4.9.09

Urlaubseindrücke Spanien

Nach mehr als 13 Stunden Fahrt übernachteten wir in der ersten Nacht ein Stück westlich von Toulouse in einem kleinen Ort - St. Martory. Die Bar/das Hotel mit einigen abenteuerlichen Zimmern war irgendwie sehr eigenwillig, das Bett aber gut und wir haben wunderbar geschlafen.
Chez Kiki

Am nächsten Morgen schon ganz früh gestartet und nach problemloser und flotter Fahrt bei herrlichem Sonnenschein bereits Nachmittags bei meinem Bruder angekommen.

Der nächste Tag gehörte ganz und gar La Coruna - ciudad vieja mit ihren schönen alten Kirchen und den Ausblicken auf den Hafen, Paseo und der noch relativ neu angelegte Monte San Pedro.
La Coruna

Hier ein Blick auf das kleine Gästehaus meines Bruders, den Schlafplatz des Mittleren Sohnes und der Freundin, das Schwimmbad (ein Sportbad, kein Spaßbad. Reinspringen verboten -sehr zum Leidwesen des Jüngsten Sohnes)

My creation

Zum ersten Mal erlebt - den plötzlich einsetzenden, aber typischen Nebel in La Coruna - oberhalb der Stadt war noch heller Sonnenschein, unten am Meer, vor dem wirklich sehenswerten Aquarium dann dicker Nebel und unangenehm klebrige Luft.
Nebel

Das geliebte Mittagessen: die leckersten Raciones in der Aroda-Bar - Pulpo, eine galizische Spezialität und für manche nur mit geschlossenen Augen zu essen. Die Söhne hielten sich an Croquetas und Patatas Fritas, die Sohnfreundin war da experimentierfreudiger.

Racion Pulpo

Ein Ausflug zur Klosterruine Caaveiro bei Pontedeume - vor sieben Jahren ein wildromantischer Platz, in dem ziemlich verfallenen Kloster konnte man überall herum klettern und wir waren damals dort ganz allein. Jetzt ist die Zufahrt gesperrt, es gibt einen großen Parkplatz und einen kostenlosen Pendelbus, der alle halbe Stunde fährt - außer in der Siesta zwischen 13.00 und 16.00 Uhr. Wir bekamen gerade noch einen Platz im letzten Bus vor der Siestapause. Unterhalb der Klosterruine lasen wir erstaunt ein Schild, das die Besichtigung der Ruine nur noch mit Führung möglich ist. Und mit uns pilgerte eine Kleinbusladung Menschen hinauf zur teilweise wieder aufgebauten Ruine. Seit sechs Jahren wird hier renoviert und wieder aufgebaut und ein kleines Museum eingerichtet. Auch schön, aber nicht mehr so verwunschen und romantisch und einsam.
(Weil wir nicht so lange auf den Bus zurück warten wollten machten wir uns zu Fuß und am Flus entlang auf den anfangs ausgeschilderten Weg zum Parkplatz. Irgendwann hörten die Markierungen auf, der angeblich einfache Weg wurde stellenweise extrem schlecht und von wegen 7km und 2 Stunden! Welch ein Glück als wir nach gut zwei Stunden und der Flußüberquerung auf schwankender Hängebrücke doch dem Rückweg-Bus begegneten. Wir hätten bestimmt noch eine Stunde Weg auf der Straße vor uns gehabt, bei ordentlicher Hitze und inzwischen ohne Wasser und mit wehen Füßen)

Caaveiro

Eine wunderschöne Ausflugsfahrt entlang der Küste Richtung Portugal - die Costa de Morte mit Cap Finisterre, dem tatsächlich westlichsten Punkt Cap Tourinan (viel wilder, viel einsamer, viel schöner) und dem Felsenstrand in Muxia mit seiner Kapelle (eine der Stellen, an denen angeblich Maria Magdalena an Land gegangen ist).

Die Caps

Zwischen bzw. während den Ausflügen waren wir auch immer mal am Strand. Oft war es gar nicht so einfach, die abgelegenen Strände zu finden - meistens gab es einen Wegweiser und dann viele Abzweigungen ohne weitere Hinweise. Irgendwie haben wir aber immer hingefunden. Die Strände zum offenen Atlantik hin sind wild, oft felsig und das Wasser ist eisig kalt, in den Buchten ist das Meer meist sehr ruhig und wärmer, aber dort ist es auch nicht so spannend...

Sonnenuntergang am Meer - besonders schön am Leuchtturm von Mera (und außerdem kann man dann anschließend lecker Meeresfrüchte essen in Lorbe).

Sonnenuntergang in Mera

Abschiedsblick vom Grundstück meines Bruders - wir machen uns auf den Weg zunächst Richtung Norden und dann die Küste entlang nach Frankreich.

Abschiedsbild

Ich liebe dieses Galizien und die so abwechslungsreiche Küste. Aber vielleicht ist die Sierra de Capelada doch der schönste Platz: Bis zu 600m hohe Klippen, wild, einsam, tosendes Meer, wilde Pferde, karg und windig bis stürmisch. Den heftigen Wind macht sich ein Windpark zunutze. Beim nächsten Besuch will ich dort unbedingt einen ganzen Tag verbringen und die Gegend erwandern. Am zweiten "mirador" haben wir auch unseren einzigen Urlaubscache gehoben.

Unterwegs nach Frankreich

Unser letzter Übernachtungsplatz in Spanien: Camping La Paz. Der Beste Ehemann wollte da unbedingt noch einmal hin - ein wildromantischer, in den Klippen terrassierter Platz mit Blick auf eine kleine Bucht, im Rücken die über 2000 Meter hohen Picos de Europe. Das rechte Bild zeigt den Blick aus unserem Zelt morgens beim Aufstehen. Das ist doch einfach toll, oder? die ganze Nacht, den ganzen Tag brausende, tobende Gischt, die sich an den Felsen bricht. Dinge, an die wir uns nicht mehr erinnerten: nur ein echt altes Sanitario, nur kaltes Wasser, sehr sehr enge Plätze fürs Zelt, ein wirklich schreckliches Restaurant mit grauenhaftem Essen (auf das wir mangels Einkauf leider angewiesen waren).

