25.1.09

Fertige Strickwerke

Mit müden Fingern, wenig Platz und schlecht erreichbarem weil teilweise verräumtem Material war vor allem Sockenzeit.

Der Pfau aus der Regenwaldkollektion von Opal. Habe ich mal aus einem Tauschpaket gefischt und es war das fünfte Opalknäuel das ich verstrickt habe - erfreulicherweise auch diesmal ohne Knoten. Die Socken sind wieder eineiige Zwillinge geworden:

Socken Nr. 2
  • Wolle Zwerger Opal Regenwald-Kollektion "der Pfau" auf Knitpicks Harmony 2,5
  • 60 Maschen, Bündchen 2r 2li; Herzchenferse und Bandspitze
  • Größe 39, 75g. Für die Vorratskiste.
Psychedelische Socken entstanden aus einem alten Strang von handgefaerbt.com Farbe Wassermann. Meine ERfahrungen mit der Wolle von Kirsten sind ja recht ambivalent, aber dieser Strang war wieder wunderbar weich und schön durchgefärbt. die Fräbung ergab kleine Ringel und in Kombination mit dem Muster finde ich die Socken leicht augenverwirrend aber schön. Deshalb bleiben sie auch bei mir.
Socken Nr. 3

  • Wolle von handgefaerbt.com, Farbe Wassermann.
  • Muster Bubble Wrap von Sockbug (Achtung pdf)
  • 6o Maschen, Bündchen 2r 1l; Herzchenferse, Bandspitze
  • Größe 39, Verbrauch 75g. Für mich.
Für die Freundin, die uns netterweise die Snowboard-Ausrüstung für den Jüngsten Sohn überlassen hat wurden ja schon diese Socken gestrickt. Weil ihr immer so schnell kalt ist gibt es dazu auch noch ein paar Pulswärmer aus Sockenwolle von Ewa - ganz weich und flauschig.


  • Wolle von Ewa, Braun mit Sonne
  • Muster von drops. Wristwarmers in Alpaca
  • Auf Knitpicks Harmony 2,5: Verbrauch 25g

Im Bild

Der Umbau in ein paar Bildern (garantiert staubfrei):

Der Älteste Sohn in Aktion - Löcher und Schlitze für den Strom

Schon tapetenfrei und mit verhüllten Möbeln, aber die Lampen noch an der Decke

Hier schon alles frisch und neu, der Boden bereits mehrfach gewischt und die Möbel bereit für ein neues Arrangement

Ein Blick in die Küche - die Fliesen sind heller als sie hier erscheinen. Bis Donnerstag bleibt es hier noch kahl und leer. Dass hier eine Wand war bemerkt man nur noch am "Knick" in der Wand - man sollte ja meinen, dass die Wände zum Nachbarn mal in einem Stück aufgemauert und erst dann die nicht tragenden Trennwände eingezogen wurden. Aber hier gibt es genau an der Stelle der herausgerissenen Wand einen deutlichen Knick, als wäre erst die Küche fertig gemauert und dann der Rest angesetzt worden.

Eventuell noch recht vorläufig die Platzierung der Möbel. Wir müssen uns das jetzt erst mal erwohnen. Dann erst fällt die Entscheidung für Lampen, Bilder, Vorhänge - in der neuen Wand will jedes Loch gut überlegt sein!


23.1.09

Alles weiß

Auf der Wand ist das ja ganz okay.
Aber die netten Handwerker haben wohl heute vor dem Abschleifen der Wände die Tür nicht wieder eingehängt. Toll!

Ich geh jetzt mal den Staubsauger und den Wischlappen schwingen. Weniger Feinstaub wäre nett gewesen...

Auf der Treppe

frühstücken verliert so langsam den Charme des Alternativen. Die Rücken schmerzen vom gebückt sitzen auf zu hohen Hockern an zu niedrigen Tischen.

Aber der neue Fliesenboden sieht total schön aus. Und im Wohnzimmer ist es jetzt auch morgens schon ganz hell.

Eine Samstag-Schicht machts möglich, dass wir doch am Sonntag schon wieder einen Wohnraum haben werden. 

Alles bestens


21.1.09

Zwischenstand

Immer noch alles voller Staub. Dieser ganz feine, der trotz Tür zu und Folien überall hin kriecht. Und dazu jetzt so ein Bau-Geruch. 
Leider doch auch noch übers Wochenende. 

Aber dann...


18.1.09

Ufff..

Feinster Staub im ganzen Haus, schmerzende Hände und verspannter Rücken. Aber geschafft - fürs erste. Zumindest unser Beitrag. 

Die Küche ist vollkommen leer und sieht plötzlich so winzig aus. 
Die Mitte des Wohnzimmers reicht doch aus, um dort alles zu versammeln und trotzdem genug Platz vor den Wänden zu haben. Die Tapeten waren sch****!. Zu viert haben wir tatsächlich den ganzen Tag geschabt. Teilweise in winzigsten Fitzelchen. Große Stücke wurden immer mit lautem Hurra gefeiert.
Immerhin schien die Sonne und die Nachbarin serviert den Kaffee draußen.

Der Älteste Sohn war brillant. Gut gelaunt, umsichtig, schnell und ordentlich . Es gibt jetzt fast überall dort Steckdosen und Stromauslässe, wo ich es mir gewünscht habe (ein bisschen funkte der Beste Ehemann dazwischen). Das Antennenkabel macht keinen Umweg mehr durch den ganzen Keller, die Hauswand hoch, durch den Spitzboden und wieder zurück ins Wohnzimmer - nein, durch ein winziges Loch im Wohnzimmerboden kommt es jetzt direkt dahin wo es gebraucht wird.

