10.3.09

Befreit

Seit einigen Jahren haben wir einen Raum gemietet. Ein ehemaliges Atelier, hell, großzügig, mit einem extra Speicher zum Verstauen von Material. Ein Wohlfühlraum, ideal für uns - dachten wir damals.
Voller Elan bestückt und geschmückt. Dort sollten meine Kurse stattfinden, der Beste Ehemann Coachings abhalten und nebenher wollten wir dort mal vielleicht auch mal tanzen und feiern.
Ein paar Untermieter waren schnell gefunden, die uns halfen die Miete zu tragen.

Von den anvisierten Kursen blieb seit drei Jahren nur noch sporadisch ein Babymassagekurs. Durch meine Tätigkeit als freie Mitarbeiterin an anderer Stelle bin ich relativ ausgelastet und spare mir die mühsame Arbeit der Acquise und die Kosten für Werbung.
Für Einzelberatung ist der Raum doch weniger geeignet.
Fazit: ich habe vor allem Arbeit damit (putzen, Organisation der Vermietungen etc.), der Nutzen für uns blieb auf der Strecke. Aber wie das so ist - wir hängen an dem Raum, am Ambiente, an den alten Träumen und können uns nicht trennen.

Oder konnten nicht.
Denn heute habe ich ihn quasi in gute Hände abgegeben. Eine Therapeutin, mit der ich den Raum seit einem halben Jahr teile braucht immer mehr Termine dort und möchte ihn gern ganz mieten. Sie wird einiges an Material übernehmen. Wir dürfen einen Teil des Speichers weiterhin für uns als Lager nutzen. Wir können den Raum jederzeit für einzelne Tage oder Stunden mieten.
Optimal für uns.

Jetzt steht noch aus die Verhandlung mit der Gemeinde, damit die Nachfolgerin in den Mietvertrag eintreten kann. Und die Kündigung der - teilweise langjährigen - Untermieter.
Das mache ich jetzt gleich.

Und dann kommt wahrscheinlich wirklich ein Gefühl wie befreit.
(Und manches fügt sich einfach richtig gut, wenn man lange genug wartet...)

1 Kommentar:

  1. Manche Dinge fallen einem schwer und deswegen schiebt man sie lange vor sich her. Erledigt man sie dann endlich, ist man wie befreit! LG, Brigitte

    AntwortenLöschen