26.9.12

Das Dach - Tag 1 und 2


Kleine Dachgeschichte, beginnend am Montag.

Montag früh, noch vor den Handwerkern. Die Gartenansicht mit intaktem Dach.



Gerüstaufbau. Im ersten Stock durch das (wahrhaft schmutzige) Fenster fotografiert



Weil der Materiallift kaputt war, passiert ja am ersten Tag nicht mehr. Was für ein Glück - den zwei Stunden nach dem Aufbau begann es zu regnen - da wäre das Dach vermutlich grad offen gewesen.

 Tag zwei - strahlend blauer Himmel, Gerüst fertig aufgebaut, Materiallift installiert. Das ist die Vorderseite des Hauses.


Schattenbild. Jetzt geht es den Ziegeln an den Kragen. 


Abgedeckte, zerrupfte Dachpappe freigelegt





Alte Ziegel, Mörtel und diverser Müll. Die Zimmerer fanden auch zwei Kruzifixe - eines davon verblieb an seinem Platz, wer weiss, wozu es gut ist.





Stück für Stück werden die Sparren freigelegt und mit der Folie verkleidet. So eine Art GoreTex fürs Dach - von außen dicht, von innen atmungsaktiv


Die Dämmplatten stehen bereit.

Die alten Dachlatten


 Und am Abend des zweiten Tages ist eine Seite komplett mit Dämmplatten versorgt.


Im Dach ist es auf einer Seite (unser Schlaf- und Arbeitszimmer) jetzt schön finster, die Fensteröffnung ist ja zugedeckt. Auf der anderen Seite (Bad) blaues Licht und ziemlich kühl - kein Fenster und über der Öffnung nur die Folie. Aber alles dicht und es regnet auch nicht.

Das Treppenhaus ist voller Staub und Krümel. Unter den alten Fenstern lagen Matten und Folien - das war auch gut so, denn da viel jede Menge Dreck runter beim Ausbauen. Es macht ziemlich Lärm, wenn auf dem Dach und den Balken herumgestiegen, geklebt, gesägt wird.

24.9.12

Aha

Heute doch nur Gerüst-Aufbau. Der Materiallift ist kaputt, wie soll da die Dämmung aufs Dach...
Also kommt der Container auch erst morgen und die Ziegel bleiben noch eine Nacht drauf.

Jetzt

steigen sie uns aufs Dach.

Im Moment wird grad das Gerüst aufgebaut, die Hauswand angebohrt.

Der Beste Ehemann hat mit den Söhnen den Spitzboden ausgeräumt - viel Überraschendes ist nicht aufgetaucht, aber ein Koffer voller Faschingsgwand, lang vermisst und keiner wusste wohin es verschwunden ist. Eine Batterie alte Ski, mehrere Kindergrößen und die jahrelang ungenutzten, noch nicht "gecarvten" Eltern-Ski.

Ich geh mal eine Runde Kaffee kochen für die Handwerker...


23.9.12

Nachgereicht

ein paar Urlaubsbilder.

Am Traunsee

Gewandert am Kasberg. Leider beherrsche ich es immer noch nicht, gute Panorama-Aufnahmen in den Bergen zu machen...
 Blick zum Traunstein


Kasbergalm-See 











 Hinten im Garten am Bauernhof

Wanderung zum Talschluss hinterm Almsee, am Fuß des toten Gebirges













Regentag. Ausblicke aus den Fenstern




 zum Stall





22.9.12

Brrr...

...was für ein Wetter. Es schüttet fast pausenlos wie aus Kübeln - und das am ersten Wiesn-Tag! Ein Glück, das mir dieses Fest völlig egal ist. Während zwei Freundinnen des Mittleren Sohns extra bei uns übernachtet haben (kürzere Anfahrt zum Festplatz als von ihrem Zuhause) und zu quasi noch nächtlicher Stunden aufgebrochen sind, um stundenlang anstehenderweise einen Platz in irgendeinem Zelt zu ergattern.
Ebenfalls ein Glück, dass ich heute nicht auf dem Textilmarkt in Benediktbeuern bin. sondern statt dessen gemütlich daheim, unterm Dach und vor einem entrümpeltem und ordentlich aussehen Bücherregal die letzten Reste Ablage erledige. (Wir sind alle solche Schlamper. Die Eltern können es nur besser verbergen als die Kinder, jahrelanges Training. Ihr wollt nicht wissen, wie viel Papier hier einfach unnütz herumlag.)