Ab morgen sind dann die Handwerker dran. 

(Gestrickt wird auch. Nur Socken. Oder Pulswärmer. Alles was ganz ohne Nachdenken und Gefummel geht. Bilder erst wieder im frisch gestylten Wohnzimmer.)

14.1.09

Gut

Ich bin gut!

Obwohl sich mir Technik keineswegs schnell erschließt auch ohne Bedienungsanleitung vermutet und gefunden, dass nicht angenommene Anrufe inkl. Nummern auf unserem neuen Telefon gespeichert werden und abrufbar sind (bis vor wenigen Tagen besaßen wir so ein ganz altes schnurgebundenes das gar nichts konnte außer Wahlwiederholung)

Dann alle nicht angenommenen Anrufe von heute vormittag abtelefoniert (weil ich vergessen habe den Quatschi einzuschalten, ist noch nicht wieder Gewohnheit geworden). Und so:
  • die ersehnte Lieferung des neuen Gefrierschranks zwar nicht für morgen, aber immerhin für Freitag klargemacht. Der alte muss nämlich eigentlich schon heute, spätestens aber morgen abgetaut und geputzt werden, weil
  • der zweite Rückruf nämlich den Verkauf des alten Kühl/Gefrierschranks klar machte (juhu, das wird mit einer Zwischenlagerung in der Kühlbox auf der Terrasse klappen. Ich brauche keine gefrorenen Lebensmittel zur kurzfristigen Untermiete durch die Gegend fahren...)
  • der dritte Rückruf verkaufte dann auch noch die Spülmaschine
Schon gestern: den zu verschenkenden Herd los geworden. Und den alten Waschtisch/Kommode zwar nicht zum erwünschten Preis, aber dann nach zwei Wochen erfolglosem Inserat immerhin noch rechtzeitig vor dem Umbau verkauft.

Die heiße Phase beginnt. Die Küche ist bereits halb leer, der Rest folgt gleich. Die Spüli wäscht die letzte Ladung Geschirr. 
Morgen vormittag dann klar Schiff machen im Wohnzimmer und so viel wie möglich woanders verstauen. Und dann mische ich mich erst Freitag nachmittag wieder ins Geschehen ein. Tapeten ablösen - wünscht mir Glück, dass es leicht geht!

9.1.09

Umgeknickt

auch noch dazu. Wo sich doch heute endlich der zähe Nebel lichtet und es zwar nicht verschneit, aber ganz kalt und ganz sonnig ist. Und der geplante Spaziergang jetzt leider ausfällt.

Beim vertieften studieren der Kontoauszüge und leichten Erschrecken über den defizitären Kontostand irgendwie vergessen, dass ich  noch oben auf den Stufen zur Bank stand. Zu hoch für einen unbedachten Schritt nach vorn. 

Zuerst krasser Schmerz, dann stark nachlassend. Jetzt aber doch so dumpf und manchmal stechend und mittelmäßig geschwollen. Hat sich zunächst schlimmer angefühlt, aber gut ist was anderes. Laufen geht nur humpelnd, volles Gewicht (jedenfalls mein volles Gewicht) tut nicht gut.

Irgendwie bin ich grad ungeschickt. 

Bücherfresser

sind in unserem Haus am Werk.

Schon Silvester stand ich plötzlich vor unerklärlichen Lücken im Bücherregal. Meine Mutter wollte sich "Schatten des Windes" und "Tintentod" ausleihen. Zielsichererer Griff ins Regal - gähnende Leere an den vorgesehenen Plätzen. Auch anderswo im Haus treiben die Bücher sich nicht herum. Das letzte Mal gelesen vor etwa einem Jahr, beide.

Heute auf der Suche nach "Victorian Lace Shawls". Auch nicht zu finden. Nicht bei den Strickbüchern und auch sonst nirgends. Das letzte Mal benutzt vor etwa 9 Monaten.

Keine Merkzettel, dass die guten Stücke verliehen wären. Keine Erinnerungen, außer dass sie mal im Regal standen. Die üblichen Verdächtigen wurden bereit befragt. 
Alles besonders geliebte Bücher.

Manno!

Ab jetzt wird hier genau Buch geführt wer was geliehen bekommt. So gehts ja nicht.

7.1.09

Wieder Alltag

Immer nach den Ferien, aber irgendwie besonders nach den Weihnachtsferien ist der Wiedereinstieg ein schwieriger.

Der Jüngste Sohn hat dann heute auch noch gleich Deutsch-Schulaufgabe geschrieben. Ging gar nicht gut. Weil wir ja alle ganz schlampig in den Ferien Pflichten und Schule völlig ausgeblendet haben.

Im Laden war kein - naja fast kein - Käse mehr da. Das war gut für die Inventur, aber schlecht für die erstaunlich zahlreichen Kunden, die eine ungewohnt kleine Auswahl vorfanden. Und ausgerechnet heute kam die Lieferung erst gegen Mittag. Mir wurde nicht langweilig.
Der verletzte Finger fand das Käse auspacken, schleppen und schneiden gar nicht toll - wieder geschwollen, dick und schmerzhaft. 

Ansonsten hier leider immer noch kein Schnee. Dunkel-trüb und scheußlich kalt, so richtig ungemütlich. Lockt mich nicht nach draußen.

6.1.09

Die Küche

der Ist-Zustand und auch völlig unaufgeräumt im Zustand bei der Frühstücks-Zubereitung.

