24.4.18

Entgegenfiebern...

Bald ist Hochzeit. Teil 2.
Letztes Jahr war das Standesamt dran. Ich bin ja immer noch Bilder schuldig, seufz. Wenigstens die Hochzeitstorte vom letzten Jahr zeige ich euch, darauf bin ich wirklich stolz.


Mit frischen Blüten und einem Überzug aus Frischkäse-Buttercreme. War ein bisschen ein Abenteuer und ich habe viel gelernt beim Probebacken. Die finale Torte ist dann aber auch wirklich gelungen finde ich. Und geschmeckt hat sie auch vorzüglich.

Diese Jahr folgt die kirchliche Trauung und ein rauschendes Fest. 
Letztes Jahr war Tracht - ihr erinnert euch? Die Trachtenstrümpfe, die unbedingt noch fertig werden mussten.
Dieses Jahr die Braut in weiß und lang, der Bräutigam im feinen Anzug. Und unbedingt fertig werden muss noch der Shaw für die Braut. 
Ich weiß auch nicht, warum ich dann doch immer so spät dran bin. Ich wollte schon Weihnachten beginnen und habe das Muster ausgedruckt, die Wolle aus der Kiste geholt - und die schon längst gekauften Perlen nicht mehr gefunden. Dann wären ja ganz schnell neue bestellt. Ging aber nicht von allein und zufällig tauchten nach ein paar Wochen an unvermuteter Stelle die Perlen wieder auf (in der Wollmeisen-Tüte - was die da verloren hatten....). Dann hatte ich so viel zu arbeiten und war dauernd unterwegs, keinen Kopf für Lace-Muster und Perlen einstricken. Dann nadelte ich ewig an den Hochzeitsmäusen herum. Um dann endlich vor einer guten Woche mit dem Auch zu beginnen - noch drei Wochen bis zum großen Tag :)

Ich stricke also jetzt in fast jeder freien Minute. Verstricken ist nicht erlaubt, das Muster würde das nicht verzeihen. Es ist nicht allzu schwer, lässt sich aber kaum zurück stricken geschwiegen denn reihenweise auftrennen. Ich verwende ein Garn aus Seide und Kaschmir von dyeforyarn. Tatsächlich nicht in einer ihrer genialen Färbungen sondern ganz natur, die Perlen sind durchsichtig. Das Garn fühlt sich wunderbar an, ist aber letztlich eine schlechte Wahl für dieses Muster - es spaltet sich zu gern und das ist bei ständig zusammengestrickten Maschen und Perlen auffädeln eine Strafe. Es flutscht also nicht so schnell wie es soll. Dazu ist es lace-Stärke (anstelle von sockyarn) und ich brauche also mehr Chart-Wiederholungen und auch deutlich mehr Maschen als vorgesehen. Seufz!
Ich denke mengenmäßig habe ich inzwischen mit 12 Wiederholungen gut die Hälfte geschafft, ca. 5 brauche ich noch um eine vernünftige Größe zu erreichen. Die Braut ist ja auch nicht gerade klein...
Und dann muss noch ordentlich gespannt werden. Gedrückte Daumen bitte, dass alles klappt und rechtzeitig fertig wird.

Ein Bild von den Mäusen - der Bräutigam will nicht so recht allein stehen. Was überhaupt keinen Zusammenhang oder Beziehung mit dem echten Bräutigam hat, der mit beiden Beinen fest auf der Erde steht. Ich habe ihm jetzt eine kleine Stütze unter den Po gestrickt, so sollte es gehen...



Und der Beginn des Teardrop Crescent von Kieran Foley (geht nur mit Brille...)






15.4.18

Früh blüht...

Mein Garten ist immer ein Überraschungspaket. Viel ist ja nicht gepflanzt. Jeden Herbst stecke ich ein paar Zwiebeln und Knollen in die Wiese und meistens kommt - gar nichts.

