22.2.09

Gesponnen

Nach dem Rotwein auf dem Sofa habe ich mich auf den Weg gemacht und mit Maria in ihrer kleinen aber feinen Wohnung einen sehr netten Abend verbracht. 

Außer meinem vermissten und bei ihr sehr gut aufgehobenen victorian-lace-Buch habe ich auch noch dies mit nach Hause gebracht:





Es ist eine Spindolyn und Maria hat sie mir geliehen und gleich Material mitgegeben. Voll infiziert habe ich noch in der Nacht ein bisschen rumprobiert. 
Das zuerst versponnene Wald-und Wiesenschaf ist sehr dick, sehr unregelmäßig und schwankt zwischen total überdreht und viel zu locker. Mit der Spindolyn zurecht zu kommen finde ich nicht einfach, habe aber natürlich auch überhaupt keinen Vergleich - ist ja meine allererste Begegnung mit einer Spindel.
Die superweichen Alpakafasern fand ich ja viel zu schade für mich und die ersten Versuche - aber siehe da, damit klappte es auf Anhieb besser. Der Faden wurde gleichmäßiger und dünner, Die Faser ließ sich viel besser ausziehen und ich bekam so etwas ähnliches wie ein Gefühl für die Spindel.
Es lässt mir keine Ruhe und so spinne ich zwischendurch immer wieder ein wenig vor mich hin, jetzt mit einer bunt gefärbten Faser, keine Ahnung welche Art von Wolle. 

Das läuft jetzt alles unter Versuch. Aber eigentlich ist mir schon lange klar, dass ich unbedingt spinnen lernen will und auch sehr sehr gerne mal ein Spinnrad im Haus aufnehmen werde. Das bedarf aber - neben dem Ansparen des notwendigen Kapitals - noch der Abstimmung und Zustimmung der restlichen Familienmitglieder. Denn Platz für das Rad wäre nur im Wohnzimmer (oder im Schlafzimmer, aber das möchte ich so etwas flusig-fusselndes lieber nicht haben).

Derweilen übe ich mich an der Spindolyn. Und dann gibt es ja noch jede Menge andere Handspindeln...





Kommentare:

  1. Nun - das ist ja ein sehr edler Beginn! (bissel neidisch guck) Es wird auch Platz brauchen für neue Spinnfasern .. :)
    LG von Katrin

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  2. uih - weiter so! und viel spaß dabei!

    glg
    die kiki

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