Für das C muss ich auf das Archiv zurückgreifen. Aber immerhin auch ein Lieblingsplatz. Dass mein Bruder dort lebt sorgt dafür, dass ich immer wieder dort hin fahre.
Die Stadt heißt A Coruña. Sie liegt im nordwestlichen Zipfel von Spanien, bedeutende Hafenstadt an der galizischen Küste, Hauptstadt der Provinz Coruña. Schon zur Zeit der Phönizier, Kelten und Römer wurde der geschützte Hafen genutzt, der "torre de Hercules" ist Weltkulturerbe - das Fundament stammt noch aus der Römerzeit. Bedeutung erlangte die Stadt im 14. und 15. Jahrhundert als Zielhafen der Jakobspilger. Legende Heldin und Symbol der Freiheit ist Maria Pita, die Ende des 16.Jahrhunderts die Freibeuter um Sir Francis Drake bekämpfte. Ihr ist der große Platz gewidmet. Jährlich im August findet ein großes Festival statt - Fiestas de Maria Pita - zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte, Mittelaltermarkt, Festumzüge, ein großes Feuerwerk über der Bucht und als krönender Abschluss ein großes Konzert auf der Plaza mit dem galizischen Staatsorchester - Eintritt frei. Immer wieder ein tolles Erlebnis!
Amancio Ortega, der Gründer von Zara, kommt aus Coruña und hat dort sein erstes Geschäft eröffnet.
Was gefällt mir besonders?
Die Lage von A Coruña auf einer Halbinsel, auf drei Seiten vom Meer umschlossen.
Der Paseo, auf dem man die Halbinsel umrunden kann.
Die Klippen und das wilde Meer mitten in der Stadt.
Der Stadtstrand.
Die Plaza Maria Pita.
Die Bars und Cafes.
Die Fiesta Maria Pita.
Pulpo und andere Tapas. Aber Pulpo besonders.
Die Galerias.
13.6.11
5.6.11
Stricktreffen
"Oberbayern strickt"e gestern in Puchheim. Hervorragend organisiert von Petra, Marion und Sandra. Vielen Dank!
Viele kamen und ich glaube allen hat es riesig Spaß gemacht. Wir haben berechtigte Hoffnungen, dass dieses Event wiederholt wird.
Stilleben
Und für das leibliche Wohl sorgten die Teilnehmerinnen selbst - es gab ein umfangreiches und abwechslungsreiches Buffet, alles schmeckte vorzüglich.
Viele kamen und ich glaube allen hat es riesig Spaß gemacht. Wir haben berechtigte Hoffnungen, dass dieses Event wiederholt wird.
Stilleben
Und für das leibliche Wohl sorgten die Teilnehmerinnen selbst - es gab ein umfangreiches und abwechslungsreiches Buffet, alles schmeckte vorzüglich.
2.6.11
Dies und Das
Wir haben ein tolles Fest gefeiert. Ich habe es ausgiebig genossen, bin gefeiert und verwöhnt worden, musste mich an diesem Abend um nichts kümmern (danke danke noch mal an die Söhne, die Ältester-Sohn-Freundin und den Besten Ehemann), habe reichlich getanzt, gequatscht und - leider - fast nichts vom tollen Buffet gegessen. Dafür werde ich heute noch diesen hier anschneiden:
Das ist ein Geschenk der Nachbarn. Aber nicht nur dieser sehr persönliche Kuchen, sondern dazu noch eine Mondschein-Dampferfahrt mit Buffet und exklusiver Museumsführung.
Meine Kolleginnen haben mich mit einem Korb herrlichster Fasern verwöhnt - fein ausgesucht von einer ebenfalls spinnenden Kollegin.
Im Moment steht noch ein Meer von Blumen auf meinem Tisch. Aber selbst wenn die verblüht sind, habe ich für den Garten reichlich Augenweide geschenkt bekommen. Und natürlich etliche Bücher, vor allem für viele viele Radtouren in die Umgebung.
Ich zehre sicher noch eine Zeit lang von diesem schönen Fest.
In strickiger Hinsicht war der Mai wenig ergiebig. Gerade mal ein Paar Socken habe ich fertig gestrickt - und die zeige ich noch nicht, denn sie sind für ein Wichtelpaket. An anderen Dingen habe ich mehr oder weniger lust- und erfolglos herum gestrickt, aber nichts fertig bekommen.
Der Mittlere Sohn hatte gestern seine letzte Abiturprüfung. "Passt scho". Er ist jedenfalls entspannt und vorfreudig nach Nürnberg aufgebrochen - "Rock im Park" lockt. Ich wünsche ihm, dass es dort wärmer und trockener ist als bei uns grad.
Der Beste Ehemann ist trotzdem eher mäßigem Wetter den ganzen Tag als Stadtführer beschäftigt. Wenn er wieder kommt gibt es wärmendes Essen mit vielen Gewürzen - ich bin nicht sicher, ob es bei ihm und dem Jüngsten Sohn so gut ankommt, aber mir war heute einfach so danach.
Und sonst steht unser Alltag wie schon geschrieben gerade immer ein bisschen unter dem Schatten des nahenden Todes. Manchmal zucke ich zusammen, wenn das Telefon läutet, manchmal ist es auch wirklich die Klinik. Leider sind wir weit weg und können nicht mal schnell vorbei fahren. Aber zum Glück sind gute und vertraute Freunde dort, was uns sehr erleichtert.
28.5.11
Vorbereitet
Mit großer Hilfe der Söhne Tische und Stühle und Musikanlage aufgebaut, Getränke geholt und eingekühlt. Danke!
Die Freundin des Ältesten Sohns half mit reichlich Deko und Ideen aus - ebenfalls: Danke!
Alles hübsch im Saal - so gut es eben geht im abgenutzten Charme der Siebziger.
Jetzt ein Päuschen auf dem Sofa, dann die Käseplatte richten, unter die Dusche. Bis dahin ist vielleicht hoffentlich der Beste Ehemann auch da, der gerade im dicken Stau steht.
Aufgeregte Vorfreude...
Die Freundin des Ältesten Sohns half mit reichlich Deko und Ideen aus - ebenfalls: Danke!
Alles hübsch im Saal - so gut es eben geht im abgenutzten Charme der Siebziger.
Jetzt ein Päuschen auf dem Sofa, dann die Käseplatte richten, unter die Dusche. Bis dahin ist vielleicht hoffentlich der Beste Ehemann auch da, der gerade im dicken Stau steht.
Aufgeregte Vorfreude...
27.5.11
Und traurig
Weil der Tod sich hinterrücks in die Familie schleicht und eine alte Verwandte wohl bald gehen muss. So ist der Beste Ehemann heute morgen schweren Herzens aufgebrochen, sie noch einmal zu sehen, zu sprechen und sie womöglich hinüber zu begleiten. Ich kann nicht mit, für morgen Abend sind viele Freunde eingeladen, mit mir ein Fest zu feiern.
Ich hätte ihn gern begleitet, er wäre morgen gern bei mir. Er würde sich über meine Unterstützung freuen und ich hätte ihn morgen gern an meiner Seite.
So nah beieinander immer wieder, das Leben feiern, den Abschied aushalten.
Ich hätte ihn gern begleitet, er wäre morgen gern bei mir. Er würde sich über meine Unterstützung freuen und ich hätte ihn morgen gern an meiner Seite.
So nah beieinander immer wieder, das Leben feiern, den Abschied aushalten.
Danke
für eure lieben Glückwünsche.
Es war ein wunderbarer Tag, angefüllt mit schönen Erlebnissen und Begegnungen.
Begonnen haben wir ihn gleich mit einem kleinen Ausflug auf dem neuen Fahrrad, durch Wiesen und Wald nach Buchendorf. Sommerdüfte in der Luft - sonnenwarme Wiesen- und Kräutergerüche, blühender Holunder, schattige Waldluft, durchbrochen von hitzeknackender Rinde und Harz. Kaum ein Mensch unterwegs - so mag ich das.
Mittags zurück, ein kleiner Snack, ein paar Erledigungen, den Kuchen den letzten Schliff gegeben. Und dann kamen die Gäste - gestern nur Familie. Meine Eltern, die Schwiegermutter, meine Schwester, die Söhne mit den Freundinnen. Und eine gute Freundin, die am großen Fest morgen nicht da sein kann. Noch kurz in der Hitze auf der Terrasse, bei Regen im Wohnzimmer. Lebhaft, lustig, laut.
Ein gemeinsames Abendessen mit den Söhnen und deren Freundinnen im Kompromiss-Lokal: mexikanisch, asiatisch, Burger, Schnitzel, Steaks - dort finden einfach alle immer ihr Lieblingsgericht.
Und dann Chor - gar nicht so einfach sich ein Ständchen singen zu lassen und einfach nur zuzuhören, nicht mitzusingen, sondern nur zu genießen. Ausklang mit Prosecco und Häppchen.
Ein wunderbarer, voller Tag.
(Geschenke: Neben dem Fahrrad: Herrliche Blumen im Strauß und im Topf (Duftrose! Große Hortensie!), ein kleiner Bücherstapel, ein bisschen "Fahrradzubehör")
Es war ein wunderbarer Tag, angefüllt mit schönen Erlebnissen und Begegnungen.
Begonnen haben wir ihn gleich mit einem kleinen Ausflug auf dem neuen Fahrrad, durch Wiesen und Wald nach Buchendorf. Sommerdüfte in der Luft - sonnenwarme Wiesen- und Kräutergerüche, blühender Holunder, schattige Waldluft, durchbrochen von hitzeknackender Rinde und Harz. Kaum ein Mensch unterwegs - so mag ich das.