Diese Jahr bin ich glücklich. Nicht nur dass sich die wenigen Schneeglöckchen endlich deutlich vermehrt haben - auch die gelben Winterlinge gaben sich endlich ein Stelldichein hier! Seit Jahren schon versuche ich regelmäßig sie anzusiedeln und freue mich so, dass es endlich geklappt hat. Ein paar wilde Tulpen sind aufgegangen. Die an den hohen langen Stengen sind schon verblüht, aber jetzt tauchen ganz niedrige gelbe auf, an kurzen Stielen, die wie Teichrosen im Gras liegen. Das Vergissmeinnicht kommt zum ersten Mal wieder, kräftig und leuchtend blau. Und auch die vergessene Schachbrettblume hat erstmalig eine zweite Knospe.

Im Beet vor dem Haus hat sich der Bärlauch reichlich vermehrt und ist zumindest momentan ausreichend für unseren Speiseplan vorhanden. Viele viele Traubenhyazinthen sind die perfekte Himmelweite. Die Jakobsleiter hat zum ersten Mal zahlreiche Knospen, ich warte voller Vorfreude auf die Blüte. Die verloren geglaubte Hortensie treibt erneut aus und die dürftige Rose die ich aus dem Baumarkt gerettet habe zeigt sich kräftig (und etliche Blattläuse auf ihr ebenfalls...)

Ich sollte noch mal neu über mein Gartenglück nachdenken und vielleicht doch den hinteren Garten ein bisschen bepflanzen, was meint ihr?







Vintage Rose



Alle Projekte brauchen grade viel Zeit. Dieses Garn war zum Beispiel schon seit August 2016 auf dem Rad. Entstanden aus einem Kammzug von melinoliesl - ein altes Schätzchen, das ja auch mit Bedacht versponnen werden wollte. Die Farben wunderschön und ich habe navajao gezwirnt um sie pur und rein zu erhalten. Bei so einem langen Zeitraum ist es nicht verwunderlich, dass der dritte und zuletzt fertig gezwirnte Teil ein wenig dicker wurde, mit nicht ganz so viel Drall gesponnen und gezwirnt. Insgesamt sind es gut 200g und irgendwas zwischen 850 und 900 Metern. Wandert jetzt erst mal in die Aufbewahrungskisten, ich habe noch keinen Plan dafür.

Als Nachfolger ist ein Kammzug aus dem dibadu-Abo aufs Leichtlen-Rad gezogen. Das leuchtende Türkis lässt sich kaum einfangen mit dem Foto. Der Kammzug enthält ein wenig Mohair, aber das bisschen reicht schon, dass meine Augen jucken beim spinnen. Also spinne ich in kleinen Häppchen, so habe ich auch diesmal lange was von den schönen Farben.





Komplett

Die bestellten Stühle sind gekommen und machen Farbtupfer zwischen die grauen und blauen Stühle. Immer noch sehr glücklich über das neue Esszimmer / Wohnzimmer.


17.3.18

Neue Möbel machen glücklich

Unser Esstisch hat uns fast 30 Jahre begleitet, ein richtig massiver Tisch aus Kiefernholz mit dazu passenden Stühlen und einer passend dazu gebauten Bank. Der Älteste Sohn hat ihn mal komplett abgeschliffen und neu geölt, das ist schon ein paar Jahre her. Mittlerweile hat er schon wieder ordentlich Patina und Gebrauchsspuren, das abschleifen könnte man wiederholen. Der Bank würde es auch nicht schaden.


Eigentlich verabschieden wir uns schon seit ein paar Jahren von Tisch und Stühlen und wünschen uns einen neuen und anderen. Wie anders war lang ein wenig unklar. Nicht mehr oval auf jeden Fall. Und nicht mehr so massiv, aber definitiv wieder aus Holz. Noch unschärfer war das Bild der Stühle. Wie so oft bei uns sind solche Veränderungen ein längerer Prozeß vom Wunsch über schwammige zu konkreten Ideen, bis dann auch die Umsetzung folgen kann. Und ein bisschen hinsparen ist ja auch nötig. (Auf dem Bild ist schon einiges verändert - das Sideboard ist neu, ursprünglich stand dort die Bank...)