Die Küche ist recht klein, so die typische Reihenhaus-Küche aus den späten 60er-Jahren. Fläche etwa 9 qm. 

Hier schaut ihr von der Tür aus nach links Richtung Wohnzimmer. Links neben dem Kühlschrank der Kamin - der bleibt logischerweise stehen. Oben kann man die Mauer etwas vorspringen sehen, dass ist der Trägerbalken und der bleibt auch. Drunter, wo man die hübsche Durchreiche sieht ist nur dünne "Papp"wand und die kommt komplett raus - Übergang zum Essplatz im Wohnzimmer.
Der Herd rutscht ein ganzes Stück weiter nach links als jetzt, nur noch Herdplatte und die breiter als jetzt. Der Kruschtelkram verschwindet im Eckregal und in den Auszügen. Die Dunstabzugshaube wird schräg und schick und leise und leicht zu reinigen (das alte Ding hat noch diese Papier-Fettfilter - bäh).

Der Blick von der Tür nach rechts. Hier wird es auch wieder Hängeschränke geben, aber nicht mehr deckenhoch. Die Spüli wird eingebaut, die Spüle rückt einwenig mehr nach rechts und statt jetzt 40 cm werde ich dann über einen Meter Platz zwischen Herd und Spüle haben. Und die Arbeitsplatte wird zudem noch 70 cm tief statt jetzt 60 cm. Ich werde gar nicht wissen wie ich den Platz füllen soll. Erahnen kann man auch den Tisch, der schon seit einigen Jahren nur noch zusätzlich Ablagefläche ist und höchstens zu einem knappen Frühstück genutzt wird. Die Buben sind einfach zu groß und zu fünft haben wir da schon lange keinen Platz mehr.

Noch mal der Tisch, diesmal vom Herd in Richtung Tür aufgenommen. Auf diese Seite kommen Kühlschrank (größer als jetzt - freu!) und der eingebaute Backofen, daneben als Abschluss ein Eckregal für Kruscht (ohne den geht es bei uns nicht).

Der Holzboden muss wie gesagt raus und die neu gewählten Fliesen sehr ihr hier an der Wand lehnen. Der Fußboden wird grau, die Küche weiß, die Arbeitsplatte tut wie Kernahorn und die Rückwand hinter der Arbeitsfläche wird dunkelrot.

Vermissen werde ich wohl einzig meine heiß geliebte geölte  Arbeitsplatte aus Buchenholz.

Die Ersten




Socken 2009 - Dankeschön-Socken für die Freundin, die dem Jüngsten Sohn ihr altes Snowboard samt Schuhen überlassen hat.

Eigentlich wollte ich das Bubble-Wrap-Muster stricken. Kurz die Anleitung und Strickschrift gelesen, mit einem - eh klar - aufs Sofa und drauf losgestrickt. Irgendwann wunderte ich mich - das Muster sollte doch eigentlich so kleine Bubbles machen - die tauchten bei mir gar nicht auf. Es sieht aus wie ein einfaches Waffelmuster. Weil ich nämlich vergessen habe die glatt-rechts-Zwischenreihen zu stricken. Aber da der erste Schaft quasi schon fertig war, sind es jetzt eben Waffelmuster-Socken statt Bubble Wrap.

Die Wolle ist von Schoppel, eine Admiral Ombre und ließ sich wie immer ganz toll verstricken. ich liebe diese lange Rapporte und Farbverläufe. Wie schön, dass mein Stash da noch einige beherbergt...

  • Schoppel Admiral ombre , Fb. 1818
  • gestrickt auf Knitpicks Holznadelspiel 2,5 (Standard...)
  • Waffelmuster-Abwandlung von Bubble-Wrap-Socks (pdf)
  • 60 Maschen, Standardsocke mit Herzchenferse und Bandspitze
  • Größe 41; Verbrauch 80g; für Kathi, die Snowboardspenderin
Ach ja, und wie ihr seht besitze ich jetzt auch so ein Sockenbrett.

5.1.09

Überflüssig

ist es, beim Tanzabend den Finger zwischen Toilettentür und Türrahmen zu halten und die Tür dann selbst zu schließen. War gar nicht fest, aber genau an der Gelenkkapsel. Tut weh und ist blau und mit der Erfahrung zahlreicher Kapselrisse bei den Söhnen ist die Eigendiagnose klar.
Mittelfinger der rechten Hand also vorübergehend mal stillgelegt. Grad ganz praktisch. 
Stricken geht, aber nur langsam. 

3.1.09

Übergang

von Planungsphase zur konkreten Umsetzung:

Erster Schritt war die Möbelbestellung Mitte Dezember. Heutiger Stand: Lieferung am 27/28. Januar, Einbau beginnt am 29. Januar.

Zweiter Schritt: Ein neuer Gefrierschrank ausgesucht und bestellt. Gestern. Luxusteil mit viel Platz, Bigbox und Nofrost-System. Kommt dann in den Keller.

Dritter Schritt: endlich kam heute der mehrfach bestellte Handwerker und nahm Maß. Schockt den Besten Ehemann mit der Aussicht auf eine ganze Woche Umbau. Frau Strickwerk hat eher mit mehr gerechnet.

Vierter Schritt: Der Schwager desillusioniert uns mit dem Bescheid, dass der Holzboden nicht abgeschliffen werden kann. Also auch ein neuer Fußboden. Wir fällen eine schnelle Entscheidung für Fliesen statt Holz. Heute entschieden, heute ausgesucht (weil heute noch 20% auf alles...) und heimgefahren. (10 mal 31 Kilo ließen das Auto ganz schön in die Knie gehen).

