10.10.09

Wollmarkt - Impressionen

in Vaterstetten


Drechseln von Kreiseln


Kürbisse

Olivenöl aus Kreta - lecker!

gefilztes
Wollmeise Button - überraschend auch einer für mich
kann auch so getragen werden




und - unverkennbar - Wollmeisen

Jacken - gefilzt

ohne Worte...


(und fotografiert hat der Beste Ehemann)

9.10.09

Freitag abend

Der Beste Ehemann blockiert das Wohnzimmer - die monatliche Schafkopfrunde findet heute Abend bei uns statt.
(Die Schafkopfmannschaft rekrutiert sich aus dem männlichen/väterlichen Teil der Krabbelgruppe des Ältesten Sohnes. Die Söhne treffen sich nicht mehr. Die Mütter nur noch extrem selten und eher zufällig. Nur die Männerrunde hat überlebt)

Das ist sehr schade, weil Frau Strickwerk ist etwas erschöpft und würde sich gern aufs Sofa lümmeln. Das geht aber nicht. Die Schafkopfer würde es nicht stören, aber sie stören Frau Strickwerk. Die ein Bedürfnis nach Ruhe hat. Und gleichzeitig nach platten TV-Filmen.

Weil es war recht anstrengend heute. Die Gruppen waren intensiv, die Gespräche, die Mütter, die Kinder haben mich irgendwie sehr gefordert.
Das Mittagessen war lecker, aber das Gespräch über Schule öffnete die Tür für meine grad recht hohe Unzufriedenheit mit dem System an sich und unserer Schule im Besonderen.
Die Fortbildung beschäftigte sich mit psychischen Krisen rund um die Geburt. Auch kein leichtes Thema.

Jetzt ists genug.
Obwohl der Schreibtisch (auf dem der Computer mit TV-Karte steht) zur abendlichen Arbeit mahnt, werde ich den Bildschirm jetzt in Richtung Sessel drehen, solange durchs TV-Programm zappen bis irgendwas blöd genug ist, dass ich nicht mitdenken muss (was wahrscheinlich gar nicht lange dauert) und dann mit Strickzeug und Tee den Abend auströdeln lassen.

Die Crooked-Cables machen übrigens total Spaß. Die wehe Muskulatur im Nacken wurde gerade mit leichtem Schmerzmittelchen gedimmt und ich werde ganz unvernünftigerweise ganz viel stricken.

7.10.09

Lolita und Schleier

Fertig gelesen und viel Zeit dafür gebraucht: Lolita lesen in Teheran von Azar Nafisi.
Die Autorin beschreibt ihre Zeit als Dozentin für Literaturwissenschaft im Iran in den 80er und 90er Jahren. Sie schreibt über Literatur, über Werke von Nabokov, James, Austen, immer im Zusammenhang mit ihrer Lehrtätigkeit, mit den Umständen im Iran und den Beschränkungen des totalitären Systems, den überzeugten und zwangsangepassten Studenten und ihren Reaktionen auf die "verachtenswerte" Literatur westlichen Länder. Daneben beschreibt sie ihr Leben und das ihrer Familie und einer Gruppe Frauen, die sie in der letzten Zeit vor ihrer Auswanderung privat unterrichtet.
Das Buch war für mich nicht einfach zu lesen, zumal mir die meisten Werke, über die Nafisi schreibt unbekannt sind (im Sinne von nicht gelesen). Auch meine Kenntnisse über die Vorgänge im Iran, die Revolution und das Leben dort sind eher dürftig. Die größte Bremse war jedoch meine Betroffenheit - immer wieder musste ich Lesepause machen, weil ich so erschüttert war über die Umstände, unter denen dort Frauen - wohl immer noch - leben.
Das Buch macht mir einerseits Lust, die dort erwähnten Werke mal zu lesen. Andererseits sehen ich mich auch nach banaler Unterhaltung, schnell und ohne viel Nachdenken gelesen.

Besonders für mich auch: das Buch bestätigt meinen Eindruck, dass Literatur in ihrer Wirkung nie objektiv ist, sondern immer durch den Spiegel des Lesers verzerrt wird - seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen, seine Gefühle, seine Persönlichkeit beeinflussen die Wirkung von Worten, er verbindet sie mit seinen persönlichen Umständen und so bekommt jeder irgendwie seine ganz "eigene" Geschichte.

Im übrigen

eine Massage und eine Wärmepackung bei der einzigartigen Physio-Frau sowie die Einname von Schmerzmitteln (ich hab dann doch klein beigegeben) wirken sehr erlösend und mildernd auf den Schmerz im Nacken.
So lässt sich der vermutlich letzte richtig warme Spätsommertag gut im Liegestuhl aushalten. Buch fast fertig gelesen!