Mittags zurück, ein kleiner Snack, ein paar Erledigungen, den Kuchen den letzten Schliff gegeben. Und dann kamen die Gäste - gestern nur Familie. Meine Eltern, die Schwiegermutter, meine Schwester, die Söhne mit den Freundinnen. Und eine gute Freundin, die am großen Fest morgen nicht da sein kann. Noch kurz in der Hitze auf der Terrasse, bei Regen im Wohnzimmer. Lebhaft, lustig, laut.
Ein gemeinsames Abendessen mit den Söhnen und deren Freundinnen im Kompromiss-Lokal: mexikanisch, asiatisch, Burger, Schnitzel, Steaks - dort finden einfach alle immer ihr Lieblingsgericht.
Und dann Chor - gar nicht so einfach sich ein Ständchen singen zu lassen und einfach nur zuzuhören, nicht mitzusingen, sondern nur zu genießen. Ausklang mit Prosecco und Häppchen.
Ein wunderbarer, voller Tag.
(Geschenke: Neben dem Fahrrad: Herrliche Blumen im Strauß und im Topf (Duftrose! Große Hortensie!), ein kleiner Bücherstapel, ein bisschen "Fahrradzubehör")
B wie Buchendorf
Meine frühe Erinnerung an Buchendorf ist eine Wanderung mit dem Grundschullehrer zur Keltenschanze. Was auch immer ich mir da spektakuläres erwartet hatte - die Enttäuschung war groß als wir schließlich an diesem schlichten Grashügel-Viereck standen. Immerhin ist mir auch noch in Erinnerung geblieben, dass die Römerstrasse durch Buchendorf führte (und durch Gauting, dessen Ortsteil Buchendorf ist.)
Im Hintergrund seht ihr links den Kirchturm und rechts den Wasserturm zwischen den Bäumen.
Die Ortsmitte schmückt sich mit einer Mariensäule, die erst in den letzten Jahren restauriert wurde und frisch golden glänzt.
Bauernhof-Idyll gibt es hier noch. Einige Höfe werden auch noch richtig bewirtschaftet. Drum rum ältere und neuere, teilweise recht protzige Wohnbebauung. Sie stört zumindest nicht die Ortsmitte, die geprägt ist von den Höfen, der Kirche, die hoch über den Höfen steht und dem alten Schulhaus, einem großen Gebäude aus der Zeit der Jahrhunderwende, herrlichem Blumenschmuck und relativer Ruhe.
Inder Kirche ist ein herrlicher Barockalter, aber leider ist sie offenbar nur zu den Gottesdiensten geöffnet und so gibt es da kein Foto.
(Und noch eine Kindheitserinnerung: mit einer Freundin bei deren Tante in Buchendorf auf dem alten Hof im Heu übernachten. Neben laufender Nase wegen Heuschnupfen bescherte es mir auch einen juckenden Ausschlag. Aber es war toll und irgendwie so Abenteuer...)
26.5.11
24.5.11
Waschmaschine II
Welch ein Glück. Gleich heute kam der Techniker. Trommel dreht nicht - das werden wohl die Kohlestäbe im Motor sein. Ersatzteilbestellung - mit Glück bis Freitag da. Oh nein! So viele Tage ohne Waschmaschine - da türmen sich Berge in meinem Keller. Selbst wenn wir zwei Notmaschinen bei der Nachbarin waschen können.
Aber heute war ein guter Tag. Der Techniker kramt in seinem Auto - und findet noch genau zwei solche Kohlestäbe wie die Maschine braucht.
Und jetzt läuft sie wieder. Kosten: ca. 130.- €. Allemal billiger als eine neue Maschine. Und nach 10 Jahren wartungsfrei darfs das schon mal sein.
Aber heute war ein guter Tag. Der Techniker kramt in seinem Auto - und findet noch genau zwei solche Kohlestäbe wie die Maschine braucht.
Und jetzt läuft sie wieder. Kosten: ca. 130.- €. Allemal billiger als eine neue Maschine. Und nach 10 Jahren wartungsfrei darfs das schon mal sein.
23.5.11
Arbeitsverweigerung
Die Waschmaschine. Sie tut alles außer schleudern. Flusensieb ausleeren half diesmal auch nicht. Ganz doof.
Techniker kommt hoffentlich morgen - mehrere Tage ohne die gute Waschfrau lassen hier ganz schnell große Wäscheberge auflaufen.
Techniker kommt hoffentlich morgen - mehrere Tage ohne die gute Waschfrau lassen hier ganz schnell große Wäscheberge auflaufen.
15.5.11
Singen
Ein ganzes Wochenende voller Gesang - wie immer komme ich dann voller Energie und Kraft nach Hause. Es ist anstrengend, so viele Stunden zu singen, ich gehe spät ins Bett, weil wir nach den Proben auch noch zusammen sitzen und Musik machen und - singen. Stehe früh wieder auf, damit vor der nächsten Probe noch Zeit für ein gemütliches Frühstück bleibt. Wenig Schlaf, viel getan - trotzdem gestärkt und voller Energie und Freude in die nächste Woche Alltag - Singen ist einfach heilsam.
Geprobt haben wir dafür:
Geprobt haben wir dafür:
(Probenort Agatharied - das wäre ja ein schönes Bild fürs Geographie-ABC gewesen. Aber leider habe ich kein Foto vom Ort gemacht...)
8.5.11
Aufbruch
Was für ein herrlicher Tag - strahlend blauer Himmel, leichter Wind, Sonne, kein Kind im Haus - und ein neues Fahrrad (eigentlich erst zum Geburtstag, aber ich darf schon drauf fahren...).
Was liegt näher als gleich mal aufzusteigen und loszufahren.
Was liegt näher als gleich mal aufzusteigen und loszufahren.
7.5.11
Tanzabend
Frau Strickwerk probiert jetzt mal, ob das schöne rote Kleid noch/wieder passt, damit sie nicht den ganzen Abend im langen lila Rock und schwarzer Bluse verbringen muss. Das ist nämlich das angesagte Outfit für den kurzen Tanzauftritt unserer Gruppe auf dem Jubiläumsball des Vereins. Kleine Formation mit vier Paaren, Rumba und Quickstep unter dem Motto "Robbie".
Weil aber weder Rocklänge noch Schnitt noch Farbe ein Wohlgefühl vermitteln würde ich gern danach ins rote Kleid schlüpfen, in dem ich mich irgendwie schick und elegant fühle.
Bei unseren Chorkonzerten bin ich ja immer sehr entspannt. Der Tanzauftritt macht ein wenig mehr Lampenfieber, zumal der Beste Ehemann wegen Geschäftsreise die Generalprobe verpasst hat, wir seit 10 Tagen die Folgen nicht mehr zusammen getanzt haben - und einfach überhaupt. Ich fürchte nicht nur, möglicherweise völlig aus er Reihe zu tanzen, sondern das dann auch noch taktlos oder plump.
Trotzdem: das Styling beginnt jetzt.
(Was trägt der Jüngste Sohn auf dem T-Shirt: Perfekt aussehen muss nur, wer sonst nichts kann...)
Weil aber weder Rocklänge noch Schnitt noch Farbe ein Wohlgefühl vermitteln würde ich gern danach ins rote Kleid schlüpfen, in dem ich mich irgendwie schick und elegant fühle.
Bei unseren Chorkonzerten bin ich ja immer sehr entspannt. Der Tanzauftritt macht ein wenig mehr Lampenfieber, zumal der Beste Ehemann wegen Geschäftsreise die Generalprobe verpasst hat, wir seit 10 Tagen die Folgen nicht mehr zusammen getanzt haben - und einfach überhaupt. Ich fürchte nicht nur, möglicherweise völlig aus er Reihe zu tanzen, sondern das dann auch noch taktlos oder plump.
Trotzdem: das Styling beginnt jetzt.
(Was trägt der Jüngste Sohn auf dem T-Shirt: Perfekt aussehen muss nur, wer sonst nichts kann...)
A wie Aiterbach
Geographie-ABC - Der Buchstabe "A".
Einer meiner absoluten Lieblingsorte. Bei solchen Lieblingsorten bin ich gern ein bisschen geizig - ich hätte sie gern für mich allein oder für mich und ein paar ausgewählte liebe Menschen. Das ist natürlich sowieso immer eine Illusion, denn selbst weniger bekannte Orte werden doch immer von mehr Menschen besucht und oft genug habe ich sie nur gefunden, weil andere ihr Wissen mit mir geteilt haben.
So ein Ort ist Aiterbach. Seit ich ihn kenne Jahr für Jahr besser besucht, seit das zugehörige Hotel vergrößert und allgemein zugänglich geworden ist um so mehr (früher nur für Mitarbeiter der Bayern LB).
Wenn ich mich richtig erinnere leitet sich der Name von den Brennnesseln ab, die dort an dem Bachlauf reichlich wuchsen und "aitern" hießen. Aiterbach ist ein Ortsteil von Rimsting am Chiemsee und liegt an der Schafwaschener Bucht. Aiterbach hat ein grünes Ortsschild - und es ist tatsächlich eine recht offene Ansammlung weniger Häuser. Darunter: ein sehr schönes Biedermeierhaus - das alte Riemerschmid-Zumbusch-Anwesen, direkt auf einem wunderbaren großen Seegrundstück, alter Baumbestand, ein eigenes Boots- und ein Badehaus, Blick über die stille Bucht und auf die Kampenwand. Ein Platz um die Seele baumeln zu lassen. Und ich bin sicher, dass es auch ein Kraftort ist. Jedenfalls einer meiner persönlichen Kraftorte.