Weitere Schritte: Entscheidungen für Elektrogeräte treffen und nächste Woche bestellen. Irgendwie so etwas ähnliches wie einen Ablaufplan erstellen. Küchenschränke ausräumen. Küche demontieren, Boden demontieren. Elektriker-Sohn verlegt den Strom in neue Schlitze und an neue (viele!) Steckdosen. Im Wohnzimmer alles wegschmeißen was wir nicht mehr brauchen, aber dort trotzdem noch rumsteht. Weil alles muss in die Mitte und so viel Mitte haben wir gar nicht!
Wohnen werden wir dann irgendwie im ersten Stock, essen bei den Nachbarn. Weil dann kommen die Handwerker und reißen die Trennwand zwischen Küche und Wohnzimmer ein, fräsen die Wände glatt, spachteln neu, streichen und legen den Fliesenboden. Und wenn das vorbei ist mach ich schon mal drei Kreuze.

Ein Blick auf die Pläne?





Vom Weihnachtsgeld

aus meinem Laden-Job habe ich mir diese Schönheiten geleistet:

Um dieses Sockenbuch bin ich schon lange herumgeschlichen. Und ich finde es wirklich genial - keine Mustersammlung sonder ganz neue Ideen für Socken-Konstruktionen. Bald, bald, wenn ich ein bisschen Zeit und Muße habe werde ich die erste ausprobieren.
Bei knittybitty kann man ja jetzt auch Garne von knitpicks bestellen. Für das nächste Tuchprojekt aus Victorian Lace Shawls habe ich mir die Alpaka Cloud bestellt - ein weicher Schmusetraum! Und die Farbe (Tide Pool) ist einfach nur schön (aber auf dem Foto mal wieder nicht farbecht - in echt mehr so ein türkis-grün..)

31.12.08

.

Nachdem ich schon die Weihnachtswünsche verpasst habe:


Allen, die hier lesen ein gesegnetes neues Jahr. Mögen eure Hoffnungen sich erfüllen und eure Pläne gelingen, Herausforderungen zu meistern und Überraschungen erfreulich sein.
Ein frohes Silvesterfest!

Impressionen







30.12.08

Schöne Tage

haben wir am Chiemsee verbracht.
Ein bisschen Nebel, ein bisschen Sonne. 
Ein bisschen spielen, ein bisschen lesen.
Ein bisschen stricken.
Ein bisschen viel gutes essen.
Ein bisschen krank (der Mittlere Sohn und die dazugehörige Freundin).
Ein bisschen shoppen in Rosenheim (mit dem Ältesten Sohn und der dazugehörigen Freundin)

Ziemlich kalt.
Ziemlich schön.

Sehr harmonisch, sehr erholsam.

Und trotzdem fehlen mir die Tage irgendwie.
Ich bin einfach gern zu Hause zwischen den Jahren. Vielleicht sogar am liebsten zu Hause.

Letzte Socken

Nr. 21
gestrickt aus Schoppel Admiral Aquarell auf Nadeln 2,5 in Größe 41.
Ihr erinnert euch an den mysteriös verschwundenen Socken? Irgendwann tauchte er dann doch wieder auf- war gut versteckt in einer Tüte an einem ganz falschen Ort. Jedenfalls habe ich den zweiten jetzt fertig gestrickt und die Freundin des Sohnes hat sich sehr gefreut. Bild gibts keines - weder vom Socken noch von der Freundin.

NR. 22
Opal Regenwald Flamingo
gestrickt auf Knitpicks Nr. 2,5
60 Maschen, Bündchen 2r 2li; Herzchenferse, Bandspitze
Größe 38. Für Charlotte.

Flamingo für Charlotte

Und das waren wohl die Letzten für dieses Jahr.

27.12.08

Nach-Weihnachts-Posting

Traditionell schreiben wir unsere Weihnachtskarten erst nach Weihnachten und verschicken sie dann zu Silvester. Jetzt dieses Jahr also auch ein Nach-Weihnachts-Posting im Block. 

Unsere Weihnachtstage waren recht gemütlich. Irgendwie waren wir die Tage vorher mehr beschäftigt als sonst - oder vielleicht trügt uns ja auch nur unsere Erinnerung. Wie auch immer - wir schlitterten jedenfalls recht entspannt in den Heiligen Abend. Der Beste Ehemann besuchte mit mir die Gräber in der Dämmerung, während ein Teil der Söhne die Verwandschaft abklapperte und der Jüngste zu Hause die Geschenke hütete. Zum Kirchgang trafen wir uns wieder. Die Vorabend-Mette wird allmählich zur Tradition und stimmt uns ganz wunderbar auf den Abend ein. Die Söhne sind glücklich - weil die Weihnachtsgeschichte ist dann schon vorgelesen und muss nicht noch einmal gelesen werden. Lieder sind auch schon gesungen und Frau Strickwerk bekommt dann gnadenhalber noch ein, wenigstens ein Lied unterm Baum. 


Wegen mangelhafter Fähigkeiten einiger Online-Versandhäuser lagen in diesem Jahr einige Gutscheine unter dem Baum. Der Mittlere Sohn wartet nun sehnsüchtig auf das neue Handy, das aber voraussichtlich sogar erst Montag verschickt wird. Der Jüngste Sohn auf Noten fürs Schlagzeug, ein neues Becken und den dazugehörigen Ständer. (Er hätte aber an den Feiertagen eh nicht Schlagzeug spielen können.) Wenigstens das BMX-Fahrrad ist vollständig renoviert und fahrbereit - die Feiertage waren gerettet.

