Der März endete mit einem grandiosen Wochenende in Kochel mit ebenfalls wollsüchtigen Freundinnen. Es war die gelungene Mischung aus schönem Wetter einem Balkon, gutem Essen, noch besseren Gesprächen, reichlich Spaß und Lachen - und dabei immer einen Faden zwischen den Fingern. Ich habe hauptsächlich gesponnen und nur ein wenig gestrickt.
Eine Wiederholung haben wir schon beschlossen, gleiches Quartier, größere Wohnung. Und die Frage ist nur noch, ob wir wirklich ein Jahr warten sollen...
Der April verwöhnte uns in der ersten Woche noch einmal mit reichlich Sonne und Wärme. Ich musste gefühlt gar nicht so viel arbeiten - eigentlich nur ein zusätzlich freier Nachmittag - und war viel draußen. Ich habe meine Stadtfahrten wieder aufgenommen. Das Rad gab rätselhafte Schleifgeräusche von sich und ich konnte den Entstehungsort einfach nicht finden. Am Wochenende dann löste sich das Rätsel, weil das Teil offenbar noch mehr Schaden nahm und begann zu klappern: es ist die Scheibe, die verhindern soll, dass das ganze Kettenfett auf Speichen und Nabe spritzt. Die Halterung ist gebrochen und jetzt bewegt die Scheibe sich munter mit. Also kurze Radfahr-Pause, bis das repariert ist.
Entscheidungsprozesse dauern bei uns manchmal etwas länger, zumal wenn sie mit hohen Investitionen verbunden sind. Die Dachisolierung war da eher eine Ausnahme.
Schon im Spätsommer haben wir Angebote für eine neue Heizung eingeholt. Die alte ist mittlerweile ca. 28 Jahre alt und ich zittere jeden Winter, dass sie bitte noch grad am kältesten Tag endgültig versagt. Sie lief und lief, einigermaßen regelmäßig gewartet und mit einem einmaligen Austausch von Steuerung und Pumpe eigentlich störungsfrei. Trotzdem - sie ist alt, seufzt und stöhnt und verbraucht unzeitgemäß viel Energie.
Kombination mit Solartechnik und Holzofen mit Wassertasche wurden durchdacht, geprüft und durchgerechnet - und dann doch beiseite gelegt. Kosten und Nutzen stehen in ausgesprochen schlechtem Verhältnis und eigentlich knabbern wir schon an der Investition für die Heizung - schade. Ich hätte mir ein Stück weniger Abhängigkeit von einer Heizquelle gewünscht und träumte schon von dem gemütlichen Ofen.
Dann wurde es Winter, die Heizung war noch nicht bestellt und es dauerte mit unserer Entscheidung bis Anfang April. Aber jetzt ist klar, was es wird und wer es macht - gestern war der Energieberater da, der Antrag auf Zuschuss ist eingereicht. und wenn alles gut geht wird Anfang Mai umgerüstet.
Der Jüngste Sohn rüstet sich allmählich fürs Abitur. Die letzte Klausur ist geschrieben (gestern), bisher sieht es aus, als hätte er alle Hürden geschafft, die eine Zulassung zu den Prüfungen verhindern könnten. Ein bisschen Coaching gibt es noch in Deutsch, für Mathe und Englisch fühlt er sich schon ganz gut gewappnet. Erdkunde will noch gelernt werden.
Ich bin inzwischen ganz zuversichtlich, dass er alles bestehen wird.
9.4.14
25.3.14
Kardieren
Der Beste Ehemann hat beim Kardieren und Färben seine kleine Kamera mitlaufen lassen - und so sieht das dann aus (Zeitraffer):
23.3.14
Kurzmeldungen
- Kälte und Schneeregen sind zurück - hoffentlich nur ein Zwischenspiel
- die Woche war noch fast eine Urlaubswoche
- Montag mit Kurs, aber ohne Bibliothek - sehr entspannt. Wiedersehen nach drei Wochen mit den "großen" Kindern der Gruppe und mich total daran gefreut, wie sehr die jetzt schon miteinander spielen und wie intensiv die Zwillingsmädchen das Klettergerüst erforscht und gegen Ende beherrscht haben. Spannende Interaktionen zwischen den Kindern und auch zwischen Eltern und Kindern.