Einer meiner absoluten Lieblingsorte. Bei solchen Lieblingsorten bin ich gern ein bisschen geizig - ich hätte sie gern für mich allein oder für mich und ein paar ausgewählte liebe Menschen. Das ist natürlich sowieso immer eine Illusion, denn selbst weniger bekannte Orte werden doch immer von mehr Menschen besucht und oft genug habe ich sie nur gefunden, weil andere ihr Wissen mit mir geteilt haben.
So ein Ort ist Aiterbach. Seit ich ihn kenne Jahr für Jahr besser besucht, seit das zugehörige Hotel vergrößert und allgemein zugänglich geworden ist um so mehr (früher nur für Mitarbeiter der Bayern LB).
Die Bilder sind aus dem Archiv, denn (leider) bin ich grade nicht dort.
1.5.11
Geographie
Bei Quizzy gibt es ein neues ABC-Projekt. Alle 14 Tage ein Bild von einem geographischen Punkt (Ort, See, Fluss, Berg...) veröffentlichen und dabei den Buchstaben des ABC folgen. Ich finde es spannend. Ein Anlass, an den Wochenenden die Gegend zu erkunden und vielleicht Neues zu entdecken. Und mal wieder öfter die Kamera dabei zu haben.
Für "A" habe ich schon viele Ideen, für "B" immerhin auch schon eine.
Das Logo:
Für "A" habe ich schon viele Ideen, für "B" immerhin auch schon eine.
Das Logo:
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30.4.11
Auch gut
Auf dem Markt wurden es dann doch nur die Kräuter. Die Blumen habe ich grad im recht neu eröffneten Gartenmarkt ums Eck gekauft. Kaum daheim - es regnet.
Also Umtopfen dann doch erst morgen. Einmal lila/weiß - Vanilleblume und Weihrauchpflanze mit dabei, einmal Geranien mit dem restlichen Weiß. Ein Husarenknöpfchen musste auch noch mit, die liebe ich so. Und dann sprang noch ein reduzierter Mohn mit in den Wagen, der schon etwas schläfrig aussah, aber den päppel ich schon wieder auf (Optimistin mit dem nur schwach grünen Daumen...)
Mit im Sortiment eine Tomatenpflanze - Sorte Ochsenherz. Bin gespannt, ob die in unseren Breitengraden auch so aromatisch werden wie in Italien.
Und ob man die schönen Hortensien auch im Kübel vors Haus stellen kann? Da knallt bis zum frühen Nachmittag die Sonne hin. Was sagen die Garten-Erfahrenen?
Also Umtopfen dann doch erst morgen. Einmal lila/weiß - Vanilleblume und Weihrauchpflanze mit dabei, einmal Geranien mit dem restlichen Weiß. Ein Husarenknöpfchen musste auch noch mit, die liebe ich so. Und dann sprang noch ein reduzierter Mohn mit in den Wagen, der schon etwas schläfrig aussah, aber den päppel ich schon wieder auf (Optimistin mit dem nur schwach grünen Daumen...)
Mit im Sortiment eine Tomatenpflanze - Sorte Ochsenherz. Bin gespannt, ob die in unseren Breitengraden auch so aromatisch werden wie in Italien.
Und ob man die schönen Hortensien auch im Kübel vors Haus stellen kann? Da knallt bis zum frühen Nachmittag die Sonne hin. Was sagen die Garten-Erfahrenen?
27.4.11
Nachösterlich
war der Kollege krank. Also noch einmal eingesprungen im Laden, ungeplant. Das sollte eigentliche in freier Tag sein, noch einmal herrlich blauer Himmel und der Beste Ehemann auf Tour mit dem Segway - ideal um ihn endlich einmal zu begleiten.
Statt dessen eben dann doch im Laden. Davon einige Stunden mit dem Jüngsten Sohn, der dort grade für eine Woche Betriebspraktikum absolviert und dessen blaue Haare für viele Kunden ein echter Blickfang waren. Er hat fleissig Frischkäse und Couscous-Salat gemacht, ganz schnell das Käse einpacken gelernt und war sehr aufmerksam. Ab heute arbeitet er dann wie geplant mit der Chefin.
Gestern habe ich dann einen Stunde früher Ladenschluss gemacht, damit die lang geplante und mehrfach verschobene Verabredung stattfinden konnte. Der Mittlere Sohn wünschte sich schon lange mit uns Münchens besten Burger zu essen in einem irischen Lokal/Pub direkt am Dom. Zum draußen Sitzen wars schon zu kalt, also ab ins recht dustere Innere. Ich war noch nie in Irland und kann nicht sagen, ob die Atmosphäre irisch war oder einfach nur irgendwie - jedenfalls war es ziemlich schummrig. So sehr, dass ich zum ersten Mal tatsächlich Schwierigkeiten hatte, die Karte zu lesen (und die Brille natürlich nicht dabei). War aber auch nicht weiter schlimm, denn ich wusste auch so, dass ich irisches Bier probieren will - ich entschied mich für Kilkennys (schmeckt mir) - und einen Burger ohne Schnickschnack essen will. Der war reichlich groß, sehr puristisch, aber so lecker, dass Ketchup oder Barbecue den guten Geschmack verdorben hätte. Dazu herrliche Kartoffeln und ein wenig schmückender Salat. Ich konnte vom Burger noch etwas abgeben um die wunderbaren Kartoffeln aufzuessen. Ob das jetzt wirklich der beste Burger der Stadt ist, kann ich nicht beurteilen, aber mir hat es ausgezeichnet geschmeckt.
Mehr aus Spaß schlug der Beste Ehemann vor, noch die Segways auszuprobieren. Das löste eine Bettelorgie beim Mittleren Sohn und der Freundin aus, der er sich nicht mehr entziehen konnte. Das haben wir dann also noch dran gehängt. Naja - ich fühle mich da drauf nicht so ganz wohl, aber komme doch so einigermaßen zurecht. Einzig absteigen kann ich nicht, ohne dass das Ding eigenwillige Wege fährt. Der Mittlere Sohn war schwer begeistert, darf aber ja eigentlich noch gar nicht fahren, zumindest keine Tour mitmachen - denn dafür braucht man einfach irgendeinen Führerschein. (Hier kann man übrigens eine Tour buchen.)
Heute dann der tatsächlich freie Tag. Heute Nacht hat es geregnet - und die Natur freut sich. Alles sieht ganz frisch aus und es hat auch ordentlich abgekühlt. Wie gut. Denn mich erwartet ein richtig voller Bügelkorb. Dann ein Besuch in der Bibliothek und auf dem Markt. Heute wegen Blümchen - der traurige Kasten auf dem Mülltonnenhäusel braucht dringend eine Bepflanzung und ich sehen mich nach Kräutern. Weil immer noch keine Entscheidung getroffen ist, wo und wie der Garten umgegraben und bepflanzt wird, auch dieses Jahr zumindest erst mal in Töpfen.
Dann beschließen wir den Tag tanzend - ein letzte Mal üben für den Auftritt auf dem Ball, denn der Beste Ehemann ist ab Sonntag mal wieder die ganze Woche verreist und kommt quasi erst kurz vor dem Ball wieder.
Statt dessen eben dann doch im Laden. Davon einige Stunden mit dem Jüngsten Sohn, der dort grade für eine Woche Betriebspraktikum absolviert und dessen blaue Haare für viele Kunden ein echter Blickfang waren. Er hat fleissig Frischkäse und Couscous-Salat gemacht, ganz schnell das Käse einpacken gelernt und war sehr aufmerksam. Ab heute arbeitet er dann wie geplant mit der Chefin.
Gestern habe ich dann einen Stunde früher Ladenschluss gemacht, damit die lang geplante und mehrfach verschobene Verabredung stattfinden konnte. Der Mittlere Sohn wünschte sich schon lange mit uns Münchens besten Burger zu essen in einem irischen Lokal/Pub direkt am Dom. Zum draußen Sitzen wars schon zu kalt, also ab ins recht dustere Innere. Ich war noch nie in Irland und kann nicht sagen, ob die Atmosphäre irisch war oder einfach nur irgendwie - jedenfalls war es ziemlich schummrig. So sehr, dass ich zum ersten Mal tatsächlich Schwierigkeiten hatte, die Karte zu lesen (und die Brille natürlich nicht dabei). War aber auch nicht weiter schlimm, denn ich wusste auch so, dass ich irisches Bier probieren will - ich entschied mich für Kilkennys (schmeckt mir) - und einen Burger ohne Schnickschnack essen will. Der war reichlich groß, sehr puristisch, aber so lecker, dass Ketchup oder Barbecue den guten Geschmack verdorben hätte. Dazu herrliche Kartoffeln und ein wenig schmückender Salat. Ich konnte vom Burger noch etwas abgeben um die wunderbaren Kartoffeln aufzuessen. Ob das jetzt wirklich der beste Burger der Stadt ist, kann ich nicht beurteilen, aber mir hat es ausgezeichnet geschmeckt.
Mehr aus Spaß schlug der Beste Ehemann vor, noch die Segways auszuprobieren. Das löste eine Bettelorgie beim Mittleren Sohn und der Freundin aus, der er sich nicht mehr entziehen konnte. Das haben wir dann also noch dran gehängt. Naja - ich fühle mich da drauf nicht so ganz wohl, aber komme doch so einigermaßen zurecht. Einzig absteigen kann ich nicht, ohne dass das Ding eigenwillige Wege fährt. Der Mittlere Sohn war schwer begeistert, darf aber ja eigentlich noch gar nicht fahren, zumindest keine Tour mitmachen - denn dafür braucht man einfach irgendeinen Führerschein. (Hier kann man übrigens eine Tour buchen.)