Die Zeit in Spanien war eine ausgewogene Mischung von Ausflügen, Strandbesuchen und Gartentagen bei meinem Bruder. Zwei Bände und einen halben dritten Band Stieg Larsson gelesen. Immer wieder die Faszination des wilden Meeres und der unbändigen Kraft des Wasser genossen.

Für die Weiterfahrt haben wir einen Deal mit dem Jüngsten Sohn geschlossen, so dass die gemächliche Fahrt entlang der Küste ziemlich friedlich verlief.
(und irgendwann machen wir den Weg zu Fuß - auch an der Küste entlang gibt es einen Jakobsweg...)

2.9.09

... und wieder daheim

nach echt anstrengender 14-stündiger Rückfahrt von einem Gewitterschauer in den nächsten (der Gipfel war ab Lindau nachts eine geschlagene Stunde durch Platzregen).
Wunderschön die großen Söhne in die Arme zu schließen, die extra aufgeblieben waren um uns zu empfangen.
Angenehm die mit wenigen Schritten erreichbare und eigene Toilette, die Dusche mit regulierbarer Wärme. Nicht mehr überall Sand.

Zu wenig frische Luft und gar kein Meeresrauschen mehr. Der Wind fehlt auch. Und überhaupt - wie schön ist es doch mit so wenig Dingen auszukommen und immer draußen zu sein. Ich liebe dieses Vagabundenleben. Und es hätte ruhig noch ein bisschen länger dauern können.

Jetzt muss ich erst mal richtig wieder hier ankommen. Es gibt mittelmäßig große Wäscheberge zu bewältigen, das Auto ist bereits entleert und geputzt, fast alles schon wieder an seinen Platz geräumt.
Nur ich bin noch ein bisschen hinter den Dünen im Pinienwald.

26.8.09

...aus Frankreich

Nur noch zu dritt auf dem seit der Jugend immer wieder besuchten Zeltplatz am vertrauten Ort. (und der seit diesem Jahr eine kostenlose Internet-Area hat). Endlos langer Sandstrand, zur Zeit extrem hohe Wellen, ein verregneter Vormittag und sonst blauer Himmel, Sonne, Wind. Ein äußerst glücklicher und zufriedener Jüngster Sohn, der mit großer Begeisterung und ansehnlichem Erfolg das Wellen-Surfen ausprobiert. Die Nachbarn und der Nachbars-Freund auf dem selben Zeltplatz heben seine Stimmung zusätzlich. Selten war er so ausdauernd so gut gelaunt und ausgeglichen. Umso höher der Erholungseffekt für uns.

Die Umgebung hier bietet nichts als Pinienwald und zwei Seen. Man muss eigentlich gar nichts unternehmen, außer ab und zu einkaufen zu gehen. Man könnte viel Sport machen, muss aber nicht. Wir beschränken uns auf Strandspaziergänge mit anschließendem Einkehrschwung in die für uns schönste Bar am Ort.

Erholung pur.




14.8.09

Lebenszeichen

Die Fahrt ging wie geplant und sehr zügig, das Wetter war auf der Fahrt durchwachsen bis hinter Burgos - wie vorhergesagt - und ab dort strahlend schön. So ist es immer noch - blauer Himmel, heiß, aber immer ein bisschen windig, leichter Dunst am Horizont, hell bis fast 22.00 Uhr und herrlich warm. Der erste Strandbesuch brachte fast allen einen kleinen Sonnenbrand, wir haben uns bei unseren Ausflügen dank der spanischen Beschilderungen bereits mehrfach verfahren, noch keinen Cache gesucht, schon Pulpo gegessen und unseren Biorhythmus angepasst (schlafen bis mindestens 9.00 Uhr, Mittagessen nicht vor zwei, Abendessen nach 22.00 Uhr, irgendwann ausführlich Siesta).

Die Tage ohne Kinder waren sehr entspannt, das Wiedersehen mit Bruder und Schwägerin sehr ungestört und intensiv.
Die Kids haben Flug und Umsteigen prima gemeistert und meine Glucken-Sorgen waren mal wieder gänzlich umsonst. Es war sehr schön, die drei auf dem Flughafen in die Arme zu schließen - ich hatte nicht erwartet, dass ich mich so sehr freuen würde.

Die vielfältigen Ausflugspläne wurden von den Kids allerdings schon etwas zurecht gestutzt - die finden dann doch, dass Urlaub vor allem aus Schlafen, Sonnen, Baden, Spielen (die Freundin des Mittleren Sohnes hat soeben Schafkopf gelernt) und ein bisschen Shoppen bestehen kann. Trotzdem steht mindestens noch Lugo, eine Küstenfahrt und ein Ausflug in den Wald und zur Ruine auf dem Plan.

Wir erholen uns, die Stimmung ist friedlich und alles ist gut.

8.8.09

Fast schon startbereit

Koffer gepackt. Auch sonst - hoffentlich - alles schon in Kisten und Taschen. Der Beste Ehemann stapelt gerade alles ins Auto.
Wie immer eine ganze Kiste Bücher. Zwei Kisten Camping. Eine Dachbox mit Zelten, Planen, Schlafsäcken, Isomatten usw. Badesachen, viele Schuhe, Spiele und nicht zu vergessen ein wenig Strickmaterial.

Das Auto wird voll. Auch wie immer.

