23.2.16

Spinnfreude

Spinnen macht mir grad am meisten Freude.
Dabei sind richtig schöne Garne entstanden.

Das erste Projekt wurde noch 2015 fertig gestellt. Versponnen sind zwei Kammzüge Merino/Seide und Polwarte/Seide in dunklem Blau mit ein wenig Lila. Wunderbar weich, wunderbar Blau. 200g mit ca. 950 Meter Lauflänge. Daraus wird wohl ein Halsschmeichler werden.


Das nächste ist ein bunter Frühlingstraum. Hier habe ich einen dibadu-Kammzug aus dem Abo versponnen, das ich vor glaube ich zwei Jahren hatte. Das Material ist Merino/Seide/Angelina. Es sollte Bestandteil eines dreifägigen Garns werden. Im Kammzug passte es gut zu den anderen, als fertiges Garn gar nicht mehr. Das wunderbare Bunt wäre komplett verloren gegangen. Also bleibt der Faden allein. Was daraus werden wir ist noch sehr unklar, erst mal erfreut er mein Auge und meine Seele an grauen Tagen wie heute. Es sind 100g mit knapp 600 Metern Lauflänge.




 Das dreifädige Projekt um Vorräte zu verbrauchen. Die einzelnen Fäden waren: ein Kammzug von dibadu in BFL superwash - blau/türkis/orange/gelb/braun/weiß, ein Kammzug von Barbara Shetland/Tussah in beige/braun/gelb/weiß und ein Riesenbatt von Karin aus vielen verschiedenen türkisen Fasern. Das fertige Garn bezaubert mich und erinnert ein wenig an Schoppel Zauberball Crazy. Es ist etwas dicker, 285g mit 455 Metern Lauflänge.


Für einen Swap habe ich die bunten Fasern gefärbt - Karneval war das Thema. Ich hatte gleich ein wenig mehr gefärbt, das mit dem Teilen der Kammzüge geht ja nicht so genau und ich wollte genug Material haben. Ein wenig ist übrig geblieben und daraus entstand dieser fröhliche knallige kleine Strang. Es sind nur 40g, dreifädig navajo gezwirnt, mit einer Lauflänge von 150 Metern.




Letztes Jahr in Friedrichshafen habe ich ein paar Batts versponnen. Der Faden ruhte jetzt fast ein Jahr auf der Spule, unentschlossen, ob er allein bleiben wollte oder sich doch mit einem anderen verbinden sollte. Jetzt habe ich noch ein paar Batts dazu gekurbelt und eine weitere Spule voll gesponnen. Zu zweit sind wie ein Tag am Meer - stürmisch, grau und blau mit ein paar Tangfäden. Dick, unregelmäßig, ein bisschen rau - 156g mit 240 Metern Lauflänge.


Das derzeitige Projekt ist Frust und Freude. Es ist ein mit Indigo überfärbter Kammzug, den ich ertauscht habe. Er lag lange im Keller, obwohl die Farbe mich sehr zum verspinnen lockt. Denn die Faser war stumpf und trocken und ließ sich kaum verarbeiten - beim Spinnen nicht ausziehen, beim Kardieren nicht auf der Trommel verteilen. Ich brauchte erst einen Tipp von einer erfahrenen Faserverarbeiterin - "gönn dem Kammzug doch einfach ein Lanolin-Bad". Eigentlich ganz logisch, so im Nachhinein betrachtet. Also gingen die Fasern baden. Das erste Mal war ich zu sparsam und vorsichtig mit dem Lanolin - die Kammzüge waren nach dem Trocknen ziemlich unverändert. Nach dem zweiten Mal ist es viel besser, dafür sehen die Fasern mittlerweile sehr zerrupft aus. Und es gibt immer noch einige sehr trockene Stellen. Ich muss die Fasern gut vorbereiten und "predraften", das Spinnen geht nicht so flott und leicht wie gewohnt - aber der fertige Faden entlohnt mich sehr für die Mühe. 
Zur Erholung spinne ich zwischendurch immer mal was Anderes. Zum Beispiel die kleinen Faser-Portionen aus dem Adventswichteln.




