19.7.15

Streifzug

Verschenkt habe ich einen geführten Streifzug durch Maxvorstadt mit der Autorin Heidi Rehn. Näheres könnt ihr auch auf der verlinkten website nachlesen. Kurz gesagt bietet sie zu ihrem neu erschienenen Roman Tanz des Vergessens einen Spaziergang durch den Stadtteil von München, in dem ein Teil des Romans spielt. Sie erzählt dabei lebendig und mit profundem Wissen von der Geschichte in den Jahren 1919 bis 1924, führt an Schauplätze des Romans, beschreibt wie und warum sie Eingang in die Erzählung gefunden haben, liest Stellen aus dem Roman vor. Der Weg ist nicht sehr weit, der Spaziergang dauert nicht ganz zwei Stunden - aber wir waren nicht die ganze Zeit laufend unterwegs sondern sind auch viel stehen geblieben und haben zugehört.

Ich habe noch keinen Roman der Autorin gelesen, über diesen Streifzug bin ich in der SZ gestolpert - es war eine gute Empfehlung und hat der Freundin und mir viel Spaß gemacht. Und auch Lust, das Buch zu lesen (das ich mit dem Streifzug verschenkt habe - ich darf es mir bestimmt ausleihen.)

Wochenende

Immer noch ist es heiß heiß heiß. Aber zumindest war es die meisten Tage nicht so feucht-heiß und das vertrage ich einfach besser. So war mir zwar heiß und schwitzig aber nicht schwindlig.
Richtig Sommer eben.

Zum Radfahren ist es mir allerdings zu heiß und sonnig. Ich müsste immer in der größten Mittagshitze auf sonnigen Straßen von einem Arbeitsort zum anderen fahren - das sind doch über 10 km. Ich bin zu sonnenempfindlich dafür. Schade, denn morgens und abends wäre es einfach wunderschön.

Jetzt am Wochenende wechselte es allerdings zu feuchtheiß und schwül. Da genieße ich dann vormittags die schattige kühle Terrasse auf der Westseite des Hauses und bleibe über Mittag lieber drin.

Der Garten erfreut mich jetzt nicht mehr mit Himbeeren, aber mit herrlich blühender Hortensie und Funkie.




Die zweite Woche Tour de Fleece machte die zweite Spule voll - immerhin. Und ich habe begonnen zu  Zwirnen - da habe ich mich schon die ganze Woche drauf gefreut. Das fertige Garn gefällt mir auf der Spule schon gut. Endgültig zeigt es sich ja immer erst wenn es gewaschen ist und locker im Strang liegt, doch ich denke es wird richtig schön. Ob es sich allerdings für den Hanami-Shawl eignet für den ich es geplant hatte wird sich zeigen müssen. Es könnte zu unruhig sein sowohl in den Farben als auch von der Struktur her.




Im April begonnen, vorgestern fertig gestellt - wie können ein paar so kleine Söckchen (Größe 26) nur so lange auf den Nadeln liegen bleiben! 


Dann gibt es noch ein Bild vom Abschieds- und danke-für die Einladung-Strauß, den das Team gestern der Chefin überreichte - ich finde den wunderschön!


Und eines von meinem heutigen Mittagessen: Glasnudelsalat mit Erdbeeren und Hähnchenfleisch (Ersatz für nicht vorhandene Garnelen). Unglaublich wohlschmeckende Kombination von Koriander, Ingwer und Erdbeeren - sehr überraschend und eine Wiederholung wert.



12.7.15

zwölf von zwölf - a lazy sunday

Nach vielen Monaten mal wieder ein Beitrag zu 12von12 


Aufstehen und erst mal gießen

Die Ochsenherztomaten - in diesem Jahr richtig viele

tägliche Himbeerernte - es werden weniger

Tour de fleece - 1. Spule 

halbes Stündchen spinnen

und dann Frühstück mit dem Besten Ehemann und Lektüre

Liegestuhlen im Baumschatten mit Lektüre

ein bisschen Arbeit - Rechnung schreiben, den morgigen Vormittag vorbereiten

andere Lektüre, anderes Faserhobby

Die Pfefferminzschwemme nutzen - Sirup gekocht

Noch schnell die Wäsche abnehmen

und los zum Singen





on Tour 2

Am 4. Juli, gleichzeitig zur Tour de France, startete auch in diesem Jahr wieder die Tour de Fleece. Ich fahr auch diese Jahr wieder mit, im Team Spinnernetz. Dort ist es wunderbar entspannt und ich fühle mich nicht unter Druck.
Vorgenommen habe ich mir den neulich kardierten Berg Batts zu verspinnen


Erster Tag

Weitere Aufgaben für die Zeit:
Das eine oder andere aus dem Spinners Book of Garn Design ausprobieren.
Auf der supported Spindel üben.