Daneben gab es wie immer stapelweise Bücher und DVDs. Der große Run auf den dritten Band "Eragon" fand merkwürdigerweise nicht statt. Der Jüngste Sohn vergnügt sich mit BMX und beim Nachbarskind mit Guitar Hero auf der Spielkonsole. Der Mittlere Sohn "kann sich an nichts mehr erinnern" und muss erst mal die vorherigen Bände nachlesen - und sich im Übrigen ausgiebig der Freundin widmen. Der Älteste Sohn ist sowieso mit der Freundin - seiner - beschäftigt. Und ich lese noch lieber im neuen Buch von Ruiz Zafon - Spiel des Engels. Aber auch nur wenig, denn das "Kapital" von Reinhard Marx reizt mich erstaunlicherweise auch sehr.
Und dann gab es ja auch noch Besuch - von den beiderseitigen Großeltern, Stief-Urgroßmutter, bei der Nachbarin-Tochter wegen Geburtstag, von der großen Tochter (ehemals Babysitterin) der guten  Freunde.

Und dann musste dringend eine Mütze gegen den eisig kalten Wind gestrickt werden. 
Die Anleitung für Gretel von Ysolda Teague liegt schon seit einem Jahr bei mir herum. Im Oktober schon habe ich endlich Wolle dafür gekauft (die passende lag nicht im Keller, wie immer...). Und scheiterte dann an meiner Unkenntnis des "tubular cast-on". Dazu gibt es ein Tutorial auf der Seite der Designerin. Erstens bin ich aber immer irgendwie zu blond für solche tutorials - sprich ich verstehe sie in der Regel erst nach dem dritten oder vierten Anschauen und mitsprechen und gleichzeitig mitstricken. Zweitens fehlt mir dazu zwar vielleicht nicht die Zeit aber jedenfalls die Muße. So dass Wolle und Anleitung wiederum im Korb landeten.
Aber jetzt - unter heftigem Geschimpfe und Gemecker wurde der tubular bewältigt - und sieht wirklich fein aus. Extrem dehnbar und gar nicht so schwierig, wenn frau es denn dann endlich verstanden hat. Der Rest war flux gestrickt, so dass gestern Abend begonnen die Mütze jetzt bereits meine Ohren wärmt. 
Die Wolle reichte nur für die "regular" -Form. Aber das Stricken hat so Spaß gemacht, dass sicher noch eine "slouchy"-Version folgen wird. Da lerne ich dann auch das Zopfen ohne Nadel - bei den vielen Zöpfen war das Gefummel mit der Hilfsnadel doch irgendwie lästig. Und ich kaufe ein Nadelspiel in der passenden Größe -  der magic loop ist einfach nicht meins. Ich habe das schon in meiner  jugendlichen Strickkarriere nur ungern und in der Not verwendet (damals hatte das Ding keinen Namen und meine Schwester und ich dachten, wir hätten was ganz Neues erfunden....)
Die Anleitung ist gut und logisch. Ich hatte keinerlei Probleme, einzig über dem Begriff  "pfb" musste ich grübeln - ist wohl so Standard, dass es nicht weiter erklärt werden muss. Aber dafür gibt es ja genügend Glossaries.

Hier also jetzt Innen-  und Außenansicht:




  • Gretel von Ysolda Teague; Kaufanleitung
  • Gestrickt aus Wolle Rödel Merino Soft, 90g
  • Auf Knitpicks Nadelspiel 4,0 und Rundstricknadeln 4,5
Morgen fahren wir für ein paar Tage an den Chiemsee, im Gepäck neben Büchern, Filmen Strickzeug all unsere Kinder und - die Freundinnen (der Jüngste Sohn meckert natürlich, weil er hat ja keine Freundin. Aber wir waren zu spät dran um noch ein Zimmer zu buchen, damit er dann einen Freund mitnehmen kann...).
Ich bin gespannt und freu mich über mehr weibliche Energie am Tisch.

22.12.08

Und jetzt noch schnell....

Weil der Beste Ehemann und ich in diesem Jahr vorher irgendwie keine Zeit gefunden haben waren wir heute noch in der großen Stadt. Was sonst ein eher gemütlicher Bummel durch Buchladen und DVD-Abteilungen gespickt mit ein paar Spielebesichtigungen ist wurde dieses Jahr zu einer Art Hindernislauf mit langen Wartezeiten. Denn wir waren nur zwei unter ganz vielen. In gut zwei Stunden hatten wir den üblichen Stapel Bücher und DVDs angehäuft (unter teilweise nervenzerfetzender Musikbeschallung - wollen die eigentlich das Aggressionspotential der nervösen Menschenmenge noch mehr aufheizen?), das gesuchte Spiel war ausverkauft, die Verkäuferinnen teilweise super genervt, aber teilweise auch von erstaunlicher Geduld, das Zweitgeschenk für den Ältesten Sohn viel zu teuer (aber sein Geburtstag ist ja schon bald), das Geschenk für das Patenkind des Besten Ehemanns wurde irgendwie vergessen und Tollwood hatte noch zu.

Wunderbarerweise gab es einen Parkplatz vorm Copyshop - sowohl beim Bestellen als auch beim Abholen. Und zu Hause haben wir dann bemerkt, dass die Karten leider verdruckt sind. Das Innenleben steht auf dem Kopf - so ein Mist. Also morgen noch einmal. 