Nicht wie immer ist, dass der Beste Ehemann und ich morgen in den frühen Morgenstunden ganz allein starten werden. Während die Kids noch schlummern, davon einer noch im Zirkus fahren wir zum Bodensee, durch die Schweiz und bis in den Südwesten Frankreichs - zumindest hoffen wir morgen schon so weit zu kommen. Einmal übernachten und dann in einem Rutsch mehr oder weniger entlang dem Jakobsweg bis in den äußersten Nordwesten Spaniens. Am Ziel. Nach fünf Jahren wieder ein Besuch bei meinem Bruder.
Zwei Tage nur wir beide bei meinem Bruder und seiner Frau (und den beiden Hunden) bevor wir Mittwoch Abend den Jüngsten Sohn und den Mittleren Sohn samt Freundin dort vom Flughafen abholen. (so richtig entspannt bin ich vermutlich erst dann...)
Eine Woche bleiben wir dort. Pläne: die Todesküste, Pulpo essen, Flußtäler und grillen an dem tollen kleinen Weiher, Pulpo essen, die Halbinsel Cedeira, Muscheln essen, La Coruna und vielleicht ein Konzert, weil da ist grade Festival Maria Pita, Tapas essen, das Aquarium in La Coruna, Stadtbummel, Shopping, Pulpo essen, zum Abschied Leuchtturm und dazwischen auch immer mal baden an einer der Buchten.
Der Mittlere Sohn und die Freundin fliegen zurück, der Jüngste Sohn (motzend!) fährt mit uns. Gemächlich die Nordküste entlang über Asturien, Kantabrien, Baskenland und endend in Carcans-Plage, wo wir den Freund des Jüngsten Sohnes treffen. (Der Jüngste Sohn motzt, weil er will nicht gemächlich fahren sondern sofort nach Carcans und dort nicht zelten, sondern in eine Ferienwohnung.)
Wir hoffen, wir finden diesen tollen Zeltplatz wieder, der in Terassen die Klippen hinunter zieht und im Rücken die hohen Berge der Picos hat. Und andere Plätze, an denen es uns so gut gefallen hat. Und entdecken viel Neues. Und haben Sonne und nicht zu heiß. Und ein bisschen Abenteuer und ganz viel Spaß.

(und jetzt habe ich gar keine Zeit noch vom neuen Zweitauto zu erzählen - der uralte Punto wurde wegen partiellen Versagens getauscht gegen einen erst dreijährigen feuerroten allerliebsten kleinen Clio. Sehr hübsch und sehr in Ordnung)

4.8.09

Erledigt

Wäsche - fast komplett
Einkauf, Elternbesuch
Gekocht. Noch im Herd, gegessen wird in einer Stunde.

Irgendwie noch nicht so recht viel.
Sport fällt wohl aus.
Während dem "Essen im Ofen" werd ich mir mal die Zimmer der Söhne vornehmen. (Und dem Ältesten Sohn klingeln dann gleich die Ohren wegen meinem lautstarken Unmut über seine Schlamperei...)

Und ich habe nicht so recht Lust, weshalb ich ja auch hier schon wieder am Macbook hänge. (Während der Beste Ehemann mit seinem Laptop auf dem Schoß grad ein kleines Nickerchen macht. Er hat jetzt nämlich ein neues Macbook. Weshalb Frau Strickwerk jetzt ebenfalls ein eigenes Macbook besitzt - das Alte nämlich.)

Und...

die neuen Sommerhosen des Besten Ehemannes kürzen
die Zimmer der beiden abwesenden Kinder aufräumen (weil die als Gästezimmer dienen sollen und natürlich in unbewohnbarem Zustand hinterlassen wurden - Mist!)

.

Der Urlaub nähert sich mit großen Schritten. Mit dem Blättern in Reiseführern und dem Stöbern in Karten steigt die Reiselust. Das Reisefieber auch und ich Gluckentier bin einfach nervös - dieses getrennte Anreisen, wir im Auto, die Kids ein paar Tage später im Flieger - ist bisher unerprobt.
Wie immer ist noch allerhand zu erledigen, aber der Beste Ehemann hat ja ganze Tage zur Verfügung, so dass ich recht stressfrei arbeiten gehen kann. Von Mittwoch bis Freitag wird das Haus noch einmal ganz voll - Besuch aus Norddeutschland schaut auf der Reise nach Italien vorbei.

Ansonsten: Ferienstimmung. Die kann auch der blöde Regen nicht vermiesen.

Heute auf dem Plan: Wäsche, ein bisschen Schreibtisch, ein bisschen Sport wäre nötig, den jüngsten Sohn im Zirkus besuchen und die vergessenen Dinge bringen, dafür schon mal ein wenig dreckige Wäsche wieder mitnehmen. Meine Eltern besuchen und für sie einkaufen. Kochen, Stricken, das leidige Buch endlich zu Ende bringen, die Bibliothek besuchen und die Buchhandlung zwecks Urlaubslektüre.

Ups, Blick auf die Uhr - schon mitten am Vormittag - dann mal los.

31.7.09

Allein zu Haus

Der Älteste Sohn in Basel, der Jüngste Sohn beim Zirkus.
Der Mittlere Sohn auf einer spontanen Geburtstags-Nachhol-Party und wird spontan dort übernachten.
Der Beste Ehemann beim Schafkopfen und kommt erst wenn selbst ich schon schlafe.

Im örtlichen Kino läuft nichts was mich anspricht, die Freundinnen sind auch alle verplant.

Also Sofa und Strickzeug oder Sofa und Buch (das grad eher ein bisschen mühselig ist). Noch ein kleiner Kaffee und ein bisschen dunkle Schokolade war auch noch im Schrank.
Gemütlich allein zu Haus.



Ferien!

Jetzt wir auch.
Die letzte Woche war eh nur noch eine Mischung aus verkürztem Unterricht, Wandertag, Projekttagen und Schulfest.

Der Jüngste Sohn hat - wieder einmal - die Klasse grad so geschafft. Ich habs ja nicht ausgehalten und am Dienstag in der Schule angerufen. Dem Jüngsten wars nämlich egal, oder er ging einfach mal davon aus, dass das schon gut gehen wird. Wie auch immer - jetzt ist er mit uns erleichtert und froh, dass das Schuljahr vorbei und bestanden ist. (Wer so ungern in die Schule geht sollte auch nicht unbedingt ein Jahr länger als nötig gehen, oder?)
Heute Abend startet er wieder zum Zirkus - zum ersten Mal nicht als Zirkuskind sondern als Betreuer. Vorher gehts noch ins Studio und Aufnahmen machen vom selbstkomponierten Song (Sein Freund und er - "Day in delay"). Wir werden ihn dann erst in Spanien wieder sehen - und ich hoffe es klappt alles (jemand muss ihn nach der Vorstellung beim Zirkus abholen, er muss gleich noch seine Wäsche in die Maschine stecken, am nächsten Morgen gleich aufhängen und abends hoffentlich trocken in den Spanienkoffer packen).