Inzwischen habe ich 5 Batts versponnen, eine Spule ist voll, die zweite begonnen. Ich habe an zwei Tagen gar nicht gesponnen, weil ich schlicht quasi gar nicht daheim war und die Handspindel nur mit mir rumgetragen habe. Auch aus dem Buch habe ich noch nichts probiert.

Neben der Hitze, die mich letzte Wochenende wirklich gelähmt hat und die Fasern einfach nur an meinen Fingern kleben ließ, macht mir meine unwillige Brustwirbelsäule grad ein bisschen einen Strich durch die Rechnung. Am Freitag saß ich  mal mehr als eine Stunde am Spinnrad und büße das auch heute noch mit Schmerzen und einer gewissen Immobilität. Ich werde meine Spinnzeit am Rad also ein wenig zeitlich beschränken - schade, denn es lockt mich grade sehr und ich bin schon so gespannt aufs Zwirnen und wie das fertige Garn wohl aussehen wird. Ursprünglich war es ja für einen bestimmten Schal gedacht - ich bin gar nicht mehr sicher, ob es dafür nicht zu unruhig wird.

on Tour 1

Ohne Gejammer über oder Rechtfertigung wegen der langen Blogpause zeige ich euch einfach ein paar Bilder von unserem Kurzurlaub am Attersee. Es war wie immer sehr sehr schön und dieses Mal hatten wir auch  wieder tolles Wetter - es war so richtig Hochsommer. Trotz großer Hitze haben wir uns zu zwei Wanderungen und einem Stadtausflug nach Linz aufgerafft - aber der letzte Tag war dann Terrassien im Schatten mit Blick auf den See.


Rund um den Fuchses - eine lohnenswerte Wanderung. Nächstenmal mit Badeanzug im Rucksack...

Linz




Auf dem Westweg Richtung Unterach - Sommerfrische!

Zum ersten Mal mit dem Dampfer über den See - Blick nach Südwesten

Der Vollmond erklimmt den Gipfel des Höllengebirges

7.6.15

Strickwerke

Trotz hochsommerlicher Hitze stricke ich - entweder vormittags auf der Terrasse (die bei uns bis mittags im Schatten liegt) oder abends, wenn es etwas abkühlt und so wunderbar lang hell ist.

So ist auch endlich mal wieder etwas fertig geworden - ein Paar Pulswärmer aus Alpaka-Seide. Braucht Frau grad gar nicht. Aber ich bin dann immerhin vorbereitet für kalte Tage.
Sie sehen richtig edel aus - die Seide zaubert sanften Glanz und das Grau ist wunderbar dezent. Das Muster ist eine freie Anleitung von Drops und war ganz einfach, nachdem ich die Maschen so auf den Nadeln verteilt hatte, dass die Abnahmen nicht immer wieder zwischen den Nadeln auftauchten. 50 Maschen, Rapport von 10 Maschen - dann ist die Maschenzahl eben nicht auf allen Nadeln gleich, aber es strickt sich deutlich leichter.
Von diesem schönen Garn habe ich jetzt noch 5 Knäuel übrig - es ist Babyalpaka-Seide von Drops, eine tolle Qualität. Die Farbe ist allerdings so gar nicht meine und deshalb vertausche ich sie gern, falls jemand meiner Leserinnen Bedarf hat. Einfach im Kommentar oder per mail bei mir melden. Ich habe einfach schon zu viele Garne, für die ich mühsam nach Verwendung suchen muss - es wird Zeit, dass ich mich da von einigen trenne.


Drunter liegt ebenfalls Alpaka -Seide, schon vor einiger Zeit gesponnen und dafür habe ich schon lange "Muir" im Auge. Heute habe ich also den Strang gewickelt und angeschlagen. Noch ist nicht viel zu sehen außer dem türkisen Hilfsfaden für den provisorischen Anschlag. Das Muster ist komplex und ich klebe mit den Augen am Chart. Da bin ich mal wieder dankbar für mein iPad, auf dem ich den Chart beliebig vergrößern und die gerade benötigte Zeile farbig unterlegen kann. Besser als jede Magnettafel. 