Manchmal

ist es auch nervenzerfetzend, dass meine jüngeren Kinder so gerne und pausenlos Musik machen. Jetzt grade zum Beispiel.

6.10.09

Socken




Nr. 13
Welsh Country Stockings /ravelry-link) aus Nancy Bush' Folk Socks als Socken mit langem Schaft und Zwickelabnahme an den Waden
gestrickt aus Superba 100, ein Wolle/Baumwoll/Poly-Gemisch, angenehm weich und doch stabil
auf PonyPearl Nadeln Nr. 2
in Größe 40/41 für ein sehr nettes Mädchen (bzw. eigentlich schon junge Frau)

Nr. 14
Stinos
aus Ewas Sockenwolle in Wildem Grün
auf Bambusnadeln Nr. 2,5
in Größe 39
für mich (und das Foto ist irgendwo verschwunden)


Nr. 15
Creeping Vines Socks (ravelry-link) von Evelyn Skae, die Anleitung habe ich letztes Jahr beim Knit-n-sip von Petra bekommen.
aus Rellana Flotte Socke colori
gestrickt auf knitpicks Nr 2,5
Größe 41/42 - für den Vorrat

Das Muster ist zwar nicht schwer zu stricken, aber ein bisschen lästig, weil ich mir den Mustersatz einfach nicht merken konnte und deshalb immer das Blatt mit dem Chart dabei haben musste. Entsprechend zog sich das Stricken ein bisschen hin. Total gut gefällt mir die Verteilung des Musters - da entsteht so ein Lochstreifen in der "rückwärtigen Mitte", wenn ihr wisst was ich meine.
Petra hat mir andere und viel schönere Wolle dazu geschenkt, die wird dann auch für mich verstrickt, vielleicht auch mit diesem Muster.

Ansonsten entstanden noch ein Paar Stulpen in bewährtem Muster in schwarz für meine Schwägerin, die sie dann auch unauffällig bei den Konzertauftritten tragen kann. Ohne Foto, weil eh unfotografierbar. Und ein bisschen rumgenadle an der Bordüre des Lace-Shawls und am nie fertig werdenden Sommerpulli.

Zwei

Schweigend saß der alte Indianer mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Die Bäume standen wie dunkle Schatten, das Feuer knackte und die Flammen züngelten in den Himmel.

Nach einer langen Weile sagte der Alte: "Manchmal fühle ich mich, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere aber ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?", fragte der Junge.

"Der, den ich füttere", antwortete der Alte

(aus "Andere Zeiten" Magazin, 3/2009)

Selbst schuld

Ich nehme mir schon lange vor da endlich mal anzurufen. Obwohl ich extrem ungern dort erscheine. Aber irgendwie spür ich, ich sollte mal wieder hingehen. Zum Arzt.

Und weil ich natürlich trotz aller Warnsignale eben doch nicht angerufen habe und erst recht nicht dort war, hab ich jetzt die Quittung. Also ungeliebtes Notfallprogramm. Wieder den Arzt nehmen, der zwar hier im Ort ist und auch ganz nett, aber halt mit seinen Behandlungsmethoden eher nicht meinen Vorlieben entspricht. Dafür stellt er vermutlich widerspruchslos das Rezept für Massage aus, das ich jetzt gerne hätte. Und dann hoffen, dass die tolle Physio-Frau, die ich vor langer Zeit mal hatte immer noch in der gleichen Praxis tätig ist und ganz schnell Zeit hat.

Weil - eigentlich spüre ich ja schon seit Wochen, dass sich da unter meinem rechten Schulterblatt was anbahnt, was sich jetzt von dort den Weg über Schulterblatt und Oberarm bis zum Hals gebahnt hat.
Auf eine lange Autofahrt mit dem Besten Ehemann um ein neues gebrauchtes Auto zu erwerben verzichte ich deshalb lieber. Haushalten geht eingeschränkt. Radfahren zum Einkaufen eher gar nicht. Stricken auch nicht. Bei Licht betrachtet ist auch der Computer nicht zuträglich. (Morgen im Laden arbeiten wohl auch nicht.)

Dann mal kleine Einreibung mit Volt*ren, warmen Schal um den Hals und auf zum Doc.

Danke übrigens für eure guten Wünsche! Tut gut, wo ich grad ein bisschen in Selbstmitleid versinke.

5.10.09

Steif

der Hals. Und schmerzhaft. Jede Bewegung und jede Haltung.
Ganz blöd das.

