15.2.14

Die Freundin

die nicht mehr spinnt trennt sich von - fast - allen Vorräten. Und das sind viele und ganz Außergewöhnliches war dabei.
Mein Keller ist ja auch schon voll und ich habe mittlerweile so viel Spinnstoff, dass ich tatsächlich einigermaßen sparsam ausgewählt habe.

Ein paar von ihr gefärbte Schätze sind bei mir eingezogen, Seiden-Hankies, etwas Kaschmir zum ausprobieren, ein herrlicher Kammzug Cormo und ein bisschen Material zum Einkardieren. Ich war wirklich bescheiden...









12.2.14

Träume und Pläne

Der Mittlere Sohn studiert außerhalb - und das wird wohl auch so bleiben, entgegen ersten Plänen einer Rückkehr in die große Stadt. Er bewohnt hier zwei Zimmer, von denen er aber realistisch betrachtet an den Wochenenden, die er hier verbringt, nur eines nutzt.
Sprich: er bewohnt eigentlich nur noch ein Zimmer.
Das andere beherbergt sein Sofa (weil er ja eine bereits möblierte Studentenbude hat), den hier verbliebenen E-Bass und allerlei Krimskrams. Das Zimmer ist etwas grün, zu einem Drittel ungefähr.

Dieses Zimmer ist also quasi frei. Das mit dem Drittel-Grün lässt sich leicht ändern, der Krimskrams lässt sich woanders verstauen, der E-Bass kann in den Keller zum Schlagzeug - nur das Sofa muss eine Zeitlang noch einen Gastplatz behalten.

Aber dann - könnte das mein Zimmer werden. Der Beste Ehemann erhebt ebenfalls leise Ansprüche, ein bisschen Überzeugungsarbeit muss also noch geleistet werden, damit mein Traum eines eigenen Zimmers wahr werden kann. Ein Lesezimmer, Strickzimmer, Spinnzimmer. Ein Rückzugsraum. Gestaltet ganz nach meinen Vorlieben, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Der kleine ererbte Schreibtisch könnte aus der Garage umziehen und ein schönes Zuhause finden. Hach!
Im Kopf überlege ich schon, wie dieses schlauchige Zimmer gemütlich werden könnte. In Gedanken suche ich nach Sessel und einem Sofa, das sich leicht zum Schlafen umklappen lässt. Bastle mir eine Arbeitsfläche, an der auch genug Platz zum Nähen ist. Streiche eine Wand vielleicht dunkelrot.

Und Anfang März habe ich ein paar Tage frei - das würde doch richtig gut passen für eine Umräum-Aktion.




10.2.14

Blau

Weil der Zeh ganz blau ist mach ich heut Nachmittag blau.
Am Spiel- und Kletterbrett bin ich heute hängen geblieben und dann ausgerutscht und spektakulär gefallen. Bei der ersten Überprüfung, ob noch alle Knochen an ihrem angestammten Platz sind (ja) bekam das zickige Knie viel Aufmerksamkeit - alles wie vorher. Die Zehen übersah (oder überspürte) ich zunächst. Aber schon währen des Kurses machte der rechte Zeigezeh mit heftigem Pochen auf sich aufmerksam und als ich am Ende der Stunde mal den Socken auszog präsentierte er sich bereits in herrlichstem Blau-Lila.
Ich glaube gebrochen ist er nicht, auch wenn der Heimweg in Schuhen ausgesprochen unangenehm war. Die Schwellung ist mäßig und der Schmerz bei hochgelegtem Fuß erträglich. Also bekommt der Zeh jetzt erst mal reichlich Kühlung, später einen Salbenverband und innerlich ein wenig Arnika.
Derweil lese ich mein Buch fertig und stricke an Hermione's Everyday Socks.

4.2.14

Purple





Schon im Dezember fertig gesponnen, aber erst im Januar gewickelt und gewaschen. Eine Mischung aus zwei gefärbten Kammzügen von Rad der Zeit und einer Merino/Seiden-Mischung vom Wollschaf. Es sind immerhin ca. 1200 Meter geworden (235g). Noch unentschlossen, was daraus werden wird - ein Lace-Schal, aber welcher?

