1.9.12

September

beginnt diesmal mit echtem Novemberwetter - kalt und grau und dunkel. Kaum zu glauben, dass es vorgestern noch fast heiß war!

Genau richtig um meine Ranunkelzeit anzustricken, dieses schmuseweiche und wunderbar bunte Garn.  Was für ein Vergnügen! Das Foto muss auf besseres Licht warten, heute geht da gar nichts. (Aber vom Garn gibt es ein Bild)



Der Beste Ehemann ist mit Stadtführungen unterwegs - kein Spaß heute. Ich bin dagegen froh, dass ich weitgehend im Haus bleiben kann. Schaue einfach am Bügelkorb vorbei, gehe ein paar Schritte in der Regenpause, räume hier und da ein bisschen herum und mache lange Pausen an den Nadeln. Ach, ich freu mich schon auf dieses bunte weiche Tuch an meinem Hals!

Der September bringt noch einmal Urlaub! Noch eine Woche und dann habe ich frei.
Keine Reise geplant. Das Haus hat ein bisschen Pflege nötig, so ein paar zeitaufwändigere Arbeiten am Balkon, ein bisschen Entrümpeln in Keller und Speicher. Wenn das Wetter dazu einlädt werden wir Ausflüge machen und uns möglicherweise spontan doch noch zu ein paar Tagen irgendwo locken lassen.


22.8.12

Äpfel

fallen bei der Nachbarin reichlich vom Baum. Und weil sie im Urlaub weilt, sammle ich sie auf und verarbeite sie - sofort. Denn die letzten haben nicht mal zwei Tage auf dem Gartentisch überlebt - sie faulen sofort.

Also gibt es heute Apfelstrudel. Und Apfelmus, das sich wunderbar einfrieren lässt.

Es hängen noch reichlich Äpfel am Baum und ich darf noch zwei Wochen ernten und sammeln...

19.8.12

Ernte - verarbeitet

 Zwetschgen frisch vom Baum (und ich schätze mal knapp ein Viertel waren wurmig...)

Daraus wurden ein Crumble

5 Gläser Zwetschgen in Rotwein, 5 Gläser Zwetschgen-Chutney

Die Zwetschgen in Rotwein sind dermaßen lecker! Und ganz einfach: 
1 kg Zwetschgen
1/2 L Rotwein
500g Zucker
Zimtstange
etwas Rum

Alles ohne Rum miteinander aufkochen, ca. 5 Min. köcheln lassen. Die Zwetschgen sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Topf von der Platte ziehen, Rum dazu kippen und heiß in Gläser füllen. (Das übliche Verfahren: Deckel draufschrauben, auf den Kopf stellen...). Hält angeblich locker ein Jahr - ich denke so lange wollen wir die gar nicht aufheben.

Der Sommer

ist noch mal zurück, zumindest den Temperaturen nach. Und ich gestehe - mir ist es zu heiß. Und ich freue mich über die Abkühlung in der Nacht und den taufrischen Morgen. Den wir heute für eine kleine Radrunde und ein umfangreiches Frühstück auf der Terrasse genutzt haben. Es graust mir vor den nächsten Tagen, an denen ich zum Arbeiten in die heiße Stadt und die schwüle Bibliothek muss. War der August in den letzten Jahren, als ich da Urlaub hatte, auch so schön und heiß? Meine Erinnerung sagt: nein!

Jetzt sitze ich noch im letzten Rest Schatten und bei rasch zunehmender Wärme und arbeite ein bisschen an meinen Kurs Vor- und Nachbereitungen. Probiere mal wieder eine neues Ordnungs- und Sortiersystem, schreibe Vorlagen neu und so Kram.

Ungeachtet der Temperaturen ist es dann doch auch schon Herbst: dieses besondere Blau des Himmels,  die erste Kastanie und die ersten Nüsse (habe ich heute schon gefunden), die zahlreicher werdenden Wespen und die feuchten Nächte sprechen schon deutlich: Herbst!






15.8.12

Ernte

Zwetschgen vom Baum geholt. Die für uns unglaubliche Menge von 3,4 kg. Die letzten Jahre waren es maximal 20 Stück, im letzten Jahr gerade mal sieben!

Spannung: wie viele wurmige werden dabei sein??
Und: was wird daraus?