4.10.09

Herbst

auf der Terrasse. Die Sonne wärmt, der Wind ist mehr kalt als kühl - häufiges Stühlerücken, immer der Sonne nach.

auf den Nadeln. Crooked Cable Socks (pdf) von Sockbug in wunderbaren Herbstfarben - ich kann mich nicht erinnern woher die Wolle kommt, liegt schon ziemlich lange im Keller und ganz vielleicht war sie sogar selbst gefärbt.

(und ich hab grad wieder richtig Lust zu stricken seit einem kleinen Stricktreff am Freitag. Aber mehr was Neues anzufangen als die Altlasten endlich fertig zu machen...)

30.9.09

Chiemsee im Bild

Tautropfen auf der Wiese - Morgenspaziergang im sich lichtenden Nebel

Naja, das Spinnennetz kann man nicht so gut sehen.

Der Raddampfer brachte uns
zur Fraueninsel (vorher war das Schloss Herrenchiemsee, aber da gibts kein Foto)

Gewandert. Von Sachrang zum Moosbauern und über die Ölbergkapelle zurück

Ich schwänze gerade

den Elternabend des Jüngsten Sohnes. (Nach vielen Jahren und stets pflichtbewussten Besuchen aller Elternabende, Elternsprechtage und fast aller Elternstammtische)
Fast ohne schlechtes Gewissen.

Und ich glaube ich versäume - nichts.


29.9.09

Dabei

Diesmal bin ich wieder mit von der Partie:





Chiemsee mit Panne

Schön wars am Chiemsee - wie immer fällt schon beim Betreten des Grundstücks jegliches Alltagsgedöns von mir ab. Und das war diesmal besonders nötig. Denn: kaum losgefahren machte das Auto die Grätsche - die Servolenkung steigt aus, es qualmt aus dem rechten Radkasten und die Geräusche klingen nach Endzeit. Der Beste Ehemann schafft es noch auf einen komfortablen Parkstreifen abseits der Hauptstraße.
Und dann: telefonieren und warten.
Die R*nault-Mobilitätsgarantie ermöglicht Abschleppen in die nahe Werkstatt und einen Leihwagen. Der allerdings lässt geraume Zeit auf sich warten.
Statt auf der Terrasse mit Blick auf den See sitzen wir also in der Werkstatt und warten - bis dann tatsächlich ein A*di Q5 auf den Hof steuert - ausgestattet mit allen Schikanen. So einen Luxus hatten wir nicht erwartet.

Ab da war dann alles gut: bestes Wetter, gute Laune, Erfahrungsaustausch und viel Spaß, leckeres Essen und schöne Ausflüge.

Und die Fotos - die liegen diesmal im iPhoto und ich will endlich mal austüfteln wie ich die von dort direkt hier rein bringe - das muss doch irgendwie gehen.

22.9.09

Im Vorbeigehen

noch kurz gebloggt:

Mein Vater hat Geburtstag. 90 Jahre! Zwei Tage voller Besuche endeten heute Abend mit einem vorzüglichen Essen.

Morgen gehts an meinen geliebten Chiemsee (und vielleicht kann Frau ja noch mindestens ein Kurzbad nehmen, Badeanzug ist jedenfalls eingepackt)

Von dort am Samstag sehr sehr früh direkt zu einem Fortbildungs-Wochenende.

Und Knit'n sip startet wieder - ich bin dabei. Freu!

20.9.09

Ganz schön alt

fühle ich mich heute nach der wochenend-langen Geburtstagsfeier des Freundes in einer Jugendbegegnungsstätte. Schön wars dort, das Haus bar jeden Komforts, aber sehr sauber, sehr gut durchorganisiert, ein schöner Dreiseit-Hof mit hübschem Innenhof, Ausblick auf Jungochsen und -bullen, schönes Herbstwetter. Ruhiger Beginn am Freitag mit einem überschaubaren Anteil an Gästen (da konnte ich noch alle Namen). Rauchiges Lagerfeuer aus zu feuchtem Holz, vier Gitarrenspieler und eine Querflöte und diese ganzen alten schönen Songs - auch die Jugend hat gerne mitgemacht. Den Sekt zum Anstoßen gabs aus einem kunterbunten Sammelsurium von Gläsern und das Tablett sah oberwitzig aus.

Der Samstag dann mit einer stetig zunehmenden Gästezahl und bald war mein Fassungsvermögen für neue Namen erschöpft. Der Abend verging mit leckerem Essen (Catering durch eine Gruppe Landfrauen, die überwiegend regionale Produkte verwenden und ein ausgesprochen leckeres und vielseitiges Buffet erstellt haben), vielen lustigen Darbietungen und tanzen, tanzen, tanzen.