- Dienstag Team. Und mit meiner Mama ein paar Dinge erledigen. Irgendwie frühjahrsmüde und erschöpft. Reisetasche gepackt für die
- Fahrt nach Freiburg mit drei Kolleginnen zu einer Tagung, Thema Fortbildungen Kinder unter Drei.
- Die gemietete Ferienwohnung riecht zwar ein bisschen feucht, ist aber sehr schön, hell, großzügig, gepflegt und mitten in der Stadt. Die Tagung ist interessant und super organisiert, die Stimmung gut und überraschenderweise gibt es quasi Vollverpflegung, die ausgezeichnet ist. Am Donnerstag haben wir schon ab 16.00 Uhr frei, genießen Sonne auf unserem Balkon und bummeln durch Freiburg. Alles ist schon grün und blüht - mindestens zwei Wochen weiter als bei uns. Auch Zecken gibt es schon, eine hat sich an meinem Oberarm festgesaugt und ist so mit nach Hause gereist - auf dieses Souvenir hörte ich gern verzichtet....
- Freitag Heimfahrt am Bodensee entlang. Überlingen lädt zu einer ausgiebigen Rast an der Uferpromenade. Intensive Gespräche - wir arbeiten inspiriert am nächsten Fortbildungswochenende. Am liebsten würden wir noch eine Nacht bleiben - es ist so schön hier am See!
- Samstag - der Babypflege-Kurs fällt aus wegen geringer Teilnehmerzahl. Aber ein Ehepaar bucht Einzelstunden - also am Nachmittag arbeiten. Das macht richtig Spaß, weil ich so ganz individuell arbeiten kann und genau das besprechen, was die beiden beschäftigt. Am Abend nachgereichter St.-Patricks-Day bei Nachbarns mit der Whiskey-Sammlung. Ich trinke ja eigentlich keinen Whiskey, schmeckt mir nicht - aber dort gibt es immer die eine oder andere Sorte, die für mich mild genug ist. Begleitet wurde der Whiskey von Irish Stew und Trifle. Schön, all die Nachbarn wieder zu sehen und die Neuigkeiten des Winters auszutauschen.
- Sonntag: Frühstück mit Freunden. Mittagspause. Ein bisschen Arbeiten - nächste Woche ist wieder Alltag. Und jetzt gleich noch zum SchwieVa - er hat heute Geburtstag und sich gewünscht, dass wir zusammen indisch essen. Das ist schon bestellt, wir holen es ab und bringen es ins Altenheim. Dort gibt es in jeder Etage mehrere Gemeinschaftsbereiche, die einigermaßen gemütlich sind und ausreichend Platz für die große Familie bieten.
- Und sonst: die Freundin des Mittleren Sohns hat die Extra-Aufnahmeprüfung bestanden und studiert ab sofort am selben Studienort. Und ein Zimmer hat sie auch schon gefunden. Der Jüngste Sohn hat in der letzen Deutschklausur genug Punkte abgeräumt - die Zulassung zum Abi scheint sicher. Immerhin.
14.3.14
Auch so
kann das Umland sein - still und leer und weiter Blick - heute leider ohne Berge, wegen Dunst.
Eigentlich grad mal ein Spaziergang mit nur wenigen Höhenmetern - nicht wirklich ein Belastungstest für Frau Knie. Dachte ich. Aber leider meutern jetzt sogar Beide - Herr und Frau Knie sozusagen. So war das nicht gedacht... Diesen Teil von Ü50 finde ich eindeutig blöd!
Eigentlich grad mal ein Spaziergang mit nur wenigen Höhenmetern - nicht wirklich ein Belastungstest für Frau Knie. Dachte ich. Aber leider meutern jetzt sogar Beide - Herr und Frau Knie sozusagen. So war das nicht gedacht... Diesen Teil von Ü50 finde ich eindeutig blöd!
Am Spätnachmittag - damit es noch ein bisschen sonnig ist - dann angrillen im Garten. Stockbrot über der Restglut...