Der Mittlere Sohn ebenfalls froh und erleichtert, sein Zeugnis nur mittelprächtig und deutlich unter seinen Fähigkeiten. Französisch mit ungenügend abgeschlossen und abgelegt - da blutet mein Herz ein bisschen, weil erstens ist das Kind/der Jugendliche recht sprachbegabt und außerdem liebe ich diese Sprache (er hasst sie, was das Desinteresse erklärt). Voller guter Vorsätze fürs nächste Schuljahr, wo dann alle Noten schon zum Abi zählen.
Aber jetzt erst mal Ferien, lange schlafen, Freundin treffen, chillen...

Der Älteste Sohn kam mit brillantem Zeugnis und tollem Ergebnis im Englisch-Zertifikat für technische Berufe. Dafür ist er quasi nur vorbei geflogen - übers Wochenende ein Kurztripp nach Basel zum Stadtfest, am Sonntag dann schon wieder hier zum ADAC-Fahrertraining und am Montag auf den Weg in einen kurzen Wellness-Urlaub in der Nähe von Berlin. (Ich wundere mich ein bisschen: irgendwie ein Zelturlaub unterm Dach, mit Whirlpools, Saunen und allen möglichen Wellness-Angeboten)

Der Beste Ehemann hat eh frei.

Nur ich werde auch nächste Woche noch arbeiten. Und dann vier Wochen frei!

26.7.09

Drill Instructor



Aus den vielen Eindrücken von "Hair" hier nur der Mittlere Sohn als Drill Instructor.

Feier-Marathon

Das Musical musste noch einmal besucht werden.
Der Geburtstag der Nachbarin (es war trocken, aber kalt - was ist das nur für ein Sommer!)
Das Kulturspektakel im Nachbarort (und der Beste Ehemann singt dort)
Geburtstag der Freundin
Letzter Chor vor den Ferien mit Singen und Feiern
Sommerfest der Schule
Noch ein letzter Chor vor den Ferien (mit Singen und Feiern)

Und manches ist dann auch noch am gleichen Abend.
Wir werden im August in ein völliges Feierloch fallen...

Neue Socken



Wenn schon mit anderen Projekte nichts voran geht - wenigsten neue Socken wachsen: Welsh Country Socks aus Nancy Bush "Folk Socks".
Ich stricke mit Baumwollgarn von Superba, irgendwann mal geschenkt bekommen, und Nadeln Nr. 2 - ich liebe dieses Baumwoll-Sockengarn, aber es leiert leider auch so schnell. Mal sehen, ob es mit der kleinen Nadelstärke besser ist.

Da ich nie, niemals Kniestrümpfe trage, werden auch diese als Socken gestrickt, aber ich habe tatsächlich mal mit mehr Maschen angefangen, einen etwas längeren Schaft gestrickt und dann vor der Ferse Maschen abgenommen - passt hervorragend und außerdem gefallen mir diese Maschenabnahmen entlang einer "seamline".

Es strickt sich langsam mit diesen dünnen Nadeln, aber bisher gefällt mir das Gestrick gut - fest und recht gleichmäßig.

(Die fast ruhenden Projekte: beim Large Rectangle endlich immerhin die erste Spitze angestrickt - fehlen nur noch 43 weitere; die Lace-Tunika immerhin aus der Versenkung geholt und mich wieder in Anleitung und mein bisher vorhandenes Gestrick eingearbeitet)

Dicke Frau



Gestern im Blumenladen entdeckt. Die musste einfach mit.
Und jetzt verbreitet sie hier im Haus schon mal Urlaubsstimmung.

23.7.09

Hair

Gestern Abend war Premiere und es war so... cool, mitreißend, nostalgisch. Jeder kennt das Stück (zumindest die Elterngeneration) und kann mitswingen, mitklatschen und eigentlich ja auch mitsingen.
Wie immer ist das Musical das herausragende Event an der Schule. So viele SchülerInnen sind eingebunden, viele Lehrer, einige Eltern, alle schuften und proben die letzten Schulwochen und die ganze (An)spannung löst sich dann in den vier Aufführungen vor immer vollem Saal.
Möglich machts eine einmalige Kombination von Musiklehrerin und Deutschlehrer, die mit viel Liebe, viel Engagement, einer Engelsgeduld, einem guten Draht zu Jugendlichen und nicht zuletzt einer guten Portion Disziplin die Motoren sind für die tollen Aufführungen und das Gefühl von "Schulfamilie".

Ich hatte gestern einen Platz in der ersten Reihe (wegen Mithilfe beim Catering). Das war super, weil es mir den Blick gönnte in die begeisterten Gesichter der Schauspieler und Sänger. Heute Abend schauen wir uns gemeinsam die andere Besetzung an, da spielt dann auch mein Patenkind eine Hauptrolle - den Claude.

(Fotos auf der Homepage der Schule, bisher nur von den Proben, bald auch von den Aufführungen)

(Der Mittlere Sohn spielt übrigens den Drill-Instructor so überzeugend, dass mir dabei fast ein wenig unwohl ist...)


19.7.09

Strickwerk


Socken Nr. 12
  • Gestrickt aus Ewas Sockenwolle "Kleiber", Wolle/Baumwolle/Leinen. Zum ersten Mal war es unerfreulich, mit vielen Schlaufen, verheddern und verknoten - ganz unüblich für Ewas Garn, mit dem ich sonst immer gut zurechtkomme.
    Nadeln Nr. 2,5 von Knitpicks
  • Muster Hedera aus der knitty; Abwandlung: Muster in die Ferse laufen lassen
  • Herzchenferse, Sternspitze
  • gestrickt als sommerliche Sneaker in Größe 39, für mich
  • Verbrauch ca. 40g
Den Clapotis habe ich heute endlich so halbwegs gespannt - es wäre sicher noch mehr gegangen, aber ich finde es so grade schön. Er könnte allerdings noch etwas länger sein und die Wolle hätte auch noch für ein Stück mehr gereicht - mir sind fast 20 g übrig geblieben. Ich habe einfach meiner Waage nicht getraut und die abnahmen mit ein wenig "Sicherheitspolster" begonnen.
Der Schal war leicht zu stricken und ist auch so ein ein richtig leichter Sommerschal geworden.



Mehr Bilder bei ravelry

17.7.09

.

Heute:
Müde aufgestanden. Weil es gestern so schön war, mal lang auf der Terrasse sitzen zu können. Und der Mittlere Sohn erst spät heimkam und Frau Strickwerk vorher ungern ins Bett geht.

