Es ist so weit. Der Älteste Sohn zieht aus.
Einundzwanzig. Fertig mit der Ausbildung, ein guter Job und sowieso kaum mehr daheim. Ganz normal.
Und - heimatverbunden und verwurzelt wie er ist - das neue Domizil ist kaum mehr als einen Kilometer entfernt.
Ab dem Wochenende wollen er und seine Freundin dort wohnen, seit heute dürfen sie aber bereits Möbel aufbauen. Großer Ikea-Ausflug (eine Schranktür fehlt - nur eine Schranktür!), nachmittags fleissiges gemeinsames Schrauben - Esstisch und Stühle stehen, die Hälfte der Badmöbel ebenfalls und der Sessel wird wieder zerlegt, weil etwas kaputt ist.
Morgen Sachen einpacken, Möbel hier abbauen. Donnerstag die gebrauchte Küche aufbauen, anpassen und putzen. Freitag noch einmal Ikea - Umtausch, fehlendes holen usw. Aufbauarbeiten. Samstag und Sonntag die restlichen Möbel von hier und der Freundin transportieren, alles an seinen Platz bringen.
Und dann - das erste eigene Heim.
Wie spannend!
(Ich lasse ihn tatsächlich leicht ziehen. Trotzdem - er wird fehlen und natürlich eine Lücke hinterlassen im Familienleben. Er selbst sucht übrigens auch grade wieder mehr Nähe, ist präsenter in der Familie als die letzten Monate und kostet die Gemeinschaft noch einmal so richtig aus.)