28.12.11

Vorsatz

Ich habe mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen, für diese Tage zwischen den Jahren. Das klappt nicht so ganz.

Da gibt es den Termin mit den Freunden, mit denen wir immer zwischen den Jahren spielen.

Die ganz kleine Gruppe Sangesfreudiger und Notensicherer, die sich endlich mal zum Singen treffen will - geht nur zwischen den Jahren.

Die Freundin aus Studienzeiten, auch meine Trauzeugin und die ersten Jahre mit Kind immer präsent und dann doch irgendwie aus den Augen aber nie ganz aus dem Sinn verloren. Jetzt wieder getroffen in den Bibliotheken und ein unbedingtes Wiedersehen - zwischen den Jahren.

Trotzdem bleibt noch reichlich Zeit für ungeplant zielloses Wollen und Tun.
Gestern mit Sonnenspaziergang und stundenlangem Spielen mit Jüngstem Sohn und dessen Freundin und Bestem Ehemann. Der hat nämlich ein ganz tolles Spiel für uns nachgebastelt, das wir kurz vor Weihnachten kennen gelernt haben. Und auch dem Jüngsten Sohn - der eigentlich nur Schafkopfn wollte, hat es großen Spaß gemacht. Schafkopf gabs aber dann auch noch (und ich habe satt gewonnen!)

Heute schon eine Stunde am Spinnrad verbracht und jetzt wo sich der Nebel lichtet geht's gleich noch mal raus in die Sonne. Der Nach-Weihnachtsbrief entsteht dabei im Kopf und anschließend wir er aufs Papier geworfen. Und dann - mal sehen.

Die Weihnachtstage waren sehr fein. Der Abend mit Jüngstem Sohn und Schwiegermutter recht gemütlich - weniger kurzweilig als sonst. Der erste Feiertag reich - lustig, lebhaft, erfüllend. Der zweite mit Freunden verbracht, die uns wie eine zweite Familie sind und es war so schön auch die fern lebenden Teile der Familie zu sehen.

Geschenke - reichlich. Ich habe mir eine Tasche gewünscht - und auch selbst ausgesucht. Denn Tasche ist ja richtig schwierig. Meine darf nicht zu klein sein, aber auch nicht zu schwer. Sie braucht einen  breiten verstellbaren Riemen, viele Innenfächer und Taschen und gerne auch so einen Clip für den Schlüssel. Ich wünschte mir Leder. Und ein bisschen pfiffig. Die gewählte kommt von Aunts and Uncles, ist braun mit Futter in Türkis, eckig, fasst knapp DIN A4. Ich bin sehr glücklich damit. Dazu den passenden Geldbeutel.
Und: einen Tacho und Kilometerzähler fürs Fahrrad. Wie toll! Denn der Beste Ehemann und die Nachbarin trumpfen hier immer mit ihren iPhones - wie seit sie geradelt sind, wöchentliche und monatliche Kilometerleistungen - ich kann immer nur schätzen. Bisher. Aber jetzt kann ich mithalten und fahre nicht mehr außer Konkurrenz!
Und Teeblumen und eine Glaskanne dazu. Noch nicht probiert, aber toll.

Ich habe Julekuler gestrickt, die mangels Aufhängebändern nicht am Baum hängen, sondern auf den Zweigen liegen. Letztlich konnte ich mich dem Hipe doch nicht entziehen.

Ich habe einen Socken gestrickt für eine Wichtelaktion, den ich jetzt doch wieder aufziehe. Ich bestricke diesmal kleine schmale Füße. Hin- und herprobierend, wie ich das Muster anpasse oder ein anpassungsfähiges Muster finde, entschied ich mich zuletzt für ganz kleine Nadeln. Ich denke am Fuß sitzt es dann auch passend. Aber der Schaft ist jetzt so wenig dehnbar, dass ich fürchte auch bei schmaler Ferse kann frau den Socken nicht anziehen. Also trenne ich gerade wieder auf. Und stricke neu. Schnell. Denn Versand ist Anfang Januar. Aber  Muster und Wolle machen Spaß, ich habe ja gerade viel Zeit - das wird keine Problem sein. Mehr Kopfzerbrechen machen mir die Beigaben im Päckchen, denn der Fragebogen meiner Partnerin gibt wenig her, es ist ihre erste Wichtelaktion - also gibt es da auch keine Historie - und Blog führt sie nicht. Nachfragen haben bisher auch nichts ergeben - ich stochere also -hoffentlich mit Glück - im Dunkeln.


1 Kommentar:

  1. Da schreibt jemand sehr zufrieden! Schön!

    Lieben Gruß und rutsch gut rein in das unbekannte neue Jahr, Brigitte

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