Erste Schritte zur Veränderung des Zimmers - das Sofa wird umgestellt, der Fernseher verschwindet. Das ist schon mal grandios.
Wir stöbern durch mehrere Möbelhäuser - und finden unsere Traumstühle, die natürlich viel zu teuer sind. Seufz. Und es wird klar, wir wollen wieder einen langen Tisch, aber schmäler. Und die Platte sollte weniger massiv sein oder zumindest so wirken.
Ich durchstöbere das Netz. Mit den dort gefundenen Infos, dem Vorbild aus einem Nachbar-Wohnzimmer und in Gesprächen mit dem Schreiner-Schwager werden Pläne geschmiedet und Entschlüsse gefasst. Es wird ein Eschentisch, ganz einfach, mit sogenannter Schweizer Kante, die ihm ein zierlicheres Aussehen verleihen wird. 2,30 m lang, 75 cm breit, sich verjüngende, schräg gestellte Beine.
Bei einem weiteren Besuch im Möbelhaus sind die Traumstühle im Ausverkauf - Kollektionsänderung. Wenn das nicht Schicksal ist. 4 Stühle nehmen wir gleich mit, zwei weitere sind bestellt und kommen Anfang April.


Der Beste Ehemann baut mit dem Schwager den Tisch. Die Platte verleimen sie selbst, was für eine gelungene Puzzlearbeit. Die lange Platte bekommt Metallschienen auf der Unterseite zur Stabilisierung und damit sie sich nicht wirft. Der Beste Ehemann schleift und schleift und ölt und wachst in vielen Arbeitsgängen. Bis die Platte samtweich und sanft glänzend ist.
Während ich auswärts arbeite holt er die Möbel für das Sideboard und baut sie auf. Als ich zurück komme hängt es bereits an der Wand.



Inzwischen steht der Tisch seit einigen Wochen bei uns, der Geruch nach frisch geölt ist verflogen, ich habe bereits den ersten Kratzer rein gemacht (irgendwer muss ja....) - und ich freue mich jeden Tag aufs Neue über Tisch und Stühle und das neue Wohngefühl.





5.3.18

16.1.18

Verregnet und frei

 Hier ist es heute nach einem recht stürmischen Vormittag dunkelgrau verregnet. Ein Wetter zum daheim bleiben und gemütlich Tee trinken. Genau das gönne ich mir heute. Das linke Auge ist schmerzhaft geschwollen durch ein Gerstenkorn und will geschont werden. Ich lese also nur in kleinen Etappen und ruhe dann einfach aus - das tut richtig gut nach einem schon wieder vollgepackten Wochenende. Ein geschenkter Tag quasi.

Am Sonntag hatten wir ja unser Chorkonzert in der kleinen Komödie - es hat so Spaß gemacht auf dieser Bühne zu singen und vor so großem Publikum. Die Rückmeldungen waren gut, ich glaube unser Auftritt war richtig gelungen. Der Erlös des Benefizkonzertes ging an die Münchner Tafel - hier schreibt sie über das Konzert.

Die Augen-OP meiner Mutter ist auch grundsätzlich gelungen. Ob sie dazu führt den Augendruck nachhaltig zu senken ist noch nicht klar, aber wir hoffen es sehr.

Handarbeitstechnisch ist nicht viel passiert. Ich stricke an Socken herum und auf dem Spinnrad habe ich die neulich gezeigten Januar-Batts versponnen. Ich will sie gern mit einem hellen Faden verzwirnen, den ich allerdings erst noch spinnen muss.

Das Wander-Tauschpaket kam in der Zwischenzeit hier vorbei. Ich habe wieder wirklich schöne Dinge darin gefunden und konnte diese Schätze behalten: ein Batt von Regenbogenwolle, ein Kammzug von Fräulein Riechfein und ein Bündel gefilzte Schnüre von wollbobbl.