Wo anfangen?

...wenn Frau so lange nicht bloggt ist das gar nicht so einfach.
Ich mache es mir mal einfach und erzähle was ich gestrickt, gewebt, gesponnen habe.

Das Gestrickte ist schnell erledigt. Ich nadle zwar wie üblich an mehreren Dingen herum, aber vorzeigbar und fertig sind - ein Paar Socken. Mit ganz kurzem Schaft, so wurden sie bestellt. Verwendet habe ich ein altes Lana Grossa-Schätzchen, das ich lange gehütet habe weil es mir so gut gefällt. Aus dem übrigen Garn könnte noch etwas für das dort erwartete Baby werden, die Farben finde ich ganz passend dafür.


Das Gewebte ist auch schnell gezeigt, hat aber einen lagen Entstehungsprozeß hinter sich. Schon die Auswahl des Garns war eine schwere Geburt. Bespannt habe ich den Rahmen dann letztes Jahr im Herbst - ich glaube ein Foto zeigte ich schon - auf dem alljährlichen Strickwochenende in Kochel. Auch angewebt. Und dann bekam das Projekt eine lange Ruhepause. Über Weihnachten webte ich wieder ein Stück - und war ein wenig enttäuscht, denn irgendwie ging es gar nicht schnell voran. Gefühlt nahm die Kette einfach kein Ende und obwohl ich fast jeden Tag wenigstens kurz am Webrahmen war, hat es Wochen gedauert bis der Schal fertig wurde. 
Tja, was habe ich mir eigentlich dabei gedacht für einen Schal mehr als 3 Meter Kette aufzuspannen? Der reicht mir jetzt an beiden Seiten bis über die Fußsohlen. Und dann offenbarte sich beim Abnehmen des Webstücks, dass ich zunehmend dichter gewebt habe. Ich finde es ziemlich auffällig, auch wenn andere sagen, dass es kaum sichtbar ist. Tragen kann ich den Schal nur an kalten Tagen, denn offen um den Hals geht gar nicht wegen der Länge. Das mache ich jetzt eine Zeit lang und dann mal schauen was vielleicht sonst noch draus werden will.

Lernerfolge:
Nie wieder einfädige Tussahseide für die Kette. Durch das Auf- und Abbewegen des Kamms scheuerte sich das verwendete Garn schnell auf und ich habe es ganz genau beobachtet, dass es ja nicht zu dünn wird und womöglich die Kette reißt. Das ist dann zum Glück erst ganz zum Schluß passiert. Wegen 3 cm habe ich mir dann nicht mehr die Mühe des Flickens gemacht sondern das Webstück beendet und abgenäht.

Gleichmäßiger Weben. Wie genau ich das anstelle ist mir noch nicht ganz klar, denn das Gewebte wird ja immer auf den Warenbaum gewickelt, so dass es bald nicht mehr sichtbar ist. Ich habe allerdings auch gar nicht darauf geachtet, könnte beim nächsten Mal also besser werden.

Ganz zufrieden bin ich mit dem Rand, der ist recht gut und fest geworden.



Das verwendete Material: 
dye for yarn Tussahseide für die Kette, Wollmeise Lacegarn und Fleece Artist suri blue für den Schuss. 
Fertige Länge 2,98 Meter, Breite 36-38 cm. Gewicht 272g.

Auch wenn der Schal nicht ganz so geworden ist wie ich es mir ausgedacht hatte - ein schönes Stück.

16.1.16

Gefärbt

Hat doch ein paar Tage gedauert, bis alles trocken war und ich Bilder machen konnte - bei eher bescheidenen Lichtverhältnissen. 










9.1.16

Heute

war Färbetag. Ich glaube es ist bald zwei Jahre her, dass ich das letzte Mal gefärbt habe. Letztes Jahr habe ich neue Farben dazu gekauft - und seither warten sie im Keller auf ihren Einsatz.