Angee





Muster von Cookie A. aus ihrem Buch Sock Innovation. 
Garn aus dem Vorrat, Schachenmayr Regia nomotta uni solid. Selbst mit der großzügigen Wollspende wurde es am Ende knapp und ich habe für die zweite Spitze ein paar hellere Ringel reingestrickt - sind ja meine Socken.
Wie immer bei Cookie A. - gute Beschreibung und gut ausgearbeiteter Chart, insgesamt eine Freude zu stricken.

Premiere

Zum allerersten Mal selbst Muscheln gekocht - gelungen. Feines Abendessen.


31.1.14

Neue Kammzüge

Tanja hat bei ravelry eine Sammelbestellung bei World of Wool angeboten. Ich habe lang gezögert, bis zum letzten Moment - eigentlich habe ich ja wirklich genug Wolle im Keller liegen. Aber der Reiz, selbst Blends zusammen zu stellen war dann doch zu groß.

Und diese Schönheiten kamen jetzt hier an:


Aquarius - ein fertige Mischung aus Blau- und Grüntönen mit Seide


Pisces - ebenfalls fertige Mischung mit Leinen/Flachs


Mischung aus grauer Merino, Shetland, einwenig blauer und grüner Merino und Milchseide


Mischung aus grauer Merino und Corriedale, weißem Polwarth und schwarzem Bambus.

Ich bin ganz beglückt und habe die beiden unteren Mischungen auch schon ein wenig Probe gesponnen. Beide sind wunderbar weich und ergeben ein Garn das ganz lebendig wirkt. 

Ich bin sehr froh, dass ich diese Gelegenheit genutzt habe.



30.1.14

.

Was wir Liebe nennen, ist anfangs nur ein Zittern. Ein Schauer, den wir kaum bemerken, der uns nicht frieren lässt, aber daran erinnert, beizeiten nach etwas zu suchen, das uns wärmt. Irgendetwas gerät aus der Ruhe, ein winziges Teilchen nur, wie man es vom Schütteln alter Uhren kennt. Zwischen den Schulterblättern löst es sich und treibt, weil es leichter ist als wir, langsam den Nacken hinauf.
Endlich gerät es in ein kleines Organ, das wir Hippocampus nennen, weil es aussieht wie ein Pferd. Oder wie eine Mischung aus Pferd und Monster. Hier entsteht die Erinnerung. Immerfort bilden sich neue Nerven, und auf einmal glauben wir, den anderen längst zu kennen. Schon immer, so vertraut fühlt er sich an. Wir verlieben uns in das, was uns ähnelt.
Dann erst kommt alles andere, der Rausch, die Aufregung, das Glück. Auf einmal ist kein Hunger mehr, kein Schmerz und kein Schlaf. Was wir Liebe nennen, lässt alle auf uns los: Dopamin, Endorphin, Adrenalin. Wir atmen, wir schwitzen. Wir dampfen Lockstoffe aus. Die Alten glaubten an einen Pfeil im Herzen, und man bekommt ihn nicht wieder heraus.
Was wir Liebe nennen, ist zu viel und zu wenig. Es ist Mangel und Fülle, Ungenügen und Überfluss, auch wenn die Sehnsucht beim besten Willen nicht weiß, woran hier Überfluss bestehen soll, außer an der Liebe selbst. Nur was uns fehlt, wissen wir immer.

Jo Lendle: Was wir Liebe nennen. dva, 2013.
 


Vielen Dank!

Ravelry und seine Mitglieder - einfach toll. Ganz schnell hat sich Sabine gemeldet und schickt mir die fehlenden Meter Garn zu.

Toll, toll - ganz vielen Dank!
Gute Aussichten, dass die Socken bald fertig sind.

25.1.14

Planlos

Die Wolle für die Angee-Socken von Cookie A. war schon angebrochen. Ich war mir sicher, sie würde noch für ein Paar Socken reichen und habe sie nicht gewogen. Allerdings fühlte sich der Rest nach Fertigstellung der ersten Socke doch recht wenig an.
Und sieh da - die fertige Socke wiegt 39g, der verbleibende Rest Wolle 29g. Fehlen - einfache Rechnung - 10g.
Natürlich lagert das Garn schon lange in meinem Keller, die Farbe ist "discontinued" und nicht mehr erhältlich, grad nicht bei ebay eingestellt.
Ich hab bei ravelry eine Suchanfrage eingestellt, vielleicht habe ich ja Glück. Und falls eine Mitleserin zufällig noch genau diese Wolle hat - bitte gerne danke eine Nachricht an mich!
Regia color uni solid Farbe 1079 (Apricot oder helles Orange).


