29.5.16

Weben - nachgetragen: Tag 2 bis 4

Oje, der Mai ist schon fast um und ich schulde euch noch die weiteren Tage des Webkurses. Ich war an den übrigen Tagen wirklich rechtschaffen müde und konnte mich nicht mehr aufraffen Blogartikel zu schreiben.

Also hier Fotos und Kurzbericht über die übrigen drei Tage.

Tag 2
Bevor wir ans Werk gingen musste ein bisschen Theorie sein: Wie zeichne ich eine Webpatrone und was bedeuten die mir bisher unverständlichen Zeichen und Kürzel. Davor hatte ich im Vorfeld am meisten Respekt - aber siehe da, es ist gar nicht so schwer. Ich lerne sowas einfach besser über geduldig aufgedröselte Erklärung als aus einem Buch. Erfolg: abends konnte ich ohne Probleme die Patronen in meinem Webbuch entschlüsseln - Hurra!

Mit fertig gezeichneter Patrone für einen 4er-Köper an den Webstuhl.


Schneiden - die Kettenden sind gut abgebunden, so kann nichts davonhuschen. Jetzt kann ich die Schlinge aufschneiden.

Davor stand das Litzen zählen - denn einfädeln beginnt links und die Mitte sollte dann auch wirklich bei der Hälfte der Fäden sein. Bei 150 Fäden recht überschaubar - bei voller Webbreite ganz schön viel Zählerei. Die erste Litze ist hier schon belegt.



Und wieder ist Aufmerksamkeit gefragt - beim Köper ists ja recht leicht - 4 Schäfte und die Litzen der Reihe nach in Schaft 1 bis 4 verteilen. Trotzdem habe ich jedes Mal kontrolliert ob ich im richtigen Auge eingefädelt und keine Litze ausgelassen habe.

Alle Fäden verteilt


und hier auch bereits durch den Kamm gefädelt. Fehlt nur noch das Anbinden am Warenbaum. 


Das Einfädeln an sich ging mir recht flott von der Hand - ist ja im Prinzip nicht anders als am Rahmen und die Handhabung (wie geht der Faden am einfachsten durchs Loch) ist mir schon vertraut. Ebenso das Anbinden undKontrollieren der Kettfadenspannung.

Blieb noch das Anbinden der Tritte. Da habe ich mich dann  noch mal so richtig verhaspelt und musste noch einmal neu binden. 

Schaut im Rückblick gar nicht so aufwändig aus - aber wir haben den ganzen Tag gebraucht. So um 17.30 Uhr habe ich die Webschule verlassen und am nahen Klostersee entspannt unter blühenden Bäumen gesessen.



Tag 3
wir weben!

Spulen füllen - das macht richtig Spaß, so ein Spulenwickler ist ein schönes Spielzeug. Die gefüllte Spule wird dann in ein Schiffchen geklemmt - fertig und webbereit.

angewebt - Köper 


und Kreuzköper - das sieht im einfarbigen Teil schöner aus als mit viel Kontrast

Mein Favorit: Fischgrät. Nach den ersten Versuchen mit verschiedenen Möglichkeiten und Farben war die Aufgabe einfach Stoff zu weben und vielleicht eine erste Erfahrung mit dem "webflow" zu machen

Tag 4: Einfach weben, wenn möglich bis ans Ende der Kette. Dann Webstück abnehmen, Fransen knoten - und genießen!




Das Endprodukt ist ein ca. 25-30 cm breiter Musterschal, der im Moment dekorativ in meinem Arbeitszimmer hängt. Letztendlich werde ich wohl kleine Täschchen draus nähen.

Das Wochenende war zwar recht anstrengend - viel Input und Neues - aber auch sehr befriedigend. Wir haben wirklich ein langes Stück gewebt und jede konnte dabei ihre persönlichen Farbvorlieben ausprobieren. Die Stimmung im Kurs war sehr gut, die Kursleiterin sehr erfahren, geduldig und hat alle Fragen beantwortet, war stets hilfsbereit und ermutigend zur Stelle. Ihre Freude am Tun und am Weben war spürbar. 
Ich habe viel gelernt und vieles verstanden. Und natürlich wünsche ich mit jetzt einen kleinen Webstuhl. Wird noch ein bisschen dauern - das Sparschwein ist grad geleert worden - warum erfahrt ihr gleich.




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