Auf dem Weg zur Arbeit den Coffee-togo auf mein weißes T-Shirt gekleckert. Toll!

Bei der Arbeit - merkwürdigerweise sitzen fast alle Mütter/Väter und Babys schon im Kursraum, als ich komme - ich hatte andere Uhrzeiten auf meinem Kursplan als die Eltern. Toller Start!
Die Kinder beider Kurse extrem unruhig - wegen Wetterumschwung oder was auch immer.

Immer noch müde. Vielleicht deshalb beim Einkaufen die wichtige Gurke vergessen. Zum Glück bemerkt, bevor ich ganz daheim war.

Inzwischen sind Sauce und Grillbutter für heute Abend vorbereitet - und wie die letzten Jahre auch wird das Grillen in dieser immer gleichen Runde wohl auch heute wieder bei strömendem Regen stattfinden. Schon deshalb wieder bei den Freunden mit der überdachten Terrasse und den Heizstrahlern unter der Bank.

Davor aber noch zur Musikschule, wo der Jüngste Sohn auftritt - mit der Musikschul-Band und erstmalig mit seinem Freund als Duo "Day in delay" und selbst komponiertem Stück. Wir sind sehr gespannt...(weil wir es noch nie gehört haben, bisher großes Geheimnis).

(Ob er die Klasse geschafft hat ist immer noch unklar. Ist doch schade - bei seiner Musik kann man sehen wie gut er sich konzentrieren kann, wie kreativ und leistungsbereit er ist, wie zielstrebig er Dinge verfolgt und wie selbständig er arbeitet. Ich bin ja überzeugt davon, dass mit dem System was nicht stimmt, weil der Sohn ist einfach ganz richtig.)

Dazwischen: ein bisschen internetten, ein bisschen plaudern mit dem Mittleren Sohn (der grade ein bisschen Liebeskummer hat, aber darüber leider nicht mit mir plaudern will, wo ich doch so gerne mit mütterlichem Rat und Trost zur Seite stehen würde - nein, es ist nicht -oder nur ein bisschen - Neugier), ein bisschen dösen in Vorbereitung auf eine weitere lange Nacht.

Aussichten fürs Wochenende: kalt und regenerisch, ein Tag Fortbildung, ein Tag ein bisschen Sport und ganz viel Sofa.

15.7.09

Farbstrickwichteln

Heute war der Tag zum Öffnen des Wichtelpakets:




Wie ihr seht: ich wurde ganz wunderbar befärbt und bestrickt. Und daneben duftende Seife, leckere Schokolade (sehr lecker, gerade zum Espresso ausprobiert) und ein kleines Täschchen für die große Handtasche - sehr praktisch.
All das hat mir Martina ganz liebevoll eingepackt - dir ganz herzlichen Dank. (Auf ihrem Blog könnt ihr auch ein besseres Foto der Socken sehen.) Ich habe mich sehr sehr gefreut. Und die Socken passen wie angegossen. Ich finde die Färbung sehr interessant und rätsle noch wie der Strang wohl gefärbt wurde.
Die Färberin war Barbara.



12.7.09

Wochenende

Am Freitag hatte ich frei - ein langes Wochenende also. Immerhin war es trockener als alle Tage vorher, aber kalt.

Spätnachmittag - mal wieder Feuerwehrprüfung für den Ältesten Sohn. Der sich ausdrücklich wünscht, dass wir zum Zuschauen kommen. Eine kleine Zuschauerschar war außer uns noch da, und wir hatten den feuerwehrbegeisterten kleinen Sohn der Nachbarn dabei.
Den Ärgeranfall des Ältesten Sohns habe ich verpasst - seine Gruppe ist tatsächlich durchgefallen und muss die Prüfung wiederholen. (Sie waren zu schnell und deshalb zählten die Fehler dreifach)
Ich war derweil schon unterwegs zum Schlßkonzert im Nachbarort. Ja, dort gibt es noch eine Baron-Familie mit Schloß und Schloßgarten - normalerweise den Normalbürgern verschlossen. Aber im Zuge einer 600-Jahr-Feier öffnet der Baron für drei Abende Schloßgarten und Innenhof für ein Open-Air-Konzert. Das allein lockt mich schon und zudem spielt meine Schwester als Solistin auch mal vor der Haustür - also quasi eine freudige Pflicht.
Es war auch wirklich sehr stimmungsvoll, tolle Künstler (meine Schwester im tollen Kleid, sah klasse aus und hat sooo schön gespielt) und sehr passend gewählte Stücke (barock-festlich-fröhlich). Es blieb auch trocken, trotz immer wieder drohender Wolken. Aber es war echt richtig kalt und feucht (die Harfenistin musste auch mehrmals nachstimmen) und ich war froh über die mitgebrachten Decke und mein Wolltuch.

Gesten unser vierteljährliches Paare-Essen mit verteilten Menü-Beiträgen. Wir haben den Raspberry-Swirl-Cake wiederholt, diesmal in einer Aprikosen-Variante - auch sehr lecker. Auch das restliche Menu war sehr lecker und hat in Gemeinschaft mit rotem Champagner und leckerem Wein die zuvor verlorenen knapp zwei Kilo flux wieder auf meine Hüften gebracht.

Für Sport bin ich heute trotzdem zu träge. Dafür wieder mal ein Besuch bei der dementen Tante. Ein bisschen Stricken, ein bisschen Spinnen, ein bisschen Tatort heute abend und mal früher ins Bett.

Gestrickt

Eine Serie Babyschuhe, für den Nachzügler einer Freundin, das Baby des Chefs des Ältesten Sohns und auf Vorrat:

Baby Moc-a-soc (ravelry-link) aus Resten Cotton-Stretch




...und viele Blue-Step-Variationen aus diversen Resten.

Auch fertig ein Paar Reste-Socken, Socken Nummer 11. Ziemlich bunt, Größe 41, Gästesocken.


Sonstige Strickneuigkeiten:
das Baby-Jäckchen Latte Macchiato aus dem Winterschlaf geholt und einen Ärmel angestrickt.
das center panel des Large Rectangle fertig gestrickt.

Nicht viel passiert also. ich sitze tatsächlich zur Zeit auch immer mal wieder mit untätigen Händen auf dem Sofa.


8.7.09

...