Resümee:
Es macht Spaß so lang zu feiern, aber es ist echt anstrengend.
Im Matratzenlager schlafen geht nicht mehr so gut, statt Ohrstöpsel hilft aber auch der iPod. Die Nacht durchtanzen geht noch, auch barfuß. Schon in der Nacht beschwert sich die Hüfte und der noch nicht ganz wiederhergestellte Zeh. Tags darauf die aufgeplatzte Hornhaut an der Ferse - ein wenig fußlahm heute.
Zwei so kurze Nächte haben eine lähmende Wirkung, die auch durch intensive Koffeinzufuhr nur wenig gemildert wird.
Es gibt so Ecken in Bayern, die mich mit ihrer Schönheit total überraschen.

18.9.09

Kurzmeldungen

Schule läuft als wär nie Pause gewesen. Bücher sind fast alle eingewickelt - der Mittlere Sohn macht das selbst - irgendwann. Stundenplan ist übersichtlich, im Moment werden noch alles Hausaufgaben erledigt und die guten Vorsätze greifen noch.
Erste Elternbeiratssitzung war erstaunlich komprimiert und knapp. Es sieht gut aus, dass die Schule ab November wieder über einen Betreiber für die Mensa verfügt. Und der macht sogar noch einen guten Eindruck. Wir sind gespannt.

Arbeit läuft. Ich trainiere mein Gedächtnis indem ich mir die Namen von Müttern und Kindern in vier neuen Kursen merke (Väter geht ganz leicht, dass sind immer nur so wenige...).

Feiern läuft. Ein guter Freund wird 50 und lädt zu einem ganzen Wochenende auf einen alten Pfadfinderhof. Ab heute. Sonntag dann schnell zurück und die Vorbereitungen für den Feiermarathon des 90. Geburtstags meines Vaters treffen. Danach Wiedersehen mit den Frauen meiner letzten Ausbildungsgruppe am Chiemsee.

Benediktbeuern und Textilmarkt fällt leider aus - wegen obiger Geburtstagsfeier, die wieder mal in der ganz anderen Himmelsrichtung stattfindet. Schade. Aber nächstes Jahr dann hoffentlich endlich!



15.9.09

Schule - Einkauf

Bisher nur:
Deutschlektüre Mittlerer Sohn Pflichtbücher (noch keine ergänzenden Materialien, die kommen evtl. auch noch dazu) - 35.-€
Geschichte ergänzende Arbeitsmittel - 5.-€
Ergänzende Arbeitshefte und Grammatik Französich Jüngster Sohn - 30.-€
Deutschlektüre für ihn - 8.-€
Hefte usw. rechne ich jetzt gar nicht mit, die liegen als Lagerware im Keller.

Das war erst der erste Tag: 78.-€ (eigentlich mindestens 90.-€ wegen Heften, Stiften, Folien...)

Dazu demnächst: neue Schuhe, neue Winterjacken, Handschuhe...

Herbst nach dem Urlaub ist finanziell einfach immer ein Desaster.

Schule

"L. goes Abi!" verdient eine pinke Schultüte, randvoll mit Süßigkeiten - der Mittlere Sohn hat die Oberstufe erreicht, was in Bayern gleichbedeutend mit "alles neu" ist. Bei mir war damals die Kollegstufe ganz neu. Und vielleicht ist das "alles neu" besser, als ich im Moment glaube.
Der Sohn kam jedenfalls ganz zufrieden nach Hause - mit den Lehrern lässt sich leben für die restliche Schulzeit und selbst die kunterbunt neu zusammengewürfelten Klassen lassen sich aushalten - schließlich ist man nur noch in Deutsch, Mathe, Geschichte und Sozialkunde im Klassenverband.
Der Jüngste Sohn ging heute früh recht missmutig aus dem Haus und kam halbwegs gut gelaunt heim. Immerhin in Sport hat er seinen Wunschlehrer, ansonsten ist eh alles mehr oder weniger uninteressant. (Mich wurmt der erhalten gebliebene nuschelnde und schlecht erklärende Physiklehrer und nach zwei Jahren schlechten Englischunterrichts jetzt wieder eine Lehrkraft, die das Unterrichten nicht drauf hat.)


14.9.09

Wilde Tiere

Bitte nicht streicheln und nicht füttern. Naja, wie immer hält sich kaum jemand daran. Eine Frau ist sogar über die Schnur gestiegen und zwischen den Tieren herum gelaufen, während die Zirkusleute mit dem Abbau des Zeltes beschäftigt waren.

Der hier war recht kommunikativ und leutselig:

Die beiden anderen blieben auf Abstand, ebenso die Kamele (und ich hatte leider das Teleobjektiv nicht dabei). Im Hintergrund das Gewerbegebiet.