(Zwetschgencrumble light, Marmelade, Chutney...)

13.8.12

minus 5,4

So viel habe ich in den letzten 6 Wochen abgenommen. Hurra!

Ich bin wirklich beglückt. Denn diesmal habe ich für mein Projekt "weniger werden" offenbar genau den richtigen Moment erwischt - ich bin motiviert und die Pfunde rutschen auch wirklich. Zwar nicht stürmisch, aber stetig und in immer noch erfreulichem Tempo.
Die ersten Hosen, die im Schrank lagern, aber lange zu eng waren, passen wieder. Und das nächste Strickprojekt darf schon eine Größe kleiner sein.

Auf in die nächste Etappe, weitere Kilos verlieren.
(Ist ja auch gut für den Blutdruck...)

24

Jahre verheiratet.

Und heute hat es zum ersten Mal der Beste Ehemann vergessen und nicht ich!

Hochdruck

Dann ist schönes Wetter. So wie jetzt grad. Richtig toll

Körperlich betrachtet ist es eher trüb. Vom Blutdruck ist hier die Rede. Der meinige ist viel, richtig viel zu hoch. Merkt man nicht. Ich habe es auch nicht gemerkt. Und habe mich (trotz meinem Lamento über meine Gelenke vor kurzem) sehr gesund gefühlt. Oder fühle mich immer noch sehr gesund- jedenfalls arbeite ich an meinem Gefühl.

Tatsächlich aber habe ich seit Donnerstag einen Schatten im linken Auge, der von Hochdruck verursacht wird. Die Messung beim Augenarzt ließ mich fast vom Stuhl fallen. Wieder mal habe ich natürlich keine behandelnde Hausärztin und muss eine suchen, die grade nicht in Urlaub ist.

Jetzt also Tablette, ohne geht erst mal gar nicht. Und heute Dauerblutdruck messen. Hoher Nervfaktor, weil das Gerät ständig Error zeigt, obwohl ich seit einer Stunde eh nur auf dem Sofa sitze, denn bei egal welcher Tätigkeit funktioniert es gar nicht. So soll das sicher nicht sein - ich geh gleich mal telefonieren - so kann ich mir das wohl sparen.

Kassenpatientin übrigens ja jetzt. Teuer beim Augenarzt, denn zwei der notwendigen Untersuchungen musste ich selbst zahlen.

Ich geh mal den Hochdruck vor der Tür genießen und kümmere mich mit Entspannung am Spinnrad darum den inneren Hochdruck zu bändigen.

12 von 12 im August

Kommen erst am 13. Denn gestern saßen wir nach dem Grillen noch gemütlich auf der Terrasse und dann war es so spät, dass ich schlicht auf dem Sofa eingeschlafen bin...



Der Morgen beginnt seit neuestem mit technischem Gerät.


Entspannung am Spinnrad mit neuer Kuschelfaser

Der Film muss zurück in die Bibliothek - also ein Filmvormittag eingeschoben. Gehört zu meinen Favorites- vielleicht muss ich ihn doch mal kaufen.

Ein ganzer Topf voll Fall-Äpfel einer Nachbarin und restlicher Zipperle aus Donauwörth


werden Saft und dann Gelee - unglaublich sauer-süßer-Genuss

Spannung im durchsonnten Schatten - was für ein herrlicher Nachmittag

Blick auf die Zwetschgen, die diese Jahr reichlich im Baum hängen, aber sich noch nicht ernten lassen wollten

Hortensie

Wäsche...


Auf dem Grill: Dorade (verpackt), Lamm, Zucchini. 

Auf dem Tisch Mango-Chili-Chutney und Senf.

Der Beste Ehemann freut sich über den endlich fertig gestellten Pullover (naja, der Reißversschluß fehlt noch; aber er passt auf jeden Fall...)

Mehr wie immer bei Frau Kännchen.