Es gab sozusagen den Zwang zu färben, denn ich habe mich mal wieder zum einem "Swap for scraps" angemeldet, Motto "Karneval".  Ich hätte natürlich auch einen Kammzug aus dem Fundus nehmen können, aber ich brauche mindestens 200g einer Färbung - und da kann ich mich mal wieder von nichts trennen.

Heute habe ich fast alles im Topf gefärbt und alles mögliche ausprobiert. Die Zeit verging wie im Flug und wenn nicht irgendwann meine Kreuz signalisiert hätte, dass es jetzt mal eine andere Haltung und Bewegung möchte, stünde ich vielleicht immer noch am Färbetopf.

Verwendet habe ich den großen Einkochtopf. Denn für den Induktionsherd habe ich nur wenige gute Töpfe, da kann ich keinen zum Färben abzweigen. Die Arbeitsfläche mit Folie auslegen, Topf anschalten - und los gehts. Zwei Seiden-Hankies wurden mit dem Pinsel bemalt, alles andere wanderte in den Topf. Ich habe einiges einfach in die Farbsuppe getaucht. Andere Kammzüge wanderten ins klare heiße Wasser und wurden dort bebuntet. Das mit dem Pulver zugeben hat mich nicht so überzeugt. Mir gelang es besser, wenn ich die Farbe schon anrührte und dann recht konzentriert an die gewünschten Stellen zugab. Allerdings haben fast alles Kammzüge noch weiße oder recht helle Stellen behalten - das Verfahren lässt sich also noch verbessern. Allzu viel rühren und drücken wollte ich nicht, damit nichts filzt.

Heute habe ich alles in der Maschine geschleudert nach dem Auswaschen. Das hat gut geklappt (alles in Beutel gepackt und noch einen Bettbezug mit in die Trommel). Anschließend alles ein bisschen aufgeflufft - ein paar wenige Stellen sind tatsächlich ein bisschen filzig geworden. Vielleicht war ich noch nicht vorsichtig genug.

Zu sehen gibt es noch nix. Es trocknet alles in der Waschküche - kein Fotoort, weder Licht noch Ambiente. Mit Glück kann ich morgen schon trockene bunte Kammzüge zeigen.


6.1.16

Fürs neue Jahr

Trotz meiner Überzeugung, dass der 1. Januar nicht zwingend alles neu macht und damit auch nicht zwingend der Startschuss zur Lebensumkrempelung ist, habe ich mir in den letzten Tagen des Jahres Gedanken gemacht, was mein persönliches Motto fürs neue Jahr sein könnte.

Jademond schreibt über das "Wort des Jahres" und hat mich damit angeregt darüber nachzudenken.
In den vergangenen Jahren haben wir fast immer mit Freunden Silvester gefeiert und dann irgendwann nach Mitternacht Engelskarten gezogen. Das gefundene Wort habe ich als Inspiration benutzt und es hat mich jeweils übers Jahr begleitet. Das fand ich wunderschön.

Es ist ja keine Festlegung auf ein bestimmtes Vorgehen oder eine bestimmte Handlung. Mit so einem Wort oder Begriff kann ich sehr offen umgehen, ihn hin und her wenden, überlegen, was er mit meinem Leben und Sein zu tun hat. So ergeben sich ohne großen Plan zahlreiche kleine Veränderungen.
"Ich habe genug" war zum Beispiel so ein kleiner Satz der übers Jahr hinaus gewirkt hat und immer noch wirkt. Das kommt mir bei soviel Gelegenheiten in den Kopf, betrifft meinen Konsum, den Umgang mit Hab und Gut. Auch immateriell - wovon habe ich genug, aber auch wo bin ich bedürftig.

In diesem Jahr haben der Beste Ehemann und ich ganz allein Silvester gefeiert, selbst gewählt und freudig. Nur wo sollte ich jetzt meine Jahresinspiration herbekommen? Und siehe da, beim drüber Nachdenken kam das Wort fast von allein zu mir.

2016 wird mich "Ordnung" begleiten.

