15.9.08

Erfahrungsbericht Alltag

Also heute dann. Höllisch früh aufgewacht und dann konnte ich natürlich nicht mehr einschlafen. Der Beste Ehemann war sogar schon auf - Reisefieber und vielleicht auch leichtes echtes Fieber. 

Noch ein gemeinsames Frühstück und dann los - und klar wusste ich noch alle Namen und die neue Gruppe ist mit neun Frauen und Kindern megavoll, ich hatte noch keine Kursliste - aber es hat natürlich trotzdem alles geklappt. Der Raum war nicht so kalt wie befürchtet, das Material noch an Ort und Stelle - alles bestens.

Ansonsten birgt der Alltag Frust. Ey- irgendwie schaue ich heute abend schon wieder auf einen Tag, bei dem ich das Gefühl habe nichts erledigt zu haben.
Klar - ich komme erst um 14.30 Uhr wieder daheim an. Ein bisschen Wäsche, Schuhe kaufen mit dem Jüngsten Sohn, Einkaufen, Kochen, Küche aufräumen und noch einmal ein bisschen Wäsche. Abendessen. Den Rest Küche aufräumen. Und irgendwie ist der Tag vorbei.

Okay: 
Dazwischen ein kurzer (wirklich kurzer) Kaffee mit der Freundin, die ich zufällig beim Einkaufen treffe. 
Dazwischen ein Anruf den man nicht braucht vom Ältesten Sohn - man möge ihn doch bitte aus der örtlichen Klinik abholen - es war zum Glück nur ein ordentlich tiefer Schnitt im Finger.
Dazwischen ein Telefonat mit dem Nachbarn, der nach sechs Wochen Reha für die ganz Familie (Frau und Sohn nach Tumor-OP) wieder etwas optimistischer klingt.
Aber sonst: nicht gemailt, nicht gebloggt, nicht im Internet verirrt, nicht gestrickt, nicht gelesen, nicht geträumt und nicht getritschelt.

Irgendwie sind meine Tage zu kurz oder ich nicht effektiv genug.

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