22.1.14

Verstricktes und Versponnenes

Schon vor Weihnachten habe ich drei Mützen gestrickt - für jede Sohn-Freundin eine - blau, lila, grau, immer dasselbe Modell - Molly (ein bisschen nach unten scrollen). Das Modell ist super einfach zu stricken und sehr wirkungsvoll - wenig Aufwand, große Wirkung. Foto gibts nur ein unscharfes der grauen Mütze. aber ich werde sie für mich auch noch einmal stricken und dann schaffe ich bestimmt auch ein besseres Bild.


Ich habe grad zahllose angefangen Projekte in meiner Strickbox im Regal. Aber hauptsächlich stricke ich am Zopfschal. Der zog sich in die Länge, nicht nur wegen seiner Länge sonder auch wegen des Materials. Den Anfang machte Lang Yarns Donegal - doppelt genommen. Viel zu rustikal und zu dick. Zweiter Versuch eine Kombination aus Donegal und Sockenwolle - immer noch viel zu stabil. Dem Schal fehlte jede Leichtigkeit und etwas Fluff. Beide Male hatte ich natürlich ein ordentliches Stück gestrickt, um das beurteilen zu können. 
Einigermaßen geglückt ist der Versuch einer Kombination der Donegal mit Isager Alpaka 1. Noch ein paar Reihen, dann bin ich fertig und hoffe, der Schal gewinnt nach dem Waschen noch ein wenig an Geschmeidigkeit dazu. Zu Fotografieren ist da irgendwie nichts - wie drapiert ihr einen langen Schal in der Entstehung? Es gibt ein Foto des ersten Versuchs, so ist immerhin das Muster zu sehen:


Zweites aktuell in-Arbeit-Projekt sind Socken, wieder einmal nach einer Anleitung von Cookie A. aus ihrem Buch Sock Innovation. Nicht kompliziert, aber der Chart ist zumindest mir zu lang um ihn auswendig zu merken. Beabsichtigte Fertigstellung bis Ende Januar.


Beim Spinnen gab es - teilweise kniebedingt - lange Pausen. Das letzte Garn, das ich gezwirnt habe in 2013 waren wieder die Reste auf den Spulen. und diesmal sieht es so aus und ist noch nicht verarbeitet. Vielleicht wird eine gefilzte Tasche fürs iPad draus.


Dann habe ich mich an die Milchseide gewagt und ein bisschen gebraucht, bis ich den richtigen Umgang damit gefunden habe. Letztendlich habe ich es from the fold (also aus der Falte) gesponnen, das ging dann auch ganz gut. Das Garn ist wunderschön, hat einen ganz sanften Schimmer und eine leuchtende Farbe. Es ist noch allein auf der Spule, weil ich ganz unschlüssig bin wie ich es verzwirne. Für einen Single hat es zu viel Drall - schade.


Und dann habe ich einen Versuch gewagt, einen gesponnen Faden mit einem fertig gekauften Garn zu verzwirnen. Was beim spinnen nach mächtigem Überdrall aussah, hat sich nach dem Waschen wunderbar entspannt. Allerdings ist der gesponnene Faden so dünn, dass er im Flausch der Alpaka fast verschwindet...


Aktuell auf der Spule BFL mit Tencel, mal wieder eine Färbung von melinoliesl (bei der ich im November erfolgreich eingekauft habe :-)). Ich spinne dünn dünn dünn, denn ich will dreifädig zwirnen und mir zum ersten Mal Socken aus selbst gesponnener Wolle stricken.


Während ich euch hier schreibe wärmt mein Essen auf dem Herd und duftet immer besser - ich freu mich heute auf die Reste des gestern gekochten Rosenkohls nach diesem Rezept - sehr fein!

Und draußen verschwindet die Sonne zunehmend hinter dicken grauen Wolken, also werde ich jetzt ganz schnell aufbrechen, damit ich mit meinem Rad noch vor dem Regen in der Bibliothek ankomme.







15.1.14

Versunken

in Arbeit und der Vorbereitung für das nächste Modul der Weiterbildung. Diesmal werde ich einen großen Part übernehmen und entsprechend intensiv habe ich zu tun.
Es wäre vielleicht klug gewesen, die Tage zwischen den Feiertagen dafür zu nutzen.
Es war aber auf jeden Fall klug, einfach mal nur so in den Tag hinein zu leben, denn ich habe mich wirklich endlich ein bisschen erholt und bin am 7. Januar mal nicht schon mit dem Gefühl von Erschöpfung in die Arbeit aufgebrochen.