Ich bin nicht sehr ordentlich und das bezieht sich auf alle Lebensbereiche.
Ein Teil wird also sein mehr Ordnung ins Haus zu bringen. Leichter wird das werden, wenn ich mich außerdem von einigen Dingen trenne (wo wir wieder bei "ich habe genug" sind).

Ordnung und Struktur will ich aber auch in meine Pläne bringen, meine Vorhaben und Ideen. Wie oft vergeht das Wochenende, für das ich so viele Ideen hatte, mit planlosem hier ein bisschen und da ein bisschen was wegräumen, lesen, im Netz unterwegs sein (ich schau nur schnell was nach und bleibe gleich eine Stunde dort hängen - das Ding heißt nicht umsonst Netz, es ist manchmal wie ein klebriges Spinnennetz für mich). Um dann am Sonntag Abend gestreßt zu sein, weil Gewünschtes und Notwendiges nicht erledigt ist.
Und so gern ich spontan wäre - dafür bin ich letztlich zu wenig entscheidungsfreudig. In dem schwierigen Entscheidungsprozess bleibt dann häufig die ganze spontane Idee auf der Strecke.

Auch größere Projekte wie: "ich könnte mal wieder Cellostunden nehmen" fallen dem planlosen und ungeordneten Alltag zum Opfer. Und diese ewig gestressten auf den letzten Drücker gemachten Vorbereitungen für Kurse, Weiterbildungen etc. Besser Arbeiten unter Druck ist zumindest in letzter Zeit eher eine Ausrede. Ich glaube ich würde mit weniger Druck und mehr Zeit tatsächlich zufriedener arbeiten können (und das ist doch eigentlich besser).

Für diese Ordnung brauche ich auch etwas anderes als meinen virtuellen Kalender auf Handy und Laptop. Der ist prima für meine Termine und den Abgleich mit der Familie. Für alles andere lässt er mich schmählich im Stich. Ich kehre also in diesem Jahr reumütig und freudig zu Papier zurück.

Ich bin gespannt und voller Erwartung, was das Wort "Ordnung" für Veränderung in mein Leben bringt und wie nachhaltig es wirken wird.

31.12.15

Das war 2015

Der unvermeidliche Jahresrückblick?

Ich vermeide ihn in der Zeitung, die teilweise schon vor Weihnachten begonnen haben die Toten und Lebenden des Jahres aufzuzählen und zu ehren. Im Fernseher suche ich nach den Programmen die einfach einen Film zeigen oder schaue etwas aus der Konserve.

Für mich ganz privat schaue ich mir das vergangene Jahr an, wende es ein bisschen hin und her, schaue möglichst auf die Dinge die gut waren, was geglückt ist, mir Zufriedenheit geschenkt hat, wo und wann ich mich gesund gefühlt habe, ausgeglichen war. Das hilft mir auch in vermeintlich weniger guten Jahren zuversichtlich ins neue hinüber zu gehen.

Letztlich ist das ja alles ein einziger Weg. Wir fangen im neuen Jahr nicht irgendwo wieder neu an sondern machen genau da weiter, wo wir vor Mitternacht aufgehört haben.
Für mich sind die "Raubnächte" und die Zeit dieses Übergangs dennoch immer etwas Besonderes. Wenn ich nicht arbeiten muss, genieße ich die Muße und den Rückzug. In diesem Jahr habe ich keinen Urlaub - ich spüre aber selbst in der Arbeit die Besonderheit dieser Zeit. Wie ein zartes Innehalten, sich Besinnen, ein kleines Aufräumen und Ordnung schaffen, sich orientieren und neu ausrichten.

Ich werfe einen knappen Blick auf mein Blogger-Jahr:

Weniger geschrieben und hin und wieder drüber nachgedacht, wo ich eigentlich hin will mit meinem Blog - das ist noch im Prozess.
Weniger andere Blogs gelesen, kaum kommentiert, mich überhaupt weniger "gezeigt". Ich habe LeserInnen verloren, bekomme weniger Kommentare - eine logische Folge.

Meiner Hände Arbeit:
Gestrickt:
6039 Meter Garn in 20 Projekten verarbeitet. Meine liebsten und am häufigsten getragenen Projekte sind der Pfau und Aiolos.

