16.1.10

Lesestoff

Das Buch der verlorenen Dinge von John Conolly.

Bei den Weihnachtseinkäufen habe ich das Buch entdeckt und die kurzen Ausschnitte aus Rezensionen auf dem Rückentitel verleiteten mich zum Kauf. Ich habe ja auch schon daraus zitiert.
Die Geschichte ist zwischen Fantasy, Abenteuer und Märchen angesiedelt.
Die Geschichte:
Nach dem Tod seiner Mutter findet sich David in der veränderten Situation nicht zurecht. Sein Vater hat bald wieder geheiratet und noch einmal ein Baby bekommen. Die Bücher und Geschichten sind David ein Trost. Eines Nachts gerät durch einen Mauerspalt in einen andere Welt, die von vielen märchenhaften Figuren bevölkert ist und ihre ganz eigenen Geschichten und Abenteuert hat. Dort überwindet er seine Ängste, aber auch seine Trauer und Eifersucht und wird vom Kind zum Mann.

Fertig mit Lesen bin ich etwas zwiespältig. Es gibt Partien in dem Buch, die mich ganz bezaubert haben. Tolle und sehr fantasievolle Ideen. Teilweise auch wunderbar formuliert, so dass ich ganz gefesselt und verwoben war. Und auch das Spielen mit bekannten Geschichten und Märchen ist oft gut gelungen.
Und dann wieder ist es irgendwie konstruiert, langweilig, einfach nur merkwürdig. Die Entwicklung des Jungen ist nicht immer nachvollziehbar. Manches ist märchenhaft und dann plötzlich thrillermäßig grausam. Es gibt viele Brüche, sowohl in der sprachlichen Gestaltung als auch im Fortschritt der Geschichte.

Gesamturteil deshalb: ganz nett, aber nur bedingt empfohlen.

1 Kommentar:

  1. Persönlich kann ich mit dieser Art Bücher immer nur wenig anfangen. Aber - ich lasse mich auch gerne belehren, denn man kann immer dazu lernen.

    Was mir hier an deiner Rezension sehr gefällt ist, dass du uneingeschränkt dazu stehst, dass du stellenweise nicht so begeistert warst und das ist für Interessenten ja überaus hilfreich.

    Schönen Sonntag, Brigitte

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