Also schufte ich jetzt eben ein bisschen mehr und unter Druck geht auch - angespannt-konzentriert und mit dem Mut zu der einen oder anderen Lücke. Also lese ich grade ganz viel über Entwicklung der Sprache, Emotionen, Kognition in den ersten drei Lebensjahren, lerne Lieder und Fingerspiele wieder oder neu auswendig, entdecke immer wieder was Neues, das ich mir verkneife (zu wenig Zeit!) und habe sogar gelernt wenigstens ein bisschen mit Powerpoint umzugehen. Dürftige Kenntnisse, aber es reicht, um ein paar Folien zu erstellen.

Weil der Kopf eh schon so beschäftigt ist habe ich nebenher zwei wirklich simple und in einem Fall auch noch schlecht konstruierte Jugendromane gelesen (keine Empfehlung, aber die lagen grad so rum), in den Denkpausen gesponnen und beim Lesen an simplen Socken gestrickt.

Der Beste Ehemann hat es geschafft, den Foto wieder zum Auslösen zu bringen, so dass ich demnächst auch wieder ein paar Bilder liefern kann, am Sonntag vielleicht, wenn ich wieder auftauche und hoffentlich alles gut geklappt hat.


9.1.14

Was

ich wollte, war wieder regelmäßig schreiben. Hat schon mal vom Start weg nicht geklappt.
Es gäbe zu berichten von Versponnenem, Verstricktem, Gelesenem und Gesehenem.
Die guten Vorsätze...
(Ich wollte ja auch vernünftiger essen, mich mehr bewegen, weniger sinnlos im Internet sein und und und. )

Die Zeit, die Zeit - hab ich irgendwie anders verbraucht und nichts geschrieben. Es wird noch einen kleinen Jahresrückblick geben, wenn ich mit den Vorbereitungen für die Weiterbildung zufriedenstellend voran gekommen bin. Und ein paar Bilder.

Aber weile mir wichtig ist, mache ich Werbung für ein wirklich tolles und ausgesprochen hilfreiches Angebot, das gut finanzielle Unterstützung brauchen kann. Es ist ein Angebot für Frauen, die nach der Geburt in eine psychische Krise geraten, niedrigschwellig und unbürokratisch. Die Beratungsstelle hat sich mit diesem Angebot um den Aspirin-Sozialpreis beworben und hier könnt ihr dafür abstimmen.
Wenn euch das Beratungsangebot überzeugt, dürft ihr es auch gern weiter sagen...

31.12.13

Guten Rutsch!

Die Wäsche ist von der Leine, die Kinder sind aus dem Haus.
Die Mousse au chocolat ist schon fertig und kühlt, der Wein geöffnet.
Alles andere liegt bereit und wartet auf schneiden, braten, kochen.

Wir erwarten überraschend doch Gäste und haben das Menü spontan um einen gang erweitert.


  • Eine Kombination aus Chicorée und Feldsalat mit Krabbencoktail
  • Grießnockerlsuppe
  • Schweine- und Lammrückenfilet im Blätterteig
  • dazu Rosenkohl mit Pinienkernen und Parmesan
  • Mousse au Chocolat
Ich verabschiede mich mit einem Stern - wir sind ja noch nah genug an Weihnachten. Kommt alle gut ins neue Jahr.


29.12.13

Zwischen den Jahren..

wird hier einfach ausgeruht.

Lange schlafen oder mindesten im Schlafo lange auf dem Sofa gammeln.
Stricken, Spinnen, Spielen, Filme schauen, Lesen, Kochen - von allem ein bisschen. Dazwischen draußen die Sonne genießen, wenn sie da ist.
Haushalt auf Sparflamme.
Keine Verpflichtungen - einfach nur Sein.

Ich mag diese Zeit zwischen den Feiertagen.

23.12.13

Suchen

Im Frühjahr habe ich mehrfach Scones gebacken. Das Rezept war einfach und hat super funktioniert, die Scones schmeckten ausgezeichnet.
Fotografiert, im Blog geschrieben - und wo ist jetzt das Rezept? Nicht mehr zu finden, nirgends abgelegt, nicht verlinkt, kein Hinweis - nur die Erinnerung, dass es die auch Ostern gab.