Und irgendwie verfliegt die Zeit, denn die Fotos sind immer noch unbearbeitet im Ordner, die gleichen Socken auf den Nadeln und sogar das Spinnrad wurde kaum bewegt.

Immerhin habe ich es geschafft ein Buch fertig zu lesen:
Sibylle Berg: "Vielen Dank für das Leben." Aus dem Klappentext: Ein Kind kommt auf die Welt. Pech gehabt. Diese Kind ist Toto, Hermaphrodit, von der alkoholabhängigen Mutter bald ins Kinderheim gegeben, hat es wirklich nicht lustig. Bitter ist da Buch und schildert das Leben als grundsätzlich freudlos. Ich verweise mal auf eine Rezension in der SZ. Das Lesen war kein Vergnügen, es hat mich angestrengt und deprimiert. Und ich wollte trotzdem zum Ende kommen und nicht vorher aufhören, wollte wissen wie es ausgeht, das Leben von Toto.

Gehört (und das mit Vergnügen): Petropolis
Gesehen: Contraband (naja, so ein Actionfilm eben, nicht so ganz mein Genre) und Hugo Cabret  - was fürs Herz, hat mir sehr gut gefallen.

18.9.12

Wieder da

und schön wars. Wie heimkommen. Gewandert, gesponnen, gespielt, geratscht und nur einmal im Stall gewesen. Bilder folgen.

Diese Woche stehen Reparatur- und Aufräumungsarbeiten an.  Eine (kostenschwere) Entscheidung muss getroffen werden - Dach neu decken und dämmen oder nur ein bisschen dran rumbessern?

Und dazwischen ein bisschen Urlaub - jetzt dann gleich im Kaffee in der Sonne sitzen mit dem Besten Ehemann.

8.9.12

Samstag

Spätsommer - ein herrlicher Tag, warme Sonne, kühle Luft im Schatten und ein so unglaublich blauer Himmel!

Zum draußen Frühstücken auf der Terrasse war ich zu früh wach - es war einfach noch zu kühl im Schatten.
Einkaufen, Vorräten für den Jüngsten Sohn.
Wäsche draußen aufgehängt.
Äpfel geschält und Zwetschgen entsteint auch draußen und den Hefeteig auf der Gartenbank gehen lassen. Gebacken dann mit Streuseln - sooo lecker, auch wenn - was mir selten passiert - der Teig nicht so recht aufgehen wollte. Der Mittlere Sohn hat dann noch Brownies gebacken, jetzt läuft die Küchenmaschine, weil der Jüngste Sohn und die Freundin noch Cookies zaubern. Will jemand Kuchen??

Socken fertig gestrickt.
Gepackt.

Morgen geht es auf den Bauernhof. Erinnerungen - dort waren wir mehrere Jahre immer im Herbst/Frühwinter mit den kleinen Kindern. Ich bin gespannt wie es sein wird, nur mit einem erwachsenen Kind.

6.9.12

Donnerstag

Nicht ausgeschlafen.
Ohne Frühstück in die Arbeit geradelt und dabei gefroren und an Handschuhe gedacht.
Den kleinen Rest noch nicht Erledigtes schnell abgearbeitet und mittags ganz entspannt einen aufgeräumten Schreibtisch verlassen.
In die Stadt geradelt bei fast Sonne.
Die Gruppe zum fast letzten Mal - schon so große Kinder, mir so ans Herz gewachsen.
Heim geradelt, ohne Sonnenbrille (vergessen) der Sonne entgegen.
Die nach 4 Wochen Urlaub heimgekehrten Nachbarn begrüßt - sehen die gut erholt aus!
Eine Bekannte besucht, Mutter eines Schulweg-Freundes des Ältesten Sohns. Kennt ihr das? Man hat sich lange nicht gesehen, aber wenn man sich trifft, ist es als hätte man sich vor ein paar Tagen zuletzt unterhalten.

Ein paar Nudeln kochen für den Jüngsten Sohn.
Und Feierabend auf dem Sofa.

Morgen noch. Und dann - Urlaub!

5.9.12

Schnell

gestrickt, dieser Shawl, dessen Name sozusagen Programm ist: TGV  (High Speed Knitting) von Susan Ashcroft. Und wie erwartet, kunterbunt und kuschelweich.




Das Garn ist bis auf einen winzigen Rest verbraucht und das Tuch hat eine sehr angenehme Größe und legt sich gut um Hals und Schultern. Weich, warm und kuschlig.

