15.8.11

Gelesen

Ingrid Strobl: Ein Raum für mich. Wo Frauen zu sich selbst finden.
Das Bedürfnis nach einem eigenen Raum in unserem Haus treibt mich immer wieder mal um - auf der Suche nach der Möglichkeit des Rückzugs, dem Bedürfnis, mal eine Tür hinter sich zumachen zu können und das nicht nur auf der Toilette oder beim Besuch der Badewanne, sondern in einem Raum, den ich für mich gestaltet habe. Dabei hin und her gerissen zwischen der Sehnsucht nach diesem Raum und dem Bedürfnis meinen Kindern diesen Raum nicht vorzuenthalten. Geboren aus der eigenen Erfahrung, auch als Jugendliche das Zimmer mit der Schwester teilen zu müssen und ständig auf der Suche nach Rückzugsmöglichkeiten zu sein. Da fiel mir dieses Buch in die Hände. Die Autorin versammelt darin die Aussagen von Frauen zwischen 16 und 68 Jahren, die sie zum Thema interviewt hat. Vor allem in den ersten Kapiteln zu Kindheit und Jugend und dem ersten eigenen Zimmer nach dem Auszug von zu Hause fand ich mich wieder - es tut doch immer wieder gut, festzustellen, dass man mit Erfahrungen und Empfindungen nicht allein ist. Für die späteren Jahre gab es für mich nicht viel zu entdecken, auch da überschneiden sich manche Erfahrungen. Aber es gab wenig Neues zu entdecken und auch wenig Inspiration, wie ich innerhalb einer Familie Räume finde. Fazit - ganz nette Lektüre, angenehm zu lesen, hat mich aber auf dem Weg zum eigenen Zimmer nicht wirklich weiter gebracht.

Amor Towles: Eine Frage der Höflichkeit.
Auf dem Buch als "Gesellschaftsroman à la Fitzgerald" angekündigt - was ich nicht wirklich beurteilen kann, da ich nicht so eine Kennerin Fitzgeralds bin. Die Geschichte spielt in den 30er Jahren in New York - eine Junge Frau erzählt ihre Erlebnisse eines Jahres mit Freundschaft, Liebe, Arbeit und Feiern. Ich fand es gut und flüssig zu lesen, atmosphärisch und schlüssig. Ich konnte mich gut in Lebensgefühl und Personen einfühlen - eine angenehme Lektüre für einen verregneten Tag.

1 Kommentar:

  1. Manche Bücher schaut man sich gerne an, schmökert ein wenig. Und dann sind sie vergessen. Oder man liest, findet sie ganz nett, aber man würde sie nicht ein zweites Mal lesen.

    Kommt auch vor. Aber, um das festzustellen, muss man erst mal lesen.

    Doch hin und wieder begegne ich auch einem Buch, das mir so gefällt, dass ich es auch mehrfach lese.

    Wünsch dir eine gute Woche, Brigitte

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