10.1.12

Neues Jahr

neues Glück - so sollte unser Jahr beginnen.

Der Start war grandios. Nur der Beste Ehemann und ich, ein gelungener wunderbarer Silvesterabend mit feinem Menü von uns beiden und nur für uns beide, angenehmen Gesprächen, alten und lange nicht gespielten Spielen und nur einem kurzen Aufenthalt im Freien um aufs Feuerwerk zu schauen. Wunderbar.

Die letzten Ferientage vergingen trotz guter Vorsätze etwas zu arbeiten ebenso gemütlich wie die Tage zwischen den Jahren: Besuch empfangen, Besuche machen. Stricken, Spinnen, Färben und ein wenig Lesen. Das notwendigste an Haushaltsdingen und fein kochen.

Gefärbt habe ich mit einer Kollegin, die meine Leidenschaft für Wolle und Spinnen teilt. Mein Spinnrad Anna hat seinen ersten Ausflug dorthin gemacht und sich von seiner besten Seite gezeigt.

Färbe-Ergebnis:

 Knallig
 Eisprinzessin
Am Wasser
 Am Wasser - geflochten
 Die Reste 

Gefärbt auf verschiedenen Qualitäten. Die Reste und die Eisprinzessin waren mir zu zart und ich habe sie noch einmal überfärbt - mit wenig Erfolg. Auch im zweiten Färbegang hat die Wolle die Farben nicht so richtig angenommen. Die Eisprinzessin ist eine Zicke. Nicht nur, dass die sie mit den Farben zickt - nein der Strang ist auch so verklebt, dass das Spinnen echt zäh ist. Ich hoffe, das ist bei den anderen Strängen nicht auch so...

Spinnergebnisse:

Der graue Tag am Meer ist komplett versponnen und verzwirnt. Ich habe navajo gezwirnt, um den Farbverlauf zu erhalten und bin richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Die Wolle hat etwa die Stärke sport/DK und eine Lauflänge von ca. 270 Metern/100g. Der momentane Plan: braune Alpaka verspinnen und mit diesen beiden Farben/Wollen eine Jacke stricken.


Von der Eisprinzessin und dem ebenfalls angesponnen hellbraunen BFL gibt es noch kein Bild.

Strickergebnisse:

ein Paar Socken komplett aufgetrennt, weil die Wolle für den zweiten Socken knapp nicht gereicht hat. Es waren Kindersocken aus Resten und da habe ich mich deutlich verwogen - bzw. die Waage zu ungenau gewogen.

ein Paar Socken für das Tatortwichteln gestrickt - Wanida von Cookie A. ("Sock Innovation") aus Schoppel Admiral Ombré in einem hellen Grün mit Grau.

Socken Nr. 1/2012
Wanida von Cookie A. aus dem Buch "Sock Innovation"
für Sabine (zeena22)/Tatortwichteln
Gr. 36/37
gestrickt aus Schoppel Admiral Ombré
auf Nadeln Nr. 2,25 und 2

Für das Patenkind habe ich meine erste auf dem Spinnrad gesponnene Wolle verwendet: das Kinderlachen ist so wunderbar bunt in Genua ihren Farben. Und daraus wurde ein Cowl, inspiriert von dem Muster des Eternity Scharf (ravelry) von Michele Wang. Hat super Spaß gemacht und war blitzschnell fertig. Aus der restlichen Wolle wurden Pulswärmer und jetzt ist immer noch ein klein wenig übrig. Ich bin total fasziniert von dem Farbverlauf - schade, dass ich nicht noch mehr von dieser Färbung ergattert habe.


Gelesen:
Wenig. 
"Die Schmerzmacherin" von Marlene Streeruwitz begonnen. Und auf Seite 50 entschieden, dass ich das nicht lesen muss, weil es einfach keinen Spaß macht.

"Eva schläft" von Francesca Melandri - fast fertig. So ja/nein. Viel Südtiroler Geschichte. Eigentlich ganz interessant, aber eigentlich interessiert es mich doch auch gar nicht. Interessanter fände ich die Familiengeschichte, aber die bleibt etwas blass. Die Geschichte der Eva - irgendwie dünn. Ich würde gern mehr erfahren, über ihre Kindheit, das Leben auf dem Bauernhof, ihre Erinnerungen, ihren Freund Uli, das Leben ihrer Mutter. Da bleibt vieles dünn und an der Oberfläche. Aber ich bin noch nicht ganz am Ende, mal sehen was noch kommt.

Tja, und dann das unerfreuliche Ende der Ferien. Nicht nur, dass der Alltag wieder droht - nein, leider geht es auch meiner Schwiegermutter nach wie vor ziemlich schlecht. Der Umzug hat sie einfach ihre letzte Kraft gekostet und sie hat eine handfeste Depression. Irgendwie haben wir das alles unterschätzt und sie selbst hatte wohl irgendwie nicht mehr genug Kraft, sich ärztliche Unterstützung zu holen. So war sie am Wochenende dann völlig antriebslos, ist kaum mehr aufgestanden, hatte schon seit ein paar Tagen kaum gegessen - höchste Eisenbahn zu handeln. Jetzt ist auf ärztliches Anraten erst mal in der Klinik und ich bin eigentlich ganz erleichtert, dass sie erstmal rundum betreut ist. Und auch ganz zuversichtlich, dass sie sich bald wieder erholt.

Trotzdem - wir hatten für uns beschlossen, dass es erstmal mit Krankheiten, Umbrüchen und großen Veränderungen genug ist. War wohl noch nichts.

1 Kommentar:

  1. ...ui was ein langer post....schön von dir zu lesen...
    annette

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