Gesponnen:
9103 Meter in 12 Projekten. Fast ausschließlich auf dem Spinnrad. Am Spinnrad sitzen ist einfach pure Entspannung und manchmal auch wie eine Meditation. Leider entspannt meine Rücken sich nicht so mit, weshalb lange Sitzungen am Spinnrad eher die Ausnahme geworden sind.
Das einzige (fertiggestellte) Handspindelprojekt war der Auwald, das fertige Garn liebe ich besonders und habe es zeitnah in den Pfau verwandelt. Ich habe einige Batts gekurbelt und mag es sehr diese zu verspinnen.

Gewebt:
Den Webstuhl habe ich mittlerweile zum dritten Mal bespannt. Ich webe sehr unregelmäßig, aber es macht mir viel Freude und ich bin ganz zufrieden mit den Ergebnissen. Voller Vorfreude webe ich am derzeitigen Projekt, das ein hoffentlich großzügiger Schal für mich wird.

Genäht: Hosen gekürzt - sonst nichts.
Gefärbt - entfällt, in diesem Jahr nur Farben gekauft.

Gelesen: ganz wenig! und das macht mich tatsächlich unzufrieden...

Gekocht und gebacken: viel und mit Freude

Ich habe zwei - nein drei - wunderschöne Urlaube verbracht und mehrere sehr schöne Ausflüge gemacht. Zwei einzigartige Wochenenden waren ganz dem Spinnen und Stricken gewidmet.
Der Sommer war mir zu heiß und hat mich gelähmt. Mein Fahrrad blieb oft stehen, weil das Radeln zur Mittagszeit auf glühendem Asphalt keinen Spaß bringt.

So, das wars.

Euch allen ein gutes, gesundes und zufriedenes neues Jahr - kommt gut hinüber.


26.12.15

Weihnachtsspinnen


wie im Frühling im Garten...


Frohe Weihnachten - verspätet....




Nach anstrengendem und aufregenden Tagen vor den Weihnachtstagen mit einer schweren Erkrankung und einem Unfall (und damit zwei Verwandten in Krankenhäusern) hatten wir zwei erstaunlich gemütliche und fröhliche Tage. Beiden Kranken geht es glücklicherweise wieder viel besser. 

Ich hoffe ihr alle hattet ebenfalls schöne, entspannte, friedliche Tage. 





15.12.15

Weihnachtsgebäck

Wir essen gar nicht so viele Plätzchen. Genau genommen sind von den bisher gebackenen kaum welche in Mund und Magen gewandert. Trotzdem - Advent ohne Backen geht gar nicht. Und wenns nur ein paar wenige sind - Teig machen, Nüsse mahlen, hantieren mit Nudelholz und Ausstechformen, die Wärme vom Ofen und der unvergleichliche Duft nach gerösteten Nüssen und Gewürzen - für mich ein unverzichtbarer Bestandteil der Vorbereitung auf Weihnachten. 

Diese Jahr habe ich mit altbewährtem begonnen und teile mal zwei Lieblingsrezept mit euch: 

Haselnussringe aus dem Backschatz meiner Oma - ich backe sie als Sterne und Herzen und sie sind für uns das, was in anderen Familien die Butterlätzchen sind, verziert mit Zucker und bunten Streuseln.



Rezept:
250g Butter
250g Zucker + Vanillezucker
1 Ei
125 geriebene Haselnüsse

Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen. Einige Stunden kalt stellen.
Teig (messerrückendick) auswellen und Ringe (oder Stern) ausstecken. Mit grob gehackten Haselnüssen und/oder Hagelzucker bestreuen (oder bunten Zuckerstreuseln)
Bei Mittelhitze goldgelb backen.