3.1.18

Januar

Ich blicke etwas angespannt in meinen Kalender für die ersten Monate des Jahres. 

Im Janaur hat meine Mutter eine kleine Augen-OP, auf die wir alle viel Hoffnung setzen. 
Ich werde an zwei Wochenende arbeiten - einmal in der Bibliothek, einmal ein Modul Weiterbildung halten. Darauf muss ich mich noch gut vorbereiten, das Thema habe ich schon eine Zeitlang nicht mehr unterrichtet.
Der Chor gibt ein Benefizkonzert, davor sind noch Sonderproben - auch am Wochenende. Oh, und ich sollte die Stücke noch auswendig lernen bzw. auffrischen.

Unter der Woche will ich endlich eine Routine finden für wenigstens zweimal Sport. Ab Mitte des Monats hat das kleine Sportstudio erweiterte Öffnungszeiten und dann wird es leichter. Es liegt ja auf meinem Weg zur Arbeit, hat aber momentan meistens grad nicht auf, wenn ich auf dem Weg bin. Nochmal los fahren ist einfach ein Hürde, es fällt mir leichter, wenn ich eh unterwegs bin.

Freie Zeit zwischendurch will ich mit Lesen, Stricken und Spinnen füllen. Für große neue Projekte wird mit der Schwung fehlen und die Muße. Der Webrahmen bleibt wohl weiter leer - seine Zeit kommt noch.

Ich versuche mal wieder mich besser zu strukturieren und zu organisieren. Das hilft mir nicht nur die Arbeit besser zu bewältigen sondern auch klarere Ruhepausen zu haben. Ich denke, dass ich mich dann weniger belastet fühle, wenn ich mir die Pausen bewusst mache und nicht einfach so verplemper.


Winterlandschaft

Was für eine tolle Idee: bei ravelry in der Kardiergruppe wird jeden Monat ein Bild/Gemälde vorgestellt als Inspiration für Batts oder Rolags. Im Januar ist es ein Monet - Winter auf der Seine, Lavacourt.

Mangels ausreichend Zeit habe ich erst mal nur ganz wenig Material verwendet und kleine Batts gekurbelt. Mal sehen wie das versponnen aussieht und ob ich dann noch nachlege.
So sieht meine Umsetzung aus:
(Als Untergrund Naturfarbenes mit hellem Blau gemischt. Da drauf dann die farbigeren Akzente gelegt.)




Die Zwiebel




Punktgenau sind diese Socken am 31.12. noch fertig geworden. Das Muster ist Café Curtains Socks von Diane Mulholland. Das Garn habe ich mit Zwiebelschalen gefärbt und ich finde Muster und Garn harmonieren sehr gut. Die Logik des Charts ist einfach und schnell zu merken, so konnte ich über die Feiertage immer wieder nebenher daran stricken. so richtig viel Zeit zur Fertigstellung war aber dann erst am 31.12. - und den letzten Faden habe ich um 23.00 Uhr vernäht. Fühlte sich irgendwie gut an zum Jahresende etwas fertig zu stellen.





29.12.17

Zum Jahresende

Nach so langer Pause gibt es doch mal wieder was zu lesen von Frau Strickwerk.

Als erstes schiebe ich gleich mal ein Kalenderbild hier rein, ist zwar nicht das aktuelle, aber passt grad so zum Wetter vor dem Fenster. Was für ein herrlicher Wintertag!


Es gibt mal wieder keinen wirklichen Grund, warum hier auf dem Blog so wenig zu sehen ist. Ich habe wenig gestrickt, gewebt, gesponnen, aber ein bisschen was gibt es doch zu zeigen. Ende Oktober ereilten mich nach langer Pause ein paar Sockenaufträge und so gab es dieses Jahr doch noch mehrere Paare ganz einfache Socken. Eines zeige ich euch, denn die gefallen mir so gut, sind richtige flowerpower-Farben... (Esslinger Sockenwolle, die wieder neu aufgelegt wurde; kuschelweich)



Spannender und schon im Oktober fertig, das Tuch Danzig. Für die vielen kleinen bunten Stränge  aus dem Adventskalender vom letzten Jahr suchte ich ein Projekt und ein Teil wanderte in dieses Tuch. Das graue Garn dafür ist auch selbst gesponnen. Das Spinnen des Graus war zwischendurch ein bisschen zäh - immer nur grau halt. Das Stricken ging dann zügig und hat richtig Spaß gemacht. Von den bunten Strängen blieb allerdings noch reichlich übrig, vielleicht für was gewebtes.
Die Anleitung ist im übrigen sehr detailliert und leicht verständlich. 