Still hier grad. Weil im "wirklichen" Leben so viel ist. Und dann denke ich, das könnte ich dann schnell mal bloggen. Aber dann ist der Moment, der Tag auch schon wieder vorbei gehuscht.

Kurz:
heute regnet es mal nicht. Möglicherweise vergeht der Tag auch ohne Gewitter. Wir schweigen darüber, dass es recht kühl und sehr windig ist und freuen uns still an der Trockenheit. (Man kann heraus lesen, dass es mehr als ausreichend nass war in der letzten Woche.)
Der Beste Ehemann ist seit einer Woche im Vor(zeitigen)-Ruhestand. Einen ersten Auftrag hat er ohne weitere Anstrengung bereits akquieriert. Ansonsten befinden wir uns in der Orientierungsphase, stehen uns immer wieder mal im Weg und auf den Füßen, aber das wird schon. Unsere Alltagsstrukturen sind ihm halt doch (noch) fremd. Andererseits ist es auch wunderbar von der Arbeit zu kommen und das Essen steht auf dem Tisch.
Das Schuljahr geht in die "alle Noten sind gemacht"-Phase über. Noch ist unklar ob der Jüngste Sohn auch dieses Jahr knapp das Klassenziel erreicht hat. Wir hoffen noch. Der Mittlere Sohn ist da problemfrei, plagte sich dafür zwischendurch durch Liebeskummer.

Ansonsten: viele Feste, viele Einladungen, viel Marmelade kochen, viel Chor, ein quatschnasser Garten, Spinnfrust, Konzertbesuche, immer noch der Zahn und so Hautgeschichten.

Strickbilder gibts irgendwann auch wieder.


30.6.09

Siebzehn und Null


Heute - der Mittlere Sohn.
Gefeiert wird am Samstag. Aber heute früh gab es Lied und Geschenke (so Trendy-Kopfhörer und den nächsten Tanzkurs) und kleine Erdbeertörtchen.

Heute - der Beste Ehemann. Letzter (Arbeits)tag. Mit Weißwurst-Frühstück und Prosecco am Nachmittag.

23.6.09

Beeindruckt

im Sinne von: ich stehe immer noch unter dem Eindruck des Gelesenen: Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen.
Es ist ein bisschen so, als hätte sich mein Blick verschoben oder als hätte ich eine Brille auf.
Ich finde das Buch so authentisch geschrieben, ich habe richtig mit gelebt und geliebt, mit Leo Leike und Emmi Rothner.
Unbedingte Leseempfehlung. Für ein bisschen Sehnsucht im Herzen.

Es

reicht grad nicht für Fotos oder Fotos hochladen, für ausführliches bloggen, kommentieren, mailen, internetten.
Es reicht kaum zum Stricken und schon gar nicht dafür etwas Neues anzufangen oder komplexere Teile fertig zu stellen.

Es ist ein Juni/Juli-Phänomen. Termine häufen sich. Dinge müssen vor der Sommerpause zu Ende gebracht werden. Das Wetter ist schlecht. Ist das Wetter schön, will ich draußen sein, Licht, Sonne, Luft genießen. Die Zeit zerrinnt mir zwischen den Fingern, ich blicke auf unaufgeräumte Tage mit unerledigten Aufgaben, dazwischen schöne genußvolle Stunden, manchmal fehlt mir plötzlich ein Wochenende, weil es so vollgepropft war mit Erlebnissen, Menschen und mehr, so dass es sich anfühlt, als wäre da gar keine Pause gewesen.

Es ist anstrengend. Es ist trotzdem auch irgendwie toll. Lebendig. Bunt.
Und Atem holen kommt dann im August.


21.6.09

Und sonst?

Zahn wird mal besser und dann wieder ein bisschen schlechter. Den Zahnarzt-Freund treffe ich morgen Abend ganz privat, ich lass ihn trotzdem mal in den Mund schauen.

Der Blick auf die nächste Woche ist ein leicht gestresster. Zu viele Termine, zu viel zu erledigen, der Jüngste Sohn kämpft die letzten Überlebensrunden in der Schule (schafft er die Klasse oder nicht?), am Wochenende zu viele Feste.
Stück für Stück, Tag für Tag. Und nicht immer den großen Berg anschauen.

Es gäbe da noch gelesene und gehörte Bücher - "Gut gegen Nordwind" (toll, emotional, traurig, lustig, mitreißend, einfach gut) - "Durch Mark und Bein" (Krimi, typisch amerikanisch, ganz spannend, war gut zu hören).

Neues Handwerkszeug: eine Handspindel ist eingezogen, erste Fäden sind gesponnen.

Fotos irgendwann, wenn wieder mehr Zeit ist.

Und jetzt: Sofa, Tatort, Strickzeug.

Sing Sing

Erschöpft von einem Wochenende voller Musik - Proben zur Vorbereitung auf Konzert und Chorwettbewerb, nächtliche Nachbereitung der Proben, ebenfalls mit viel Musik und wenig Schlaf.
Alles in herrlicher Umgebung im schönen Alpenvorland, schlichte Zimmer in einem alten Bauernhof mit vielen Probenräumen, Musik aus allen diesen Räumen (wir waren nicht die einzige Gruppe dort), ganz eigenem Charme und einzigartig leckerer Verpflegung.
Wetter? Egal. Zum Rausgehen bleib eh kaum Zeit.

17.6.09

Es ist schön

Mittwochs mal nicht arbeiten zu müssen.

Auch nicht Haushalt machen zu müssen. Weil Mittwochs kommt K., die für mich putzt und deshalb ist da auch immer alles schon schön aufgeräumt.

Und Mittwochs kommt der Jüngste Sohn mittags von der Schule. Da ist sonst gar niemand zu Hause. Heute aber schon.
Wir haben zusammen gegessen, nur wir zwei. Und geplaudert. So direkt nach er Schule erfahre ich auf einmal ganz viel, was ich immer schon mal wissen wollte. Noch warm, sozusagen.

(Sonst komme ich ja immer erst heim wenn er schon gegessen hat. Freitags auch. Und an den anderen Tagen kommt er ganz spät, erschöpft und wenig gesprächig).

Der Zahn schmerzt übrigens nur ein bisschen. Sehr hoffnungsvoll.

16.6.09

Zähne

sind ja so ein Phobie-Thema für mich.