1.8.12

Gelesen

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. 
Harold will nur einen Brief an seine sterbende Kollegin Queenie zum Briefkasten bringen - und dann macht er sich auf den Weg. Ungeplant, unvorbereitet, ohne Rucksack und Regenjacke, nur Segelschuhe an den Füßen. Ein Mädchen an einer Tankstelle bringt ihn auf die Idee, Queenies Leben zu retten, indem er den Weg zu ihr zu Fuß zurücklegt. Eine Pilgerreise. Er begegnet vielen Menschen und vielen Geschichten, ein Hund begleitet ihn ein Stück des Weges und irgendwann zahlreiche Mitläufer. Er begegnet auch seiner eigenen Geschichte, der seiner leblosen Ehe, seines Sohnes, seiner Beziehung zur Freundin und Kollegin Queenie.
Es liest sich flüssig. Und der Geschichte fehlt irgendwie der versprochene Tiefgang. Für mich blieb vieles Erlebte dann doch nur an der Oberfläche. Die Wendungen und Erkenntnisse kommen gar zu leichtfüssig daher. Ich finde es eher romantisch als wirklich berührend. Aber nett.
Ausgezeichnete Kritiken und viele Leseempfehlungen. Ich kann den Überschwang nicht so ganz nachvollziehen.

Lissa Price: Starters.
Nach einem Krieg mit Einsatz von Biowaffen gibt es in den USA nur sehr alte Menschen (Enders) und die Jungen (Starter). Die Enders haben Geld und Macht und Arbeit, die Starter, zumindest die ohne Familie, sind arm, leben auf der Straße und ohne Arbeit.
Callie lebt mit ihrem kranken Bruder auf der Straße. Um an Geld zu kommen vermietet sie ihren Körper - über ein Implantat wird er von einer Ender gesteuert, die so noch einmal in einem jugendlichen Körper leben kann. Sie kommt einem Komplett auf die Spur, das sie zu verhindern sucht.
Ja, hmmm. Aus der Geschichte hätte mehr werden können. Zunächst finde ich die Sprache schon sehr einfach - klar, es ist ein Jugendroman, aber ein bisschen anspruchsvoller darfs auch für diese Zielgruppe sein. Die Charaktere bleiben ziemlich flach. Und auch über das Umfeld - wie leben die Menschen, wie hat sich die Welt verändert - erfährt man sehr wenig. Es wird viel beschreiben, aber für mich blieb die Geschichte irgendwie blass, sie ließ keine Bilder in mir entstehen.
Es ist spannend - trotz allem. Schneller Einstieg in die Geschichte, die sich zum Ende hin richtig zuspitzt. Mir ginge am Schluss dann doch ein bisschen zu schnell, aber es bleibt spannend, das auf jeden Fall. Lisa Price ist Drehbuchautorin - ich finde, das merkt man in der Entwicklung der Geschichte.
Starters ist der erste Teil der auf zwei Teil angelegten Dystopie.

31.7.12

Grün

Drachengrün sozusagen. Ein geschenkter Strang Drachenwolle in der Farbe Drachenzahn hat sich zäh in ein paar Socken verwandelt. (Zäh, weil ich eh wenig gestrickt habe und dann ja grade versuche meine Langzeitprojekte endlich fertig zu stellen.) Mir gefallen sie sehr gut, ich mag diese knalligen Farben an den Füßen.


Schuljahr zu Ende

Ferienanfang.

Für den Ältesten Sohn gar kein Thema mehr. Zum traditionellen Ferienanfangs -"wir haben es mal wieder geschafft"-Essen kam er diesmal nicht. Er arbeitet ja auch einfach im August genauso wie sonst auch - keine Ferien mehr, nur noch Urlaub.

Für den Mittleren Sohn wieder ein Abschied von Schule und Hort - aber diesmal als BUFDI sozusagen von der anderen - der Lehrer/ Erzieher-Seite. Kein anderer Schulabschied sei ihm so schwer gefallen wie dieser, meinte er heute.
Und ich glaube keines seiner Zeugnisse war so aussagekräftig wie das heute erhaltene - und zudem ist es in allen Bereichen einfach hervorragend.

Für den Jüngsten Sohn noch ein "endlich Ferien". Ganz entspannt brachte er sein Zeugnis, das ich einfach mal mit "es hat gereicht" überschreibe. Es ist gleichzeitig sein Mittlerer Schulabschluss und wir hoffen doch, dass er sich mit diesem Zeugnis nie irgendwo bewerben muss. Die Bemerkung über sein Verhalten ist allerdings hervorragend, das soll nicht unerwähnt bleiben.

Ferienanfangs-Essen: heute Pizza , selbstgemacht, auf der Terrasse. Sehr fein.