Ich trage das Tuch unheimlich gern, es ist groß genug um meine Schultern richtig zu wärmen.

Versponnen habe ich einen Kammzug Merino/Seide und Rosa - dieses Jahr begegnet mir diese Farbe immer wieder und ich freunde mich so richtig mit ihr an. Ich kann mir zwar nicht so recht vorstellen sie zu tragen, aber ich verarbeite es gern. Der Kammzug war wunderbar flauschig (ich weiß leider nicht woher er kommt, könnte aber wollkäferchen sein) das Verspinnen einen Freude. Herausgekommen ist ein sehr dünnes zweifädiges Garn. 


Gewebt - das letzte Stück auf meinem knittersloom, der inzwischen woanders wohnt. Nicht dass ich das Weben aufgeben möchte - im Gegenteil. Aber ich habe mir einen größeren Webrahmen gekauft, Webbreite 80 cm mit Standfuß und allem möglichen Zubehör. Der ruht jetzt allerdings schon seit Mitte Oktober in meinem Zimmer - mir fehlt die Muße mich damit zu beschäftigen.

Das letzte Webstück zeigte sich widerspenstig. Ich hatte Probleme beim Aufziehen der Kette und erreichte keine gleichmäßige Spannung - die Ränder sind wohl deshalb trotz großer Mühe und Aufmerksamkeit unregelmäßig geworden und genügen nicht meinen Ansprüchen. Außerdem sind Kettfäden gerissen und einen habe ich nicht gut geflickt, der ist beim Waschen rausgerutscht, der Schal hat jetzt eine "Laufmasche". Könnte ich flicken. Aber wegen des unschönen Randes wird der Schal jetzt eh kein Geschenk sondern bleibt bei mir und für mich ist das jetzt seine Besonderheit.



Material ist ein Rest Wollmeise Lace für die Kette und Seide für den Schuss. Er fällt schön und hat eine sehr angenehme Haptik. Diesen Materialmix werde ich sicher wieder verarbeiten.

Trotz aller Unruhe, vieler Arbeit und wenig Zeit habe ich gebacken -und auch wenn die Plätzchenbüchsen schon wieder leer sind hier noch ein Foto von den Backergebnissen.



Im Haus ist grad Unruhe und Wandel - der Jüngste Sohn zieht morgen aus. Er und seine Freundin haben tatsächlich eine irgendwie bezahlbare Wohnung gefunden und wagen den Schritt. Die Finanzierung ist schon ein bisschen ein Abenteuer, aber die beiden wollen einfach unabhängig sein. Tja, der Beste Ehemann und ich sind dann also wieder zu zweit - nach immerhin fast dreißig Jahren Familie mit mehreren Personen. Sicher wieder eine Umstellung - wir freuen uns auf die Veränderung. (Und nicht weil wir den Sohn loswerden wollen - es lebte sich gut mit ihm im Haus. Aber wie bei den beiden anderen auch - irgendwann ist es Zeit flügge zu werden).
So starten wir ins neue Jahr in neuer alter Zweisamkeit. Mal sehen was es uns so bringt. 

Allen die hier noch mitlesen wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr, mögen eure Pläne auf- und eure Wünsche in Erfüllung gehen. 