Und die sollten jetzt gebacken werden, als Zugabe zum zu verschenkenden Gelee.
Werd ich also ein Rezept ausprobieren müssen und hoffen, dass es ebenso gut gelingt. Seufz!

Hoffentlich finden wir wenigsten alle gut verräumten Geschenke wieder...

21.12.13

Nicht still

der Advent in diesem Jahr.

Das Haus Strickwerk ist mehr oder weniger ungeschmückt bis zum vierten Adventswochenende gekommen, nur ein magerer Adventskranz und zwei kümmerliche Fenstersterne versuchen Stimmung zu verbreiten. Der Beste Ehemann hatte auch keine Lust auf Illumination.
Geht auch, ist nur nicht so schön.

Gebacken wurde kaum, nur ein paar Basics, und das allerbeste Schokoladenbrot ist auch noch zu trocken geworden.

Wenig Zeit für Rückzug, für Basteln, Vorbereiten, Geheimnissen. Zu viel Arbeit, zu müde und erschöpft. zu viele Pläne, zu volle Tage. Und nächstes Jahr nehme ich mir die Tage vor Weihnachten einfach frei und arbeite nicht wieder bis zum letzten Drücker.

Aber heute, nach viel zu wenig Schlaf (weil gestern lange gefeiert),

  • schon vor der Sonne aufgestanden, 
  • quasi alles eingekauft bis nächsten Samstag, 
  • die Buchgeschenke in der Buchhandlung abgeholt, 
  • vorgekocht und eingefroren, 
  • letzte Geschenke produziert
  • und jetzt noch Zeit für ein paar Faltarbeiten
Von fertig gestrickten Mützen, Stulpen und anderen Dingen gibt es erst mal keine Fotos - die gute alte Nikon löst nicht mehr aus. Ich suche noch nach der Ersatzlösung und muss wohl die kaum genutzte Schnellschuss-Kamera aktivieren...

So stolpern wir also in die letzten Tage vor Weihnachten. Ich nehme es wie es kommt und merke mal wieder, dass es immer auch anders geht, als ich es mir vorgestellt habe.






1.12.13

Monatsbilanz November


  • geradelt - die Rubrik kann fast geschlossen werden. Herzlich wenig, vielleicht so 60 km.
  • gestrickt: ein Paar Socken, eine Mütze fertig gestellt; ganz viel geplant, zwei neue Projekte angeschlagen (und Wolle gekauft!)
  • gesponnen: immer noch die Merino-Seiden-Mischung. Und jetzt zwirne und zwirne ich...
  • gelesen: Traumsammler (wunderbar); Lied von Eis und Feuer Bd.10; Ursi Breidenbach - Bildnis der Fortuna (und dann die Lesung leider verpasst...); wie immer ein wenig Fachliteratur (dabei sehr zu empfehlen für alle, die noch Kleinkinder haben: einmal breifrei bitte)
  • gehört: mit großem Vergnügen: Luft und Liebe, Zorgamazoo
  • gesehen: fack ju goete (banal, politisch unkorrekt, aber lustig)
  • gebacken:  Zimt-Apfelkuchen, Stollen, Lebkuchen - alles hmmm!
  • Urlaub daheim - geringer Erholungswert, weil einfach so viel zum Kümmern und Erledigen war
  • das Knie - von sehr schmerzhaft über plötzlich schmerzfrei zu immer mal wieder kehrendem Schmerz

28.11.13

Etwas Fertiges und etwas Geplantes

Obwohl ich gar nicht so wenig an den Nadeln bin wird ja irgendwie kaum was fertig - ich habe einfach zu viele Projekte. Aber eine Mütze ist ja immer schnell gestrickt und der "Wurm" stand schon lange auf meiner Wunschliste. Garn dafür war auch noch vorhanden - voilá - ein grüner Wurm. Noch ungewaschen, erfahrungsgemäß gibt die Merinowolle noch nach, wenn sie erst mal mit Wasser in Berührung war. Dann erreicht sie wohl auch die angepeilte slouchy-Form.


Am Wochenende habe ich ausgiebig Zeit auf ravelry verbracht und die Liste meiner favorisierten Projekte deutlich verlängert. Eines will ich aber gleich beginnen und habe sofort das Kit bei der Zauberwiese bestellt. Es sind die Handstulpen "quick 'n' easy"  (hier ein Link zu Ingrids Strickblog, von der die Anleitung stammt).