Große Kinder - Eltern ohne Ferien. Wir arbeiten durch - und haben dann im September Urlaub, wenn die Schule wieder beginnt.
Ich bin ein bisschen gespannt, wie es mit meinen Kursen gehen wird - das Haus wird ungewohnt still sein, denn alle Kolleginnen machen Sommerpause. Das Café hat zu, das Büro reduzierte Öffnungszeiten. Die Räume sind teilweise untervermietet, was erfahrungsgemäß bedeutet, dass ich meinem Material hinterherlaufe.
Und in der Bibliothek wird es vermutlich auch ein bisschen ruhiger zugehen. Gut so - ein bisschen Zeit für interne Arbeiten jenseits der täglichen Routine tut gut.


28.7.12

Spinnereien

Das nächste Spinn-Abo ist angekommen und Barbara hat sich mal wieder übertroffen.


BFL mit Mohair - Poolparty



Merino rustico (Merino, Tussahseide und Flachs) - Bergpanorama

Auf dem Spinnrad derzeit ebenfalls ein Kammzug von Barbara - Polwarth in der Färbung ...lässt sein blaues Band



Und bereits fertig versponnen der Kammzug von Adoptivwolle "Stormy days" (Merino mit Glitzernylon)


Olympisch

Es gibt ja so eine Art Strickolympiade parallel zu den olympischen Spielen. Ich habe eigentlich keine so rechte Meinung zu diesen Verknüpfungen von Sport und Stricken.
Gestern beim Strickttreffen hat irgendjemand erwähnt, dass es auch ein "Team" gibt, das sich die Fertigstellung lang ruhender Projekte vorgenommen hat.

Und das ist jetzt meine ganz persönliche olympische Herausforderung: - ich ganz allein, ohne Team - werde in den nächsten zwei Wochen auf jeden Fall den Pullover für den Besten Ehemann fertig stellen und möglicherweise auch noch den großen Laceshawl.

(Die blaue Strickjacke ist fertig! Alle Fäden vernäht, gespannt, Tasche festgenäht. Knöpfe fehlen noch...)

Gleich gestern begonnen und Fäden vernäht am Pullover. Der Kragen wurde soeben fertig. Morgen kommen die Ärmel rein - und dann fehlt "nur noch" die große Hürde Reißverschluss.

22.7.12

Dieser Sonntag

Draußen eine Temperatur wie verspätete Schafskälte oder früher tiefer Herbst. Voller Vorfreude auf die kommende Woche, die den Sommer zurück bringen soll.

Trotzdem die Wäsche nach draußen gehängt. Wird schon trocken werden.

Jetzt mache ich den Wohnzimmertisch zum Schreibtisch. Immer wieder Sonntags. Denn wenn ich Freitags von der Arbeit komme bin ich schon so auf Wochenende und Freizeit, dass ich regelmäßig vergesse, was ich noch zu erledigen habe für meine Kurse, das Nachbereiten, das Vorbereiten. Bei der Planung für die nächste Woche fallen mir dann siedendheiß die versprochenen, aber nicht verschickten mails ein, die nicht erledigten Nachfragen, die nicht gemachten Notizen...

Und kurz entschlossen werde ich trotz immer noch leicht schmerzendem Knie heute Nachmittag zum Spinntreffen fahren. So. Ich nehme die Handspindel mit (ich hoffe, ich habs in der Zwischenzeit nicht total verlernt) und steige dann einfach um, wenn das Knie muckt.
(Und übrigens glaube ich, dass Traumeel mir tatsächlich hilft.)

Der Hay-Cardigan liegt in den letzten Zügen - ich bin gerade dabei die Maschen am Halsausschnitt aufzunehmen. Ich versuche mich in Sorgfalt anstelle von Eile, denn auftrennen will ich lieber nicht mehr. Die Wolle reicht leicht, ich hätte mal wieder vorher gar nicht so sparen müssen und kann die jetzt dreiviertel langen Ärmel bei Bedarf noch verlängern. Ich hoffe heute Abend fertig zu werden und gehe  nächste Woche Knöpfe suchen. Es zeichnet sich bereits ab, dass ich diese Jacke lieben werde.

Auf den Ohren - nach vielen Wochen ausschließlich Podcasts hören - "Mittelreich" von Josef Bierbichler und auch von ihm selbst vorgetragen. Ich mags.