Schokoladenbrot gehört seit meiner Schulzeit zum Repertoire - das sind jetzt schon fast vierzig Jahre! Das Rezept kommt von der Frau meines Musiklehrers, bei dem wir nach intensiven Chorproben hin und wieder privat in der Küche saßen und verköstigt wurden. Die intensiv schokoladigen und saftigen Würfel waren bei uns allen damals ausgesprochen beliebt und fehlen seither in keinem Jahr auf dem Plätzchenteller. Weil sie so feucht sind brauchen sie ein wenig Aufmerksamkeit bei der Aufbewahrung - es ist tatsächlich schon passiert, dass sie in der Blechdose geschimmelt sind! Devise also: schnell genug aufessen - was wahrlich kein Problem ist.


Rezept:
6 Eier
250g Zucker
250g Butter
250g geriebene Mandeln
250g geriebene Schokolade
100g Mehl
Kuvertüre zum Glasieren

Eier, Zucker, Butter schaumig rühren. Schokolade, Mandeln und Mehl unterrühren (bei mir auch ein paar Weihnachtsgewürze nach Lust und Laune, evtl. auch einen Schuss Rum).

Teig auf ein gut gefettetes Blech streichen. Bei 150° ca. 20 Min. backen. Noch warm glasieren und anschließend in Streifen schneiden.

Heute war noch mal große Backorgie. Mit Unterstützung von meiner Mutter - die sonst gar nie mehr bäckt, aber Lust hatte es mal wieder zu tun - entstanden Spritzgebäck, Florentiner, eine Art Zimtsterne in Streifenform und (mein absolutes must have) Linzer Sternchen. Lecker!







13.11.15

AKM ROCKS! - BENEFIZKONZERT




Spät kommt die Einladung und Werbung zur Benefiz-Veranstaltung des Ambulanten Kinderhospiz München. Vielleicht hat jemand von euch Zeit und Lust - ein sehr zu unterstützendes Projekt.

Und außerdem spielen Bulls I (der Jüngste Sohn und sein Freund) !!

Gesponnen

Meine Fasern und das Spinnrad lassen mich grad nicht los.

Das Lila ist komplett versponnen. Wieder ein dickeres und flauschig weiches Garn. Ich finde ja, dass grad die Batts viel wirkungsvoller werden, wenn sie nicht dünn ausgesponnen und ein wenig unregelmäßig sind. Ist ganz gut gelungen bei diesen Fasern.
Gschlampert aufgewickelt sind sie und lassen sich nicht zu richtig schönen Zöpfen drehen, schon gar nicht zu passablen Schnecken - einen Eindruck bekommt ihr trotzdem.



Die nächste Faser lag schon lange und tief unten in der Kiste - gefärbt vor Jahren bei meinen ersten Kammzug-Färbe-Versuchen. Ich glaube, diesen Kammzug habe ich zweimal gefärbt, weil die Farben einfach nicht kräftig werden wollten. Die Fasern fühlten sich ein wenig störrisch an, obwohl 100 % Polwarth ja kuschelweich sein sollte. Letztlich lassen sie sich aber gut auseinanderliegen und ein wenig vorgezogen laufen sie dann auch leicht ins Rad. Obwohl viel Blau und Grün dabei ist, wirken die Farben herbstlich - alles ein bisschen gedeckt, nicht knallig. Passt gut zu meinem momentanen Lieblings-Spinnplatz auf der Terrasse.


November - Bewegung

Was für ein unglaublich warmer und sonniger November. Ich fühle mich noch ganz sommerlich, trotz kurzer Tage und früher Dunkelheit.

Lange bin ich nicht mehr in die Stadt geradelt - im Sommer war es mir zu heiß, danach fand ich viele Ausreden von untrainiert, Rad nicht aufgepumpt, zu viel Gepäck, zu wenig Zeit...
Vorgestern hab ichs dann endlich mal wieder getan, bin früh genug los und bei erstaunlich warmer Temperatur losgefahren - es war wunderbar, durch den Park und an der Isar entlang im weichen Morgenlicht.
30 km, 100 Minuten. Tut dem Bewegungskonto mal so richtig gut.

2.11.15

November - Sonne und Farben sammeln

Ich habe (zu) viele Überstunden. Also habe ich mir zwei Tage frei genommen - und so geschickt gewählt! Ein Traumwetter!