Und diese Farben trage ich sonst nie und sie sind auch nicht allzu günstig für mich - macht nichts. Für dieses Wohlgefühl ignoriere ich das einfach.

3.9.12

Montag

Die Woche fängt ja immer gleich mit vollem Tag an, aber die letzten Wochen war es ein bisschen entspannter am Vormittag mit nur einem Kurs, der auch heute zu Ende ging. Der Urlaub winkt schon.

In der Bibliothek ist der Montag immer ziemlich anstrengend - es ist viel los, gleichzeitig ist noch Vorlesen, also auch viele Kinder, die dann nach dem Vorlesen den Geräuschpegel deutlich anheben. Aber auch da wars heute entspannt - ein Kollegin hat einen Teil meiner Schicht an der Info übernommen und ich konnte im Büro erledigen, was vor demUrlaub noch fertig werden soll.

Am Rande bemerkt: ich bin doch immer wieder überrascht, wie viele Menschen dieses Minimum an Höflichkeit nicht aufbringen können, zu warten, bis das Gespräch mit einem Kunden zu Ende ist. Sie platzen einfach mitten ins Gespräch.... Heute gleich mehrfach passiert.

Wege: heute mit dem Fahrrad, insgesamt knapp 28 km in etwa 90 Minuten Fahrzeit. Trocken und nicht mehr so warm - sehr angenehmes Fahrradklima.
Die Strecke in die Stadt ist neu ausgetüftelt, etwas länger geworden und ein bisschen mehr bergauf und bergab, aber mit weniger Verkehr und Ampeln. Und ich kann kurz vor dem Ziel die zunehmend möblierte Theresienwiese beobachten - ich finde ja den Aufbau der Wiesn spannender als den großen Rummel, wenn alles fertig ist.
Mittags auf dem Weg von einer Arbeitsstelle zur anderen Pause im Grünen und ein bisschen gelesen, so dass ich ganz entspannt in der Bibliothek angekommen bin. Und nach dem letzten und kurzen Stück Heimweg erwartete mich ein feines Abendessen, das der Mittlere Sohn gekocht hat.

Heute Abend wird der TGV fertig gestrickt. Und das Buch fertig gelesen.








1.9.12

September

beginnt diesmal mit echtem Novemberwetter - kalt und grau und dunkel. Kaum zu glauben, dass es vorgestern noch fast heiß war!

Genau richtig um meine Ranunkelzeit anzustricken, dieses schmuseweiche und wunderbar bunte Garn.  Was für ein Vergnügen! Das Foto muss auf besseres Licht warten, heute geht da gar nichts. (Aber vom Garn gibt es ein Bild)



Der Beste Ehemann ist mit Stadtführungen unterwegs - kein Spaß heute. Ich bin dagegen froh, dass ich weitgehend im Haus bleiben kann. Schaue einfach am Bügelkorb vorbei, gehe ein paar Schritte in der Regenpause, räume hier und da ein bisschen herum und mache lange Pausen an den Nadeln. Ach, ich freu mich schon auf dieses bunte weiche Tuch an meinem Hals!

Der September bringt noch einmal Urlaub! Noch eine Woche und dann habe ich frei.
Keine Reise geplant. Das Haus hat ein bisschen Pflege nötig, so ein paar zeitaufwändigere Arbeiten am Balkon, ein bisschen Entrümpeln in Keller und Speicher. Wenn das Wetter dazu einlädt werden wir Ausflüge machen und uns möglicherweise spontan doch noch zu ein paar Tagen irgendwo locken lassen.


22.8.12

Äpfel

fallen bei der Nachbarin reichlich vom Baum. Und weil sie im Urlaub weilt, sammle ich sie auf und verarbeite sie - sofort. Denn die letzten haben nicht mal zwei Tage auf dem Gartentisch überlebt - sie faulen sofort.

Also gibt es heute Apfelstrudel. Und Apfelmus, das sich wunderbar einfrieren lässt.

Es hängen noch reichlich Äpfel am Baum und ich darf noch zwei Wochen ernten und sammeln...

19.8.12

Ernte - verarbeitet

 Zwetschgen frisch vom Baum (und ich schätze mal knapp ein Viertel waren wurmig...)