Heute dann der tatsächlich freie Tag. Heute Nacht hat es geregnet - und die Natur freut sich. Alles sieht ganz frisch aus und es hat auch ordentlich abgekühlt. Wie gut. Denn mich erwartet ein richtig voller Bügelkorb. Dann ein Besuch in der Bibliothek und auf dem Markt. Heute wegen Blümchen - der traurige Kasten auf dem Mülltonnenhäusel braucht dringend eine Bepflanzung und ich sehen mich nach Kräutern. Weil immer noch keine Entscheidung getroffen ist, wo und wie der Garten umgegraben und bepflanzt wird, auch dieses Jahr zumindest erst mal in Töpfen.
Dann beschließen wir den Tag tanzend - ein letzte Mal üben für den Auftritt auf dem Ball, denn der Beste Ehemann ist ab Sonntag mal wieder die ganze Woche verreist und kommt quasi erst kurz vor dem Ball wieder.
23.4.11
Werkzeug und Material
Zwei neue Spindeln sind eingezogen - über ravelry gebraucht erworben.
Eine Spindolyn - aus eher nostalgischen Gründen, schließlich habe ich meine ersten Spinnversuche auf eben so einer Spindolyn gemacht. Mal sehen, wo und wie sie zum Einsatz kommen wird.
Und eine Schönheit von Butterfly Girl . Der Wirtel ist aus (Kunst)Harz und ich finde dieses durchbrochene filigrane Muster wunderschön. Sie ist nur knapp über 20 g schwer und läuft ganz leicht, lang und gleichmäßig. Angesponnen habe ich damit die Merino-Batts.
Ich kaufe ja keine Wolle. Eigentlich. Aber Material zum Spinnen habe ich kaum und da gibt es auch keine Vorratshaltung. Soll auch so bleiben. Aber das Merino ist schon in Arbeit und bei Melanie habe ich mich so sehr in diese Farben verliebt und deshalb den Kammzug bestellt - ein grauer Tag am Meer.
Eine Spindolyn - aus eher nostalgischen Gründen, schließlich habe ich meine ersten Spinnversuche auf eben so einer Spindolyn gemacht. Mal sehen, wo und wie sie zum Einsatz kommen wird.
Und eine Schönheit von Butterfly Girl . Der Wirtel ist aus (Kunst)Harz und ich finde dieses durchbrochene filigrane Muster wunderschön. Sie ist nur knapp über 20 g schwer und läuft ganz leicht, lang und gleichmäßig. Angesponnen habe ich damit die Merino-Batts.
Ich kaufe ja keine Wolle. Eigentlich. Aber Material zum Spinnen habe ich kaum und da gibt es auch keine Vorratshaltung. Soll auch so bleiben. Aber das Merino ist schon in Arbeit und bei Melanie habe ich mich so sehr in diese Farben verliebt und deshalb den Kammzug bestellt - ein grauer Tag am Meer.
Puuhh
Fertig. Raus aus dem Laden, alles geputzt und alles verräumt und die letzten Reste verschenkt und mit nach Hause genommen. Füße und Kreuz ein bisschen lahm, aber weniger als gedacht.
Ostern kann kommen. Der Beste Ehemann hat den Einkauf erledigt, während ich Käse verkauft habe. Der Kuchen ist schon gebacken, fehlt nur noch das Topping. Ich brauche noch unbedingt einen Hefezopf - ohne geht einfach nicht für mich. Aber das geht ja schnell. Und die Eier habe ich auch diese Jahr wieder fertig aus dem Laden mitgebracht - die sind so lecker, von glücklichen Hühnern, schön, wirklich schön, bunt und das Eigelb wachsweich - da lohnt selber färben einfach nicht.
Ich genieße jetzt ein bisschen Liegestuhl und versuche endlich mein Buch fertig zu lesen - oder doch spinnen mit der neuen Spindel, vielleicht auch den neuen Kammzug anspinnen? Fotos liegen schon auf der Kamera und sind demnächst hier, aber jetzt lockt erst mal die Sonne...
Ostern kann kommen. Der Beste Ehemann hat den Einkauf erledigt, während ich Käse verkauft habe. Der Kuchen ist schon gebacken, fehlt nur noch das Topping. Ich brauche noch unbedingt einen Hefezopf - ohne geht einfach nicht für mich. Aber das geht ja schnell. Und die Eier habe ich auch diese Jahr wieder fertig aus dem Laden mitgebracht - die sind so lecker, von glücklichen Hühnern, schön, wirklich schön, bunt und das Eigelb wachsweich - da lohnt selber färben einfach nicht.
Ich genieße jetzt ein bisschen Liegestuhl und versuche endlich mein Buch fertig zu lesen - oder doch spinnen mit der neuen Spindel, vielleicht auch den neuen Kammzug anspinnen? Fotos liegen schon auf der Kamera und sind demnächst hier, aber jetzt lockt erst mal die Sonne...
21.4.11
.
Genau - ihr habt es richtig zugeordnet.
Wasserburg - dort haben wir den Dienstag verbracht und ich habe mich spontan ein bisschen verliebt in diese Stadt. Kein Wunder - diese herrlich bonbonfarbenen Fassaden, der blaue Himmel, sonnige Plätze, zahlreiche Cafés, blühende Magnolienbäume, Spazierweg am Inn - es war einfach wunderbar.
Ein sehr südländisches Flair vermittelt mit die Stadt - fast wie in Italien. Schön, dass es so nah ist, ich werde gerne wiederkommen (und vielleicht finden wir dann ja auch die ideale Fahrstrecke, das war nämlich ein bisschen lästig - total viel Verkehr und immer wieder mal ziemlich zäh...).
Ich bin schon wieder heftig erkältet - und bin völlig angenervt davon, dass ich schon wieder krank bin. Dazu muss ich wegen Ostergeschäft und weil der Kollege eine Sehnenscheiden-Entzündung hat heute Nachmittag und am Samstag zusätzlich im Laden arbeiten. Das war gestern schon echt anstrengend - richtig viel Kundschaft, nebenher die Lieferungen bearbeiten, Platten vorbereiten, Antipasti machen, abspülen, aufräumen - wir hatten auch zu dritt genug zu tun. Und irgendwie ist es immer so ein Chaos, wenn wir zu dritt arbeiten. Offener Käse muss eingepackt werden - nirgends ist Platz. Wir stehen uns immer wieder gegenseitig im Weg. Überall liegen Messer. Ständig aufpassen, dass ja die Ware der Kunden nicht vermischt und verwechselt wird, alles eingepackt wird. Zu zweit gleichzeitig Antipasti aus der Theke holen geht auch irgendwie gar nicht ohne kleckern, leere Schalen und Schüsseln stapeln sich in der Küche, aber niemand hat Zeit (und Lust) abzuspülen. Und das Kühlhaus ist ein Chaos aus hin- und hergeräumtem Nachschub.
Das Paradies wäre, wenn dann abends zum Ladenschluss ein Aufräum- und Putztrupp vorbei käme und wir einfach gehen könnten. Das ist nämlich richtig ätzend, dass, wenn wir schon so richtig müde und fuß- und kreuzlahm sind, natürlich alles wieder "schön" gemacht werden muss.
Wasserburg - dort haben wir den Dienstag verbracht und ich habe mich spontan ein bisschen verliebt in diese Stadt. Kein Wunder - diese herrlich bonbonfarbenen Fassaden, der blaue Himmel, sonnige Plätze, zahlreiche Cafés, blühende Magnolienbäume, Spazierweg am Inn - es war einfach wunderbar.
Ein sehr südländisches Flair vermittelt mit die Stadt - fast wie in Italien. Schön, dass es so nah ist, ich werde gerne wiederkommen (und vielleicht finden wir dann ja auch die ideale Fahrstrecke, das war nämlich ein bisschen lästig - total viel Verkehr und immer wieder mal ziemlich zäh...).
Ich bin schon wieder heftig erkältet - und bin völlig angenervt davon, dass ich schon wieder krank bin. Dazu muss ich wegen Ostergeschäft und weil der Kollege eine Sehnenscheiden-Entzündung hat heute Nachmittag und am Samstag zusätzlich im Laden arbeiten. Das war gestern schon echt anstrengend - richtig viel Kundschaft, nebenher die Lieferungen bearbeiten, Platten vorbereiten, Antipasti machen, abspülen, aufräumen - wir hatten auch zu dritt genug zu tun. Und irgendwie ist es immer so ein Chaos, wenn wir zu dritt arbeiten. Offener Käse muss eingepackt werden - nirgends ist Platz. Wir stehen uns immer wieder gegenseitig im Weg. Überall liegen Messer. Ständig aufpassen, dass ja die Ware der Kunden nicht vermischt und verwechselt wird, alles eingepackt wird. Zu zweit gleichzeitig Antipasti aus der Theke holen geht auch irgendwie gar nicht ohne kleckern, leere Schalen und Schüsseln stapeln sich in der Küche, aber niemand hat Zeit (und Lust) abzuspülen. Und das Kühlhaus ist ein Chaos aus hin- und hergeräumtem Nachschub.
Das Paradies wäre, wenn dann abends zum Ladenschluss ein Aufräum- und Putztrupp vorbei käme und wir einfach gehen könnten. Das ist nämlich richtig ätzend, dass, wenn wir schon so richtig müde und fuß- und kreuzlahm sind, natürlich alles wieder "schön" gemacht werden muss.
19.4.11
18.4.11
Kochen
für mich allein ist die Wieder-Entdeckung einer alten Liebe.