9.3.14
Lieblingsorte
So frühlingshaftes Wetter - also ein Ausflug mit dem Fahrrad. Nicht so weit, erst mal wieder langsam "einradeln" und mal schaun, was Frau Knie so sagt. Rausfahren am Wochenende bei so einem Wetter ist immer eine schlechte Idee - da sind auch alles anderen Städter unterwegs. In der Stadt natürlich auch. Trotzdem wählten wir ein städtisches Ziel, das Schloss, das nur knapp zwölf km entfernt liegt und dessen Park so groß ist, dass er größere Menschenmengen gut bewältigt.
Jedesmal wenn ich dort bin, beschließe ich wieder, diesen Park öfter aufzusuchen - leicht zu erreichen und einfach wunderschön. Fahrrad am Eingang parken und einfach ein wenige herumspazieren - diesmal wolltet der Beste Ehemann die Badenburg besuchen - aber die öffnet dann doch erst im April. Die Bänke davor sind einladend und blicken über den See, aber etwas schattig-windig. Kein langer Aufenthalt - das Buch blieb in der Tasche.
Jedesmal wenn ich dort bin, beschließe ich wieder, diesen Park öfter aufzusuchen - leicht zu erreichen und einfach wunderschön. Fahrrad am Eingang parken und einfach ein wenige herumspazieren - diesmal wolltet der Beste Ehemann die Badenburg besuchen - aber die öffnet dann doch erst im April. Die Bänke davor sind einladend und blicken über den See, aber etwas schattig-windig. Kein langer Aufenthalt - das Buch blieb in der Tasche.
Gelb
Schon so lange wollte ich mal mit Naturfarben färben. Dafür brauchts dann doch mal einen Kochtopf nur fürs Färben, denn die Wolle will im Farbsud geköchelt werden. Und ein paar freie Tage.
Erster Versuch - mit Zwiebelschalen. Schon seit Januar gesammelt waren es so zwischen 40 und 50g. Die habe ich erst mal ausgekocht, die ausgekochten Schalen dann in ein Sackerl gesammelt und so wieder mit in den Topf gehängt. Dann erst mal einen Kammzug und Sockengarn mit hineingegeben und alles bei 80-90 Grad eine Stunde köcheln lassen. Die Brühe war braun - die Wolle schön gelb. Also gleich noch mal Kammzug mit hinein - wieder eine Stunde köcheln - helleres Gelb, wie erwartet. Aber ziemlich satte Farben - ich bin begeistert. Die Sockenwolle war nicht vorgebeizt, die Kammzüge lagen vorher in Kaltbeize.
ganz rechts die Sockenwolle, in der Mitte Merino Märchenwolle, links ebenfalls Merino.
Zweiter Versuch mit Farbextrakt von Nemo ignorant - dort hatte ich mir schon letztes Jahr ein Probepäckchen bestellt. Ich blieb gleich mal beim Gelb - eigentlich gar nicht so meine Farbe, aber die hellste, die ich dann mit blau und grün überfärben will/kann. Also Rhamnus - Kreuzdornbeere. Auch das ergab sattes leuchtendes Gelb.
ganz rechts erster Zug auf BFL/Bambus; in der Mitte zweiter Zug auf Merino und einem Lacegarn Merino/Seide; links dritter Zug auf Merino (und auf BFL Bambus, hier nicht zu sehen).
Morgen also weitere Experimente mit Blauholz und Chlorophyll.
Erster Versuch - mit Zwiebelschalen. Schon seit Januar gesammelt waren es so zwischen 40 und 50g. Die habe ich erst mal ausgekocht, die ausgekochten Schalen dann in ein Sackerl gesammelt und so wieder mit in den Topf gehängt. Dann erst mal einen Kammzug und Sockengarn mit hineingegeben und alles bei 80-90 Grad eine Stunde köcheln lassen. Die Brühe war braun - die Wolle schön gelb. Also gleich noch mal Kammzug mit hinein - wieder eine Stunde köcheln - helleres Gelb, wie erwartet. Aber ziemlich satte Farben - ich bin begeistert. Die Sockenwolle war nicht vorgebeizt, die Kammzüge lagen vorher in Kaltbeize.
ganz rechts die Sockenwolle, in der Mitte Merino Märchenwolle, links ebenfalls Merino.