Auf dem iPAD: "Misterioso" von Arne Dahl

Auf dem Nachttisch: "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce

21.7.12

Mal jammern

über meine Gelenke. 

Eigentlich fühle und finde ich mich ziemlich gesund. Klar, erwischt mich immer mal ein Infekt, aber - toi toi toi -  das war schon lang nicht mehr der Fall. 

Nur meine Gelenke sind in letzter Zeit immer wieder ein Grund für Einschränkungen. Kommt und geht, wenn es irgendwo anfängt, zippelt es kurz darauf an mehrere Stellen. 
Diesmal macht der Fuß den Anfang. Nach ein paar Stunden am Spinnrad schmerzt er wie blöd am späten Abend und lässt sich nur mit Eispackung und Schmerzmittel beruhigen. Ein paar Tage später gibt der Fuß Ruhe. Es meldet sich das Knie am gleichen Bein, nach wirklich wenigen kleinen Radstrecken von jeweils vielleicht 7 km. Eine Runde Spinnen am folgenden Tag macht aus dem zickigen ein schmerzhaftes Knie. Heute, wieder ein paar Tage später wütet das Grundgelenk am linken Zeigefinger, die diversen Knoten an den Fingergelenken sind total empfindlich.

Nichts ist rot, geschwollen oder heiß. Nur einfach schmerzhaft, und das teilweise gar nicht in der Bewegung sondern im Ruhezustand. Und alles nach Dingen, die ich weder ungewöhnlich ausdauernd noch mit besonderer Belastung betrieben habe.

Also fahre ich auf dem Fahrrad nur im kleinen Gang und nur kürzeste Strecken ohne Steigung. Blöd.
Habe ich die geplante Bergtour abgesagt (bergauf geht nur unter Schmerzen). Ganz blöd.
Spinne nur Minieinheiten von 15 Minuten. Blöd.
Stricke ebenfalls nur sehr eingeschränkt. Auch blöd.

Und warte, bis das alles wieder verschwindet und in die schmerzfreie Phase übergeht. 

Wie gesagt, grundsätzlich fühle ich mich gesund - das ist ja immer so was subjektives, wie krank man sich fühlt. Aber jammern wollte ich mal darüber, dass ich grad nicht so recht das tun kann, was ich will...

16.7.12

Knapp

 ...zwei Wochen vor Schuljahresende scheint sicher, dass der Jüngste Sohn diese Schuljahr geschafft hat. Dünn, hauchdünn unter Fünf in mehreren Fächern.

Er scheint erleichtert, obwohl er ja schon die letzten Wochen vollmundig erklärte, dass er das schon schaffe. Ich war weniger zuversichtlich, bin aber trotzdem ebenfalls erleichtert. Überlegungen zum nächsten Schuljahr, in dem fast jede Note bereits zum Abitur zählt, verdränge ich. Wir nähern uns schließlich den Ferien.

Neues Schuljahr, neues Glück. Und die nie versiegende Elternhoffnung auf ein Kind (einen Jugendlichen) , das (der) aus der Erfahrung klug wird.

15.7.12

Gelesen


Mrs. Alis unpassende Leidenschaft von Helen Simonson.

Mr. Pettigrew ist ein echter englischer Gentleman der alten Schule und wohnt in einem Dorf mit Golfclub und Frauenkreis(das vor meinem geistigen Auge gleich Bilder aus Barnaby aufsteigen lässt). Er ist verwitwet und jetzt ist auch noch völlig überraschend sein jüngerer Bruder gestorben. Mrs. Alis, die- ebenfalls verwitwete - pakistanische Inhaberin des örtlichen Ladens, klingelt gerade in dem Moment, als er von Trauer und Schwäche übermannt fast ohnmächtig wird. Sie kümmert sich, kocht Tee und unterhält sich mit ihm. So beginnt ihre nähere Bekanntschaft und Liebe. Ihre Beziehung wird nicht gern gesehen, weder von den Familienmitgliedern, noch von den Dorfbewohnern. Missgunst, versteckter Rassismus und Generationenkonflikte machen den beiden das Leben und Zueinanderfinden schwer. Das alles ist mit trockenem Humor geschrieben, nett und leicht zu lesen, mit nachdenklichen Untertönen.
Der Titel ist ein wenig irreführend, denn das Buch wird aus der Perspektive Mr. Pettigrews erzählt. (Und so ist der englische Titel: Mr. Pettigrews last stand)

Eine sehr angenehme Lektüre, ich habe es gern und schnell gelesen.