Vor vielen vielen Jahren, als ich während des Studiums - zum ersten mal - allein wohnte entdeckte ich das Kochen. Zu Hause habe ich nur hin- und wieder mal gekocht oder meiner Mutter geholfen. Das machte nur bedingt Spaß. Aber jetzt so allein für mich war es ein Abenteuer. Mit wenig Geld und ohne irgendeine Ahnung über "gesundes Essen" habe ich mit teilweise billigsten Zutaten experimentiert. Meine Küche bestand aus einer einzelnen Kochplatte, einer Pfanne und einem Topf. Die Möglichkeiten waren also beschränkt. Und wieder Erwarten machte es Spaß, die Ergebnisse ungewöhnlich, aber meist schmackhaft - auch wenn das Essen so ganz allein sehr ungewohnt war.
Nach dem ersten Semester bezog ich ein anderes Zimmer und teilte die Küche - jetzt eine richtige Küche mit Herd und Backofen - mit der Vermieterin und einem weiteren Studenten. Mein Einzelkochen wurde hier häufig zum Gemeinschaftskochen. Viele Inspirationen aus den Erfahrungsschätzen der Mitkochenden. So allmählich hatte ich meine eigene Koch-Handschrift entwickelt - wenig Fleisch, viel Gemüse, Getreide.
Nach dem Studium Wohngemeinschaft mit dem heute Besten Ehemann. Der viel Fleisch isst, aber zum Glück diese Bedürfnis in der Kantine stillen konnte. Das mit dem Getreide wurde aber schwierig. Gekocht habe ausschließlich ich. Außer Vanillepudding. Mein Repertoire erweiterte sich um Braten, klassische gutbürgerliche Gerichte wie Gulasch, Königsberger Klopse und so. Und Kuchenbacken. Die Schwiegermutter in spe stiftete alte Familienrezepte mit einem hohen Anteil an zu verwendenden Fertigprodukten. Ich verschriftlichte die Rezepte meiner Oma, soweit sie meine Mutter noch erinnerte.
Der Älteste Sohn wurde geboren. Es gab viel Gemüse für uns beide. Zunächst. Dann wollte er Nudeln und Nudeln und Nudeln. Und mit dem ersten und den weiteren Kindern verlor ich nach und nach meine eigenen Kochvorlieben und wurde zur Ausführenden für die Essvorlieben des Besten Ehemanns und der Söhne. Eine beispielhafte Woche mit Klein- und Schulkindern: Hirsebrei-Tag, Pfannkuchen-Tag, Nudeln-mit-Tomatensauce-Tag, Fischstäbchen-Tag, völlig ungeliebter Suppentag, Reiseintopf-Tag, Sonntags-Braten-Tag. Und dieses Kochen und das Einkaufen dafür machte immer weniger Spaß und war oft einfach lustlos.
Sozusagen spätemanzipiert habe ich erst im letzten Jahr allmählich wieder zu meiner eigenen Küche gefunden und nehme mir immer öfter die Freiheit, einfach nur für mich zu kochen. Denn wir essen schon seit einigen Jahren immer seltener regelmäßig alle gemeinsam. Die Söhne können (ein wenig) kochen, der Beste Ehemann inzwischen auch. Tiefkühlpizza und Nudeln sind immer im Haus. Wie heute Abend bin ich auch immer wieder mal quasi allein zu Hause oder nur überraschend dann doch nicht allein.
Für mein Essen kaufe ich mit Lust und Liebe frische Gemüse und Gewürze ein. Lasse mir Zeit für die Zubereitung, genieße die Gerüche und hänge meine Nase über Topf und Pfanne. Und ich genieße auch, mein Essen - schön angerichtet - allein zu verzehren.
(Und wenn sich doch jemand locken lässt vom Duft und probieren will - natürlich immer gern)
(Und es gibt schon auch leckeres Essen für alle Familienmitglieder von mir gekocht)
Kleine Genuss-Nischen im Alltag.
Vor vielen vielen Jahren, als ich während des Studiums - zum ersten mal - allein wohnte entdeckte ich das Kochen. Zu Hause habe ich nur hin- und wieder mal gekocht oder meiner Mutter geholfen. Das machte nur bedingt Spaß. Aber jetzt so allein für mich war es ein Abenteuer. Mit wenig Geld und ohne irgendeine Ahnung über "gesundes Essen" habe ich mit teilweise billigsten Zutaten experimentiert. Meine Küche bestand aus einer einzelnen Kochplatte, einer Pfanne und einem Topf. Die Möglichkeiten waren also beschränkt. Und wieder Erwarten machte es Spaß, die Ergebnisse ungewöhnlich, aber meist schmackhaft - auch wenn das Essen so ganz allein sehr ungewohnt war.
Nach dem ersten Semester bezog ich ein anderes Zimmer und teilte die Küche - jetzt eine richtige Küche mit Herd und Backofen - mit der Vermieterin und einem weiteren Studenten. Mein Einzelkochen wurde hier häufig zum Gemeinschaftskochen. Viele Inspirationen aus den Erfahrungsschätzen der Mitkochenden. So allmählich hatte ich meine eigene Koch-Handschrift entwickelt - wenig Fleisch, viel Gemüse, Getreide.
Nach dem Studium Wohngemeinschaft mit dem heute Besten Ehemann. Der viel Fleisch isst, aber zum Glück diese Bedürfnis in der Kantine stillen konnte. Das mit dem Getreide wurde aber schwierig. Gekocht habe ausschließlich ich. Außer Vanillepudding. Mein Repertoire erweiterte sich um Braten, klassische gutbürgerliche Gerichte wie Gulasch, Königsberger Klopse und so. Und Kuchenbacken. Die Schwiegermutter in spe stiftete alte Familienrezepte mit einem hohen Anteil an zu verwendenden Fertigprodukten. Ich verschriftlichte die Rezepte meiner Oma, soweit sie meine Mutter noch erinnerte.
Der Älteste Sohn wurde geboren. Es gab viel Gemüse für uns beide. Zunächst. Dann wollte er Nudeln und Nudeln und Nudeln. Und mit dem ersten und den weiteren Kindern verlor ich nach und nach meine eigenen Kochvorlieben und wurde zur Ausführenden für die Essvorlieben des Besten Ehemanns und der Söhne. Eine beispielhafte Woche mit Klein- und Schulkindern: Hirsebrei-Tag, Pfannkuchen-Tag, Nudeln-mit-Tomatensauce-Tag, Fischstäbchen-Tag, völlig ungeliebter Suppentag, Reiseintopf-Tag, Sonntags-Braten-Tag. Und dieses Kochen und das Einkaufen dafür machte immer weniger Spaß und war oft einfach lustlos.
Sozusagen spätemanzipiert habe ich erst im letzten Jahr allmählich wieder zu meiner eigenen Küche gefunden und nehme mir immer öfter die Freiheit, einfach nur für mich zu kochen. Denn wir essen schon seit einigen Jahren immer seltener regelmäßig alle gemeinsam. Die Söhne können (ein wenig) kochen, der Beste Ehemann inzwischen auch. Tiefkühlpizza und Nudeln sind immer im Haus. Wie heute Abend bin ich auch immer wieder mal quasi allein zu Hause oder nur überraschend dann doch nicht allein.
Für mein Essen kaufe ich mit Lust und Liebe frische Gemüse und Gewürze ein. Lasse mir Zeit für die Zubereitung, genieße die Gerüche und hänge meine Nase über Topf und Pfanne. Und ich genieße auch, mein Essen - schön angerichtet - allein zu verzehren.
(Und wenn sich doch jemand locken lässt vom Duft und probieren will - natürlich immer gern)
(Und es gibt schon auch leckeres Essen für alle Familienmitglieder von mir gekocht)
Kleine Genuss-Nischen im Alltag.
Gekocht
nur für mich, während der Mittlere Sohn und die Freundin sich schnöde Tiefkühl-Pizza in den Ofen schoben.
Denn ich hatte Lust auf ein Curry mit Kartoffeln und Auberginen -Rezept entdeckt in einer aktuellen Kochzeitschrift. Auberginen mag hier niemand, ebensowenig Ingwer und Koriander.
Schon der Beginn - Zwiebel, Ingwer, Chili und Knoblauch hacken - ist der Eintritt ins Kochparadies. Meine sensible Nase berauscht sich schon am frischen Geruch - und dann noch mehr beim andünsten in Butter, weitere Steigerung als der Curry dazukommt. Dann Kartoffelwürfel. Ablöschen mit Tomaten und Gemüsebrühe. Parallel dazu Auberginenwürfel in Olivenöl anbraten, würzen mit Salz, Pfeffer, Curry, Sesam drüberstreuen und kurz mitrösten. Weiche Kartoffeln mit Auberginenwürfeln und frischen Korianderblättchen bestreuen. Dazu ein wenig Naturjoghurt - bei mir vom Schaf. Sooo lecker.
Dauert ein wenig länger als TK-Pizza. Macht mehr Arbeit mit Vorbereiten und Abwaschen. Riecht und schmeckt aber um Klassen besser. (Und weil ja niemand mitisst, habe ich für morgen noch eine Portion)
Denn ich hatte Lust auf ein Curry mit Kartoffeln und Auberginen -Rezept entdeckt in einer aktuellen Kochzeitschrift. Auberginen mag hier niemand, ebensowenig Ingwer und Koriander.
Schon der Beginn - Zwiebel, Ingwer, Chili und Knoblauch hacken - ist der Eintritt ins Kochparadies. Meine sensible Nase berauscht sich schon am frischen Geruch - und dann noch mehr beim andünsten in Butter, weitere Steigerung als der Curry dazukommt. Dann Kartoffelwürfel. Ablöschen mit Tomaten und Gemüsebrühe. Parallel dazu Auberginenwürfel in Olivenöl anbraten, würzen mit Salz, Pfeffer, Curry, Sesam drüberstreuen und kurz mitrösten. Weiche Kartoffeln mit Auberginenwürfeln und frischen Korianderblättchen bestreuen. Dazu ein wenig Naturjoghurt - bei mir vom Schaf. Sooo lecker.