Daraus wurden ein Crumble

5 Gläser Zwetschgen in Rotwein, 5 Gläser Zwetschgen-Chutney

Die Zwetschgen in Rotwein sind dermaßen lecker! Und ganz einfach: 
1 kg Zwetschgen
1/2 L Rotwein
500g Zucker
Zimtstange
etwas Rum

Alles ohne Rum miteinander aufkochen, ca. 5 Min. köcheln lassen. Die Zwetschgen sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Topf von der Platte ziehen, Rum dazu kippen und heiß in Gläser füllen. (Das übliche Verfahren: Deckel draufschrauben, auf den Kopf stellen...). Hält angeblich locker ein Jahr - ich denke so lange wollen wir die gar nicht aufheben.

Der Sommer

ist noch mal zurück, zumindest den Temperaturen nach. Und ich gestehe - mir ist es zu heiß. Und ich freue mich über die Abkühlung in der Nacht und den taufrischen Morgen. Den wir heute für eine kleine Radrunde und ein umfangreiches Frühstück auf der Terrasse genutzt haben. Es graust mir vor den nächsten Tagen, an denen ich zum Arbeiten in die heiße Stadt und die schwüle Bibliothek muss. War der August in den letzten Jahren, als ich da Urlaub hatte, auch so schön und heiß? Meine Erinnerung sagt: nein!

Jetzt sitze ich noch im letzten Rest Schatten und bei rasch zunehmender Wärme und arbeite ein bisschen an meinen Kurs Vor- und Nachbereitungen. Probiere mal wieder eine neues Ordnungs- und Sortiersystem, schreibe Vorlagen neu und so Kram.

Ungeachtet der Temperaturen ist es dann doch auch schon Herbst: dieses besondere Blau des Himmels,  die erste Kastanie und die ersten Nüsse (habe ich heute schon gefunden), die zahlreicher werdenden Wespen und die feuchten Nächte sprechen schon deutlich: Herbst!






15.8.12

Ernte

Zwetschgen vom Baum geholt. Die für uns unglaubliche Menge von 3,4 kg. Die letzten Jahre waren es maximal 20 Stück, im letzten Jahr gerade mal sieben!

Spannung: wie viele wurmige werden dabei sein??
Und: was wird daraus?

(Zwetschgencrumble light, Marmelade, Chutney...)

13.8.12

minus 5,4

So viel habe ich in den letzten 6 Wochen abgenommen. Hurra!

Ich bin wirklich beglückt. Denn diesmal habe ich für mein Projekt "weniger werden" offenbar genau den richtigen Moment erwischt - ich bin motiviert und die Pfunde rutschen auch wirklich. Zwar nicht stürmisch, aber stetig und in immer noch erfreulichem Tempo.
Die ersten Hosen, die im Schrank lagern, aber lange zu eng waren, passen wieder. Und das nächste Strickprojekt darf schon eine Größe kleiner sein.

Auf in die nächste Etappe, weitere Kilos verlieren.
(Ist ja auch gut für den Blutdruck...)

24

Jahre verheiratet.

Und heute hat es zum ersten Mal der Beste Ehemann vergessen und nicht ich!

Hochdruck

Dann ist schönes Wetter. So wie jetzt grad. Richtig toll

Körperlich betrachtet ist es eher trüb. Vom Blutdruck ist hier die Rede. Der meinige ist viel, richtig viel zu hoch. Merkt man nicht. Ich habe es auch nicht gemerkt. Und habe mich (trotz meinem Lamento über meine Gelenke vor kurzem) sehr gesund gefühlt. Oder fühle mich immer noch sehr gesund- jedenfalls arbeite ich an meinem Gefühl.

Tatsächlich aber habe ich seit Donnerstag einen Schatten im linken Auge, der von Hochdruck verursacht wird. Die Messung beim Augenarzt ließ mich fast vom Stuhl fallen. Wieder mal habe ich natürlich keine behandelnde Hausärztin und muss eine suchen, die grade nicht in Urlaub ist.

Jetzt also Tablette, ohne geht erst mal gar nicht. Und heute Dauerblutdruck messen. Hoher Nervfaktor, weil das Gerät ständig Error zeigt, obwohl ich seit einer Stunde eh nur auf dem Sofa sitze, denn bei egal welcher Tätigkeit funktioniert es gar nicht. So soll das sicher nicht sein - ich geh gleich mal telefonieren - so kann ich mir das wohl sparen.

Kassenpatientin übrigens ja jetzt. Teuer beim Augenarzt, denn zwei der notwendigen Untersuchungen musste ich selbst zahlen.