Was heute bei mir ankam war wie ein Geschenkpäckchen - schaut mal




Ach ja - und ein Paar Socken sind auch mal wieder fertig geworden.



...und noch ein Kunstausflug

nach Kochel ins Franz-Marc-Museum. 
Dort durfte gar nicht fotografiert werden - nur die Aussicht, die aber keine war, wegen Nebels. Also keine schönen Bilder von den wunderbaren Bildern.

Das Museum ist klein und zeigt zusätzlich zur Dauerausstellung gerade eine Sonderschau zum Jahr 1913. Das Vorkriegsjahr - woher kam das Apokalyptische in manchen Bildern, hatten die Menschen wirklich Vorahnungen oder war es ein ganz "normales" Jahr, das wir im Nachhinein als Vorkriegsjahr wahrnehmen? Interessante, die ganz unterschiedlichen Bilder der Künstler nebeneinander zu sehen und die Aufbruchsstimmung der Zeit ein wenig nachzuempfinden.

Ein paar Bilder vom Drumrum

Kurz zeigte sich die Sonne und die Landschaft wie verzaubert im Schnee

Steiler Anstieg zum Museum, bitterkalt

Mittagessen gehen 

im Blauen Reiter

Auch dort Franz Marc

winterlicher Kochelsee

Murnau

Eigentlich sollte es den Kuchen im Café Giggerer geben - aber dort ist Betriebsurlaub. Wir waren aber schon so auf Kaffe und Kuchen eingestellt, dass wir den Schlenker über Murnau gemacht haben und dort im Kaffee Krönner eingekehrt sind - sehr guter Ersatz. 
Dort wars auch sonnig - also die Einkaufsstraße einmal rauf und einmal runter gebummelt, für den Besten Ehemann ein Fleece-Jacke erworben, eine kleine Metzgerei gefunden und Lammfleisch und Weiße im Ring gekauft. 

Und dann den Strickpunkt aufgesucht. Der Beste Ehemann hat geduldig ausgehalten, meine Mutter hat ihren Wunschschal entdeckt und wir haben die Wolle dafür gekauft. Nicht das Originalgarn, denn das stichelt am Hals (mit Mohair, leider ist sie da genauso empfindlich wie ich). Ich habe den Schal schon angestrickt und ohne das Mohair hat er nicht diesen fluffig leichten Charme. Ich verstricke die Wolle zweifädig und muss vielleicht doch noch eine andere Kombination finden...

Kunst

Eine kleine Rückschau auf unseren Besuch in der alten Pinakothek.












Ich bin ja mehr wegen des Gebäudes als wegen der Bilder mitgegangen. War aber dann überrascht, wie viele der Gemälde dort mir sehr sehr gefallen haben und mich lange verweilen ließen. Es waren weniger "Schinken" dort zu sehen, als meine Erinnerung mir vorgaukelte.
Die barocken Räume habe ich dann auch zügig durchschritten - das ist einfach weniger mein Geschmack, ohne der Kunst der Zeit jetzt die Großartigkeit absprechen zu wollen.

Nach gut zwei Stunden war ich trotzdem gesättigt und nicht mehr recht aufnahmefähig. Der Beste Ehemann denkt über eine Jahreskarte für alle Pinakotheken nach - vielleicht gar keine schlechte Idee.

(Ach - und es war angenehm leer dort...)

24.11.13

Faulenzen

Noch so ein verbummelter gemütlicher Tag.

Die Aragorn-Socken aus der Versenkung geholt und leider einen Fehler im zweiten Socken entdeckt. Zum Glück war er noch nicht allzu weit gestrickt - denn ich musste tatsächlich ganz auftrennen - ich habe nicht aufgepasst und die Rippen falsch verteilt. Da die erste Socke ja schon fertig ist hätte das wahrlich komisch ausgesehen. Also noch einmal auf Anfang und der erste Muster-Rapport ist  schon wieder gestrickt.

Hörend am Spinnrad gesessen und mit viel Genuss die Geschichte "Luft und Liebe" fertig gehört, gelesen von Eva Mattes, einer meiner Lieblings-Vorleserinnen. Mir hat die eigenwillig erzählte Liebesgeschichte gut gefallen, ein Hörvergnügen. Und die Spule ist mittlerweile fast voll.