Weshalb, wie bereits berichtet, die notwendige Wurzelbehandlung zwei Jahre Mut fassen brauchte.
Vor 18 Jahren nämlich, nach der letzten Wurzelbehandlung folgte ein mehrwöchiges Martyrium mit Schmerzen, dauernd geschwollener Backe, schrecklichen zahnärztlichen Notdiensten und fiesen Behandlungen. Und dann wurde der Zahn schließlich doch gezogen.

Heute also. Mit fetter örtlicher Betäubung und Musik auf den Ohren. Es dauerte eine Stunde und auch wenn es kaum schmerzhaft war - die ganze Zeit mi offenem Mund, trockener Zunge, Bohren, Schrauben, Feilen - ziemlich unangenehm.

Jetzt ist das Pelzgefühl weg. Dafür so ein Druckgefühl, ein Wundschmerz und ein sperriger Kiefer da.

Ich hoffe sehr, dass es diesmal besser abheilt.
Aber wegen meiner Feigheit war der Nerv leider doch schon recht entzündet.

Gesucht

- und merkwürdigerweise bei mir gefunden - hat jemand: uroma bläst mir einen

???

14.6.09

Lage? 11

Wehrdiensterfahrene kennen die Frage.

Hier richtet sie sich an den Besten Ehemann. Der nicht etwa noch elf Tage Bundeswehr sondern (nur) noch elf Arbeitstage vor sich hat.
Und dann? Vorzeitiger Ruhestand. Dreiquartel-Privatier nennt man das bei uns auch.

Ganz wird er noch nicht aufhören zu arbeiten. Aber ab jetzt dann selbständig. Und das bevorzugt nicht ständig. Der Wunschtraum ist so etwa eine gute Woche pro Monat.

Und ansonsten ist er dann zu Hause. Wie schön. Und auch wie erschreckend. Je nachdem wie ich grad drauf bin.

Auf jeden Fall ganz anders.

Irgendwie auch wieder ein Neuanfang.



Gestrickt

wird auch.
Fertig geworden sind die Socken fürs Farbstrickwichteln, die ich aber noch nicht zeigen kann.
Ein Paar Stinos. Im Urlaub getragen und deshalb unfotografiert in der Wäschekiste.
Der Clapotis. Aber noch zu entspannt für Fotos.
Ein Serie Babyschuhe für diverse Neugeborene im Umfeld und dann auch gleich mehrere für den Vorrat.

Öffentliches Stricken fiel aus, dem heutigen Stricktreff in der Stadt habe ich die beschirmte Terrasse vorgezogen. So stricke ich also Hörbuch-bewehrt, einsam und unöffentlich ein Babyschühchen nach dem anderen....


update Rammstein

Immer noch keine Karte. Gestern Nacht gelang es immerhin mal auf die Kartenseite zu kommen. Aber wir waren zu langsam - oder unsere Verbindung zu langsam. Jedenfalls wurden wir rausgekickt bevor die Bestellung abgeschlossen war. Seitdem kein Glück mehr...

13.6.09

Frust

Zurück von meinem ersten Caching-Ausflug. Ein Sudoku-Mystry-Cache in unmittelbarer Nähe sollte es sein. Sudokos mache ich gern und waren schnell gelöst. Frohgemut los geradelt.
Aber gescheitert bin ich schon an der ersten der 4 Stationen. Hier soll es eine Standortnummer gegen, mit der man weiter arbeiten muss. Wo die verborgen ist, was damit gemeint ist blieb mir ein Rätsel. Dem Besten Ehemann auch.

Und der Weg war noch nicht mal toll, auch da nichts Neues zu entdecken.

Meine Frustrationtoleranz ist gering - fühl mich grad wie der Blödi der Nation und hab gar keine Lust auf einen zweiten Cache-Versuch.

Jetzt geh ich staubsaugen, da ist heute wenigstens ein sichtbarer Erfolg garantiert. Und dann Frust weg stricken im Garten.


Edit: Und außerdem findet der Beste Ehemann seinen Geldbeutel nicht. Schon vor dem Cache-Ausflug. Ganz ungewöhnlich - der weiß sonst immer wo seine Sachen sind.


12.6.09

Jetzt doch

Ich hätte die Zweite sein können. War aber unentschlossen und zögerlich. Dann waren es schon so viele und eigentlich wollte ich dann nicht mehr. Weil ich ja eventuell gaaanz lang auf den Kaffeepott warten müsste.

Und jetzt habe ich mich aber doch noch angemeldet:


Voller Vorfreude auf echten Kaffeepott und virtuellen Kaffeeklatsch.

Seufz

Immer noch alles überlastet. Keine Chance auf den Ticket-Shop zu kommen. Aber es gibt Menschen die schon Karten haben.
Gibt es da einen Trick?

(Und überhaupt gabs dann doch schon vor 24.00 Uhr Tickets und wir haben es verpasst...)

Nachts

Der Mittlere Sohn wünscht sich Rammstein-Karten zum Geburtstag. Vorverkauf ab heute.
Wie befürchtet ist der Shop gnadenlos überlastet. Seit 1 Stunde versuche ich vergeblich mal auf die Seite zu kommen.
Und mir fallen schon die Augen zu.

Kurz noch ausprobieren. Und sonst hoffen, dass es morgen früh auch noch Karten gibt.

(Die bekannten Wollshops meide ich ja immer. Aber was tut man nicht alles, damit das Kind glücklich ist)



9.6.09

Hamburg

Dritte und letzte Station. Und erster Besuch in Hamburg - bisher sind wir immer vorbei gefahren.
Untergebracht in einem kleinen, wirklich sehr kleinen Hotel. (Nett, sauber, irgendwie sehr "privat", freundlich, nah zu U- und S-Bahn Sternschanze; wir fanden nur die Preise für Frühstück und Parkplatz relativ hoch.)

Erste Unternehmung war eine Hafenrundfahrt - grade noch so zeitig, dass wir durch die Speicherstadt fahren konnten. Und auch einem riesigen Container-Frachter konnten wir beim Ablegen zuschauen. Ansonsten viele leere Plätze - die Wirtschaftskrise schlägt hier offenbar ziemlich zu.