Ich geh mal den Hochdruck vor der Tür genießen und kümmere mich mit Entspannung am Spinnrad darum den inneren Hochdruck zu bändigen.

12 von 12 im August

Kommen erst am 13. Denn gestern saßen wir nach dem Grillen noch gemütlich auf der Terrasse und dann war es so spät, dass ich schlicht auf dem Sofa eingeschlafen bin...



Der Morgen beginnt seit neuestem mit technischem Gerät.


Entspannung am Spinnrad mit neuer Kuschelfaser

Der Film muss zurück in die Bibliothek - also ein Filmvormittag eingeschoben. Gehört zu meinen Favorites- vielleicht muss ich ihn doch mal kaufen.

Ein ganzer Topf voll Fall-Äpfel einer Nachbarin und restlicher Zipperle aus Donauwörth


werden Saft und dann Gelee - unglaublich sauer-süßer-Genuss

Spannung im durchsonnten Schatten - was für ein herrlicher Nachmittag

Blick auf die Zwetschgen, die diese Jahr reichlich im Baum hängen, aber sich noch nicht ernten lassen wollten

Hortensie

Wäsche...


Auf dem Grill: Dorade (verpackt), Lamm, Zucchini. 

Auf dem Tisch Mango-Chili-Chutney und Senf.

Der Beste Ehemann freut sich über den endlich fertig gestellten Pullover (naja, der Reißversschluß fehlt noch; aber er passt auf jeden Fall...)

Mehr wie immer bei Frau Kännchen.






1.8.12

Gelesen

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. 
Harold will nur einen Brief an seine sterbende Kollegin Queenie zum Briefkasten bringen - und dann macht er sich auf den Weg. Ungeplant, unvorbereitet, ohne Rucksack und Regenjacke, nur Segelschuhe an den Füßen. Ein Mädchen an einer Tankstelle bringt ihn auf die Idee, Queenies Leben zu retten, indem er den Weg zu ihr zu Fuß zurücklegt. Eine Pilgerreise. Er begegnet vielen Menschen und vielen Geschichten, ein Hund begleitet ihn ein Stück des Weges und irgendwann zahlreiche Mitläufer. Er begegnet auch seiner eigenen Geschichte, der seiner leblosen Ehe, seines Sohnes, seiner Beziehung zur Freundin und Kollegin Queenie.
Es liest sich flüssig. Und der Geschichte fehlt irgendwie der versprochene Tiefgang. Für mich blieb vieles Erlebte dann doch nur an der Oberfläche. Die Wendungen und Erkenntnisse kommen gar zu leichtfüssig daher. Ich finde es eher romantisch als wirklich berührend. Aber nett.
Ausgezeichnete Kritiken und viele Leseempfehlungen. Ich kann den Überschwang nicht so ganz nachvollziehen.

Lissa Price: Starters.
Nach einem Krieg mit Einsatz von Biowaffen gibt es in den USA nur sehr alte Menschen (Enders) und die Jungen (Starter). Die Enders haben Geld und Macht und Arbeit, die Starter, zumindest die ohne Familie, sind arm, leben auf der Straße und ohne Arbeit.
Callie lebt mit ihrem kranken Bruder auf der Straße. Um an Geld zu kommen vermietet sie ihren Körper - über ein Implantat wird er von einer Ender gesteuert, die so noch einmal in einem jugendlichen Körper leben kann. Sie kommt einem Komplett auf die Spur, das sie zu verhindern sucht.
Ja, hmmm. Aus der Geschichte hätte mehr werden können. Zunächst finde ich die Sprache schon sehr einfach - klar, es ist ein Jugendroman, aber ein bisschen anspruchsvoller darfs auch für diese Zielgruppe sein. Die Charaktere bleiben ziemlich flach. Und auch über das Umfeld - wie leben die Menschen, wie hat sich die Welt verändert - erfährt man sehr wenig. Es wird viel beschreiben, aber für mich blieb die Geschichte irgendwie blass, sie ließ keine Bilder in mir entstehen.
Es ist spannend - trotz allem. Schneller Einstieg in die Geschichte, die sich zum Ende hin richtig zuspitzt. Mir ginge am Schluss dann doch ein bisschen zu schnell, aber es bleibt spannend, das auf jeden Fall. Lisa Price ist Drehbuchautorin - ich finde, das merkt man in der Entwicklung der Geschichte.
Starters ist der erste Teil der auf zwei Teil angelegten Dystopie.