Und morgen dann auch ganz früh aufstehen, in den ganz großen Supermarkt fahren und möglichst alles dort einkaufen, vielleicht noch ein Schlenker über den Markt und dann aber hoffentlich alles daheim und nichts vergessen. Ich schreibe gleich noch ganz gründlich Einkaufsliste - schließlich muss dieses Jahr am zweiten Feiertag richtig gekocht werden. 

Noch einmal backen - denn das heiss geliebte Schokoladenbrot hat angefangen zu schimmeln - das kommt davon, wenn man das recht feuchte Gebäck nicht schnell genug verteilt und isst. Aber ohne Schokoladenbrot kein Weihnachten moniert der Mittlere Sohn. Und bäckt morgen noch eine Ladung. 

Ganz schlecht auch: die online bestellten Sachen sind alle rechtzeitig bestellt worden, waren alle lagernd, sind alle bezahlt - die Bestätigungen sind auch da. Aber nichts wurde verschickt! Nein, wir lassen uns trotzdem nicht stressen und ärgern uns nicht. Vielleicht passiert ja noch die große Überraschung und es steht doch alles rechtzeitig da. 

Auf jeden Fall übt die Familie mal wieder sich auch durch kleinere Ausfälle nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Klappt ganz gut bisher.

20.12.08

Zweimal fertig

Der Lace Ribbon Scarf. Gestrickt aus Wolle/Bambus/Seide gefärbt vom Schneeschaf. Es brauchte mehrere Versuche das richtige Muster für die Wolle zu finden. Aber jetzt bin ich wirklich sehr zufrieden.
Das Muster ist einfach zu stricken und schnell zu merken. Beim Spannen habe ich einen winzigen Fehler entdeckt - ist aber wirklich kaum zu sehen, ein Glück.
Schnelles Projekt, schöner Schal.

Lace Ribbon Scarf

Auch fertig wurden Socken Nr. 20:

Wolle: Lana Grossa Meilenweit Magico Farbe 2527
Gestrickt auf Knitpicks Nr. 2,5
Glatt rechts mit 60 Maschen, Herzchenferse und Bandspitze
Größe 38: Spätes (sehr spätes) Geburtstagsgeschenk für eine Freundin
Für Evi

Ein spätes Geschenk wurde es, weil die Freundin sich so lange Zeit gelassen hat den Gutschein in Wolle umzusetzen. Und dann ganz überraschend von Farbwunsch Rosa auf diese Farben umgeschwenkt ist.
Und diesmal sind die beiden Socken sowas von gleich geworden - aber wirklich aufs i-Tüpfelchen. Das ist mir so noch nie gelungen, trotz Reihen zählen und allem.

Für Evi

19.12.08

Frei!

Letzter Arbeitstag. Wie schön. Auch der Beste Ehemann kommt bald und hat dann frei bis 6. Januar. Der Mittlere und Jüngste Sohn auch frei. Nur der Älteste muss noch bis zum 23.12. arbeiten und schon ab 2.1. wieder. 

Noch ein bisschen Einkaufen (aber dieses Jahr muss ja eh alles mager, mager sein). Ein kleiner Stadtbummel mit dem Besten Ehemann steht noch aus. Christbaum kaufen auch noch. 

Geschenke einpacken, Weihnachtspost verschicken (wir sind immer so spät), ein bisschen rumräumen. Alles "schee staad" und gemütlich. 

Ich freu mich!

 

18.12.08

*

Übles nasskaltes Wetter und so ein scheußlicher Niesel-Schneeregen draußen. Beim Einkaufen war es so voll, als wäre morgen schon Weihnachten. Lauter hochnervöse Menschen unterwegs. Wo sich in mir doch wirklich so etwas wie stille Freude bemerkbar macht. Ich lasse mich auch gar nicht anstecken.  
Von meiner Liste erledigt lediglich zwei Punkte und ein halber: 
Einkauf gemacht (hat länger gedauert als gedacht wegen siehe oben). 
Protokoll geschrieben (hat länger gedauert, weil ich das immer unterschätze). 
Und der halbe ist die gewaschen und aufgehängte Wäsche, aber der Bügelkorb steht noch unberührt.  
Der geplante Stern ist auch nicht geschnitten und gefaltet. Bekommt die Tante eben keinen Stern sondern eine Tüte Plätzchen. Wird auch okay sein. Und dahin breche ich jetzt auf: meine Mutter abholen und die demente Tante zur Weihnachtsfeier begleiten.

17.12.08

Gefaltet



Mit viel Spaß habe ich Sterne aus Transparentpapier und Seidenpapier gefaltet. Und ich finde sie sehen einfach immer wieder toll aus.


Warme Ohren

für eine Kollegin: Calorimetry aus der Knitty. Schnell gestrickt und ganz einfach. Wirklich ein tolles Projekt. Verwendet habe ich ein einzelnes übriges Knäul von Lana Grossa Mega Stoppino - Banderole war keine mehr dran. Aber tolle Türkis-Töne. Genau richtig für die Kollegin.



Irgendwie weihnachtlich

wird mir allmählich. 
Ausblick auf morgen und einen ersten freien Vormittag seit Wochen. 
Ausblick auf Freitag und damit letzten Arbeitstag. 
Ausblick aus dem Fenster in einen nebeltrüben Tag.

Jetzt ein paar Kerzen anzünden. Gewürzten Tee und Orangenschalen durchs Haus duften lassen. 
Noch einen Stern falten - die sehen so wunderschön aus.

In Wirklichkeit: Wäsche aufhängen, einkaufen gehen. Und heute Abend noch einmal zum Tanzen.