Zweiter Versuch mit Farbextrakt von Nemo ignorant - dort hatte ich mir schon letztes Jahr ein Probepäckchen bestellt. Ich blieb gleich mal beim Gelb - eigentlich gar nicht so meine Farbe, aber die hellste, die ich dann mit blau und grün überfärben will/kann. Also Rhamnus - Kreuzdornbeere. Auch das ergab sattes leuchtendes Gelb.
ganz rechts erster Zug auf BFL/Bambus; in der Mitte zweiter Zug auf Merino und einem Lacegarn Merino/Seide; links dritter Zug auf Merino (und auf BFL Bambus, hier nicht zu sehen).
Morgen also weitere Experimente mit Blauholz und Chlorophyll.
4.3.14
2.3.14
Freie Tage
Was für eine schöne Perspektive, nach zwei wirklich vollen und anstrengenden Wochen, die inklusive Wochenende belegt waren - der Ausblick auf eine ganze Reihe mehr oder weniger freier Tage.
Ich merke, wie mir beim Planen, was ich da alles tun will, die Zeit schon wieder zwischen den Fingern zerrinnt. Und trotzdem gönne ich mir heute einen Tag völlig ohne Pläne und ohne Pflichten. Naja, einen Abwasch musste ich machen, denn der Beste Ehemann hat fein gekocht (wir haben da Arbeitsteilung, wer kocht muss nicht abwaschen...).
Gleich gehe ich ans Spinnrad, das restliche trübe Tageslicht nutzen. Die kunterbunten riesigen Socken für den mittleren Sohn sind fertig gestrickt und mal sehen, welches Strickwerk mich später an die Nadeln lockt.
Und zwischendurch werfe ich mal einen Blick in mein zukünftiges Zimmer und befreie schon mal die Wände von Postern und Bildern...
Ich merke, wie mir beim Planen, was ich da alles tun will, die Zeit schon wieder zwischen den Fingern zerrinnt. Und trotzdem gönne ich mir heute einen Tag völlig ohne Pläne und ohne Pflichten. Naja, einen Abwasch musste ich machen, denn der Beste Ehemann hat fein gekocht (wir haben da Arbeitsteilung, wer kocht muss nicht abwaschen...).
Gleich gehe ich ans Spinnrad, das restliche trübe Tageslicht nutzen. Die kunterbunten riesigen Socken für den mittleren Sohn sind fertig gestrickt und mal sehen, welches Strickwerk mich später an die Nadeln lockt.
Und zwischendurch werfe ich mal einen Blick in mein zukünftiges Zimmer und befreie schon mal die Wände von Postern und Bildern...
18.2.14
16.2.14
Gestrickt
Hermiones Everyday-Socks aus einem gut abgelagerten Strang Wolle von handgefaerbt.com namens "Buckelwal". Vor langer Zeit schon gewickelt und mehrfach angestrickt - irgendwie wars immer blöd, das Muster verschwand und glatt rechts sah auch nach nichts aus. Aber Hermione hat gezaubert - und so fand diese Kombination aus Wolle und Muster mein Gefallen. Die Socken wandern in die Kiste.
Auch diese Jahr beteilige ich mich an einer Gruppe bei ravelry, die jeden Monat ein Projekt aus einer Zeitschrift oder einem Buch der eigenen Strickbibliothek anschlägt/fertig stellt. Ich hab mich im Februar für ein ganz schnelles Mini-Projekt entschieden - ein Paar Baby-Söckchen mit kleinem Muster aus einer Burda spezial von 1995. Einfach, schnell, niedlich. Ebenfalls für die Sockenkiste (das nächste Baby kommt bestimmt....)
15.2.14
Frühling?
Darf ich dem schon trauen? Der Wärme, dem Vogelgezwitscher, dem blühenden Haselstrauch und den Niesanfällen, den draußen spielenden Kindern (wie haben die sich verändert in den Monaten im Haus)?
Auf jeden Fall genieße ich heute einen Draußen-Tag. Ums Haus herum, denn alle anderen Menschen sind im Umkreis der großen Stadt unterwegs, stehen im Stau und treten sich dann auf die Füße. Da mache ich doch lieber einen Spaziergang übers Feld hinterm Haus und sitze im Garten auf der Bank. Die Wäsche hängt in der Sonne, im Haus darf alles liegenbleiben bis dunkel und kühl wird.
Es darf so bleiben.