Das Spinnrad durfte heute auch auf die Terrasse. Die Veilchen-Batts sind komplett versponnen. Das erste Batt habe ich so wie es war verwendet. Es war eines der ersten, die ich auf der Kardiermaschine gekurbelt habe und es war viel zu dick, die beiden anderen auch. Die Fasern hatten sich nicht gut vermischt und es war mühsam zu spinnen, weil so viele Schlingen drin waren und so große Batzen von der Schappe-Seide. Also habe ich die beiden anderen Batts einfach noch mal kardiert, die ließen sich dann viel leichter spinnen. Nach längerem Betrachten habe ich mich für einen Fremd-Zwirnpartner entschieden - miteinander verzwirnen konnte ich mir nicht so gut vorstellen. Der erste Kombinationsversuch mit einer Blauholzfärbung gefällt mir ganz gut. Der zweite Versuch mit einem mehrfarbigen Bfl-Bambus Kammzug weniger - er ist so hell durch den Bambus und das ist mir zu unruhig. Der Faden aus den Batts verliert dadurch viel von seiner Wirkung.


Anna braucht mal wieder eine Wäsche. Meine Fußabdrücke sind grad wieder deutlich zu sehen - ich spinne immer barfuß.


Der Veilchen-Single


verzwirnt mit der Blauholz-Färbung

und mit dem mehrfarbigen Single (der einfach überwiegend weiß erscheint).

Die Blauholz-Färbung ist mir ein wenige angeflitzt, das Spinnen entsprechend mühsam, weil ich alles auseinander ziehen, auffluffen und vorziehen muss. Vielleicht wandert der Kammzug ja noch durch die Kardiermaschine.




2.6.15

Mohn

Ich liebe meine Mahnstauden. Sie wachsen im eher unscheinbaren Vorgärtchen (und das ist keine unpassende Verniedlichung, es ist wirklich nur ein winziges Gärtchen) und blühen ach den Pfingstrosen und vor dem Frauenmantel. Diesmal trotzten sie unzähligen kalten Regentag und entwickelten dabei unzählige Knospen. Ich dacht schon sie würden am Stengel verfaulen ohne sich zu öffnen - doch siehe da - ein bisschen wäre und Sonne und schwupps platzten sie aus den Knospen und leuchten.




Inzwischen blüht auch die zweite Staude in zartem Rosa. Ein Traum.

20.5.15

Wetter

20. Mai. Tageshöchsttemperatur 8° C, Dauerregen.

Den Tisch für das Freundinnen-Treffen morgen reserviert. Als wir den Termin ausgemacht haben träumten wir von einem Treffen unter blühenden Kastanien. Sie blühen auch, aber wir werden sie dann doch durchs Fenster betrachten.

Die Pfingstrosen im Garten blühen auch - den regenschweren Kopf in Bodennähe.
Ein paar Bilder aus meinem wildwuchernden Vorgarten.






Major Claus (Völlig lahmgelegt) - Bahnstreik 2015 – Das Leid der Loks

Die wahren Leidtragenden des Bahnstreiks - sind die Lokomotiven.



17.5.15

Bloggen - oder doch nicht?

Puh - die Abstände zwischen meinen Posts werden immer größer. Was dazu führt, dass ich mir genau die obige Frage mehrere Tage lang stelle, bevor ich mich dann hinsetze um hier mal wieder etwas zu schreiben. Je länger die Pause desto schwieriger jeder neue Eintrag.

Tatsache ist - ich schreibe immer noch gern. Allerdings ist mir manchmal gar nicht mehr so klar, über was ich hier eigentlich schreiben will. Als ich zu bloggen begann ergab sich so eine leichtfüßige Mischung aus Familiencontent und Handarbeiten vermischt mit ein klein wenig Berufstätigkeit.
Mit dem Erwachsenwerden und Auszug der jüngeren Familienmitglieder blieb der Familiencontent immer mehr auf der Strecke - ersatzlos.
Und jetzt? Ich bin noch ein wenig auf der Suche.

Also gibt es nach gefühlt Wochen einen Überblick über das, was hier so gestrickt und gesponnen wurde.

Ich schulde noch Bilder von der Jacke Aiolos. Sie ist wie erwartet ein echtes Lieblingsstück geworden, trägt sich ausgesprochen angenehm und ist bisher erstaunlich pflegeleicht. Sie verzeiht zusammengeknüllt im Rucksack transportiert werden ebenso wie über dem Bügel hängen. Sie ist nicht ausgeleiert und bisher entdecke ich auch kaum Pilling.