Aber trotzdem: mir ist grad schon so vorfreudig und heimlichtuerisch.

16.12.08

Diät

für den Ältesten Sohn. Wo es doch die Mutter viel nötiger hätte. Aber vielleicht verhilft mir eine Solidaritäts-Diät auch zum Verlust des einen oder anderen Kilos.

Immer wieder kehrende Bauchschmerzen sind bei meinen Kindern (Jugendlichen) eigentlich nichts besonderes. Tee, Wärmflasche oder auch nur ein bisschen Verwöhnen helfen meist schnell. Aber der Älteste Sohn kombinierte das in letzter Zeit mit höchst blassem Gesicht, kaltem Schweiss und üblem Erbrechen - immer wieder. Er hat sich tatsächlich eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse zugezogen. 
Was ihn zu strenger Diät zwingt: kein Fett, nur helles Fleisch und magerer Fisch, Geflügelwurst, magerer Käse, gedünstetes Gemüse - also eigentlich alles mager. Und kein - also wirklich gar kein - Alkohol. Klar, wer jetzt immer von den Partys heimfährt!
Nicht so lustig und schon gar nicht zur Zeit von Plätzchen, Raclette und Silvester feiern. Also werden wir das Raclette-Set wieder in den Keller räumen, unser Kühlschrankprogramm kurzfristig etwas umstellen,  und den Speiseplan für Weihnachten auch. Das kann ich nicht aushalten, wenn der (fast) beste Esser am Tisch mit Schonkost da sitzt und die anderen schlemmen....

Spät

Also spät im Sinne kurz vor knapp, aber auch spät am Abend haben der Beste Ehemann und ich die wichtigsten Weihnachtsgeschenke unter Dach und Fach gebracht. Endlich! Kleinigkeiten fehlen noch. 
Der Beste Ehemann schickt sich dafür emails in die Arbeit. Ich sollte mir Listen schreiben. Damit ich nicht morgen wieder anfange von Neuem zu überlegen was ich doch eigentlich für den XY noch für eine tolle Idee hatte...


15.12.08

Einfädeln

Faden durchs  Nadelör heute Abend erstmals nur mit Unterstützung

Ach ja. 

14.12.08

Tollwood


Sandbilder - so faszinierend! Das Patenkind und ich könnten stundenlang davor stehen.



So viele Filzblüten



Die Ventilatoren unterm Zeltdach




11.12.08

Interessantes Projekt

Autoren/innen lesen zehn Seiten eigener Wahl aus einem ihrer Werke. Mit Video.

10.12.08

Herzig

Kartoffeln an Karotte:






Am Schreibtisch

eigentlich um das längst überfällig Protokoll der letzten Elternbeiratssitzung zu schreiben. Und die Entstapelung weiter voran zu treiben.

Musste aber dann dringen Bilder einspielen. Bücher in librarything erfassen. Mails abrufen und beantworten. Tee kochen weils unterm Dach so kühl ist. Und euch ein paar Bilder zeigen.

Zweiter Versuch mit dem schönen Garn vom Schneeschaf: der Lace Ribbon Schal. Und so gefällt es mir ganz gut. Das Muster ist einfach und leicht zu merken. Trotzdem musste ich schon die eine oder andere Reihe zurück stricken. Ribbeln ist irgendwie ganz schlecht wegen der doppelten Umschläge.


Weihnachtskram. Der Beste Ehemann hat letztes Jahr das Haus in ein Meer von Lichtern getaucht: Lichtschläuche, Sternenvorhänge und große und kleine Lichterketten. Der Mittlere Sohn und ich fanden das zu hell, zu übertrieben und gar nicht schön. Also habe ich schon letztes Jahr verkündet, dass in diesem Jahr ich mit Deko dran bin. Naja, viel ist noch nicht passiert. Die alten Sterne sind den Weg alles Irdischen gegangen. Neue sind noch nicht gebastelt - was Wunder. Ich stricke zwar leidenschaftlich gern, aber Basteln ist nicht so unbedingt mein Ding. Auf das Herrichten des Krippengärtchens habe ich diese Jahr verzichtet, da es letztes Jahr sträflich vernachlässigt wurde und dann macht es irgendwie keinen Sinn. 
Immerhin gibt es seit letztem Freitag einen geschmückten Adventskranz. Und die bei den Männern der Familie verhasste Lichterwippe und ein paar unerlässliche Dekostücke haben den Weg ins Wohnzimmer gefunden.


Ansonsten: Plätzchenduft, viel Kerzenlicht und für mich der Versuch täglich eine kleine Besinnungszeit einzurichten.

9.12.08

Abendgestaltung

Gestern Abend: Weihnachtslieder singen im Chor. von Alpenländisch "Es werd scho glei dumpa" bis Kodaly "Adventi venek" - einfach schön. Entspanntes Singen, quasi sinnfrei und nur für uns.

Heute Abend: Tanzen! Nach langer Pause Versuch eines Neustarts. Wir probieren eine neue Tanzschule - bin schon gespannt.

Morgen Abend: von langer Hand geplant und fast die ganze Familie geht mit




7.12.08

Gesungen

so, gerade das dritte Konzert des Chors hinter mich gebracht. Und den zweiten Adventssonntag-Nachmittag nicht am häuslichen Adventskranz sondern in kalter Kirche zugebracht. 
Es hat Spaß gemacht - Bach Magnificat und Vivaldi Gloria. Sehr schöne Musik mit recht gutem Orchester und richtig guten Solisten. Vor allem die erste Sopranistin machte Gänsehaut auf meinen Armen.