Auf jeden Fall genieße ich heute einen Draußen-Tag. Ums Haus herum, denn alle anderen Menschen sind im Umkreis der großen Stadt unterwegs, stehen im Stau und treten sich dann auf die Füße. Da mache ich doch lieber einen Spaziergang übers Feld hinterm Haus und sitze im Garten auf der Bank. Die Wäsche hängt in der Sonne, im Haus darf alles liegenbleiben bis dunkel und kühl wird.
Es darf so bleiben.
Die Freundin
die nicht mehr spinnt trennt sich von - fast - allen Vorräten. Und das sind viele und ganz Außergewöhnliches war dabei.
Mein Keller ist ja auch schon voll und ich habe mittlerweile so viel Spinnstoff, dass ich tatsächlich einigermaßen sparsam ausgewählt habe.
Ein paar von ihr gefärbte Schätze sind bei mir eingezogen, Seiden-Hankies, etwas Kaschmir zum ausprobieren, ein herrlicher Kammzug Cormo und ein bisschen Material zum Einkardieren. Ich war wirklich bescheiden...
Mein Keller ist ja auch schon voll und ich habe mittlerweile so viel Spinnstoff, dass ich tatsächlich einigermaßen sparsam ausgewählt habe.
Ein paar von ihr gefärbte Schätze sind bei mir eingezogen, Seiden-Hankies, etwas Kaschmir zum ausprobieren, ein herrlicher Kammzug Cormo und ein bisschen Material zum Einkardieren. Ich war wirklich bescheiden...
12.2.14
Träume und Pläne
Der Mittlere Sohn studiert außerhalb - und das wird wohl auch so bleiben, entgegen ersten Plänen einer Rückkehr in die große Stadt. Er bewohnt hier zwei Zimmer, von denen er aber realistisch betrachtet an den Wochenenden, die er hier verbringt, nur eines nutzt.
Sprich: er bewohnt eigentlich nur noch ein Zimmer.
Das andere beherbergt sein Sofa (weil er ja eine bereits möblierte Studentenbude hat), den hier verbliebenen E-Bass und allerlei Krimskrams. Das Zimmer ist etwas grün, zu einem Drittel ungefähr.
Dieses Zimmer ist also quasi frei. Das mit dem Drittel-Grün lässt sich leicht ändern, der Krimskrams lässt sich woanders verstauen, der E-Bass kann in den Keller zum Schlagzeug - nur das Sofa muss eine Zeitlang noch einen Gastplatz behalten.
Aber dann - könnte das mein Zimmer werden. Der Beste Ehemann erhebt ebenfalls leise Ansprüche, ein bisschen Überzeugungsarbeit muss also noch geleistet werden, damit mein Traum eines eigenen Zimmers wahr werden kann. Ein Lesezimmer, Strickzimmer, Spinnzimmer. Ein Rückzugsraum. Gestaltet ganz nach meinen Vorlieben, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Der kleine ererbte Schreibtisch könnte aus der Garage umziehen und ein schönes Zuhause finden. Hach!
Im Kopf überlege ich schon, wie dieses schlauchige Zimmer gemütlich werden könnte. In Gedanken suche ich nach Sessel und einem Sofa, das sich leicht zum Schlafen umklappen lässt. Bastle mir eine Arbeitsfläche, an der auch genug Platz zum Nähen ist. Streiche eine Wand vielleicht dunkelrot.
Und Anfang März habe ich ein paar Tage frei - das würde doch richtig gut passen für eine Umräum-Aktion.
Sprich: er bewohnt eigentlich nur noch ein Zimmer.
Das andere beherbergt sein Sofa (weil er ja eine bereits möblierte Studentenbude hat), den hier verbliebenen E-Bass und allerlei Krimskrams. Das Zimmer ist etwas grün, zu einem Drittel ungefähr.
Dieses Zimmer ist also quasi frei. Das mit dem Drittel-Grün lässt sich leicht ändern, der Krimskrams lässt sich woanders verstauen, der E-Bass kann in den Keller zum Schlagzeug - nur das Sofa muss eine Zeitlang noch einen Gastplatz behalten.