27.10.17

25.10.17

So wars

- ein voller Erfolg, das Jubiläum.
Wir bekamen Besuch von ca. 100 Menschen, die sich wie gewünscht über das ganze Haus verteilten. Getränke und Essen war reichlich genug und ging den ganzen Abend nicht aus. Die Reden waren ausreichend kurz, das Improtheater Bühnenpolka brachte alle zum Lachen. In der Lounge konnte man sich gut ein wenig aus der Menge zurück ziehen und im openspace und gaming-Bereich seinem Spieltrieb frönen.

Wir sind alle sehr zufrieden und unsere Gäste waren es auch. Das Adrenalin half mit, nach der Feier alles wieder an Ort und Stelle zu rücken, am Samstag Vormittag war ganz normaler Bibliotheksbetrieb.








20.10.17

Jubiläum!



Schon fast vorbei ist die Jubiläumswoche unserer Bibliothek. Seit 40 Jahren wohnen wir in dem damals extra für uns gebauten Gebäude und feiern das diese Woche mit täglichen Veranstaltungen und heute einem großen Fest. Darauf fiebern wir auch schon die ganze Woche hin, planen, planen dann noch mal neu und organisieren. Gar nicht so einfach, denn wir werden alle vier Stockwerke "bespielen". Das bedeutet auf jedem Stockwerk Regale rutschen, Sessel von unten nach oben bringen, Bühne aufbauen, bestuhlen, jede Menge Technik einrichten im UG für Gaming und fablab e.V.  Und das bei noch laufendem Betrieb (wir haben ja bis 19.00 Uhr geöffnet und das Fest beginnt um 20.00 Uhr). Die größte Herausforderung wird aber sein, ab 22.00 Uhr alles wieder aufzuräumen, denn morgen haben wir ja wieder ganz normal ab 10.00 Uhr geöffnet.

So solls werden:

das UG bietet einen Einblick in Bereiche, die Bibliothek teilweise schon bedient oder vielleicht bald anbieten wird. Dort gibt es diverse Möglichkeiten zu spielen, zu forschen und auszuprobieren - iPads, ankioverdrive, MIP, dash & dot. Das fablab München bringt 3D-Drucker und Plotter mit. Diesen Bereich organisiere ich und schwitze schon die ganze Woche, ob alles klappt. Organisation ist ja nicht unbedingt meine Stärke, das war die Herausforderung. Den Abend betreuen ist dagegen ein Spaß.

Im EG ist der Empfang, dort gibt es Getränke und später auch Häppchen.

Der 1. Stock ist Bühnenraum - dort tritt das Improtheater Bühnenpolka auf und natürlich gibt es auch ein paar Reden.

Wer dann von allem genug hat kann im 2. OG den Longue-Bereich und 70er-Jahre-Feeling genießen.

Wir hoffen natürlich auf zahlreiche Besucher*innen, damit sich der ganze Aufwand auch so richtig lohnt. Drückt uns die Daumen!

Kalenderbild #42


Schloß Lindenhof - schon eingemottet.

8.10.17

Wollmarkt Vaterstetten

Was für eine gute Entscheidung, schon am Samstag auf den Wollmarkt zu fahren. Nicht nur, dass es heute sehr viel kälter und außerdem nass ist - vermutlich wäre die traumhaft schöne Spindel, die ich beim Herrn Locke entdeckt habe, nicht mehr da gewesen.

Wir fuhren zu viert - wir drei vom Spinntreff und eine Kollegin aus der Bibliothek. Wie gewohnt der erste Besuch gleich beim Stand von Herrn Locke und in seinem Spindelparadies. Für den Mark gilt die Befreiung von der Frage, ob ich noch eine Spindel brauche - oder noch Wolle. Ich gönne mir  etwas, das mir gut gefällt und für das ich in diesem Fall tatsächlich Geld gespart habe, um es einfach nach Lust und Laune auszugeben.

Ich wollte ein Spindelschälchen mit langem Stiel, immer noch eine Wacholderspindel und mal bei den tibetischen schauen, ob mich eine anspringt. Wacholder war nicht da, habe ich aber bestellt. Dann liebäugelte ich mit einer der sehr schönen Fliederspindeln. Letztlich wurden es zwei außergewöhnliche Hölzer, denen ich nicht widerstehen konnte. Und eine tibetische habe ich auch bestellt.