Nach dem großen Projekt ist ein bisschen die Luft raus und ich stricke an mehreren kleinen Projekten herum. Fertig geworden sind einige Kindersocken aus Resten - schnelle Projekte, einfach mitzunehmen und ohne Nachdenken zu stricken. 

Im Bemühen meinen Vorrat endlich zu verkleinern (Backnang hat mich da zurückgeworfen...) suche ich immer mal wieder im Keller herum, was ich denn als nächstes angehen kann. Dabei bin ich  über die Babyalpaka Silk von Drops gestolpert, die ich mal für ein Wunschprojekt meiner Mutter gekauft hat und die ihr dann nicht gefiel. Hellgrau - gar keine Farbe für mich. Aber einfach ein wunderschönes Garn. Schimmernd, weich und irgendwie schwer durch die Seide. Jetzt habe ich ein Knäuel in Arbeit genommen für ein Paar Pulswärmer. Das Muster habe ich schon ein paar Mal gestrickt, ich mag es einfach gern und es ist leicht zu merken. Der erste ist schon fertig. Tatsächlich kuschelweich (obwohl mich Alpaka manchmal einwenig stichelt - hier nicht). Das wäre wunderbar für ein Tuch geeignet denke ich. Vielleicht sollte ich die übrigen Knäuel färben?


Die im letzten Post gezeigten Wasserfarben sind mittlerweile fertig versponnen. Ich habe recht dünn gesponnen und zweifädig gezwirnt. Ich wollte Lacestärke erreichen, aber mich verlässt dann doch immer die Geduld und ich lasse den Faden gedankenverloren ein wenig dicker werden. Dann bemerke ich das und fahre zurück auf dünnes dünnes Fädchen - und so habe ich den Kammzug im Wechselspiel versponnen und jetzt etwas zwischen Lace und Fingering erreicht. Was aufgegangen ist ist der Plan, den Farbverlauf des Kammzugs zu erhalten - von hellem Flieder über Blautöne zu Grün. Es sind insgesamt gut 800 Meter, reicht für ein schönes Tuch.


Ich wollte unbedingt die 200g auf eine Spule zwirnen - am Ende musste ich doch aufgeben und der kleine Baby-Strang mit 25g schmeichelt sich jetzt oben auf den dicken Strang. 

Es könnte mehr sein was hier entsteht. Meine Muskeln machen mir da grad einen Strich durch die Rechnung. Der Rücken, unten hohl und oben rund, beschwert sich über jahrelange Missachtung dieser spiegelverkehrten Haltung. Wenn ich versuche oben weniger rund zu sein schaffe ich gar keinen Ausgleich - unten wird es dann gleich noch ein wenig hohler. Im rechten Arm beschwert sich auch irgendwas - vermutlich die Bizeps-Sehne. Meine Abneigung gegen Arztbesuche hat viel dazu beigetragen, dass ich diese beiden Baustellen so lange unbehandelt mit mir rumtrage. Nicht unbeachtet, aber ohne so recht zu wissen, was tun. Jetzt habe ich mich also aufgerafft und tatsächlich immerhin mal ein Rezept für Behandlungen bekommen. Eine Bekannte, die eine ausgezeichnete Physiotherapeutin ist, behandelt mich jetzt. Ich leiste mir damit Luxus - denn sie behandelt mehr, als auf dem Rezept steht und ich werde ordentlich zuzahlen müssen (abgesprochen).  Es tut mir unglaublich gut. Die Behandlungen sind oft schmerzhaft (nachlassender Schmerz ist so entspannend!), aber wirkungsvoll und außerdem gibt es viel Hilfe zur Selbsthilfe. Ich arbeite an meiner Disziplin die gezeigten Übungen auch möglichst  täglich daheim auszuführen.

Langer Rede kurzer Sinn: Stricken und Spinnen sind eher kontraproduktiv, Computer auch. Sowohl Arzt als auch Physikfrau sahen aber schnell ein, dass völlige Abstinenz eher ausgeschlossen ist. Den Computer brauche ich in der Arbeit, bei meinen Kursen muss ich frei auf demBoden sitzen (ich weiche jetzt schon zeitweise auf den großen Ball aus) und ohne Spinnen und Stricken steht meine Ausgeglichenheit auf dem Spiel. Also: ein wenig Selbstbeherrschung und reduzierte Spinn-und Strickzeit. Und ich übe und probiere bei beiden Tätigkeiten mehr "Haltung" einzunehmen. Schließlich will ich mein Hobby noch möglichst lange ausführen.