Aber dann - könnte das mein Zimmer werden. Der Beste Ehemann erhebt ebenfalls leise Ansprüche, ein bisschen Überzeugungsarbeit muss also noch geleistet werden, damit mein Traum eines eigenen Zimmers wahr werden kann. Ein Lesezimmer, Strickzimmer, Spinnzimmer. Ein Rückzugsraum. Gestaltet ganz nach meinen Vorlieben, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Der kleine ererbte Schreibtisch könnte aus der Garage umziehen und ein schönes Zuhause finden. Hach!
Im Kopf überlege ich schon, wie dieses schlauchige Zimmer gemütlich werden könnte. In Gedanken suche ich nach Sessel und einem Sofa, das sich leicht zum Schlafen umklappen lässt. Bastle mir eine Arbeitsfläche, an der auch genug Platz zum Nähen ist. Streiche eine Wand vielleicht dunkelrot.
Und Anfang März habe ich ein paar Tage frei - das würde doch richtig gut passen für eine Umräum-Aktion.
10.2.14
Blau
Weil der Zeh ganz blau ist mach ich heut Nachmittag blau.
Am Spiel- und Kletterbrett bin ich heute hängen geblieben und dann ausgerutscht und spektakulär gefallen. Bei der ersten Überprüfung, ob noch alle Knochen an ihrem angestammten Platz sind (ja) bekam das zickige Knie viel Aufmerksamkeit - alles wie vorher. Die Zehen übersah (oder überspürte) ich zunächst. Aber schon währen des Kurses machte der rechte Zeigezeh mit heftigem Pochen auf sich aufmerksam und als ich am Ende der Stunde mal den Socken auszog präsentierte er sich bereits in herrlichstem Blau-Lila.
Ich glaube gebrochen ist er nicht, auch wenn der Heimweg in Schuhen ausgesprochen unangenehm war. Die Schwellung ist mäßig und der Schmerz bei hochgelegtem Fuß erträglich. Also bekommt der Zeh jetzt erst mal reichlich Kühlung, später einen Salbenverband und innerlich ein wenig Arnika.
Derweil lese ich mein Buch fertig und stricke an Hermione's Everyday Socks.
Am Spiel- und Kletterbrett bin ich heute hängen geblieben und dann ausgerutscht und spektakulär gefallen. Bei der ersten Überprüfung, ob noch alle Knochen an ihrem angestammten Platz sind (ja) bekam das zickige Knie viel Aufmerksamkeit - alles wie vorher. Die Zehen übersah (oder überspürte) ich zunächst. Aber schon währen des Kurses machte der rechte Zeigezeh mit heftigem Pochen auf sich aufmerksam und als ich am Ende der Stunde mal den Socken auszog präsentierte er sich bereits in herrlichstem Blau-Lila.
Ich glaube gebrochen ist er nicht, auch wenn der Heimweg in Schuhen ausgesprochen unangenehm war. Die Schwellung ist mäßig und der Schmerz bei hochgelegtem Fuß erträglich. Also bekommt der Zeh jetzt erst mal reichlich Kühlung, später einen Salbenverband und innerlich ein wenig Arnika.
Derweil lese ich mein Buch fertig und stricke an Hermione's Everyday Socks.
4.2.14
Purple
Schon im Dezember fertig gesponnen, aber erst im Januar gewickelt und gewaschen. Eine Mischung aus zwei gefärbten Kammzügen von Rad der Zeit und einer Merino/Seiden-Mischung vom Wollschaf. Es sind immerhin ca. 1200 Meter geworden (235g). Noch unentschlossen, was daraus werden wird - ein Lace-Schal, aber welcher?
Angee
Muster von Cookie A. aus ihrem Buch Sock Innovation.
Garn aus dem Vorrat, Schachenmayr Regia nomotta uni solid. Selbst mit der großzügigen Wollspende wurde es am Ende knapp und ich habe für die zweite Spitze ein paar hellere Ringel reingestrickt - sind ja meine Socken.
Wie immer bei Cookie A. - gute Beschreibung und gut ausgearbeiteter Chart, insgesamt eine Freude zu stricken.
31.1.14
Neue Kammzüge
Tanja hat bei ravelry eine Sammelbestellung bei World of Wool angeboten. Ich habe lang gezögert, bis zum letzten Moment - eigentlich habe ich ja wirklich genug Wolle im Keller liegen. Aber der Reiz, selbst Blends zusammen zu stellen war dann doch zu groß.