Méto von Yves Grevet.

Jugendbuch, sehr gut besprochen und mehrfach empfohlen. Also schaue ich mal rein.
Die Geschichte ist ein bisschen gruselig. 68 Jungen leben in einem Haus wie auf einer Insel. Keine Verbindung zu Außenwelt, keine Vergangenheit. Sie wissen nicht wie sie dort hingekommen sind, noch wo sie hingehen werden, wenn ihre Zeit im Haus zu Ende ist. Die Regeln sind streng, der Tag verplant mit Aufgaben, für alles gibt es Regeln, sogar wie viele Bissen gemacht werden beim Essen und in welcher Zeit. Métro ist nicht allein mit seinen Fragen und seinem Bedürfnis nach Revolution. Er findet Verbindung zu den übrigen, die im geheimen den Umsturz planen und  es sieht so aus, als ob der Aufstand gelingt. (Die Geschichte endet nicht im Haus, das ist nur der erste Teil von Dreien).
Besonders finde ich auch die Sprache, die der Autor wählt. Er schreibt sehr nüchtern und emotionslos  und erst mal wenig fesselnd. Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Ach - und beinahe vergessen, weil nach knapp der Hälfte einfach aufgehört:
Nancy Asherton: Tante Dimity und das geheimnisvolle Erbe.
Ich wollte gern einen Plüschkrimi lesen (ich weiß auch nicht so recht, wie ich das beschreiben soll. So nenne ich Krimis, in denen es so ein bisschen romantisch zugeht, ohne viel Blut und Grusel, irgendwie soft halt...), aber diese Geschichte war mir dann doch zu seicht.

Was

grad so durch meine Hände ging:


  • noch zwei Paar Socken aus Resten mit Baumwolle (und es ist immer noch was übrig...) nach der Take Five-Methode:




  • die Alpaka-Seiden-Mischung



Es sind 191g mit einer Lauflänge von knapp über tausend Meter, irgendwas zwischen Lace und Sockenwolle. Ich bin ganz verzückt - ein Traum an Weichheit und Glanz. Wenn ich nur endlich mal was fertig stricken würde, könnte ich damit ein schönes Tuch beginnen....


  • Gotland

Noch mal grau und glänzend, nicht so kuschlig wie die Alpaka-Seide, aber doch erstaunlich weich. Es sind 197g und ca. 200 Meter, ebenfalls zweifädig gezwirnt. Gehört mit in die Reihe "Muster diverser Schafwollen".
  • Stormy Night

Die Spule ist ziemlich voll, es sind 150g BFL mit so glitzerndem Nylon, gefärbt von Adoptivwolle. Dazu verspinne ich jetzt Stormy Day und dann noch ein drittes, noch nicht gewähltes, um letztlich dreifach zu zwirnen. Bin schon sehr gespannt aufs Ergebnis, was mich häufig ans Spinnrad treibt. 

Ihr seht - ich sitze grad mehr am Spinnrad als an den Nadeln. Aber voller Elan endlich mal wieder ein Projekt fertig zu stellen habe ich heute den zweiten Ärmel am Hay-Cardigan begonnen. Eigentlich ist da ja gar nicht mehr so viel zu tun. Wenn ich die verkürzten Reihen der Armkugel erst mal geschafft habe strickt sich der restliche Ärmel an einem Abend fertig. Dann noch den Ausschnitt mit Blende versehen, waschen, spannen, fertig. Ach ja Knöpfe braucht er dann auch noch...

13.7.12

Hurra

- wir sind wieder online.

Seit Montag ging hier gar nichts mehr und diesmal war der Support zwar zunächst vielversprechend,a her leider wenig zielführend. Der Techniker heute hatte das Problem dann in wenigen Minuten gelöst...

Ich düse jetzt gleich zum Stricktreff, kann aber vermelden, dass hier trotzdem wenig gestrickt wurde, dafür gesponnen bis der Fuß weh tat und wegen gleichzeitig ausfallendem Fernseher reichlich gelesen wurde.

Ausführlicher dann morgen...