25.4.15

Und schwupps

ist Ende April. Die Zeit fliegt. Es scheint mir, als flöge sie in diesem Jahr noch schneller als sonst und mein Bemühen, inne zu halten, mehr den Augenblick zu leben und zu genießen kann den Flug nicht bremsen.

Und so ist der April vergangen:

Ich habe zum ersten Mal das Backnanger Wollfest besucht. Was für ein wunderschöner gelungener Tag.  In ausgesprochen netter Begleitung habe ich alle Stände mehrfach besucht, Garne befühlt und Farbenpracht bewundert, Herrn Leichtlen kennen gelernt und seine Spinnräder und anderen Drechselarbeiten bewundert - und am Ende dann tatsächlich Entscheidungen getroffen und Wolle gekauft.
Den ganzen Tag habe ich den Foto im Rucksack mit herumgetragen - und kein einziges Foto gemacht. Nur die Einkäufe kann ich euch zeigen.


Ein Lacegarn, von Spinnig Martha gefärbt, eine Merino-Seiden-Mischung - und das Blau ist deutlich dunkler als auf dem Foto und ein bisschen matt. Drin steckt eine Holznadel von Holz und Stein, die meine Strickjacke verschließen kann.


Wollerey-Garne wollte ich schon ganz lange mal befühlen und ich bin mit dem Vorsatz nach Backnang gefahren, dort Garn für ein Projekt auszusuchen und zu kaufen. Bei der ersten Runde war ich dann förmlich erschlagen von den Farben und Möglichkeiten. Mit Unterstützung meiner Begleiterinnen und von Frau Wollerey konnte ich eine Auswahl treffen und aus obigen Farben wird eine Kuscheljacke.

Außerdem habe ich noch ein paar Farben bei Tanja von spinnertundgewollt ausgesucht - und der Verführung ihrer Kammzüge widerstanden. Meine Kisten sind voll - ich muss einfach erst mal was verarbeiten, bevor ich wieder einkaufe.

Die Woche danach stand ganz im Zeichen Vorbereitung für das nächste Modul der Weiterbildung. Wie gut meine Kollegin und ich schon aufeinander eingespielt sind zeigte sich in der Leichtigkeit, mit der wir in ganz kurzer Zeit unser beider Vorbereitungen und Gedanken miteinander kombinierten und abstimmten. Und auch diesmal war es eine gelungene Zusammenarbeit und ein sehr befriedigendes Arbeiten. Das vorletzte Modul - ambivalente Gefühle zwischen - puh, geschafft! und schade, vorbei.



In der Bibliothek ist grad viel los - der April hat viele Veranstaltungen und Sondertermine. Er endet für mich nächste Woche mit einem Abenddienst bis 22.00 Uhr - XXL-Lernen - die Bibliothek bleibt Abends länger geöffnet, um AbiturientInnen ungestörtes Lernen zu ermöglichen. Ich bin schon sehr gespannt, ob und in welchem Umfang diese Angebot angenommen wird. 

Das Grüne ist fertig gesponnen und gezwirnt. Danach habe ich mir BFL und BFL/Seide in Natur aufs Rad geholt, also ungefärbt. Die Haptik ist einfach eine ganz andere und es spinnt sich auch anders als die gefärbten Garne. Auch schon fertig - je eine Spule gesponnen und miteinander verzwirnt. Und so habe ich noch gestern ein altes Schätzchen aufs Rad geholt - eine meiner ersten Kammzugfärbungen auf BFL/Seide. Sieht äußerlich ein bisschen verklebt aus, lässt sich aber wunderbar ausziehen und dünn spinnen. Ich hätte den Kammzug einfach nach dem Färben gleich ein bisschen auffluffen müssen - das war mir damals noch nicht klar. Ich hatte ihn nach dem Schleudern einfach auf die Leine gehängt zum Trocken. 




 Diese Wochenende steht ganz im Zeichen Spinntreffen - heute bei mir zum gemeinsamen frühstücken und spinnen und kardieren. Wie schön, dass das Wetter vormittags noch mitspielte und wir draußen kardieren konnten - ein kleiner Berg Unterwolle vom Collie, was für ein Flausch. Wir mussten grad schauen und aufpassen, dass die Windböen den zarten Flaum nicht davonbliesen.

Und morgen fahre ich nach Tutzing mit meiner Anna und spinne weiter an den Wasserfarben.

Dazwischen liegt schon wieder Vorbereitung für das letzte Modul der Weiterbildung, das sich mit Umgang mit Konflikten beschäftigt - spannend und herausfordernd. Ich freu mich drauf.