Jetzt freue ich mich trotzdem auf ein bisschen a capella Singen und die aufgewärmten Weihnachtslieder aus dem letzten Jahr in der nächsten Probe. 

6.12.08

Backtag

im Hause Strickwerk. Das Patenkind hatte die Einladung zum Plätzchen backen im heutigen Adventskalender-Socken. Mit von der Partie auch der Jüngste Sohn, der Mittlere Sohn und dessen Freundin. Die Küche (noch die alte mit wenig Platz, wenig Arbeitsfläche und schlecht funktionierendem Herd) war voll. Und Frau Strickwerks ganze Fähigkeit zu Strukturierung und Organisation gefordert. 
Backergebnis: 
Früchtebrot. Elisenlebkuchen, Haselnussplätzchen, Haferflockenplätzchen, Spritzgebäck, Marzipanspringerle. 
Teig für Heidesand im Kühlschrank.
Reichlich Mehl auf dem Küchenboden, Schokolade vom Glasieren auf dem Esstisch und darunter. Aber sonst schon alles gespült und verräumt.
Ein Blech Ausschuss weil verbrannt.
Eine angeschmolzene Küchenwaage weil die falsche Herdplatte eingeschaltet.
Glückliches Patenkind mit großer Keksdose.
Rückenweh, eine gewisse Erschöpfung und Lust auf ein Bier.



3.12.08

Sozialstudie

Eine Vernissage. Die geladenen Gäste gehören überwiegend zu den Wohlhabenden. 
Während der Eröffnungsrede wird das Buffet aufgebaut: reichlich Antipasti, große Schüsseln mit Krabbensalat, Geflügelsalat und vieles mehr. Der Tisch ist wirklich reichlich und lecker gedeckt. 

Der letzte Satz ist gesprochen. Im gleichen Moment ist das Buffet belagert, lange Schlangen bilden sich an beiden Enden. "Na gut", denkt Frau Strickwerk, "es ist ja reichlich da, gehe ich wenn der Ansturm nachlässt." An ihrem Tisch erscheinen zwei Damen - teuer gekleidet und schmuckbehängt - die sich ihre Teller üppig mit Krabben vollgehäuft haben. Sonst nichts. Also zu zweit die halbe Schüssel geleert.
Nach einiger Zeit lässt das Gedrängel nach und der Blick wird frei auf ein fast völlig abgeräumtes Buffet. "Na gut", denkt Frau Strickwerk, "dann eben nur ein Mozzarellaspießchen und ein Stück Brot." 
Während sie das auf ihren Teller lädt wird der zweite Gang herbeigetragen. Sofort steht Frau Strickwerk im Gedränge. Menschen greifen einfach von hinten nach vorn, drängen sich zwischen anderen durch und laden sich ihre Teller übervoll. Völlig perplex steht Frau Strickwerk binnen kurzem vor bereits wieder geleerten Platten. 
Und verzichtet auf weitere Versuche am Buffet.

Wie gesagt - keinesfalls ein Publikum, dass zum ersten Mal in den Genuss von Krabben kommt oder von harz 4 leben muss. Ich war ein bisschen sehr fassungslos.

Aber die Bilder waren/sind sehr schön - und das Wiedersehen mit einer Freundin bei dieser Gelegenheit auch.


1.12.08

Entspannung

zeigt mein Kalender. Die letzten Wochen waren so voll gepackt mit Terminen - einschließlich der Wochenenden - dass nicht nur der Blog zu kurz kam. Aber jetzt wird es stetig ruhiger. So dass auch unser Haus in dieser Woche etwas vor-weihnachtlich geschmückt werden kann. Bisher gibt es noch nicht mal einen Adventskranz, geschweige denn sonstige Deko.

Strickiges gibt es entsprechend wenig Fortschritte - auf zahlreichen S-Bahn-Fahrten wachsen langweilige Socken, die Strickjacke zeigt sich widerspenstiger als erwartet - dicke Nadeln und Bändchengarn flutschen nicht so richtig durch die Finger. 

Das Wochenende habe ich komplett musikalisch verbracht - Information und Selbsterfahrung über und in Musiktherapie und abschließend dann einer von drei Auftritten mit unserem Chor. Es war richtig anstrengend aber auch sehr belebend. 
Und jetzt umkreisen meine Gedanken die Möglichkeiten und Perspektiven, die Haken und Ösen, die Bezahlbarkeit und den Nutzen einer Ausbildung zur Musiktherapeutin.
Ich weiß, ich habe gerade erst eine Weiterbildung gemacht. Aber Musiktherapie geistert mir eigentlich seit meinem Abitur immer wieder im Kopf herum. Und wäre vielleicht tatsächlich eine so schöne Möglichkeit meine Liebe zur Musik, meine Begeisterung für deren "heilende" Möglichkeiten und auch meine neu/wiederentdeckte Kreativität mit meiner jetzigen Arbeit zu verbinden. Vielleicht bin ich ja auch erst jetzt mutig genug für diese Arbeit. 
Und vielleicht wird es doch auch ganz etwas anderes. 
Auf jeden Fall arbeitet es in mir. Mal sehen was dabei heraus kommt.

Daneben gibt es noch andere Verwerfungen und Veränderungen, so dass das Leben grade nicht so ganz leicht daher kommt, wie ich mir das wünsche. War vielleicht ganz gut eine Zeit lang so eingespannt und abgelenkt zu sein. Aber jetzt tut es auch gut den Ausblick auf ein wenig mehr Möglichkeiten zur Besinnung zu haben.