Vormittags gelesen, der Traumsammler fesselt und jetzt fehlen nur noch ein paar Seiten, die ich jetzt gleich vor dem Tatort zu Ende lese. Morgen ist Abgabetag, da muss ich trotz Urlaub mal in der Bibliothek vorbei schauen. Auf dem Schreibtisch dort liegen vermutlich eh schon wieder alle möglichen Bücher, die auf mich warten.

Dazwischen gespielt auf dem Smartphone (candycrush...), einige Zeit bei ravelry verbracht und dabei wie immer so viele tolle Strickstücke entdeckt. Wenn der Tag nur doppelt so viele Stunden hätte...

Der Jüngste Sohn plädierte für Liefer-Küche - für ihn Pizza, für mich asiatisch. War okay.
Draußen war ich heute gar nicht.

23.11.13

Nassgraukalter Samstag

Am Besten gleich ganz früh einkaufen gehen. Danach in die gemütlichen Sofa-Klamotten und einfach drin bleiben.

 - Das Auto macht dem Plan einen Strich durch die Rechnung - es springt nicht an.
Unglaublich. Es hat uns noch nie auf diese Weise im Stich gelassen.

Weil der Einkaufszettel umfangreich und weder Fahrrad- noch Fußgängertauglich ist, ich noch müde und umspontan, geh ich unverrichteter Dinge wieder ins Haus. Und beschließe, dass dann eben dieses Wochenende nicht gebacken und gekocht wird. Die Reste aus Kühlschrank und Obstkorb, die Vorräte im Keller sind ausreichend um das Wochenende auch so zu überstehen.
Und das Auto? -  fährt dann eben einfach nicht. Ich habe heute aber wirklich überhaupt gar keine Lust mich da drum zu kümmern.

Also: Sofatag.
Zwei Folgen Barnaby geschaut.
"Traumsammler" gelesen.
"Von Luft und Liebe" gehört und Emeli Sandé und Mozart.

Socken und Simplicity gestrickt. Am Spinnrad gesessen.

Nudeln gekocht, mit Pesto und Tomatensauce.


Und irgendwann dann doch noch mal raus, wegen Lufthunger und Bewegungsdrang.

Ach ja, und den halben Korb weggebügelt....

(Der Beste Ehemann arbeitet den ganzen Tag, der Jüngste Sohn auch ab nachmittags)


21.11.13

Gute Aussichten

für morgen:

Frühstücken gehen
Bilder anschauen - Alte Pinakothek
Kino "Fack Ju Göthe"
Vielleicht noch Stricktreff (das aber ohne Besten Ehemann)


Irgendwie Urlaub

Draußen novembert es.
Ich komm grad erst an in meinen freien Tagen. Der Urlaubsbeginn war noch voll gepackt
mit einem halben Wochenende Fortbildung geben
einem ganzen Tag Nacharbeiten und liegengebliebene Büroarbeiten erledigen
einen Tag ausräumen und ausmisten im Elternhaus
einen Tag Beisetzung und noch ein Gottesdienst für die Verstorbenen des Jahres.

Und jetzt Zeit für Ruhe - Pause - Ausatmen
Lesen. Spinnen. Stricken. Hören. Einkaufen. Kochen.
Aber auch mit dem Besten Ehemann ins Museum, Kino, Essen gehen.

Die Tage werden wieder viel zu kurz sein...


10.11.13

Oktober-Bilder


Die letzte Hortensie - schmückt jetzt das Foto meines Vaters.


Herbstgarten - die Sonne bleibt viel zu kurz, trotzdem wartet der Liegestuhl noch auf letzte Einsätze.


Die Chili, die der Älteste Sohn aus Samen gezogen hat. Lange wollte sie nicht wachsen, dann hat sie reich geblüht, aber wiederum lange keine Früchte angesetzt. Erstaunlicherweise werden die späten Schoten doch noch rot - und ich gewähre ihnen jetzt den Schutz der Hauswand. Mal sehen, was sich da noch entwickelt.


Oatmeal-Cookies. Sehr lecker und ganz für den Besten Ehemann und mich - der Jüngste Sohn mag keine Rosinen, der Mittlere Sohn wohnt ja meistens nicht mehr hier.


Ewigkeits-Spinnwerk. Merino-Seide, ganz dünn gesponnen - und ich habe 200g davon. Das dauert...