Und diese Schönheiten kamen jetzt hier an:
Und diese Schönheiten kamen jetzt hier an:
Aquarius - ein fertige Mischung aus Blau- und Grüntönen mit Seide
Pisces - ebenfalls fertige Mischung mit Leinen/Flachs
Mischung aus grauer Merino, Shetland, einwenig blauer und grüner Merino und Milchseide
Mischung aus grauer Merino und Corriedale, weißem Polwarth und schwarzem Bambus.
Ich bin ganz beglückt und habe die beiden unteren Mischungen auch schon ein wenig Probe gesponnen. Beide sind wunderbar weich und ergeben ein Garn das ganz lebendig wirkt.
Ich bin sehr froh, dass ich diese Gelegenheit genutzt habe.
30.1.14
.
Was wir Liebe nennen, ist anfangs nur ein Zittern. Ein Schauer, den wir kaum bemerken, der uns nicht frieren lässt, aber daran erinnert, beizeiten nach etwas zu suchen, das uns wärmt. Irgendetwas gerät aus der Ruhe, ein winziges Teilchen nur, wie man es vom Schütteln alter Uhren kennt. Zwischen den Schulterblättern löst es sich und treibt, weil es leichter ist als wir, langsam den Nacken hinauf.
Endlich gerät es in ein kleines Organ, das wir Hippocampus nennen, weil es aussieht wie ein Pferd. Oder wie eine Mischung aus Pferd und Monster. Hier entsteht die Erinnerung. Immerfort bilden sich neue Nerven, und auf einmal glauben wir, den anderen längst zu kennen. Schon immer, so vertraut fühlt er sich an. Wir verlieben uns in das, was uns ähnelt.
Dann erst kommt alles andere, der Rausch, die Aufregung, das Glück. Auf einmal ist kein Hunger mehr, kein Schmerz und kein Schlaf. Was wir Liebe nennen, lässt alle auf uns los: Dopamin, Endorphin, Adrenalin. Wir atmen, wir schwitzen. Wir dampfen Lockstoffe aus. Die Alten glaubten an einen Pfeil im Herzen, und man bekommt ihn nicht wieder heraus.
Was wir Liebe nennen, ist zu viel und zu wenig. Es ist Mangel und Fülle, Ungenügen und Überfluss, auch wenn die Sehnsucht beim besten Willen nicht weiß, woran hier Überfluss bestehen soll, außer an der Liebe selbst. Nur was uns fehlt, wissen wir immer.
Jo Lendle: Was wir Liebe nennen. dva, 2013.
Endlich gerät es in ein kleines Organ, das wir Hippocampus nennen, weil es aussieht wie ein Pferd. Oder wie eine Mischung aus Pferd und Monster. Hier entsteht die Erinnerung. Immerfort bilden sich neue Nerven, und auf einmal glauben wir, den anderen längst zu kennen. Schon immer, so vertraut fühlt er sich an. Wir verlieben uns in das, was uns ähnelt.
Dann erst kommt alles andere, der Rausch, die Aufregung, das Glück. Auf einmal ist kein Hunger mehr, kein Schmerz und kein Schlaf. Was wir Liebe nennen, lässt alle auf uns los: Dopamin, Endorphin, Adrenalin. Wir atmen, wir schwitzen. Wir dampfen Lockstoffe aus. Die Alten glaubten an einen Pfeil im Herzen, und man bekommt ihn nicht wieder heraus.
Was wir Liebe nennen, ist zu viel und zu wenig. Es ist Mangel und Fülle, Ungenügen und Überfluss, auch wenn die Sehnsucht beim besten Willen nicht weiß, woran hier Überfluss bestehen soll, außer an der Liebe selbst. Nur was uns fehlt, wissen wir immer.
Jo Lendle: Was wir Liebe nennen. dva, 2013.
Vielen Dank!
Ravelry und seine Mitglieder - einfach toll. Ganz schnell hat sich Sabine gemeldet und schickt mir die fehlenden Meter Garn zu.
Toll, toll - ganz vielen Dank!
Gute Aussichten, dass die Socken bald fertig sind.
Toll, toll - ganz vielen Dank!
Gute Aussichten, dass die Socken bald fertig sind.
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