Dauert ein wenig länger als TK-Pizza. Macht mehr Arbeit mit Vorbereiten und Abwaschen. Riecht und schmeckt aber um Klassen besser. (Und weil ja niemand mitisst, habe ich für morgen noch eine Portion)
16.4.11
Früh am Morgen
ist es noch reichlich kalt und raureifig, aber schon ganz blau am Himmel
Der Jüngste Sohn muss so früh raus, weil er zum Jugend-musiziert-Wettbewerb nach Garmisch fährt (den genialen Schlagzeuger begleiten). Höllenfrüh für seinen Geschmack - Aufbruch um 7.15 Uhr. Und erstaunlicherweise ist er schon um 6.30 Uhr auf den Beinen und frühstückt. Als "gute Mutter" leiste ich dem pubertierenden Sohn Gesellschaft, schweigend natürlich, denn wir sind beide Morgenmuffel. Ich bin nicht ganz sicher, ob er nicht vielleicht doch lieber allein gewesen wäre.
Als er geht radelt auch der Nachbar vorbei, morgensportlich. Und ganz entgegen meiner sonstigen "Ich häng noch ein bisschen im Schlafanzug rum"-Gewohnheit packe ich meine aufkeimende Motivation und mache ein richtig frischen und kühlen und ausgiebigen und flotten Frühmorgen-Spaziergang. Jetzt bin ich so richtig wach und warm und gehe unter die Dusche und dann zum Singen.
Besser kann ein Tag doch eigentlich nicht anfangen...
Der Jüngste Sohn muss so früh raus, weil er zum Jugend-musiziert-Wettbewerb nach Garmisch fährt (den genialen Schlagzeuger begleiten). Höllenfrüh für seinen Geschmack - Aufbruch um 7.15 Uhr. Und erstaunlicherweise ist er schon um 6.30 Uhr auf den Beinen und frühstückt. Als "gute Mutter" leiste ich dem pubertierenden Sohn Gesellschaft, schweigend natürlich, denn wir sind beide Morgenmuffel. Ich bin nicht ganz sicher, ob er nicht vielleicht doch lieber allein gewesen wäre.
Als er geht radelt auch der Nachbar vorbei, morgensportlich. Und ganz entgegen meiner sonstigen "Ich häng noch ein bisschen im Schlafanzug rum"-Gewohnheit packe ich meine aufkeimende Motivation und mache ein richtig frischen und kühlen und ausgiebigen und flotten Frühmorgen-Spaziergang. Jetzt bin ich so richtig wach und warm und gehe unter die Dusche und dann zum Singen.
Besser kann ein Tag doch eigentlich nicht anfangen...
14.4.11
Spinn-und Strickwerk
Die Weste aus der gesponnen Wolle ist fast fertig. Es fehlt nur noch die Blende - wie so häufig drücke ich mich mal wieder vor den Schlussarbeiten. Insgesamt betrachtet ist sie ein wenig knapp und auch die Länge ist gerade so noch möglich. Ich werde sie ein wenig spannen (und noch ein paar Kilo abnehmen...).
Und so sieht sie aus, wenn sie über einem Stuhl hängt:
Und so sieht sie aus, wenn sie über einem Stuhl hängt:
Donnerstag
Heute mal nicht nur früh aufgestanden, sondern auch sofort durchs Bad gehuscht und mich fertig gemacht. (Eigentlich ist dieses ständige bummeln in der Früh ein echter Zeitfresser. Die Variante mit gleich ins Bad wäre keine schlechte Angewohnheit). Heute wegen Fahrdienst für meinen Vater, der nicht so gern selbst fährt, wenn er nüchtern zur Blutabnahme muss.
Dann habe ich mich auch mal selber zum Arztbesuch genötigt. Wer mich kennt, weiß, dass das eigentlich nur passiert, wenn ich mit dem Kopf unter dem Arm dastehe. Diesmal gehts mir eigentlich ganz gut, abgesehen von ständig wiederkehrenden Oberbauchschmerzen. Das kann nicht jedes MAl ein Infekt sein. Selbstdiagnose: bestimmt was mit der Galle.
Nein. Der Arzt widerspricht. Nach ausführlichem Schallen des "Bäuchleins" (echt, die Wortwahl der Ärzte ist manchmal zum Erbrechen) sagt der Befund: alles Bestens. Schön. Also nix sichtbares an der Galle. Selbstdiagnose vielleicht doch falsch.
Großes Blutbild - welch ein Spaß. Mal wieder mehrere Stechversuche, bis eine brauchbare Vene ihr Blut hergab. Mal sehen, was dabei rumkommt. Und natürlich - ein Rezept. Für Magensäure-Hemmer. Ähhm - ich nehme so extrem ungern Tabletten und wenn dann eigentlich gar kein Befund da ist und ich die mal so zum Ausprobieren nehmen soll - skeptisches Nachfragen. Die Erklärungen haben mich nur halb überzeugt, aber ich werde mir die Dinger mal holen. Der nächste Schritt wäre dann eine Magenspiegelung. Öhh, eigentlich auch eher nein. Ich hätte bitte gern so ein kleines harmloses Ergebnis bei der Blutuntersuchung, das weitere invasive Maßnahmen unnötig macht.
Nebeneffekt - ich esse grade sehr umsichtig. Sehr sehr umsichtig. Wegen Fastenzeit ja eh keinen Süßkram. Jetzt außerdem mit einen genauen Blick auf Fette. Kein Fleisch, kaum Wurst. Und häufige kleine Mahlzeiten - auch wenn das dem derzeitigen Trend widerspricht. Ergebnis: drei Kilo weniger. Freu!
Der weitere Donnerstag:
Wäscheberg dezimieren - lästig
Der Rest mit Freude:
Cellostunde
Arbeiten gehen
Chor
Dann habe ich mich auch mal selber zum Arztbesuch genötigt. Wer mich kennt, weiß, dass das eigentlich nur passiert, wenn ich mit dem Kopf unter dem Arm dastehe. Diesmal gehts mir eigentlich ganz gut, abgesehen von ständig wiederkehrenden Oberbauchschmerzen. Das kann nicht jedes MAl ein Infekt sein. Selbstdiagnose: bestimmt was mit der Galle.
Nein. Der Arzt widerspricht. Nach ausführlichem Schallen des "Bäuchleins" (echt, die Wortwahl der Ärzte ist manchmal zum Erbrechen) sagt der Befund: alles Bestens. Schön. Also nix sichtbares an der Galle. Selbstdiagnose vielleicht doch falsch.
Großes Blutbild - welch ein Spaß. Mal wieder mehrere Stechversuche, bis eine brauchbare Vene ihr Blut hergab. Mal sehen, was dabei rumkommt. Und natürlich - ein Rezept. Für Magensäure-Hemmer. Ähhm - ich nehme so extrem ungern Tabletten und wenn dann eigentlich gar kein Befund da ist und ich die mal so zum Ausprobieren nehmen soll - skeptisches Nachfragen. Die Erklärungen haben mich nur halb überzeugt, aber ich werde mir die Dinger mal holen. Der nächste Schritt wäre dann eine Magenspiegelung. Öhh, eigentlich auch eher nein. Ich hätte bitte gern so ein kleines harmloses Ergebnis bei der Blutuntersuchung, das weitere invasive Maßnahmen unnötig macht.
Nebeneffekt - ich esse grade sehr umsichtig. Sehr sehr umsichtig. Wegen Fastenzeit ja eh keinen Süßkram. Jetzt außerdem mit einen genauen Blick auf Fette. Kein Fleisch, kaum Wurst. Und häufige kleine Mahlzeiten - auch wenn das dem derzeitigen Trend widerspricht. Ergebnis: drei Kilo weniger. Freu!
Der weitere Donnerstag:
Wäscheberg dezimieren - lästig
Der Rest mit Freude:
Cellostunde
Arbeiten gehen
Chor
4.4.11
Auch
wenn es heute schon wieder regnet und kalt geworden ist - in mir klingt noch der Samstag nach - Frühlingskräfte und Frühlingszauber, herbeigesungen und -getanzt, angeleitet und durch den Tag geführt von Arunga Heiden. Es war einfach wunderbar.
Ich fühlt mich ja noch ein wenig angeschlagen, wollte den Workshop aber keinesfalls verpassen. Mit den ersten Klängen und den ersten Schritten im Kreis erfüllte mich dann auch gleich eine solche Freude und ein Wohlgefühl - das ist einfach meins. Mich tragen lassen von der Musik, gemeinsam in einem großen Kreis (ca. 45 Frauen) im selben Rhythmus schwingen, dazu singen, Töne klingen lassen, die Stimme frei lassen - innerlich und äußerlich aufs schönste durch und durch bewegt sein. Der Tag verging wie im Flug und ich war danach ganz gestärkt, bis oben hin voll guter Laune und Zuversicht.
Am Sonnen-Sonntag dann Auftakt der Grillsaison. Der Mittlere Sohn organisierte ein erstes Beschnuppern zwischen unserer und der Freundin-Familie. Unkompliziert und nett wars. Außer, dass unser Haushalt für den 5jährigen Bruder der Freundin inzwischen fast nichts mehr zu bieten hat. Bilderbücher jede Menge - wurden abgelehnt. Dann erinnerten wir uns an die Kisten unter dem Bett des Jüngsten Sohns, die noch all seine Pl*ymobil-Schätze beherbergen. Alles gut.
Gegrilltes Fleisch, Salat, Knoblauchbrot, Kaffee - das war dann doch noch zu viel für den gestressten Bauch. Obwohl er sich vorher schon wieder ganz gesund angefühlt hatte, rebellierte er nach dem abendlichen Tee und bescherte mir noch einmal eine sehr unruhige Nacht. Also doch wieder zurück auf schonendere Kost.