Ebenfalls schon lang in Arbeit - eine zweite Simplicity-Jacke. Diesmal aus Wollmeisen-Lacegarn. Die Farbe ist völlig verfälscht, es ist ein ganz dunkles Rot. Aufgehängt sieht sie in jedem Fall schon viel länger aus als ich erwartet hatte.



Einkauf


Eine ganze Kiste voller Kammzüge von Melinoliesl. Diesen Monat hatte ich Glück und war auf ihrem Blog kurz nachdem sie die wie immer zauberhaft gefärbten Kammzüge eingestellt hatte. Und alle, die ich wollte waren noch da. Ein Trost- und Freupaket, dass da kam, voller Schönheiten. 

Bald habe ich Urlaub und Zeit...

8.11.13

Das Knie

Schon mal nebenbei erwähnt habe ich den Befund Innenmeniskusriss und Ganglionzyste.
Das wurde heute präzisiert und mit einer OP-Empfehlung verbunden.

Denn der Riss ist ein Lappenriss, was ich mir so vorstellen muss, dass der Meniskus von oben eingerissen ist und ein Teil davon als Lappen frei beweglich im Knieraum hin und her schlenkert, mal mehr mal weniger Beschwerden macht und wenns ganz blöd kommt sich im Gelenk verkeilt und zu spontaner Unbeweglichkeit führt. Beschwerdefreiheit ohne OP angeblich nicht zu erreichen. Die Ganglionzyste würde dann gleich mit ausgeräumt, aber nur wegen der würde der Doc keine OP machen.

Aha. Und ich dachte die recht große Zyste wäre das Problem.
Jetzt weiß ich auch nicht so recht. Auf anhaltende Beschwerden und vor allem anhaltende Instabilität diese Knies habe ich keine Lust. Ich bin ja nicht so die große Sportlerin, gehe zwar gern wandern und in die Berge aber auch eher hin und wieder als regelmäßig. Spazieren gehen über Stock und Stein schon häufiger - all das geht grad gar nicht oder nur sehr langsam und vorsichtig und immer mit Schmerzen. Ich werd mal noch mit der Physiotherapeutin meines Vertrauens sprechen und dann eine Entscheidung treffen. Erfahrungen von Mitleserinnen werden gern genommen...

Eine schmerzliche Entscheidung fiel heute schon: die geplante Venedig-Reise und zwei Wochen sagen wir ab. Denn Venedig ohne die Stadt wirklich erlaufen zu können - nein, kommt für mich nicht in Frage. Also verschieben. Die Reise in diese Stadt ist sperrig, es ist nicht der erste gescheiterte Versuch. aber wir werden es wieder versuchen.

Das Knie muckt auch grad besonders, denn gestern blieb ausgerechnet der dazu gehörige Fuß an einer Bordsteinkante hängen...

2.11.13

Monatsbilanzen September und Oktober


  • geradelt - enttäuschend wenig und kein Überblick über gefahrene Kilometer
  • gestrickt - Geschenksocken, 2 Mützen, zwei Waschlappen (!)
  • gesponnen - noch ein verrückter Zwirntausch, Verschenkgarn verzwirnt und verschenkt, in Arbeit ist eine Merino-Seidenmischung
  • gelesen - "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes (ein Buch mit Sogwirkung, ich konnte nicht aufhören zu lesen),  "Wer morgens lacht" von Mirjam Pressler, "Live fast, play dirty, get naked" von Kevin Brooks, "Eine Handvoll Worte" ebenfalls Jojo Moyes; ein bisschen Fachliteratur
  • gehört - Podcast und noch dabei "Vom Ende einer Geschichte"
  • gesehen - die dritte Staffel "Downton Abbey"
  • kochen und backen waren ereignislos
  • ausgezogen und umgezogen - der Sohn nach Eichstätt, meinen Vater für nur noch wenige Tage vom ersten in den dritten Stock in ein größeres und helleres Zimmer mit wunderbarer Sicht auf alte Bäume, einen Teich und den Garten der benachbarten KiTa
  • gereist - je ein Wochenende am Attersee und in Kochel
  • krank, krank, krank - gleich dreimal in Folge erkältet, ein Resthusten haftet hartnäckig an mir. Das Knie macht Probleme, inzwischen mit Diagnose Innenmeniskusriss und große Ganglionzyste - es schmerzt ebenfalls hartnäckig und unnachgiebig bei fast jedem Schritt und manchmal auch einfach so. 
  • Abschied genommen