Danach auf den Hamburger Michel. 109 Stufen verkündete der Beste Ehemann - kann ja nicht so schlimm sein, also zu Fuß nach oben. Es waren dann doch eher 109 Meter - oder was auch immer er gelesen hatte. Dabei schreckt mich nicht der sportliche Anspruch, sondern meine Höhenangst - hohe Türme mit vielen Stufen, lehrt mich die Erfahrung, haben meist auch diese quasi freischwebenden Treppen- recht und links und zwischen den Stufen freier Blick nach unten. Der Auf- und Abstieg war also etwas angespannt von meiner Seite. Aber es hat sich voll gelohnt - ein wunderbarer Blick über Stadt und Hafen.

Danach kam der für die Buben unerquickliche Teil: durch die Stadt laufen und einfach mal hier, mal dort ein bisschen schauen. Schon an der Binnenalster war dann Schluss - unser Vorschlag noch ein Stück um die Außenalster herum zu laufen stieß auf energischen Widerstand. Einzig der Rückweg zu dem vorher bereits ausgesuchten Abendessen-Lokal war noch möglich.

Der nächste Tag begann mit früh Aufstehen, um rechtzeitig die vorbestellten Karten für das Mini-Wunderland zu holen. Und dort haben wir dann auch quasi den ganzen Tag verbracht - einfach unglaublich beeindruckend. Und diesmal waren auch wir einsichtig - nach fast sieben Stunden war erst mal Hotelpause angesagt.



Am Abend dann ein wenig Spazieren durch St.Pauli und ein Abendessen in einer Kneipe mit Aussicht auf das Leben im Viertel.

Der Beste Ehemann und ich - bekanntermaßen eh keine Langschläfer - haben es dann am Sonntag morgen auch noch auf den Fischmarkt geschafft. Und waren überrascht, dass dort zu so früher Stunde tatsächlich so viel los ist. Bunte Mischung aus ernsthaften Einkäufern, Touristen und Überlebenden der Nacht.
Wir haben aber weder Blumen noch Obst noch Süßkram im Großpack gekauft.
(und hier hat es übrigens auch zum ersten und einzigen Mal in dieser Woche geregnet!)

Tja, und das wars dann auch schon. Nach dem Frühstück gings wieder auf die Autobahn und nach Hause. Aber Hamburg werden wir sicher noch einmal und ausführlich bereisen.



8.6.09

Nordfriesland

Zweite Station: zwischen Flensburg und Dagebüll, ganz nah an der dänischen Grenze. Dort, wo der Beste Ehemann seine Kindheit verbracht hat. Und wo gute Freunde wohnen.

Von langer Hand geplant und dann doch nur teilweise geglückt: ein Treffen mit Sonja und ein Besuch bei Uta in ihrem Laden. Das Treffen mit Sonja hat wunderbar geklappt - aber der Laden war leider ausgerechnet an diesem Tag wegen Krankheit geschlossen! So ein Pech. Der Blick durchs Schaufenster machte mir erst recht die Zähne lang - aber leider hat es nicht geklappt mit einem zweiten Ausflug nach Flensburg.
Nichtsdestotrotz haben Sonja und ich ein paar sehr nette Stunden miteinander verbracht - völlig wollfrei.

Das hier hat der Beste Ehemann noch schnell vor dem Urlaub erworben.


Manche werden sofort wissen - er ist jetzt auch im Cache-Fieber. (Das Kauf-Argument waren aber die Kinder, die man damit zu kleinen Spaziergängen locken könnte...). Sie waren recht erfolgreich und den Kindern hat es tatsächlich ziemlich viel Spaß gemacht möglichst unauffällig auf die Suche zu gehen.

Der Freund des Jüngsten Sohnes ist zwar schon oft durch Norddeutschland gefahren, aber noch nie dort ausgestiegen - also fuhren wir die üblichen Zielen an:
Römö - mit dem Auto auf den Strandfahren war schon toll, der heftige Wind setzte noch eins drauf.
Dagebüll, Fähranleger - die klare Sicht erlaubte wunderbare Aussicht auf die Halligen.
Ein (sehr kurzer) Spaziergang hinter und auf dem Deich und die Entdeckung eines schwäbischen(!) Lokals in absoluter Einsamkeit, ebenfalls direkt hinter dem Deich.
Und einsame, aber offene Strandkörbe - ideal zum Aufwärmen.

Deich-Schafe gabs natürlich auch.

Husum - ohne Kinder - aber für mich die Shopping-Stadt - hier finde ich immer etwas. Diesmal Schuhe - von der Sorte die man mit gutem Gewissen einkaufen kann und die wunderbar an meine breiten Füße passen. Die Roten (mit Namen Wolky) haben sich bereits bestens bewährt. (Echt Frau Strickwerk: von dem einen Paar ließ ich mir verschiedene Größen einpacken - ganz toll. Also eine zweite Fahrt nach Husum zum Umtauschen.)
Was für mich neben allem anderen immer bleibt von dort, ist das Gefühl gut durchgepustet zu sein: der Wind bläst mir den Kopf frei, belebt mich, macht Lust auf und Platz für Neues. (Und anstrengend ist er auch irgendwie.)

Hameln

Erste Station. Der Bruder der Freundin lud zum 50. Geburtstag. Und "Imponderabilien". Die stellten sich als die große Überraschung heraus - denn die Freundin und der Bruder gaben die Heirat mit den jeweils langjährigen Partner/innen bekannt (die ganz heimlich und nur in Anwesenheit der vorhandenen Kinder bereits eine Woche vorher in Berlin stattgefunden hatte. Heimliche Doppelhochzeit also). Grund genug für ein großes und rauschendes Fest.

Der Bruder ist Gartenbauer. Der Garten genial. Ein paar Eindrücke (mehr gibts hier).




Eine Stadtführung durch Hameln gabs auch. Viele tolle Häuser, wir waren sehr beeindruckt.




Wieder daheim

Eine Woche voll gepackt mit
netten Menschen
vielen großartigen Eindrücken
jeder Menge Sonne und Wind
reichlich Abwechslung
einem Jüngsten Sohn und Freund, die unglaublich unkompliziert waren
einer großen Überraschung und einem tollen Fest

Durchgepustet und gut erholt starte ich in den halben Alltag (noch sind Ferien...).
Mehr und auch bebildert nach Einkauf, Wäsche und anderen Notwendigkeiten.