Ich fühlt mich ja noch ein wenig angeschlagen, wollte den Workshop aber keinesfalls verpassen. Mit den ersten Klängen und den ersten Schritten im Kreis erfüllte mich dann auch gleich eine solche Freude und ein Wohlgefühl - das ist einfach meins. Mich tragen lassen von der Musik, gemeinsam in einem großen Kreis (ca. 45 Frauen) im selben Rhythmus schwingen, dazu singen, Töne klingen lassen, die Stimme frei lassen - innerlich und äußerlich aufs schönste durch und durch bewegt sein. Der Tag verging wie im Flug und ich war danach ganz gestärkt, bis oben hin voll guter Laune und Zuversicht.
Am Sonnen-Sonntag dann Auftakt der Grillsaison. Der Mittlere Sohn organisierte ein erstes Beschnuppern zwischen unserer und der Freundin-Familie. Unkompliziert und nett wars. Außer, dass unser Haushalt für den 5jährigen Bruder der Freundin inzwischen fast nichts mehr zu bieten hat. Bilderbücher jede Menge - wurden abgelehnt. Dann erinnerten wir uns an die Kisten unter dem Bett des Jüngsten Sohns, die noch all seine Pl*ymobil-Schätze beherbergen. Alles gut.
Gegrilltes Fleisch, Salat, Knoblauchbrot, Kaffee - das war dann doch noch zu viel für den gestressten Bauch. Obwohl er sich vorher schon wieder ganz gesund angefühlt hatte, rebellierte er nach dem abendlichen Tee und bescherte mir noch einmal eine sehr unruhige Nacht. Also doch wieder zurück auf schonendere Kost.
1.4.11
Schlapp
Anders als geplant war die Woche schon ab Dienstag. Endlich mal wieder ein freier Dienstag, noch dazu herrliches Wetter, und den wollten der Beste Ehemann und ich in Wasserburg verbringen. Morgens der Anruf des Mittleren Sohns, der schwächelnd und von Übelkeit geplagt bei der Freundin weilte, seinen Klausurtermin in Musik nicht wahrnehmen konnte und deshalb zwecks Attest einen Arztbesuch brauchte samt Krankentransport. Arzttermin um 14.00 Uhr - kein Ausflug nach Wasserburg.
Umdisponiert, Dachau besucht. Schon unterwegs Anflüge von Bauchschmerzen - ich bin ja vor allem bezüglich Magen-Darm extrem hypochondrisch veranlagt. Sobald jemand darüber spricht verspüre ich leichte Übelkeit und Bauchschmerzen. Doch diesmal gesellte sich ein ausgeprägtes Schwächegefühl dazu - und so wars mir grade recht, dass wir mittags schon wieder daheim waren.
Nachmittag und Abend und die Nacht verbrachte ich dann mit Gliederschmerzen, Schüttelfrost und kleinen Schlafhäppchen, begleitet von scheusslichen Bauchschmerzen. Wie ich es hasse!
Allmählich geht es wieder. Und so verbringe ich die Tage auf dem Sofa, mit Hörbuch und Strickzeug und Spindel. Es juckte mich in den Fingern, das frisch gesponnene Garn zu verstricken und ich habe einen ganzen Abend damit verbracht mich durch Anleitungen und Strickhefte zu wühlen. Entschieden habe ich mich für Daffodil - eine kurzärmelige Weste mit Rundpasse. Es ist ein bisschen experimentell, denn die Wolle ist etwas knapp dafür. Zur Not wird es eine kurze Weste (oder wieder auftrennen und doch ein Tuch stricken). Inzwischen verstricke ich den dritten Strang - und das war sohl der erste, den ich gesponnen habe. Er ist nicht so dünn gesponnen und nicht so fest gezwirnt wie die beiden bereits verstrickten. Mal sehen, wie das dann aussieht - wie gesagt, ein Experiment.
28.3.11
Strickwerk
So Kleinkram wird fertig. Der Five Hour Baby Sweater ist quasi fertig - Knöpfe fehlen noch. Nachdem er mit fertiger Rundpasse seit Januar im Korb lag, war es dann tatsächlich eine sache von wenigen Stunden und das Jäckchen war fertig. Ich habe viel weniger Wolle gebraucht als angegeben, die Jacke ist aber auch viel kleiner als ich erwartet habe. Die losen Fäden sind mittlerweile vernäht...
Immer noch Reste der Wolle da - also ein passendes Mützchen dazu: Accordian Hat aus Baby Beanies.
Immer noch Reste. Mal sehen, was daraus noch werden kann.
Dann habe ich den zweiten Kammzug BFL von dibadu fertig versponnen und verzwirnt. Es sind 214 g, zweifädig verzwirnt, mit einer Lauflänge von ca. 390m auf 100g. Jetzt juckt es mich sehr in den Fingern das Garn gleich zu verstricken. Erst mal habe ich gleich eine Maschenprobe gestrickt - es sieht ganz wunderbar aus und gefällt mir ausgesprochen gut. Am liebsten würde ich ein Weste für mich stricken, aber dafür ist die Wollmenge ziemlich knapp.
Am Besten versuche ich es mal mit einer Raglan-von oben-Variante und schau wie weit ich komme. Zur Not muss ich eben wieder auftrennen und dann doch ein Tuch stricken - dafür reicht es auf jeden Fall.
Foto? Dafür habe ich den lichten Moment verpasst. Das Garn ist ziemlich dunkel und braucht gutes Tageslicht.
26.3.11
Stille
Der Beste Ehemann ist die ganze Woche unterwegs - hält ein Seminar und ist mit seinem Chor unterwegs.
Schon unter der Woche fiel ich allmählich in einen ganz eigenen Trott, einen ganz und gar selbstbestimmten - denn meine Söhne sind dauernd unterwegs und brauchen mich grad eher gar nicht.
Und heute war so ein ganz stiller Tag. Der angekündigte Regen ließ auf sich warten und ich ließ mich von der Sonne noch einmal nach draußen locken. Ein kleiner Ausflug mit dem Rad statt ins Sportstudio zu gehen, durch den Wald zur Kapelle, begleitet von Vogelgezwitscher und ansonsten Stille. In der Kapelle ebenfalls ganz still. Besinnung und Gebet - der laute Alltag bleibt vor der Tür.
Daheim dann backen und kochen. Ebenfalls ganz in Stille und Ruhe. Einen einfachen Rührkuchen gerührt. Nudelteig geknetet, Hackfleisch mit Kräutern und Zwiebeln vermischt. Aus dünn ausgerolltem Teig Quadrate geschnitten, mit Fleisch belegt und gefaltet - Manti, die türkischen Tortellini. Joghurt gerührt, mit Salz und Knoblauch gewürzt. Noch einmal Petersilie und Pfefferminze gehackt. Butter geschmolzen, mit reichlich Rosenpaprika geschärft.
Es macht so viel Freude, in aller Ruhe und mit allen Sinnen ein Essen vorzubereiten. Jetzt ist alles bereit und kann jederzeit ganz schnell fertig gestellt werden.
Irgendwann habe ich dann Lust auf meine Sehnsuchts-Musik und weil ja sonst keiner im Haus ist drehe ich richtig laut auf und singe lauthals mit - schon lange nicht mehr gehört, beamt sie mich doch sofort an die galizische Steilküste, tauchen Wind, Sonne, Meer, wilde Natur vor meinem inneren Auge auf.
Nebenher meine Kurse nach- und vorbereitet. Ebenso den Input zum Thema PID (Präimplantationsdiagnostik) für die Gesprächsrunde morgen Abend. Five-Hour-Baby-Sweater fertig gestrickt. Abspülen, Küche aufräumen, Wäsche.
Alles in meinem ganz eigenen Rhythmus, ich muss auf niemanden Rücksicht nehmen, keine anderen Bedürfnisse beachten als meine eigenen - ein Geschenk.
Der Älteste Sohn kommt auf einen Kaffee vorbei und unterbricht die Stille - ein nettes Gespräch, eine angenehme Unterbrechung. Und eine Verabredung, die Manti gemeinsam zu verspeisen. Ein gemütliches Essen zu dritt - der Älteste Sohn, seine Freundin und ich.
Und jetzt folgt ein Fernsehabend mit dem Jüngsten Sohn - Star Wars lieben wir beide und ich genieße es, dass wir hier mal den gleichen Filmgeschmack haben.
Ein angenehmer Tag. Geruhsam, still, mein ganz eigenes Tempo gelebt.
Was
gerade in der Welt und und in meinem nahen Umfeld geschieht lähmt mich, nimmt mir den Atem, die Leichtigkeit, besetzt meine Gedanken - und daneben und gleichzeitig läuft der Alltag. Halte ich meine Kurse mit derselben Freundlichkeit, Offenheit und Zuwendung wie immer, gehe Einkaufen, zum Sport, erledige ein wenig Haushalt, bin für meine Familie da.
Nur für den Blog blieb grad keine Energie übrig.
Die Katastrophe in Japan und wer weiß was da noch kommt - eine Mischung aus Mitgefühl, Trauer, Schreck und angesichts der atomaren Bedrohung auch nicht nur des Ärgers sondern ausgesprochener Wut.
Die Unruhen in Tunesien, Ägypten, den anderen arabischen Staaten, der Krieg in Libyen - welche Unsicherheit und wie viel Leid.
Und jetzt in unmittelbarer Nähe, nur wenige Kilometer entfernt die Ermordung der beiden Mädchen. Das Haus in dem sie wohnten von Kindheit an vertraut, quasi ums Eck bin ich aufgewachsen. Eines der Mädchen besuchte die Schule der Söhne - Trauer, Schock, Unsicherheit und Angst.