Der Beste Ehemann wollte schon so lang mal nach Linderhof - also auf!
Es ist Nachsaison und außer zur Schlossbesichtigung waren kaum Menschen unterwegs. Im Park stille Herbststimmung, warme Sonne, Laubgeraschel. Alles ist schon eingepackt und winterfest gemacht. Keine prächtigen Skulpturen, keine Kaskade, keine Blumen. Herbst eben.




1.11.15

Gesponnen und gewebt

Ein paar fertige Sachen habe ich euch noch gar nicht gezeigt.

Zum Beispiel mein zweites Web-Experiment. Für einen richtigen Schal ist es zu kurz geworden - trotz mehrfach rechnen und messen. Ich habe nicht genügend Einsprung in der Länge einkalkuliert.  Wieder was gelernt.
Verwendet habe ich für die Kette Reste von gekaufter Merinowolle, ich glaube von ggh, für den Schuss die Reste von den Wassernixen (handgesponnen und bereits für Aiolos verwendet). 


Die Farben sind doch einfach wunderbar! Ein paar Webfehler geben dem Stück die individuelle Note und über den zu Beginn recht ungleichmäßigen Rand sehe ich mal wohlwollend hinweg. Was daraus jetzt werden wird ist noch unklar. Vielleicht ein Tasche. Wobei nähen nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört, aber das wird sich lernen lassen.

Meine Lust am Spinnen ist wieder da. So wurde die Waldhexe ganz flugs in ein wunderbar weiches und fluffiges Garn verwandelt. Dicker spinnen erfordert tatsächlich viel Konzentration. Es war also ein kurzes, fokussiertes Vergnügen, diesen Kammzug von melinoliesl zu verwandeln. (Wirklich schade, dass sie bald keine Färbungen mehr verkauft.)




Ich habe ein wenig in meinen Vorräten gestöbert - dabei komme ich mir immer ein bisschen vor wie Dagobert, der in seinen Geldspeicher springt. Manchmal ist der große Vorrat eben doch einfach nur schön! Die Kardiermaschine steht jetzt für ein paar Tag in meinem Arbeitszimmer und wird mit diversen Fasern gefüttert. Die ersten gekurbelten Batts sind gleich aufs Spinnrad gesprungen - sie sehen nicht besonders spektakulär aus und sind auch schon wieder lila. Das ist gar nicht meine Lieblingsfarbe und trotzdem habe ich davon so viel - das wird jetzt einfach mal verarbeitet.







Morgenspaziergang im Nebel




27.10.15

Wieder da

Zurück aus dem Urlaub und aufgetaucht aus den Alltags-Stürmen, die unmittelbar nach Urlaub über mich hinwegfegten.

In der Arbeit waren gleich mal alle krank und ich arbeitete mehr und länger als sonst. Neue Kurse haben begonnen. Die bevorstehenden Chorkonzerte brachten Zusatzproben und ein Probenwochenende. Dazu vergnügliche Freunde-Termine und Spinntreffen - schwupps, waren die Tage rum.

Gestrickt, gesponnen, gewoben und gelesen habe ich wenig, irgendwie unproduktiv. Ich habe die Zeit wohl gebraucht, um die vielen und vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten, das gelingt manchmal gut wenn die Hände beschäftig sind. Und manchmal besser, wenn ich einfach gar nichts tue außer vor mich hin zu sinnieren.

Ein paar wenige Ergebnisse kann ich euch aber zeigen - und meine Leseliste bekommt auch ein paar wenige Nachträge.


Das Garn aus dem letzten Post ist fertig. Wie gewünscht eine Fadenstärke zwischen Sport und DK, schön fluffig-weich. Das dunkle Blau hat beim Waschen ausgefärbt und das Weiß in zartes Hellblau verwandelt - was dem Garn unglaublich gut steht. Ich bin ganz zufrieden. Es sind knapp 600 Meter Lauflänge - mal sehen was draus werden wird. Erst mal wandert es in den Garnvorrat.