Locke-Spindel Essigbaum-Ahorn


Ober- und Unterseite der Spindel aus Essigbaum-Ahorn. Die Vielfarbigkeit und das Schimmern des Holzes sind kaum einzufangen auf dem Foto - bei dem diffusen Licht heute schon gar nicht. Aber eine Ahnung davon ist zu erkennen.

Locke-Spindel Goldregen-Ahorn

Hier har mich der "Fehler" im Holz begeistert, quasi die Unvollkommenheit. Es ist Goldregen.

Ein Spindelschälchen habe ich natürlich auch gefunden, da habe ich nach praktischen Gesichtspunkten gewählt, nicht nach Holz - es sollte tief genug sein und der Stab lange genug.


Der nächste Weg führte zum Apfelstand mit den vielen Sorten alter Äpfel. Leider gab es die Sorte vom letzten Jahr nicht mehr, also probierte ich mich durch eine Reihe säuerlicher Äpfel, entschied mich für mehrere Sorten und ließ mir einen Korb voll einpacken, obendrauf noch eine geräucherte Forelle. (Und ich musste die Äpfel nicht mit rumtragen, die warteten am Apfelstand bis zur Heimfahrt)

Dann auf in die Maschinenhalle zu meiner Freundin Tamara, die dieses Jahr zum ersten Mal mit ihrer Herzkönigin-Kollektion auf dem Wollmarkt ist. Sie färbt wunderschöne Farben auf tollen Qualitäten, zaubert Kunstwerke aus Papier und fädelt Accessoires - die CrownJewels. 

Diese kleinen Nadelmäppchen finde ich einfach zauberhaft und sie sind ein nettes kleines Geschenk für handarbeitende Freundinnen. Eines fehlt schon auf dem Bild, es ist bereits in liebe Hände gewandert.


Wolle durfte natürlich auch mit:

herzkönigin ladyslace

Qualität LadysLace, 100% Merino. Das kann ich mir gut verwebt vorstellen mit den roten und blauen  Tupfern.

Herzkönigin - YakAllure

Qualität YakAllure - ein Mischung aus Merino, Seide und Yak, Lace. Super fein, super leicht, schmuseweich - daraus wird ein Tuch oder Schal


Qualität TweedFeet - Sockenwolle. Entweder tatsächlich für ein paar Socken. Oder Pulswärmer/Handschuhe. Die sind grad Mangelware im Hause Strickwerk.

Dort am  Stand traf ich dann noch eine weitere liebe Kollegin aus der Beratungsstelle, die auch wieder angefangen hat zu stricken und außerdem am Stand der Montessori-Schule Dienst tun musste. Eine Stunde konnten wir gemütlich ratschen bei einer Tasse Tee und Neuigkeiten austauschen - wir hatten uns lang nicht mehr getroffen. 

Danach endlich ein Rundgang über den Markt. Schafe streicheln. Lammbratwurst essen. Wolle streicheln. Die Wollbilder in der großen Halle bewundern. Mehr Bekannte treffen. Und dann endlich die Äpfel abholen und heim fahren. Zum Abschluss noch einen gemeinsamen Kaffee in Pasing trinken - den hatte ich dann wirklich nötig.

Ich mag diesen Markt einfach besonders gern. Es ist einfach eine gute Mischung von Ausstellern und fast alle von wirklich hoher Qualität. Dazu gibt es so viele regionale Produkte zu kaufen - und es ist so passend zur Herbstzeit. Und das Gelände mit den beiden Hallen, dem Innenhof und dem Außengelände sind einfach stimmungsvoll. Vor allem natürlich, wenn das Wetter schön ist.

 Leider habe ich mal wieder vergessen noch ein paar mehr Fotos zu machen und Eindrücke festzuhalten. Nur die zwei noch zum Abschluss:


Ein Gotlanschaf?