Wer kann das getan haben, was muss in einem Menschen vorgehen, der zwei Kinder so brutal tötet?
Welch eine Katastrophe für die Mutter.
Mir fehlen die Worte, um über solche Ereignisse zu schreiben.
22.3.11
Kulinarische Weltreise - Knödel-Variationen
Frau Landgeflüster hat zur kulinarischen Weltreise eingeladen - nach vielen fremden Ländern lade ich euch heute in meine Heimat ein.
Bayern ist ja ein begehrtes Urlaubsland, München darf auf keiner Weltreise fehlen - ich lade euch heute ein zu einem bayrisch-bodenständigen Essen und die Reste gibt es morgen.
Knödel - die Beilage überhaupt zu Braten mit ordentlicher Soße. In Bayern "Semmelnknödeln". Nach etlichen mehr oder weniger geglückten Versuchen koche ich diese inzwischen immer als Serviettenknödel. Kein Abkochen, kein Zerfallen - sie sind einfach immer perfekt.
Für die Männer in der Familie gehört dazu ein deftiger Schweinsbraten - den der Beste Ehemann brät, aber ich darf euch das Rezept verraten. Ich selber esse ja nicht so gern (Schweine)Fleisch und mach mir oft Rahmschwammerl zum Knödel (dafür gibts keine Rezept).
Fast das Beste sind die Reste am nächsten Tag. Dann gibts je nach Geschmack und Jahreszeit ein Gröstl oder einen Knödelsalat.
Die Rezepte:
Schweinsbraten nach Art des Besten Ehemanns:
1,5 kg Schweinebraten mit Schwarte, am besten aus der Schulter und die Schwarte gleich vom Metzger rautenförmig einschneiden lassen
Spareribs zum mitbraten nach Bedarf (für eine gute Soße)
Salz und Pfeffer
etwas gemahlener Kümmel
Öl oder Schmalz
2 Gelberüben
1 Stück Sellerie
1-2 Petersilienwurzeln
2 Zwiebeln
heißes gesalzenes Wasser oder eine leichte Brühe
1 Scheibe Brot
Das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben. Von allen Seiten im Öl oder Schmalz anbraten, die Schwarte als Letztes.
Fleisch mit dem grob geschnittenen Gemüse und den Spareribs in ein Reindl legen, das Wasser bzw. die Brühe angießen, so dass ca. 1/3 des Fleisches bedeckt ist. Die Scheibe Brot dazugeben. In den auf 180-200 Grad vorgeheizten Ofen geben. Während der Bratzeit - ca. 2 Stunden - immer mal wieder begießen - mit der Bratensauce oder kaltem Wasser oder Bier.
Dann das Fleisch und Knochen herausnehmen, etwas ruhen lassen. Inzwischen Soße und Gemüse in einen Topf umfüllen, aufkochen und dann pürieren (evtl. vorher einen Teil Gemüse entfernen), abschmecken. Fleisch aufschneiden, mit Sauce servieren.
Serviettenknödel
300 ml Milch
6 Semmeln oder Brezen vom Vortag
1 Zwiebel
1 EL Butter
1/2 Bund Petersilie
3 Eier
Salz, Pfeffer
Küchengarn
Semmeln/Brezen klein schneiden. Milch lauwarm erwärmen und drüber gießen, 30 Minuten ziehen lassen.
Zwiebel klein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Petersilie waschen und hacken. Zwiebeln, Petersilie, Eier, ca. 1/2 Teel. Salz und etwas Pfeffer zu den eingeweichten Ködeln geben und - am besten mit der Hand - durchkneten. Noch einmal ca. 30 Minuten ziehen lassen.
Einen ausreichend großen Topf mit Wasser füllen und das Wasser aufkochen, salzen. Inzwischen ein Küchentuch feucht machen. Die Knödelmasse auf das Tuch geben und zu einer Rolle formen,
Herausheben, auswickeln, in Scheiben schneiden - fertig.
Der Tag danach:
Gröstl
Fleisch- und-Knödelreste klein schneiden, Zwiebel fein hacken. In Butterschmalz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Je nach Menge der Reste 1-4 Eier verkleppern, würzen und über die angebratenen Reste geben. Kurz mitbraten, mit Petersilie bestreuen.
Knödelsalat
Den restlichen Knödel in feine Scheiben schneiden bzw. die restlichen Knödelscheiben in Streifen. Aus Apfelessig (oder weißem Balsamico), Öl, Senf, Salz und Pfeffer ein kräftige Vinaigrette zubereiten. Die Knödelscheiben auf einen Teller schichten, mit Schnittlauch bestreuen und mit der Vinaigrette übergießen. Oder alles in einer Schüssel mischen. Etwas durchziehen lassen.
Guten Appetit!
Brigitte führt die nächste Etappe - hier
11.3.11
Blau
Von Braun über Hellblond zu Blau. Der Jüngste Sohn.
Geduldig über eine Stunde, mehrfach blondiert, weil erstmal wird braun zu orange und das gibt mit blauer Farbe alles Mögliche, aber kein Blau.
Das End-Ergebnis habe ich noch nicht gesehen (weil tolle Inspiration, die mit dem Musikfreund sofort auf der Gitarre umgesetzt werden muss), nur die blonde Zwischenstufe. Sehr fremd.
Ich geh morgen zum Friseur.
Lila würde doch vielleicht ganz gut zwischen grün und blau passen, oder?
Und der Beste Ehemann dann vielleicht pink? Oder knallrot?
10.3.11
Strickwerk
So arg viel ist nicht passiert.
Fürs Teststricken der Knotzo-Socken habe ich die Hitchhiker-Anleitung geschenkt bekommen. Unter dem Motto "knit from your stash" dazu eine alte Fluffy-Wollmeise rausgekramt und das ist der Beginn.
Inzwischen sind es 27 Zacken - super easy-knitting. Was mir allerdings immer wieder passiert, ist eine halbe oder ganze Reihe links gestrickter Maschen auf dem "Rückweg". Bisher habe ich es wenigstens immer gleich gemerkt, so dass ich wenigstens nur eine Reihe zurück musste.
Der Socken-Dauer-Zopf-Knitalong schlägt für März-April diese Socken vor. Es brauchte drei Versuche mit ungeeigneter Wolle (einmal greusliche Garnqualität, wanderte umgehend in den Müll, zweimal ungeeignete Färbung, in der die Zöpfe verschwanden). Jetzt werden es naturweiße Zöpfe. Baumwoll-Mischgarn machen die Geschichte angenehm anschmiegsam - Zopfmuster bekommen bei mir sonst oft ein bisschen viel "Stand".
Die Anleitung ist - ähhhm - irgendwie etwas (gewöhnungsbe)dürftig. Vielleicht bin ich ja auch total verwöhnt inzwischen. Es muss auch gar nicht super ausführlich sein, aber Wendungen wie: die Zöpfe werden aufeinander zu verkreuzt sind ja eher ungebräuchlich und auch nicht so ganz eindeutig. Mit Socken-Strick-Erfahrung ist es sicher kein Problem nach der Anleitung zu stricken, ansonsten sind vermutlich ein paar Denkfalten nötig. Ich benutze einfach den Chart und baue meine übliche Konstruktion.
Meine Spindel habe ich raus gekramt und versuche wieder täglich ein wenig Zeit darauf zu verwenden. Am liebsten auf der Terrasse, wo mir allerdings teilweise noch die Finger einfrieren.
Parallelen
Der Jüngste Sohn hat keine Lust und Motivation und auch irgendwie keine Idee zu seiner Erörterung.
Frau Strickwerk brütet mit ihm ebenso unlustig über seinem Arbeitsheft, dass sie wie ihn zur Verzweiflung treibt. Wenn in der gestellten Frage schon die Antwort steckt, dann kann das nicht die Antwort sein, aber was ist dann die Antwort? Der Beste Ehemann ist da ganz pragmatisch und sagt, doch das ist die Antwort und ihr beide denkt zu sehr ums Eck. Aha.
Der Jüngste Sohn wird sehr schnell ungeduldig bei diesen Aufsätzen und flüchtet sich in diesem Fall in Argumente wie: Leistungssport ist langweilig.
Frau Strickwerk wird ebenfalls sehr schnell ungeduldig - über das echt schlecht gemachte Kapitel im Arbeitsheft, über die schlechte Vorbereitung aufs Thema, über den eigenen Mangel an Ideen, über den Mangel an Ideen beim Jüngsten Sohn und einfach auch mal über den Besten Ehemann, der alles so pragmatisch einfach sieht.
Frau Strickwerk hat jetzt erst recht keine Lust mehr darauf, das längst überfällige Protokoll und mal wieder Bewerbungen für ein Kreissaalpraktikum zu schreiben. Und überhaupt herrscht Nebel und diffuser Schmerz in meinem Kopf.
Ähnlichkeiten zwischen Mutter und Sohn - schwer auszuhalten manchmal und manchmal auch sehr schön.
9.3.11
Schulferien
Frau Strickwerks liebste Ferienfragen:
Mir fällt nix ein zu meinem Hausaufsatz und überhaupt versteh ich schon das Thema nicht. Kannst du...?
Nein, kann ich auch nicht so recht. Weil gefragt ist ein antithetischer Aufsatz (früher hieß das einfach Erörterung) zur Frage Leistungssportler als Vorbild. Könnten wir das bitte einfach umformulieren in Musiker als Vorbild?
Toll. Der Jüngste Sohn und Deutschaufsätze - ein echtes Dilemma. Immer noch. (Und schriftliches Pflichtabitur für ihn- ich freu mich schon.)
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