Aus dem wunderschönen Auwald-Kammzug (von dibadu) und Garn wurde ein Cowl, der den Farbverlauf richtig zur Geltung bringt. Ich muss unbedingt mal noch ein schöneres Foto machen, aber einen kleinen Eindruck bekommt ihr hier schon mal.

Tja und das wars dann quasi auch schon. Mittlerweile habe ich noch eine Färbung von melinoliesl versponnen und gezwirnt. Sie ist noch nicht ganz trocken und auch noch nicht fotografiert. Fertig gestrickt sind noch ein paar Kindersocken und neu begonnen (noch kein Foto) eine verschlusslose Jacke nach einer Anleitung von Heidi Kirrmaier aus etwas dickerer Wolle. Das sollte eigentlich schnell gehen - aber auch sie wächst sehr gemächlich vor sich hin.


19.9.15

Blau machen

auch auf dem Spinnrad - weiß und blau ist der Kammzug, der eine mehr weiß, der andere mehr blau. Der mehr Weiße ist schon auf der Spule, der Blaue noch in Arbeit. Das ganz wird etwas dicker und vermutlich sehr fluffig - bin schon sehr gespannt aufs Endprodukt. Und weil ja dieses Mal nicht so dünn ist, gehts auch schnell. Die Anna reist ja mit uns - es wird wohl bald ein Ergebnis zu zeigen sein.



18.9.15

Vor dem Urlaub

Diesmal überwiegt die Vorfreude. Das sonst im Vorfeld auftretende Gefühl "ich würde jetzt doch lieber zu Hause bleiben, ich könnte es mir hier doch so gemütlich machen und dies und jenes erledigen, müsste nicht packen, warum fahren wir eigentlich weg...." bleibt aus.

Heute wurde der Garten aufgeräumt und alles was nicht mehr richtig wächst ausgetopft und abgeschnitten. Angeblich kommt ja ein früher Winter.
Der Beste Ehemann hat das Haus geputzt. Die Wäsche ist gewaschen und die letzten Teile sind fast trocken. Morgen kann ich also in aller Ruhe packen und habe genügend Zeit die schwerwiegenden Fragen - welche Bücher, welches Spinnzubehör, welches Strickzeug darf mitreisen - abzuwägen.

Reisefieber - Vorfreude




16.9.15

WW - Wolliges Wochenende

Schon zum dritten Mal haben vier verstrickte und versponnene Frauen gemeinsam ein wunderbares Wochenende in Kochel verbracht. Es waren lustige und ernste Gespräche, es war manchmal ganz still, es war auf jeden Fall arbeitsreich und auch reich an Genüssen für Zunge und Augen. Es wird wiederholt - und wir brauchen mehr Zeit, das nächste wird ein langes Wochenende!

Ein paar Impressionen


Kochel empfing uns mit sanftem Regen - Blick auf den Herzogstand (ich bekam nochmal eine kurze Einführung in die Gipfelkunde und bin mir jetzt sehr sicher, dass dies wirklich der Hervorstand ist)


und noch einmal der Herzogstand in der Morgensonne


Hier wird in Lieblingsfarben gestrickt


die geheimnisvolle Maschine - und was Frau damit alles machen kann


Entwicklung unter Hitze


Webprojekt - erste Schritte


Und zwischendurch Gaumengenuß mit der Schmied-von-Kochel-Torte


Fortschritte beim Bespannen


Fortschritte bei den Papierarbeiten


Relaxen auf dem Balkon


Spinnfreude



und angewebt...

So ein Wochenende ersetzt locker eine Woche Urlaub. Und das mitgereiste Equipment vermittelt auch eher den Eindruck eines mehrwöchigen Aufenthalts. Wir haben in der Regel jede einen Plan, an was wir arbeiten wollen - doch wer weiß schon, was das Wochenende so bringt und so sind wir alle immer für mehrere Möglichkeiten ausgestattet. Einzig die Wanderschuhe fehlen im Gepäck - in der Regel bewegen wir tatsächlich nur die Nadeln  und Spinnräder. Ist ja schließlich ein Arbeitswochenende.