon lang mal besuchen. Der Beste Ehemann war ein wenig skeptisch - letztendlich haben wir beide mit großer Freude dort über fünf Stunden verbracht!